				<script type="text/javascript">
					jQuery(document).ready(function() {
						addBiblioQTips(jQuery(".entry-content"));
					});
				</script> 
							<script type="text/javascript">
					jQuery(document).ready(function() {
						addBiblioQTips(jQuery(".entry-content"));
					});
				</script> 
			{"id":22334,"date":"2022-08-17T09:15:17","date_gmt":"2022-08-17T07:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=22334"},"modified":"2022-08-17T16:16:18","modified_gmt":"2022-08-17T14:16:18","slug":"22334","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=22334","title":{"rendered":"Partielle Transkription des Vortrags &#8222;Offene Lizenzen \u2013 ein Werkstattbericht zu den rechtlichen Herausforderungen im Jahr 2015&#8220; von Thomas Hartmann"},"content":{"rendered":"<p>Transkription von <span class=\"bibl\" data-bibl=\"hartmann2015\">Hartmann 2015<\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #ff0000\">Rot<\/span> = fehlende [\u2026] oder wom\u00f6glich falsche (?) Transkriptionspassagen<\/em><\/p>\n<p>&gt;&gt; Minute 13:06<br>\nDas Problem besteht mit diesen beiden Lizenzbedingungen, die insbesondere im geisteswissenschaftlichen Bereich \u2013 aber auch sonst \u2013 von allen Beteiligten aus verschiedenen Motiven heraus <span style=\"color: #ff0000\">[\u2026]<\/span>. N\u00e4mlich: Intuitiv sagen viele \u201ewir wollen eine wirtschaftliche Nachnutzung erlauben\u201c und zweitens \u201ewir wollen auch eine Bearbeitung erlauben\u201c. Erstens: Sie sehen, es ist nicht compliant zu Open Access im Rahmen der Berlin Declaration. Das hei\u00dft, wenn Sie F\u00f6rderpl\u00e4tze, F\u00f6rdergeber, Publikationsfonds, was auch immer haben und ich w\u00e4re derjenige, der das juristische Assessment zu machen hat, ob Sie sich an die Vorgabe halten Relativ einfache <span style=\"color: #ff0000\">[\u2026]<\/span>: Nein, sie halten sich nicht daran. Also kein Open Access. Weder Open Access mehr als Zugang, sondern Zugang und umfassende Nachnutzungsm\u00f6glichkeiten. Das ist die eine Regelung. Jetzt mag\u2019s da trotzdem Zusammenh\u00e4nge geben, wo Sie aus hoffentlich guten Gr\u00fcnden diese NC\/ND-Klausel w\u00e4hlen und dann w\u00e4r\u2018s ja mein Job zu sagen \u201edie funktionieren\u201c und ich kann Ihnen sagen, es ist in der Juristerei ein ganz gro\u00dfes Problem und ich habe Ihnen dazu einen sehr aktuellen und spannenden Fall mitgebracht: Da geht es darum, dass das Deutschlandradio, ich wiederhole, das Deutschlandradio, von Flickr ein Foto genommen hat, um damit einen Textbeitrag auf deutschlandradio.de zu illustrieren. Dieses Foto war lizenziert unter CC BY NC (Non Commercial, NC). Vielleicht k\u00f6nnen wir auch gleich eine Abstimmungs-Probe machen? Das Deutschlandradio, macht das eine kommerzielle Nutzung? Wer meint \u201eja\u201c, den bitte ich, sich jetzt zu melden. Das Deutschlandradio. Wer sagt \u201enein, das Deutschlandradio macht keine kommerzielle Nutzung?\u201c <span style=\"color: #ff0000\">[\u2026]<\/span> Um es kurz zu machen: Ich wei\u00df es auch nicht, ja. Und jetzt kommt\u2019s noch schlimmer: Im Universit\u00e4tsalltag und selbst bei Max Planck \u2013 die ja [\u2026] 100% \u00f6ffentlich finanziert sind, wir sind laufend in Partnerschaften, F\u00f6rdervereinen usw. und ich kann Ihnen nicht sagen \u201ewo beginnen kommerzielle Nutzungen, wo enden die?\u201c Wo ich aus Verlagssicht \u2013 und das h\u00f6rt man, wenn man bei Anh\u00f6rung des deutschen Bundestags ist \u2013 ausgesprochen und unausgesprochen immer wieder: Wovor haben Rechteinhaber\/Verleger regelm\u00e4\u00dfig Sorge? In Wahrheit nicht vor den F\u00f6rdervereinen, sondern vor\u2026Den Internetgiganten! Ja, also Google und Co. als kommerzielle Nutzungen. Das ist die Sorge von auch Verlagsverb\u00e4nden\/Rechteinhabern, aber die <span style=\"color: #ff0000\">Be..duldungen?<\/span>, die hier gebracht werden, die sind kaum beantwortbar. Nun ist es so: Ich kann Ihnen hier eine Antwort eines Gerichtes mitteilen, denn der Fotograf hat tats\u00e4chlich geklagt und \u2013 Achtung! Das sollten Sie sich auf der Zunge zergehen lassen \u2013 das Landgericht K\u00f6ln hat zun\u00e4chst die geantwortet auf die Frage \u201eWas ist eine kommerzielle Nutzung im Sinne von CC?\u201c: \u201eEs ist darunter eine rein private Nutzung zu verstehen\u201c. Sie k\u00f6nnen sich jetzt selbst ausdenken, was das f\u00fcr wissenschaftliche Nutzungen hei\u00dft. Nur eine rein private Nutzung. Das Deutschlandradio hat dann dankenswerterweise das zur n\u00e4chsten Instanz gebracht. Das Oberlandesgericht, das hat dann etwas differenzierter geschaut, aber auch hier zun\u00e4chst die klare Aussage \u201eNur, weil das Deutschlandradio nicht gewinnorientiert arbeitet oder arbeiten muss, hei\u00dft das nicht, dass es schon nicht kommerziell ist. Man muss eine Gesamtbewertung machen\u201c usw. usw. Das ist ganz interessant, und zwar haben wir gestern geh\u00f6rt, Urheberschutz bedeutet ja \u201eim Zweifel zugunsten des Urhebers\u201c, in dubio pro autore, ja. Hier wurde es umgedreht: Die Zweifel gehen zu Lasten des Urhebers und begr\u00fcndet hat man das mit AGB. Ja, dieser CC-Lizenzvertragstext ist AGB-Recht. Ich werde Ihnen gleich noch eine weitere Crux zeigen, warum jetzt das Deutschlandradio trotzdem nicht Recht bekommen hat. Als Zwischenfazit m\u00f6chte ich nur zu dieser \u2013 insbesondere in den Geisteswissenschaften \u2013 sehr beliebten Non Commercial-Klausel Ihnen mitgeben, und ich besch\u00e4ftige mich seit Jahren jeden Tag mit diesen Problemen: Es gibt erhebliche Auslegungs-Probleme und die f\u00fchren dazu, dass erw\u00fcnschte Nutzungen nicht stattfinden, weil wir Juristen im Zweifel dann eben davon abraten m\u00fcssen. Abgesehen davon, Open Access Compliant mit der Berlin Declaration ist es auch nicht.<br>\n&gt;&gt; Minute 18:39<\/p>\n<p>So, weiter mit einer Aufgabe f\u00fcr Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren: Sie sehen auf der rechten Seite das Originalbild. Ich wei\u00df auch nicht so recht, was das Original [\u2026], aber das ist das Originalbild vom Fotografen, so wie es auch bei Flickr eingestellt war und links sehen Sie das Bild, so wie es auf Deutschlandradio in diesem redaktionellen Zusammenhang ver\u00f6ffentlicht war. K\u00f6nnen Sie erkennen, wo nun hier der Vorwurf gemacht werden kann? Jenseits dieser kommerziellen\/nicht kommerziellen Verwendung. Was kann man hier als Fotograf noch dem Deutschlandradio vorwerfen? Und das ist tats\u00e4chlich das Original, also der originale Sachverhalt.<br>\n[Plenum antwortet]<br>\nWas k\u00f6nnte denn noch [\u2026]? Damit Sie nur mal sehen, woher man kommt und wohin das jetzt geht.<br>\n[Plenum antwortet]<br>\nVollkommen richtig. Die Kollegin sagt: \u201eDieses Ausschneiden bei der Vergr\u00f6\u00dferung ist eine Bearbeitung\u201c. Das ist richtig. Jetzt haben wir nur, aus Sicht des Deutschlandradios erfreulicherweise die Geschichte, dass die Lizenz ja war \u201eCC BY Non Commercial\u201c. Das hei\u00dft aber auch: \u201eBearbeitungen sind erlaubt\u201c. Ansonsten <span style=\"color: #ff0000\">[\u2026]<\/span> die Bestimmung hei\u00dft \u201e<span style=\"color: #ff0000\">CC BY und ND<\/span>\u201c. Das h\u00e4tte der Fotograf auch machen k\u00f6nnen, hat er aber gerade nicht gemacht. Weitere Vorschl\u00e4ge? Sie m\u00fcssen etwas <span style=\"color: #ff0000\">[\u2026]<\/span> ausholen, aber das geht genau in das, was eben sehr wichtig ist. Gucken Sie nochmal aus der Sicht des Fotografen. Jemand meldet sich. Bitte? Plenum spricht.<br>\nRichtig. Also, nochmal zur Wiederholung <span style=\"color: #ff0000\">[\u2026]<\/span>: Es gibt eine sehr strenge Vorgabe, wie ich zu zitieren habe, n\u00e4mlich genau so, wie es der Urheber m\u00f6chte und angebracht hat. Und die Aufl\u00f6sung sehen Sie hier unten (zeigt auf das rechte Bild). Hier hatte n\u00e4mlich der Fotograf, mit dem Copyright-Symbol, sein Urheber-Vermerk angebracht und das Deutschlandradio hat es zu diesem Copyright-Vermerk gemacht (zeigt auf das linke Bild), wie Sie hier unten sehen. Nach meinem unjuristischen Verst\u00e4ndnis, meine Damen und Herren, hat das Deutschlandradio den Copyright-Vermerk eher vergr\u00f6\u00dfert und deutlicher gestaltet. Also eigentlich, zun\u00e4chst mal, vorbildlich <span style=\"color: #ff0000\">[\u2026]<\/span>. Aber, Sie erinnern sich, der Urhebervermerk muss genau so in dieser Form beibehalten werden, wie der Urheber das gemacht hat und m\u00f6chte. Das hei\u00dft, Aufl\u00f6sung tats\u00e4chlich: Hier war der Copyright-Vermerk und der ist ver\u00e4ndert worden. Das verst\u00f6\u00dft gegen eben diese Vorgabe, dass man genau so zu zitieren hat, wie der Urheber sein Urhebervermerk angebracht hatte und damit liegt ein Lizenzversto\u00df vor und jedenfalls bisher, wenn man gegen eine verst\u00f6\u00dft, gegen eine Vorgabe der CC-Lizenz verst\u00f6\u00dft, wird die komplette CC-Lizenz unwirksam, es kommt wieder zum Grundprinzip \u201eAll rights are reserved\u201c und das Ergebnis ist das Gleiche, n\u00e4mlich die Rechtsverletzung liegt <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vorDOT\">vor.<\/span> Das hei\u00dft, viele der Fragen und der Sorgen auch, CC hei\u00dft \u201eman muss nicht mehr genannt werden\u201c \u2013 nein, es ist genau andersrum. Ich empfinde es auch pers\u00f6nlich als Autor eine gute M\u00f6glichkeit genau anzugeben, wie ich zitiert werden m\u00f6chte und ich wei\u00df auch, dass ich das genau so durchsetzen kann.<br>\n&lt;&lt; Minute 23:56 \u2013 Ende<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>transcr. Laura H\u00f6pfl<\/p>\n<hr><h3>Bibliographie<\/h3><ul><li><b>Hartmann 2015<\/b> = Hartmann, Thomas (2015): Offene Lizenzen \u2013 ein Werkstattbericht zu den rechtlichen Herausforderungen im Jahr 2015 (Vortrag), in: Tagung \"Offene Lizenzen in den Digitalen Geisteswissenschaften\" (27.\/28. April 2015 in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=22334\">Transkription von Minute 13:06 bis Minute 23:56<\/a>). <a href=\"https:\/\/lisa.gerda-henkel-stiftung.de\/offene_lizenzen_ein_werkstattbericht_zu_den_rechtlichen_herausforderungen_im_jahr_2015?nav_id=5693\">Link<\/a><\/li><\/ul><div id=\"hartmann2015\" style=\"display: none;\">Hartmann, Thomas (2015): Offene Lizenzen \u2013 ein Werkstattbericht zu den rechtlichen Herausforderungen im Jahr 2015 (Vortrag), in: Tagung \"Offene Lizenzen in den Digitalen Geisteswissenschaften\" (27.\/28. April 2015 in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=22334\">Transkription von Minute 13:06 bis Minute 23:56<\/a>)\n<br><br>\n<a href=\"https:\/\/lisa.gerda-henkel-stiftung.de\/offene_lizenzen_ein_werkstattbericht_zu_den_rechtlichen_herausforderungen_im_jahr_2015?nav_id=5693\">Link<\/a><\/div><div id=\"ABR_vorDOT\" style=\"display: none;\">vorr\u00f6misch<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transkription von Hartmann 2015 Rot = fehlende [\u2026] oder wom\u00f6glich falsche (?) Transkriptionspassagen &gt;&gt; Minute 13:06 Das Problem besteht mit diesen beiden Lizenzbedingungen, die insbesondere im geisteswissenschaftlichen Bereich \u2013 aber auch sonst \u2013 von allen Beteiligten aus verschiedenen Motiven heraus [\u2026]. N\u00e4mlich: Intuitiv sagen viele \u201ewir wollen eine wirtschaftliche Nachnutzung erlauben\u201c und zweitens \u201ewir wollen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,18],"btdb_keywords":[],"coauthors":[],"class_list":["post-22334","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-va_beitrag"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22334","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22334"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22334\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22364,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22334\/revisions\/22364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22334"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22334"},{"taxonomy":"btdb_keywords","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fbtdb_keywords&post=22334"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcoauthors&post=22334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}