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			{"id":11084,"date":"2020-01-05T12:56:29","date_gmt":"2020-01-05T11:56:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=11084"},"modified":"2020-01-06T23:54:10","modified_gmt":"2020-01-06T22:54:10","slug":"neue-romania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=11084","title":{"rendered":"Neue Romania"},"content":{"rendered":"<p>#global#<\/p>\n<p>Mit einem reichlich vagen Ausdruck werden Franz\u00f6sisch, Spanisch und Portugiesisch daher auch als\u00a0\u2018Weltsprachen\u2019 bezeichnet; damit wird in unklarer Weise sowohl auf ihre Verbreitung als Erstsprache (L1) wie als Fremdsprache (L2) angespielt.<\/p>\n<p>##<\/p>\n<p>F\u00fcr die Tatsache, dass es sich die Sprachen der europ\u00e4ischen Kolonisten im globalen Ma\u00dfstab so massiv auf Kosten der pr\u00e4kolonialen Sprachen etablieren konnten, gibt es unterschiedliche Gr\u00fcnde, die mit der Kolonisierung zusammenh\u00e4ngen; sie lassen sich unter dem polemischen aber durchaus gerechtfertigten franz\u00f6sischen Schlagwort der <em>glottophagie\u00a0<\/em>'Sprachenfresserei' zusammenfassen, das von Jean-Louis Calvet 1974 gepr\u00e4gt wurde #Dieser Ausdruck wurde offenkundig nach dem Muster von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"fraDOT\">fra.<\/span> <em>anthropophagie<\/em> 'Menschenfresserei' gebildet.#:<\/p>\n<ul>\n<li>Die vorkoloniale Bev\u00f6lkerung wurde je nach Zeit und Gegend verfolgt und war teils systematischem Genozid ausgesetzt (so vor allem in Uruguay).<\/li>\n<li>Nach der Unabh\u00e4ngigkeit wurde der koloniale Gebrauch der europ\u00e4ischen Sprachen\u00a0in Verwaltung, Bildungseinrichtungen und \u00f6ffentlichen Medien fortgesetzt.<\/li>\n<li>Ein Teil der kolonialen Bev\u00f6lkerung indigener Herkunft vollzog im Zuge der Akkulturation einen Wechsel zu den europ\u00e4ischen Sprachen\u00a0 der Kolonisten; aus dieser Tradition entwickelte sich im frankophonen Kontext\u00a0 die politisch, ideologisch und literarisch auch \u00fcber Frankeich hinaus einflussreiche <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/N%C3%A9gritude\" target=\"_BLANK\"><em>n\u00e9gritude-<\/em>Bewegung<\/a>; das Kozept wurde 1935 von Aim\u00e9 C\u00e9saire gepr\u00e4gt (\u00ab\u00a0Conscience raciale et r\u00e9volution sociale\u00a0\u00bb,\u00a0<i>L\u2019\u00c9tudiant Noir<\/i>, journal mensuel de l'association des \u00e9tudiants martiniquais en France, mai-juin 1935\u00a0<a class=\"external free\" href=\"http:\/\/www.letudiantnoir.com\/\" rel=\"nofollow\">http:\/\/www.letudiantnoir.com\/<\/a>).<\/li>\n<li>Die Territorien der postkolonialen Staaten sind historisch willk\u00fcrlich zustande gekommen; sie lassen sich nicht auf einzelne Sprachgemeinschaften abbilden, sondern umfassen oft sehr vielsprachigen Regionen, ohne entwickelte Schriftlichkeit; die Beibehaltung des kolonialen Sprachgebrauchs beugt Konflikten zwischen Gemeinschaften vor, die entst\u00fcnden (und teils auch entstanden sind), wenn jeweils eine spezifische indigene Sprache auf Kosten anderer implementiert und offizialisiert w\u00fcrde; allein in Brasilien werden 160 unterschiedliche indigene Sprachen gesprochen, die zu 19 Sprachfamilien gruppiert werden k\u00f6nnen <a href=\"https:\/\/pib.socioambiental.org\/pt\/L%C3%ADnguas\" target=\"_BLANK\">\u00dcberblick<\/a> und in den beiden benachbarten R\u00e9publique du Congo und R\u00e9publique d\u00e9mocractique du Conge( fr\u00fcher: Zaire)\u00a0 mehr als 200 Sprachen <a href=\"http:\/\/www.axl.cefan.ulaval.ca\/afrique\/congo.htm\" target=\"_BLANK\">\u2666<\/a> und <a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%A9publique_d%C3%A9mocratique_du_Congo#Langues\" target=\"_BLANK\">\u2666<\/a>.<\/li>\n<li>Manche Kolonien wechselten im Laufe der Geschichte (auch mehrfach) den Besitzer bzw. ihre staatliche Zugeh\u00f6rigkeit, so dass unter Umst\u00e4nden sogar mehrere europ\u00e4ische Sprachen als Staatssprachen eingesetzt wurden (so zum Beispiel Spanisch und Englisch in Puerto Rico; Franz\u00f6sisch und Englisch in Kamerun; Spanisch, Portugiesisch und Franz\u00f6sisch in \u00c4quatorialguinea).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der Basis der romanischen Sprachen \u2013 das gilt vor allem f\u00fcr das Franz\u00f6sische und das Portugiesische \u2013 haben sich vor allem in manchen Gebieten w\u00e4hrend der Kolonialzeit Sprachen\u00a0 so genannte Kreolsprachen entwickelt (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> Vorlesung vom ##), die nicht mehr zu den romanischen Sprachen gerechnet werden. Allerdings sind die Sprecher der Kreolsprachen\u00a0 zunehmend zweisprachig, was zu ausgepr\u00e4gtem Sprachkontakt und einer strukturellen und lexikalischen Wiederann\u00e4herung der Kreolsprachen an die historisch\u00b4zu Grunde liegenden Sprachen der ehemaligen Kolonialm\u00e4chte f\u00fchrt; diese Konstellationen, die in erster Linie die franz\u00f6sisch basierten Kreols betreffen, werden als <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Post-creole_continuum\" target=\"_BLANK\">post-creole continuum<\/a> bezeichnet.<\/p>\n<p>Die Unterschiede zwischen den spanisch-, portugiesisch- und franz\u00f6sischsprachigen Gebieten der Neuen Romania einerseits und innerhalb der drei genannten Gebiete andererseits sind so erheblich, dass es jeder Staat f\u00fcr sich untersucht werden m\u00fcsste. Dabei sollten in jedem Fall die folgenden Parameter ber\u00fccksichtigt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Mit welche indigenen und wom\u00f6glich sp\u00e4ter hinzugekommenen Sprachen stehen die romanischen Sprachen in Kontakt?<\/li>\n<li>Wie ist das Verh\u00e4ltnis von L1- und L2-Sprechern?<\/li>\n<li>Gibt es zus\u00e4tzlich zur jeweiligen romanischen Sprache eine romanisch basierte Kreolsprache?<\/li>\n<\/ul>\n<p>#Spanisch#<\/p>\n<p>Aus den ehemals spanischen Kolonialgebieten entstanden Nationalstaaten, die mit wenigen Ausnahmen (wie z.B. die Philippinen seit 1987) das Spanische als Staatssprache beibehalten haben; in einigen F\u00e4llen wurden indigene Sprachen kooffizialisiert #einf\u00fcgen#.<\/p>\n<p>#Portugiesisch#<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portugiesische_Sprache\" target=\"_BLANK\">\u00dcberblick<\/a> Im Fall des Portugiesischen ist das<\/p>\n<p>Die lusophonen Staaten sind in der <em>Comunidade dos Paises de Lingua Portuguesa<\/em>, der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gemeinschaft_der_Portugiesischsprachigen_L%C3%A4nder\" target=\"_BLANK\">Gemeinschaft_der_Portugiesischsprachigen_L%C3%A4nder<\/a>, zusammengeschlossen; im Hinblick auf die Gr\u00f6\u00dfe und kulturelle Vielfalt der vertretenen Weltregionen spielt das historische Ausgangsland, Portugal, nurmehr eine eine periphere Rolle.<\/p>\n<p>Allerdings ist bemerkenswert, dass es selbst in der portugiesischsprachigen Welt und hier speziell in Brasilien, ebenso wenig wie in der frankophonen oder hispanophonen, bislang noch nicht zur expliziten Kodifizierung und Implementierung nationaler Sprachstandards gekommen ist.<\/p>\n<p>#Franz\u00f6sisch#<\/p>\n<p>Die ehemals franz\u00f6sischen Kolonialgebiete nahmen eine divergente Entwicklung (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Franz%C3%B6sische_%C3%9Cberseegebiete&amp;oldid=195256947\" target=\"_BLANK\">\u00dcberblick<\/a>) , denn aus ihnen wurden teils eigene Nationalstaaten (so \u00fcberall in Afrika), teils Provinzen von Nationalstaaten (Qu\u00e9bec, Lousiana), teils aber auch franz\u00f6sische Departements (Guadeloupe, Franz\u00f6sisch-Guayana,\u00a0Martinique,\u00a0Mayotte, La R\u00e9union)\u00a0oder weitgehend autonome Gebiete\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\">(die sogenannten<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0<\/span><em style=\"font-size: 1rem\">Collecitivit\u00e9s d\u2019outre mer<\/em><span style=\"font-size: 1rem\">)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">mit enger politischer Anbindung an Frankreich (z.B. Franz\u00f6sisch-Polynesien)<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">. Im Unterschied zu den portugiesisch- und spanischsprachigen Gebieten der Neuen Romania sind die franz\u00f6sischsprachigen Gegenden mindestens teilweise in die nach wie vor stark zentralistischen Strukturen Frankreichs eingebunden.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Louisiana_French<\/p>\n<p>Obwohl die teils kleinen frankophonen Gebiet au\u00dferordentlich weit voneinander entfernt sind gibt es gelegentlich bemerkenswerte, durchaus standardferne Parallelen, wie an einem toponomastischen Beispiel angedeutet werden soll; sowohl in der Karibik wie auch im Indischen Ozean sehr weit verbreitet sind zwei Landschaftsbezeichnungen, die in Frankreich selbst zwar vorkommen, aber nur sehr selten belegt sind: <em>morne<\/em>\u00a0\u2018H\u00fcgel\u2019 und <em>piton<\/em>\u00a0\u2018(spitzer) Gipfel\u2019:<\/p>\n<p><span style=\"color: red\"><b>MORNE<\/b><\/span><sup>2<\/sup>, subst. masc.<br>\n[Principalement dans une \u00eele ou sur un littoral] Colline, montagne.\u00a0<i>Un gros morne la termine\u00a0<\/i>[<i>une \u00eele<\/i>]<i>\u00a0\u00e0 chacune de ses extr\u00e9mit\u00e9s; et un pic, ou plut\u00f4t un volcan, \u00e0 en juger par sa forme, s'\u00e9l\u00e8ve au milieu<\/i>\u00a0(<i>Voy. La P\u00e9rouse<\/i>, t.3, 1797, p.96).\u00a0<i>Aux Gona\u00efves, pr\u00e8s du Port-au-Prince. On voit une habitation en ruine sur les flancs \u00e9lev\u00e9s d'un morne qui domine une rade<\/i>\u00a0(LAMART.,\u00a0<i>T. Louverture<\/i>, 1850, I, 1, p.1263).\u00a0<i>Le c\u00f4t\u00e9 de l'est est barr\u00e9 par de hauts mornes ferrugineux qu'enserre et couronne le bleu de la mer<\/i>\u00a0(T'SERSTEVENS,\u00a0<i>Itin\u00e9r. esp.<\/i>, 1933, p.88).<br>\n<b>Prononc. et Orth.:<\/b>\u00a0[<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/stella.atilf.fr\/Dendien\/scripts\/tlfiv5\/displayi.exe?s=2389784010;i=i-1-3.gif\" align=\"middle\">]. Att. ds\u00a0<i>Ac<\/i>. dep. 1798.\u00a0<b>\u00c9tymol. et Hist.<\/b>\u00a01640 (BOUTON,\u00a0<i>Relation de l'establissement des Fran\u00e7ois depuis l'an 1635 dans l'Isle de la Martinique<\/i>, p.30). Mot du cr\u00e9ole des Antilles qui s'est r\u00e9pandu ensuite aux cr\u00e9oles de la R\u00e9union, d'Ha\u00efti et de la Martinique, d'orig. incertaine (<i>cf. FEW<\/i>\u00a0t.21, p.15a). Peut-\u00eatre issu, par alt\u00e9ration, de l'esp.\u00a0<i>morro<\/i>\u00a0\u00abmonticule, rocher\u00bb (1591 ds\u00a0COR.-PASC.) qui repr\u00e9sente un type *<i>murrum<\/i>, du rad. pr\u00e9rom. *<i>murr-<\/i>, v.<i>moraine<\/i>\u00a0et\u00a0<i>morion<\/i><sup>1<\/sup>.\u00a0<i>Cf.<\/i>\u00a0BL.-W.<sup>1-5<\/sup>\u00a0et\u00a0CHAUDENSON,\u00a0<i>Le Lex. du parler cr\u00e9ole de la R\u00e9union<\/i>, t.1, p.619.\u00a0<b>Fr\u00e9q.<\/b>\u00a0V.\u00a0<i>morne<\/i><sup>1<\/sup>.\u00a0<b>Bbg.<\/b>\u00a0DULONG\u00a0(G.). Le Mot\u00a0<i>morne<\/i>\u00a0en canad. fr.\u00a0<i>In:<\/i>\u00a0<i>Congr\u00e8s Internat. Des Sc. Onom.<\/i>\u00a0Wien, 1969, t.1, pp.255-258. (<span style=\"font-size: 1rem\">TLFI <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTvDOT\">s.v.<\/span> morne)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: red\"><b>PITON<\/b><\/span>, subst. masc.<br>\n<b>I.<\/b>\u00a0<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/stella.atilf.fr\/dendien\/ima\/tlfiv4\/tiret.gif\">Clou ou vis \u00e0 t\u00eate recourb\u00e9e ou en forme d'anneau servant \u00e0 recevoir un crochet, l'anse d'un cadenas, une tringle, etc.\u00a0<i>Fixer, planter, visser un piton au mur.\u00a0<\/i><i>Il tailla le bois du pupitre avec son canif, et fit tant qu'il d\u00e9chaussa le piton de fer dans lequel le cadenas \u00e9tait accroch\u00e9<\/i>\u00a0(CHAMPFL.,\u00a0<i>Souffr. profess. Delteil,\u00a0<\/i>1853, p.35).\u00a0<i>Un de ces jeunes hommes blonds (...) \u00e9tait mont\u00e9 sur la table et glissait l'autre bout de la corde dans un gros piton qui \u00e9tait enfonc\u00e9 dans une poutre du plafond<\/i>\u00a0(G. LEROUX,\u00a0<i>Roul. tsar,\u00a0<\/i>1912, p.157). V.\u00a0<i>agripper<\/i>\u00a0ex. 7.<br>\n<b><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/stella.atilf.fr\/dendien\/ima\/tlfiv4\/tiretgras.gif\">\u00a0<\/b><i>ALPIN.\u00a0<\/i>,,Broche m\u00e9tallique constitu\u00e9e d'une lame et d'une t\u00eate qui comporte un oeil pour le passage du mousqueton dans lequel coulisse la corde`` utilis\u00e9e pour l'escalade artificielle (PETIOT\u00a01982).\u00a0<i>Piton de rocher, piton \u00e0 glace; piton d'assurance, de passage, de rappel, de renvoi, de s\u00e9curit\u00e9.\u00a0<\/i><i>La corde, je l'avais mont\u00e9e au lac Noir, avec des pitons et des anneaux. Je voulais fixer les pitons \u00e0 l'endroit d'o\u00f9 mon enfant avait roul\u00e9, et me laisser descendre moi-m\u00eame le long de la corde jusqu'\u00e0 ce que je le retrouve<\/i>\u00a0(PEYR\u00c9,\u00a0<i>Matterhorn,\u00a0<\/i>1939, p.155):<\/p>\n<p class=\"r\">[...] <b style=\"font-size: 1rem\">II.<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0<\/span><img decoding=\"async\" style=\"font-size: 1rem\" src=\"http:\/\/stella.atilf.fr\/dendien\/ima\/tlfiv4\/tiret.gif\"><i style=\"font-size: 1rem\">G\u00c9OGR.\u00a0<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">Sommet pointu et d\u00e9nud\u00e9 d'une montagne,\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">en partic.,<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0aux Antilles et \u00e0 la R\u00e9union.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Le piton des Neiges \u00e0 la R\u00e9union.\u00a0<\/i><i style=\"font-size: 1rem\">Bourbon n'est \u00e0 vrai dire, qu'un c\u00f4ne immense (...) dont les gigantesques pitons s'\u00e9l\u00e8vent \u00e0 la hauteur de seize cents toises<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0(SAND,\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Indiana,\u00a0<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">1832, p.237).\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Au cr\u00e9puscule on entendait un bourdonnement: c'\u00e9tait la tante de Charles Lacoste qui, d\u00e9sol\u00e9e d'avoir quitt\u00e9 ses pitons et ses mornes, effleurait du doigt sa guitare<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0(JAMMES,\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">M\u00e9m.,\u00a0<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">1922, p.14).<\/span><\/p>\n<p><b><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/stella.atilf.fr\/dendien\/ima\/tlfiv4\/tiretgras.gif\">\u00a0<\/b><i>P. anal.<br>\n<\/i><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/stella.atilf.fr\/dendien\/ima\/tlfiv4\/puce.gif\">Relief isol\u00e9 de forme conique, monticule aigu difficile \u00e0 escalader.\u00a0<i>Piton rocheux, volcanique; escalader un piton.\u00a0<\/i><i>Un piton qui s'enlevait \u00e0 brusques ar\u00eates, une sorte de pyramide tronqu\u00e9e, au bout d'une longue falaise noire<\/i>\u00a0(VERCEL,\u00a0<i>Cap. Conan,\u00a0<\/i>1934, p.205): [...]\u00a0<b style=\"font-size: 1rem\">\u00c9tymol. et Hist.I. 1.<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a01382 \u00abclou dont la t\u00eate est en forme d'anneau\u00bb (<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Doc. ap.<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0Ch.\u00a0BR\u00c9ARD,\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Compte du Clos des Gal\u00e9es de Rouen,<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0p.82);\u00a0<\/span><b style=\"font-size: 1rem\">2.<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a01884 alpin. (<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Annuaire du Club alpin fr.,<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0Ann\u00e9e 1883 ds\u00a0QUEM.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">DDL<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0t.27);\u00a0<\/span><b style=\"font-size: 1rem\">3.<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0r\u00e9gion.\u00a0<\/span><b style=\"font-size: 1rem\">a)<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a01930 \u00abbouton de sonnette, de montre\u00bb (<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Canada<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">);\u00a0<\/span><b style=\"font-size: 1rem\">b)<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a01930\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">\u00eatre sur le piton (ibid.)<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">.\u00a0<\/span><b style=\"font-size: 1rem\">II.<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a01640 [\u00e9d.] g\u00e9ogr. (BOUTON,\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">Relation de l'establissement des Fran\u00e7ais depuis l'an 1635 en l'isle de la Martinique,<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0p.31); 1862 arg. (LARCH., p.250). I\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">piton<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0\u00abclou\u00bb a \u00e9t\u00e9 introduit dans le nord de la France par les constructeurs de bateaux du Midi; d\u00e9r. du prov.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">pitar<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0\u00abpicorer, picoter\u00bb, lui-m\u00eame d\u00e9r. du rad.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">pitt-,<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0d\u00e9signant quelque chose de pointu (v.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">pite<\/i><sup>1<\/sup><span style=\"font-size: 1rem\">); suff.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">-on<\/i><sup>1<\/sup><span style=\"font-size: 1rem\">*. II prob. issu, par l'interm\u00e9diaire du parler de la Martinique (<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">cf.<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0BOUTON,\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">supra<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">) o\u00f9 le mot semble avoir \u00e9t\u00e9 apport\u00e9 par les colonisateurs venus de Gascogne ou \u00e9ventuellement du nord de l'Espagne (<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">cf.<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0b\u00e9arnais\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">pito\u00fb<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0\u00ab\u00e9l\u00e9vation\u00bb ds\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">FEW<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0t.8, p.612b), du sens de \u00abcorne qui commence \u00e0 pousser (chez les chevreaux, les agneaux), pointe de la corne du taureau; rejeton d'un arbre qui commence \u00e0 bourgeonner\u00bb qu'a l'esp.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">piton<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0au\u00a0XVII<\/span><sup>e<\/sup><span style=\"font-size: 1rem\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOT\">s.<\/span> (v.\u00a0COR.-PASC.,\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTvDOT\">s.v.<\/span> pito<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0et\u00a0AL.), lui-m\u00eame d\u00e9r. de\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">pitt-,<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0v.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">supra.<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0Voir\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">FEW<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0t.8, pp.612a-614b.\u00a0<\/span><b style=\"font-size: 1rem\">Fr\u00e9q. abs. litt\u00e9r.:<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a073.\u00a0<\/span><b style=\"font-size: 1rem\">Bbg.<\/b><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0QUEM.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">DDL<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0t.27.\u00a0<\/span><img decoding=\"async\" style=\"font-size: 1rem\" src=\"http:\/\/stella.atilf.fr\/dendien\/ima\/tlfiv4\/tiret.gif\"><span style=\"font-size: 1rem\">WEIL\u00a0(A.). En Marge d'un nouv. dict.\u00a0<\/span><i style=\"font-size: 1rem\">R. Philol. fr.<\/i><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a01932, t.45, pp.31-32. (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"TLFi\">TLFi<\/span>, <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTvDOT\">s.v.<\/span> piton) #http:\/\/stella.atilf.fr\/#<\/span><\/p>\n<p>Karibik\/Indischer Ozean<\/p>\n<p>[map lat=\"5.32036\" lng=\"-4.01611\"]<\/p>\n<p>[marker lat=\"14.69493\" lng=\"-61.11460\"]Morne Chapeau N\u00e8gre[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"14.70153\" lng=\"-61.11441\" colour=\"blue\"]Petit Piton[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"15.86873\" lng=\"-61.57628\"]Morne Rouge[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"16.28008\" lng=\"-61.76034\" colour=\"blue\"]Piton Grand Fond[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"16.28874\" lng=\"-61.76544\"]Morne Mazeau[\/marker]<\/p>\n<p>[\/map]<\/p>\n<p>[marker lat=\"-20.09585\" lng=\"57.63497\" colour=\"blue\"]Piton, Dorf (Mautitius)[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"-20.44063006 lng=\"57.33358973\"]Le Morne, Berg (Mauritius)[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"-20.4586107\" lng=\"57.4933333\"]Piton Poule, Berg (Mauritius)[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"-17.58373\" lng=\"-149.49182\" colour=\"blue\"]Piton de Pirae, Berg (Tahiti, Franz\u00f6sisch Polynesien)[\/marker]<\/p>\n<p>morne in Qu\u00e9bec<\/p>\n<p>[marker lat =\"49.22748\" lng=\"-65.57430\"]Le Morne[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat =\"46.47171\" lng=\"-70.45107\"]Le Morne[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"46.31399\" lng=\"-70.50604\"]Le Morne[\/marker]<\/p>\n<p>in F nur ganz selten, morne auf OSM 4 Treffer, piton af OSM 6 Treffer<\/p>\n<p>[marker lat =\"44.39464\" lng=\"2.61096\"]La Morne[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat =\"45.52332\" lng=\"4.92062\"]Le Morne[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat =\"46.75534\" lng=\"-1.14601\"]Le Morne[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"47.08685\" lng=\"-1.70430\"]La Morne (Sumpf)][\/marker]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[marker lat=\"44.06317\" lng=\"1.93696\" colour=\"blue\"]Le Piton[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"43.71739\" lng=\"-0.29694\" colour=\"blue\"]Piton[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"44.38814\" lng=\"-0.98994\" colour=\"blue\"]Piton[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"43.71739\" lng=\"-0.29694\" colour=\"blue\"]Piton[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"44.32880\" lng=\"0.14894\" colour=\"blue\"]Piton[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"44.21269\" lng=\"0.31209\" colour=\"blue\"]Piton[\/marker]<\/p>\n<p>[marker lat=\"\" lng=\"\" colour=\"blue\"][\/marker]<\/p>\n<p>portunhol (https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Portu%C3%B1ol), lumfardo (&lt; <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"itaDOT\">ita.<\/span> <em>lombardo<\/em>\u00a0\u2018lombardisch\u2019 )\u00a0https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Rioplatense_Spanish, porte\u00f1o<\/p>\n<p>Biblio<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pib.socioambiental.org\/pt\/L%C3%ADnguas\" target=\"_BLANK\">Povos ind\u00edgenas no Brasil<\/a><\/p><div id=\"ABR_fraDOT\" style=\"display: none;\">Franz\u00f6sisch (ISO 639-3)<\/div><div id=\"ABR_vglDOT\" style=\"display: none;\">vergleiche<\/div><div id=\"ABR_sDOTvDOT\" style=\"display: none;\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"latDOT\">lat.<\/span> <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sub\">sub<\/span> voce (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"deuDOT\">deu.<\/span> unter dem Stichwort)<div id=\"ABR_latDOT\" style=\"display: none;\">Latein (ISO 639-3)<\/div><div id=\"ABR_sub\" style=\"display: none;\">Substantiv<\/div><div id=\"ABR_deuDOT\" style=\"display: none;\">Deutsch (ISO 639-3)<\/div><\/div><div id=\"ABR_sDOT\" style=\"display: none;\">siehe<\/div><div id=\"ABR_TLFi\" style=\"display: none;\">Tr\u00e9sor linguistique de la langue fran\u00e7aise informatis\u00e9<\/div><div id=\"ABR_itaDOT\" style=\"display: none;\">Italienisch (ISO 639-3)<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#global# Mit einem reichlich vagen Ausdruck werden Franz\u00f6sisch, Spanisch und Portugiesisch daher auch als\u00a0\u2018Weltsprachen\u2019 bezeichnet; damit wird in unklarer Weise sowohl auf ihre Verbreitung als Erstsprache (L1) wie als Fremdsprache (L2) angespielt. ## F\u00fcr die Tatsache, dass es sich die Sprachen der europ\u00e4ischen Kolonisten im globalen Ma\u00dfstab so massiv auf Kosten der pr\u00e4kolonialen Sprachen etablieren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"btdb_keywords":[],"coauthors":[],"class_list":["post-11084","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11084"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11088,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11084\/revisions\/11088"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11084"},{"taxonomy":"btdb_keywords","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fbtdb_keywords&post=11084"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcoauthors&post=11084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}