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			{"id":6495,"date":"2018-06-04T21:51:50","date_gmt":"2018-06-04T20:51:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=6495"},"modified":"2022-12-13T16:16:30","modified_gmt":"2022-12-13T15:16:30","slug":"verbaalpina-aspekte-der-informatischen-konzeption-und-technischen-realisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=6495","title":{"rendered":"VerbaAlpina &#8211; Aspekte der informatischen Konzeption und technischen Realisierung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6737 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/qr_almkolloquium-300x300.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/qr_almkolloquium-300x300.png 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/qr_almkolloquium-150x150.png 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/qr_almkolloquium.png 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\"><\/p>\n<p>Die folgenden Ausf\u00fchrungen erg\u00e4nzen und exemplifizieren die <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=5969\">Darlegungen von Thomas Krefeld zum sprachwissenschaftlichen Gesamtkonzept von VerbaAlpina<\/a> (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>). Wiederholungen k\u00f6nnen dabei nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden. Im Zentrum stehen hier die Aspekte der informatischen Konzeption und der konkreten technischen Umsetzung.<\/p>\n<p>VerbaAlpina gliedert sich aufs Ganze gesehen in zwei gro\u00dfe Teilbereiche: Ein Datenbanksystem (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span>) und eine Webschnittstelle (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB) mit einer Reihe von Detailfunktionen, die im Folgenden vorgestellt werden. VerbaAlpina besitzt au\u00dferdem eine Reihe von Kooperationspartnern, von denen jeder eine eigene Datenbank (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"PVA\">PVA<\/span>) nutzen kann. Die dort gespeicherten Daten k\u00f6nnen in den Datenbestand von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span> einflie\u00dfen und umgekehrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_7063\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7063\" class=\"wp-image-7063 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema-1024x580.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema-1024x580.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema-150x85.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema-300x170.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema-768x435.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema-624x353.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema.jpg 1294w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7063\" class=\"wp-caption-text\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Schema (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_schema.pptx\">Download Powerpoint-Datei<\/a>)<\/p><\/div>\n<h1><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span><\/h1>\n<p>VerbaAlpina basiert im Kern auf einer MySQL-Datenbank, um die herum sich verschiedene Module und Funktionalit\u00e4ten gruppieren.<\/p>\n<p>Eine MySQL-Datenbank ist eine <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong>relationale Datenbank<\/strong>, was, stark vereinfacht gesprochen, bedeutet, dass die dort abgelegten Daten in Tabellengestalt organisiert sind. Die Datenstrukturierung erfolgt nach ganz bestimmten Regeln, die vom <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> relationalen Datenmodell vorgegeben sind. Dieses besagt im wesentlichen, dass alle Daten, die in einer Tabelle versammelt werden, Vertreter ein und derselben \"Objektklasse\" \u2013 ein und derselben \"Entit\u00e4t\" \u2013 sein m\u00fcssen. Dies hat zur Folge bzw. gleicherma\u00dfen zur Voraussetzung, dass alle in einer Tabelle gespeicherten Daten identische Eigenschaftskategorien aufweisen m\u00fcssen. So w\u00e4ren beispielsweise in einer Tabelle, in der Informationen \u00fcber Autos gespeichert werden sollen, Eigenschaftskategorien wie \"Farbe\" oder \"H\u00f6chstgeschwindigkeit\" sinnvoll. Eine Liste mit Personen in dieser Tabelle unterbringen zu wollen, w\u00e4re nicht m\u00f6glich bzw. sinnlos. Sie m\u00fcsste in einer eigenen Tabelle abgelegt werden, die Eigenschaftskategorien wie \"Geburtsort\", \"Geschlecht\" oder \"Wohnort\" aufweisen w\u00fcrde. Es gibt noch eine Reihe weiterer Regeln, die bei der Anlage einer relationalen Datenbanktabelle beachtet werden m\u00fcssen bzw. beachtet werden sollten. Dazu geh\u00f6rt z.B. das Gebot, dass eine Tabelle keine Redundanzen enthalten darf oder dass in einem Feld einer Tabelle jeweils nur \"atomare\" Werte und keine Wertelisten abgelegt werden d\u00fcrfen. Die schrittweise Anpassung einer Datenstruktur an das Idealbild des relationalen Datenmodells nennt man \"Normalisierung\".<\/p>\n<p>Die von VerbaAlpina gesammelten Daten werden also getreu den eben skizzierten Regeln in den Tabellen einer MySQL-Datenbank abgelegt. Die Strukturierung der Daten folgt dabei dem vom Projekt verfolgten Hauptinteresse: Welche Konzepte werden oder wurden zu welcher Zeit an welchem Ort mit welchen W\u00f6rtern bezeichnet? Dieser Satz gibt die Kategorien der zentralen Datenstruktur <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vorDOT\">vor.<\/span> In Gestalt einer relationalen Tabelle stellt sich der Untersuchungsgegenstand demnach folgenderma\u00dfen dar:<\/p>\n<table width=\"661\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"174\"><strong>Konzept<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"126\"><strong>Bezeichnung<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"145\"><strong>wann<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"216\"><strong>wo<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>RAHM<\/td>\n<td>Rom<\/td>\n<td>1962-2003<\/td>\n<td>Sennwald<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Sennhaus<\/td>\n<td>1985-2004<\/td>\n<td>Hohenems<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>DREHBUTTERFASS<\/td>\n<td>Ankenk\u00fcbel<\/td>\n<td>1962-2003<\/td>\n<td>Mollis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ZIEGENHIRT<\/td>\n<td>chevrier \/ capraio<\/td>\n<td>2005<\/td>\n<td>Romeno<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ALMH\u00dcTTE<\/td>\n<td>K\u00e4ser<\/td>\n<td>1965, 1969, 1971<\/td>\n<td>Laces###D:Latsch<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>BIESTMILCH<\/td>\n<td>Biestmilch<\/td>\n<td>2017<\/td>\n<td>Ebenau<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SCHEUNE<\/td>\n<td>feniera<\/td>\n<td>1975, 1979, 1986<\/td>\n<td>Reillanne<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>BUTTER<\/td>\n<td>rance \/ rancido<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Ramosch<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>BAUERNHOF<\/td>\n<td>kmetija<\/td>\n<td>2011<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ffDOT\">ff.<\/span><\/td>\n<td>\u017delezniki<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>EIMER<\/td>\n<td>lambar<\/td>\n<td>2011<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ffDOT\">ff.<\/span><\/td>\n<td>Dobrova-Polhov Gradec<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Tabelle wirft sofort Fragen auf, deren Antworten wiederum an einer geeigneten Stelle innerhalb des vorgegebenen relationalen Datenmodells untergebracht werden m\u00fcssen. So w\u00e4re z.B. zu fragen, aus welcher Quelle die entsprechende Information stammt. Im Fall von VerbaAlpina sind dies, zumindest bislang, \u00fcberwiegend Sprachatlanten, z.T. auch W\u00f6rterb\u00fccher mit georeferenziertem Inhalt, daneben aber auch Daten, die \u00fcber das Internet gesammelt wurden. Eine weitere Frage w\u00e4re, wo die genannten Ortschaften genau liegen, vielleicht auch wieviele Einwohner sie haben usw. All diese Daten w\u00fcrden also entweder in neue Spalten der\u00a0 vorliegenden Tabelle oder auch, n\u00f6tigenfalls, in neue Tabellen eingetragen werden. Im Fall der genannten Ortschaften bietet es sich schon deswegen an, sie in einer neuen Tabelle zu speichern, weil die meisten der Ortschaften in der Tabelle mit den Sprachbelegen mehrfach auftreten. Informationen zur geographischen Lage oder Einwohnerzahl m\u00fcssten andernfalls in der Sprachdatentabelle mehrfach gespeichert werden, was dem Gebot der Redundanzvermeidung widersprechen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ein relationales Datenbankmanagementsystem wie MySQL erlaubt die problemlose Verkn\u00fcpfung der auf verschiedene Tabellen verteilten, aber dennoch zusammengeh\u00f6rigen Daten.<\/p>\n<p>Die Erfassung und Strukturierung der von VerbaAlpina bearbeiteten Daten wird auf diese Weise sehr schnell sehr komplex. Aktuell (Mai 2018) besteht die Datenbank von VerbaAlpina (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span>) aus<\/p>\n<ul>\n<li>128 Tabellen, die um<\/li>\n<li>12 <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> Views (virtuelle Tabellen)<\/li>\n<li>21 Funktionen und<\/li>\n<li>35 Prozesse<\/li>\n<\/ul>\n<p>erg\u00e4nzt werden. Eine Reihe dieser Datenbankobjekte haben jedoch eine rein technische Funktion oder\u00a0sind tempor\u00e4r.<\/p>\n<p>Die Organisation der Sprachdaten im relationalen Datenformat hat gegen\u00fcber der herk\u00f6mmlichen Repr\u00e4sentation in Sprachatlanten und W\u00f6rterb\u00fcchern entscheidende Vorteile. W\u00e4hrend Sprachatlanten jeweils nur die onomasiologische Perspektive bedienen, also die Frage beantworten k\u00f6nnen, mit welchen W\u00f6rtern ein ausgew\u00e4hltes Konzept bezeichnet wird, und W\u00f6rter umgekehrt ausschlie\u00dflich dar\u00fcber Auskunft geben, welche Konzepte von einer ausgew\u00e4hlten Vokabel bezeichnet werden k\u00f6nnen (semasiologische Perspektive), vereint das relationale Datenmodell beide M\u00f6glichkeiten in einem System.<\/p>\n<p>Neben dem relationalen Datenformat existiert noch eine Reihe weiterer Datenformate wie z.B. <strong>XML, JSON oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Graph_(Graphentheorie)\">Graphen<\/a><\/strong> (= Strukturen mit Knoten und Kanten). F\u00fcr welches dieser Formate man sich entscheidet, liegt zum einen an den Eigenheiten des abzubildenden Gegenstands daneben aber durchaus auch an <strong>pers\u00f6nlichen Vorlieben<\/strong>. Grunds\u00e4tzlich gilt, dass einmal strukturierte Daten, die in einem bestimmten Datenformat vorliegen, in andere Datenformate transformiert werden k\u00f6nnen. So ist es z.B. m\u00f6glich, die Tabellen einer MySQL-Datenbank im XML-Format auszugeben. Die speziell f\u00fcr MySQL-Datenbanken entwickelte generische Webschnittstelle PhpMyAdmin (PMA) bietet f\u00fcr dieses und andere Datenformate vorgefertigte Exportroutinen. Im folgenden Beispiel werden gefilterte Daten aus der Tabelle vap_ling_de in eine XML-Datei exportiert. Das entsprechende Dialogfeld von PMA sieht folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7009 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export-1024x882.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"538\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export-1024x882.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export-150x129.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export-300x258.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export-768x662.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export-624x538.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/pma_export.jpg 1062w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><\/p>\n<p>Die Auswahlliste zeigt die verschiedenen Formate, in die die Daten exportiert werden k\u00f6nnen. Nach Auswahl von XML wird vom Browser eine Datei heruntergeladen, die die Daten im gew\u00fcnschten Format enthalten. Hier ein Ausschnitt der XML-Datei:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_xml_export_pma.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7013 size-full\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_xml_export_pma.jpg\" alt=\"\" width=\"681\" height=\"568\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_xml_export_pma.jpg 681w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_xml_export_pma-150x125.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_xml_export_pma-300x250.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_xml_export_pma-624x520.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\"><\/a><\/p>\n<p>Das vorliegende Format ist generisch und mag im Einzelfall nicht den spezifischen Erfordernissen entsprechen. Mit etwas erweiterten technischen Kenntnissen lassen sich jedoch im Grunde beliebige Datenformate erzeugen und exportieren.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Grund, warum sich VerbaAlpina f\u00fcr das relationale Datenformat entschieden hat, ist die Tatsache, dass dergestalt strukturiertes Datenmaterial nach den Regeln der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Relationale_Algebra\"><strong>relationalen Algebra<\/strong> <\/a>analysiert werden kann. F\u00fcr entsprechende Operationen sowie generell f\u00fcr die Verwaltung relationaler Datenbest\u00e4nde steht\u00a0eine spezielle formale Sprache, die <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong><a href=\"https:\/\/www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de\/?p=53915#subchapter:die-sprache-sql-structered-query-language\">Structured Query Language<\/a>, kurz <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span><\/strong>, zur Verf\u00fcgung. Ihre Syntax basiert auf der englischen Umgangssprache und ist relativ leicht zu erlernen. Grundlegend sind die Konzepte der Selektion und der Projektion. Mit <strong>Selektion<\/strong> ist die Auswahl von Zeilen, die bestimmte Kriterien erf\u00fcllen, gemeint, <strong>Projektion<\/strong> bezeichnet demgegen\u00fcber die Auswahl von Spalten. S\u00e4mtliche mit der Sprache <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span> ausf\u00fchrbaren Operationen basieren letztlich auf den Regeln der relationalen Algebra.<\/p>\n<p>Um nun mit Hilfe von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span> s\u00e4mtliche Vokabeln aus dem Datenbestand herauszufiltern, die ein ganz bestimmtes Konzept bezeichnen, muss ein entsprechender Filter formuliert werden. Da\u00a0 bei diesem Vorgang Zeilen, und keine Spalten, ausgew\u00e4hlt werden, handelt es sich um eine Selektion. Das Beispiel geht davon aus, dass die Daten in einer Tabelle mit Namen \"Belege\" abgelegt wurden. Eine entsprechende Tabelle ist in der Datenbank von VerbaAlpina nicht vorhanden. Die konkrete Syntax lautet dann wie folgt:<\/p>\n<pre><strong>select<\/strong> * \n<strong>from<\/strong> Belege \n<strong>where<\/strong> konzept = \"SENNH\u00dcTTE\"\n;<\/pre>\n<p>Ergebnis:<\/p>\n<table width=\"674\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"165\"><strong>Konzept<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"181\"><strong>Typ<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"135\"><strong>wann<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"193\"><strong>wo<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Sennhaus<\/td>\n<td>1985-2004<\/td>\n<td>Lustenau<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>cascina<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Bivio<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>cabotte<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Borgomaro<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>casero<\/td>\n<td>1974-1986<\/td>\n<td>Forni Avoltri<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>baita<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Colico<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>K\u00e4ser<\/td>\n<td>2017<\/td>\n<td>Schmirn<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>cascharia<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Soglio (Graub\u00fcnden)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Schwaige<\/td>\n<td>2017<\/td>\n<td>Villandro###D:Villanders<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>casa<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Lanzada<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Alp(e)<\/td>\n<td>1962-2003<\/td>\n<td>Davos<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Sennh\u00fctte<\/td>\n<td>1985-2004<\/td>\n<td>Alberschwende<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>casone<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Antrona Schieranco<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Um umgekehrt die verschiedenen Bedeutungen des italienischen Wortes <em>malga<\/em> zu ermitteln, formuliert man:<\/span><\/p>\n<pre><strong>select<\/strong> * \n<strong>from<\/strong> Belege \n<strong>where<\/strong> Bezeichnung = \"malga\"\n;<\/pre>\n<p>Ergebnis:<\/p>\n<table width=\"320\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"80\"><strong>Konzept<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"80\"><strong>Typ<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"80\"><strong>wann<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\" width=\"80\"><strong>wo<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ALM<\/td>\n<td>malga<\/td>\n<td>2012<\/td>\n<td>Moena<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ALMH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Malga<\/td>\n<td>1965, 1969, 1971<\/td>\n<td>Salorno###D:Salurn<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>HERDE<\/td>\n<td>malga<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Ardez<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>HIRTENH\u00dcTTE<\/td>\n<td>malga<\/td>\n<td>1974-1986<\/td>\n<td>Ravascletto<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>KUHHERDE<\/td>\n<td>malga<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Albosaggia<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNH\u00dcTTE<\/td>\n<td>malga<\/td>\n<td>1928-1940<\/td>\n<td>Rabbi<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die M\u00f6glichkeiten von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span> sind schier grenzenlos, und es kann hier nur darum gehen, durch wenige Beispiele eine ungef\u00e4hre Vorstellung zu vermitteln.<\/p>\n<p>Das folgende <strong>Beispiel<\/strong> illustriert, wie sich aus einer bestimmten Tabelle der VerbaAlpina-Datenbank s\u00e4mtliche morpholexikalischen Typen, die das Konzept BUTTER bezeichnen, extrahieren lassen. Das Ergebnis zeigt au\u00dferdem die Anzahl der bislang in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span> erfassten Einzelbelege, die dem jeweiligen morpholexikalischen Typ zugeordnet sind:<\/p>\n<pre><span style=\"color: #339966;\">-- <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span>-Statement\n-- Finde s\u00e4mtliche morpholexikalischen Typen, die das Konzept BUTTER bezeichnen, \n-- und gib die jeweilige H\u00e4ufigkeit des morpholexikalischen Typs an<\/span>\n\n<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>select<\/strong> \n Name_Konzept as Konzept, \n group_concat(typ, ' (', anzahl, ')' separator ', ') as Morphtypen \n<strong>from<\/strong>\n(\n <strong>select<\/strong> \n  count(*) as Anzahl, \n  a.Name_Konzept, \n  a.Typ \n <strong>from<\/strong> vap_ling_de a\n <strong>where<\/strong> \n  a.Name_Konzept like 'BUTTER'\n  and a.Art_Typ like 'Morph_Typ'\n <strong>group by<\/strong> a.Typ\n <strong>order by<\/strong> Anzahl desc\n ) sq\n;<\/span>\n\n<span style=\"color: #339966;\">-- Ergebnis\nBUTTER: beurre \/ burro (1264), Anke (866), Butter (348), Schmalz (271), paintg (96),\n\u00e9ponge \/ spongia (64), smalz (42), Buttern (24), unto (21), s\u00fc\u00dfes Schmalz (20), puter (19),\npischada (19), Schmalzbutter (8), smalz cr\u00fc (6), maslo (4), rance \/ rancido (3), b\u00fct\u00e9r (3), \nmenata (3), fiore (2), balle \/ palla (2), s\u00fcess Schmalz (2), s\u00fcesses Schmaalz (2), \nBr\u00fctschi (1), s\u00fcess Schmaalz (1), brusco (1)\n<\/span><\/pre>\n<p>Im Vorgriff auf die weiter unten vorgestellten Funktionen der Webschnittstelle von VerbaAlpina (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB) sei hier erw\u00e4hnt, dass das von VerbaAlpina verwendete WordPress-System die direkte Einbindung der Ergebnisse von Datenbankabfragen in WordPress-Beitr\u00e4ge wie den vorliegenden erlaubt. Diese Funktion wurde als <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong>WordPress-Plugin (\"SQLtoHTML\")<\/strong> von VerbaAlpina entwickelt und steht als Modul auch f\u00fcr im Grunde beliebige andere WordPress-Installationen zur Verf\u00fcgung. Das soeben vorgestellte <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span>-Beispiel kann, eingebettet in eine spezifische Syntax, in den Text eines WordPress-Beitrags eingebettet werden. Im Frontend erscheint dann anstelle des Codes das Ergebnis der Abfrage.<\/p>\n<p>Code (darf keinen Zeilenumbruch enthalten):<\/p>\n<p><code>[[<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span>:<span style=\"color: #ff0000;\">select Name_Konzept as Konzept, group_concat(typ, ' (', anzahl, ')' separator ', ') as Morphtypen from ( select count(*) as Anzahl, a.Name_Konzept, a.Typ from vap_ling_de a where a.Name_Konzept like 'BUTTER' and a.Art_Typ like 'Morph_Typ' group by a.Typ order by Anzahl desc ) sq<\/span> ]]<\/code><\/p>\n<p>Ergebnis im Frontend:<\/p>\n<p><\/p><div class=\"sth_lazy_sql\" data-author=\"5\" data-sql=\"&quot;select Name_Konzept as Konzept, group_concat(typ, &#039; (&#039;, anzahl, &#039;)&#039; separator &#039;, &#039;) as Morphtypen from ( select count(*) as Anzahl, a.Name_Konzept, a.Typ from vap_ling_de a where a.Name_Konzept like &#039;BUTTER&#039; and a.Art_Typ like &#039;Morph_Typ&#039; group by a.Typ order by Anzahl desc ) sq &quot;\" data-slug=\"va_wordpress\" data-db=\"va_232\" data-width=\"auto\" data-height=\"auto\" data-font-size=\"initial\" data-id=\"\" data-type=\"table\" data-gc-len=\"\" data-format=\"text\" data-log=\"\" style=\"overflow: auto; width: auto; height: auto\"><img style=\"\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-includes\/images\/spinner-2x.gif\"><\/div>\n<p>Ein <strong>weiteres Beispiel<\/strong>\u00a0f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span> zeigt, wieviele verschiedene <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=xxx&amp;letter=T#58\">Basistypen<\/a> den morphologischen Typen zur Bezeichnung des Konzepts SENNH\u00dcTTE zugrundeliegen und wieviele morphologische Typen pro Basistypen bislang registriert sind:<\/p>\n<pre><span style=\"color: #339966;\">-- <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span>-Statement\n\/* \nErrechne die Anzahl von morphologischen Typen, die das Konzept SENNH\u00dcTTE bezeichnen <\/span>\n<span style=\"color: #339966;\">und die jeweils mit demselben <a style=\"color: #339966;\" href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=xxx&amp;letter=T#58\">Basistypen<\/a> verbunden sind: \n<ul>\n<li>\/<\/li><\/ul><\/span>\n\n\n<span style=\"color: #ff9900;\"><strong>select <\/strong>\n count(*) as Anzahl, \n sq.basistyp, \n group_concat(Typen separator ' | ') as Morphtypen\n<strong>from<\/strong><\/span>\n(\n<span style=\"color: #3366ff;\"><strong>select<\/strong> distinct\n a.Basistyp,\n concat(a.Typ, ' (', a.Art_Typ, ')') Typen\n<strong>from<\/strong> vap_ling_de a\n<strong>where<\/strong> \n a.Name_Konzept like 'SENNH\u00dcTTE'\n and a.Basistyp is not null<\/span>\n) sq\n<span style=\"color: #ff9900;\"><strong>group by<\/strong> basistyp\n<strong>order by<\/strong> Anzahl desc<\/span>\n;\n\n<span style=\"color: #339966;\">-- --\n-- Ergebnis\n14: c\u0103sa(m): casino (Morph_Typ) | casini (Morph_Typ) | Casel (Morph_Typ) | casone (Morph_Typ) | casa (Morph_Typ) | casa da\/di alp (Morph_Typ) | casella (Morph_Typ) | casello (Morph_Typ) | casa da fuoco (Morph_Typ) | casine (Morph_Typ) | casa da caschar (Morph_Typ) | casina (Morph_Typ) | caseta (Morph_Typ) | casinel (Morph_Typ)\n8: hutta: Sennh\u00fctte (Morph_Typ) | Sentumhitta (Morph_Typ) | H\u00fctte (Morph_Typ) | Almh\u00fctte (Morph_Typ) | Melkh\u00fctte (Morph_Typ) | Sennerh\u00fctte (Morph_Typ) | Bergh\u00fctte (Morph_Typ) | Alph\u00fctte (Morph_Typ)\n5: *sanio: Sennerei (Morph_Typ) | Sennh\u00fctte (Morph_Typ) | Sentumhitta (Morph_Typ) | Sennerh\u00fctte (Morph_Typ) | Sennhaus (Morph_Typ)\n5: alpe: Alp(e) (Morph_Typ) | casa da\/di alp (Morph_Typ) | Almh\u00fctte (Morph_Typ) | Alph\u00fctte (Morph_Typ) | cascina da\/di alp (Morph_Typ)\n5: alpes: Alpgemach (Morph_Typ) | Alp(e) (Morph_Typ) | Almh\u00fctte (Morph_Typ) | Alph\u00fctte (Morph_Typ) | Alm (Morph_Typ)\n4: c\u0103psa(m): cascina dal fuoco (Morph_Typ) | cascina per caschar (Morph_Typ) | cascina (Morph_Typ) | cascina da\/di alp (Morph_Typ)\n4: case\u0101ria: K\u00e4ser (Morph_Typ) | Ch\u00e4seren (Morph_Typ) | casera (Morph_Typ) | caser\u00ecn (Morph_Typ)\n3: *tegia: Teie(n) (Morph_Typ) | Tieje (Morph_Typ) | Tegia (Morph_Typ)\n3: baita: baita (Morph_Typ) | baito (Morph_Typ) | bait (Morph_Typ)\n2: *caseare: cascina per caschar (Morph_Typ) | casa da caschar (Morph_Typ)\n...      -- gek\u00fcrzt\n\n<\/span><\/pre>\n<p>Das Beispiel zeigt z.B., dass insgesamt 14 unterschiedliche morpholexikalische Typen, die das Konzept SENNH\u00dcTTE bezeichnen k\u00f6nnten, mit dem Basistypen \"casa(m)\" verbunden sind.<\/p>\n<p>Das relationale Datenmodell und die Abfragesprache <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span> erlauben auch weitergehende <strong>arithmetische und in der Folge statistische Berechnungen<\/strong> \u00fcber dem Datenbestand. Das nachfolgende Beispiel berechnet den prozentualen Anteil der einzelnen Basistypen an der Gesamtzahl aller morpholexikalischer Typen, die das Konzept SENNH\u00dcTTE bezeichnen:<\/p>\n<pre><span style=\"color: #339966;\">-- <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SQL\">SQL<\/span>-Statement\n-- Errechne den prozentualen Anteil der einzelnen Basistypen \n-- an der Gesamtzahl aller morpholexikalischer Typen, die das Konzept SENNH\u00dcTTE<\/span>\n\n<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>select<\/strong> \n sq.basistyp as Basistyp,\n count(*) as Anzahl, \n round(count(*) \/ (<\/span>\n  <span style=\"color: #ff9900;\"><strong>select<\/strong> count(*)\n  <strong>from<\/strong><\/span>\n  (\n<span style=\"color: #3366ff;\">   select \n    a.Basistyp\n   from vap_ling_de a\n   where \n    a.Name_Konzept like 'SENNH\u00dcTTE'\n    and a.Basistyp is not null\n   group by basistyp<\/span>\n  ) sq0\n ) * 100,2) as Prozentanteil\n\n<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>from<\/strong><\/span>\n(\n<span style=\"color: #3366ff;\"><strong>select<\/strong> distinct\n a.Basistyp,\n concat(a.Typ, ' (', a.Art_Typ, ')') Typen\n<strong>from<\/strong> vap_ling_de a\n\n<strong>where<\/strong> \n a.Name_Konzept like 'SENNH\u00dcTTE'\n and a.Basistyp is not null<\/span>\n) sq\n\n<span style=\"color: #ff0000;\"><strong>group by<\/strong> basistyp\n\n<strong>order by<\/strong> Anzahl desc<\/span>\n;\n\n<span style=\"color: #339966;\">-- Ergebnis\nBasistyp | Anzahl | Prozentanteil\nc\u0103sa(m) | 14 | 41.18\nhutta | 8 | 23.53\nalpe | 5 | 14.71\nalpes | 5 | 14.71\n<ul>\n<li>sanio | 5 | 14.71\n<\/li>\n<\/ul>\ncase\u0101ria | 4 | 11.76\nc\u0103psa(m) | 4 | 11.76\n<ul>\n<li>tegia | 3 | 8.82\n<\/li>\n<\/ul>\nbaita | 3 | 8.82\n...    -- gek\u00fcrzt<\/span><\/pre>\n<p>Ende Mai 2018 umfasste die VerbaAlpina-Datenbank insgesamt<\/p>\n<ul>\n<li>1167 unterschiedliche Konzepte sowie<\/li>\n<li>5446 verschiedene morphologische Typen.<\/li>\n<\/ul>\n<h1><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB<\/h1>\n<p>Die zentrale Datenbank von VerbaAlpina, <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span>, ist angebunden an die\u00a0<strong>multifunktionale Webschnittstelle<\/strong>, die unter der Adresse\u00a0<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\">https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de<\/a> (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB) im Internet erreichbar ist.<\/p>\n<p><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB ist mit dem weit verbreiteten <strong>WordPress<\/strong>-Framework in den Programmiersprachen PHP und Javascript programmiert. Die Entwickler von VerbaAlpina haben eine Reihe von VerbaAlpina-spezifischen Funktionserweiterungen geschrieben. All diese Funktionserweiterungen sind modular als <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> \"<strong>Plugins<\/strong>\"\u00a0\u2013 wie das bereits weiter oben erw\u00e4hnte SQLtoHTML-Plugin\u00a0\u2013 konzipiert, die frei zur Verf\u00fcgung gestellt und nach Belieben auch in andere WordPress-Installationen \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB gliedert sich in einen \u00f6ffentlichen Bereich, das <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong>Frontend<\/strong>, und einen zugangsbeschr\u00e4nkten Bereich, das <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong>Backend<\/strong>. Das Frontend ist gleichsam das Schaufenster des Projekts. Hier findet sich das bislang zentrale Analyseinstrument, die <strong>interaktive Onlinekarte<\/strong>, auf der das in der Datenbank gesammelte Material nach vorgegebenen Kriterien visualisiert werden kann. Eine besondere Bedeutung kommt dem Bereich \"<strong>Methodologie<\/strong>\" zu. Hier werden nach Stichworten gegliedert s\u00e4mtliche Aspekte des Gesamtprojekts, von den wissenschaftlichen Grundlagen bis hin zur Erl\u00e4uterung technischer Details und Vorgehensweisen, allgemeinverst\u00e4ndlich erl\u00e4utert und dokumentiert. Die Sektion \"Methodologie\" wird st\u00e4ndig erweitert bzw. n\u00f6tigenfalls auch \u00fcberarbeitet.<\/p>\n<p>Das Web-Frontend dient auch als zentrale Publikationsplattform des Projekts. Unter der Rubrik \"Beitr\u00e4ge\" finden sich neben allgemeinem Informationsmaterial f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit auch ausgw\u00e4hlte Vortr\u00e4ge, die von den Projektmitarbeitern auf wissenschaftlichen und popul\u00e4ren Veranstaltungen gehalten werden, sowie wissenschaftliche Beitr\u00e4ge in Artikelform.<\/p>\n<h2>Funktionen des Backends<\/h2>\n<p>Das Backend von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB bietet \u00fcber die von WordPress standardm\u00e4\u00dfig bereitgestellten Basisfunktionen, zu denen auch die von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> verwendete Benutzerverwaltung geh\u00f6rt, eine Reihe von \u00fcberwiegend individuell entwickelten Zusatzfunktionen, die in der Projektarbeit Verwendung finden:<\/p>\n<h3>Transkriptionstool<\/h3>\n<p>Die Erfassung von Daten speziell aus Sprachatlanten kann bislang nur manuell erfolgen.\u00a0Der <strong>Einsatz von OCR<\/strong> (= <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Texterkennung\">Optical Character Recognition<\/a> = automatische Verwandlung von Graphikdaten in elektronisch kodierten Text) ist in diesem Kontext nicht m\u00f6glich. Das Hauptproblem besteht in der Zuordnung der auf den Karten eingetragenen Einzelbelege zu den jeweils richtigen Erhebungspunkten. Im folgenden Beispiel ist es f\u00fcr einen Computer de facto unm\u00f6glich zu entscheiden, welchem der durch die roten Zahlen bezeichneten Erhebungspunkte der gr\u00fcn markierte Beleg zuzuordnen ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_7031\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7031\" class=\"wp-image-7031 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch-1024x517.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch-1024x517.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch-150x76.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch-300x152.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch-768x388.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch-624x315.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ais_1218_kaesemilch.jpg 1033w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7031\" class=\"wp-caption-text\">AIS-Karte 1218: Il siero del latte<\/p><\/div>\n<p>Seit wenigen Wochen sind am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) bzw. am Lehrstuhl Prof. Kranzlm\u00fcller (<a href=\"http:\/\/www.nm.ifi.lmu.de\/\">Lehrstuhl f\u00fcr Kommunikationssysteme und Systemprogrammierung der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"LMU\">LMU<\/span><\/a>) ein, eventuell auch zwei Masterarbeiten ausgeschrieben, die L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr dieses Problem entwickeln sollen.<\/p>\n<p>Die Datenerfassung kann dann automatisch unter <strong>Verwendung von OCR\u00a0<\/strong>erfolgen, wenn das Material in der analogen Quelle in <strong>Tabellen- bzw. Listenform<\/strong> vorliegt. Gute Erfahrungen liegen mit dem Programm <a href=\"https:\/\/www.abbyy.com\/de-de\/download\/\">ABBYY Finereader<\/a> <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vorDOT\">vor.<\/span> Das folgende Beispiel stammt aus dem\u00a0Atlante Linguistico ed Etnografico del Piemonte Occidentale (ALEPO)<\/p>\n<div id=\"attachment_6779\" style=\"width: 965px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/alepo_parassiti.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6779\" class=\"wp-image-6779 size-full\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/alepo_parassiti.jpg\" alt=\"\" width=\"955\" height=\"689\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/alepo_parassiti.jpg 955w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/alepo_parassiti-150x108.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/alepo_parassiti-300x216.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/alepo_parassiti-768x554.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/alepo_parassiti-624x450.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 955px) 100vw, 955px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-6779\" class=\"wp-caption-text\">Daten in Listenform (hier: Alepo III-i-1: PARASSITI) erlauben den Einsatz von OCR<\/p><\/div>\n<p>Aus dargelegten Gr\u00fcnden ist eine automatische Datenerfassung speziell von Datenmaterial aus Sprachatlanten bislang nicht m\u00f6glich und eine manuelle Erfassung unumg\u00e4nglich. Zur Erleichterung dieser Arbeit wurde ein spezielles <strong>Transkritptionstool<\/strong> entwickelt:<\/p>\n<div id=\"attachment_6597\" style=\"width: 1903px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6597\" class=\"wp-image-6597 size-full\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool.jpg\" alt=\"\" width=\"1893\" height=\"896\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool.jpg 1893w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool-150x71.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool-300x142.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool-768x364.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool-1024x485.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/transkriptionstool-624x295.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1893px) 100vw, 1893px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-6597\" class=\"wp-caption-text\">Das Transkriptionstool von VerbaAlpina<\/p><\/div>\n<p>In einem Fensterausschnitt wird ein Bild einer Atlaskarte pr\u00e4sentiert. Unmittelbar darunter befindet sich ein Formular, das die strukturierte Erfassung der Kartendaten erlaubt bzw. auch erzwingt. Jeder Einzelbeleg auf der Karte wird unter Angabe des kartierten Stimulus und der Identifizierung des jeweiligen Informanten erfasst und direkt in einer Datenbanktabelle abgelegt. Die Transkription erfolgt im <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong>Betacode<\/strong>, einem Verfahren, das auf eine Idee des <a href=\"http:\/\/stephanus.tlg.uci.edu\/\">Thesaurus Linguae Graecae<\/a>\u00a0(University of California Irvine) aus den Siebzigerjahren zur\u00fcckgeht. Grundidee ist, beliebige Sonderzeichen samt Diacritica in Sequenzen von Standardzeichen (konkret: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <a href=\"https:\/\/www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de\/?p=91558#ASCII\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ASCII\">ASCII<\/span><\/a>-Zeichen) zu \u00fcbertragen. Dabei werden Sonderzeichen und Diacritica nach einem simplen Schema in Abfolgen von Buchstaben des englischen Alphabets und gel\u00e4ufige Satz- und Sonderzeichen wie etwa runde Klammern oder Schr\u00e4gstriche \u00fcbertragen. Im Transkriptionstool wird dem Transcriptor auf der rechten Fensterseite das entsprechende Regelwerk eingeblendet.<\/p>\n<p>Zur Herstellung von Vergleichbarkeit werden alle von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> erfassten phonetisch transkribierten Einzelbelege auf das Internationale phonetische Alphabet (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"IPA\">IPA<\/span>) abgebildet. <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"IPA\">IPA<\/span> hat demnach innerhalb von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> den Status einer <strong>Referenztranskription<\/strong>. Bei der \u00dcberf\u00fchrung der quellentreuen Betacode-Transkription nach <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"IPA\">IPA<\/span> kann es jedoch, unvermeidbar, zu Informationsverlusten kommen. Als Beispiel sei das Transkriptionssystem nach B\u00f6hmer und Ascoli genannt. Dieses unterscheidet durch Diacritica bei den Vokalen eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von \u00d6ffnungsgraden des Mundes als <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"IPA\">IPA<\/span>. Bei der \u00dcbertragung von B\u00f6hmer\/Ascoli zu <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"IPA\">IPA<\/span> m\u00fcssen demnach Kompromisse eingegangen werden.<\/p>\n<div style=\"width: 1107px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/betacode2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/betacode2.jpg\" alt=\"\" width=\"1097\" height=\"561\"><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Krefeld, T. \/ L\u00fccke, <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SDOT\">S.<\/span>: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTvDOT\">s.v.<\/span> \u201cBetacode\u201d, in: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-de 17\/2, Methodologie, <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=172&amp;letter=B#7\">https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=172&amp;letter=B#7<\/a><\/p><\/div>\n<p>Die bei der Transkription verwendeten Zeichen sind ausnahmslos sogenannte <a href=\"https:\/\/www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de\/?p=91558#ASCII\"><strong><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ASCII\">ASCII<\/span><\/strong>-Zeichen<\/a>. Dabei handelt es sich um Zeichen, die bereits im Jahr 1963 kodiert worden sind. Mit <a href=\"https:\/\/www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de\/?p=3900\">Kodierung<\/a> ist dabei die Zuordnung der Schriftzeichen zu ganz bestimmten Zahlenwerten gemeint. Dies ist n\u00f6tig, weil Computer nur mit Zahlen arbeiten k\u00f6nnen. Kodiert wurden insgesamt 128 Schriftzeichen, bei denen es sich haupts\u00e4chlich um die Buchstaben des englischen Alphabets, die arabischen Ziffern sowie um einige Satz- und Sonderzeichen handelt. Die damals festgelegte Kodierung ist bis zum heutigen Tage g\u00fcltig. Anders als z.B. bei der Verwendung des moderneren Unicode ist die Gefahr des Entstehens von Kodierungsfehlern so gut wie ausgeschlossen.\u00a0Allgemein bekannt d\u00fcrfte folgendes Ph\u00e4nomen sein: Der deutsche Umlaut <em>\u00fc<\/em> wird durch zwei sinnlose Zeichen dargestellt: M\u00fchle \u21d2 M\u00c3\u00bchle. Dergleichen ist bei Verwendung von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ASCII\">ASCII<\/span>-Zeichen ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Daneben bietet der Einsatz des Betacodes weitere Vorteile:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Transkriptionen k\u00f6nnen unter Verwendung von Standardtastaturen durchgef\u00fchrt werden<\/li>\n<li>Es ist unerheblich, ob ein Transkriptor die konkrete Bedeutung der von ihm erfassten Schriftzeichen kennt. Die \u00dcbertragung orientiert sich allein an der graphischen Gestalt der zu transkribierenden Zeichen.<\/li>\n<li>Die Transkription ist kaum anf\u00e4llig f\u00fcr Tippfehler und erfolgt in vergleichsweise hoher Geschwindigkeit<\/li>\n<li>Die Transkription ist insofern quellentreu, als dabei keinerlei Informationsverlust auftritt \u2013 jedes Basiszeichen und jedes Diacriticum wird durch jeweils genau ein anderes Zeichen wiedergegeben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die von den gedruckten oder auch digitalen Quellen verwendeten Transkriptionssysteme sind sehr unterschiedlich. So kann ein und dasselbe graphische Zeichen, z.B. ein e mit einem Punkt darunter, durchaus unterschiedliche Laute bezeichnen. Um Vergleichbarkeit zu erzielen, werden s\u00e4mtliche quellenspezifischen Transkriptionssysteme auf eine Referenztranskritption, n\u00e4mlich <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"IPA\">IPA<\/span>, abgebildet. Der entsprechende Vorgang erfolgt automatisch durch Ersetzungsprozeduren.<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-admin\/admin.php?page=typification\">Typisierungstool<\/a><\/h3>\n<p>Die aus den unterschiedlichen Quellen, also im wesentlichen Sprachatlanten und W\u00f6rterb\u00fcchern, transkribierten Belege sind hinsichtlich ihres Status sehr heterogen. VerbaAlpina unterscheidet diesbez\u00fcglich im wesentlichen zwischen den folgenden Kategorien:<\/p>\n<pre>Einzelbeleg   \u2014   morpholexikalischer Typ   \u2014   Basistyp<\/pre>\n<p>Ein <strong>Einzelbeleg<\/strong> ist die mehr oder weniger unmittelbare und individuelle \u00c4u\u00dferung eines Informanten. In Sprachatlanten ist sie meist daran erkennbar, dass sie in phonetischer Transkription und gebunden an einen spezifischen Informanten oder Erhebungspunkt gebunden ist.<\/p>\n<p>Ein <strong>morpholexikalischer Typ<\/strong> (kurz: Morphtyp) sind am ehesten vergleichbar mit den Lemmata in traditionellen W\u00f6rterb\u00fcchern. Ein Morphtyp wird definiert durch die Zugeh\u00f6rigkeit zu einem jeweils gemeinsamen Wortstamm, Sprachfamilie, Wortart, Affigierung sowie Genus. Beispiel:\u00a0<em>Der Butter<\/em> und <em>die Butter\u00a0<\/em>bilden zwei unterschiedliche Morphtypen, da sie sich hinsichtlich des Genus unterscheiden.<\/p>\n<p>Der <strong>Basistyp<\/strong> ist schlie\u00dflich ein in unterschiedlichen Morphtypen erkennbares gemeinsames lexikalisches Element, ohne dass damit eine Aussage \u00fcber die Entstehungsgeschichte des einzelnen Morphtypen getroffen werden w\u00fcrde. Vorstellbar in diesem Zusammenhang w\u00e4ren z.B. die Entstehung eines Morphtypen direkt aus einer sprachlichen Vorstufe am Ort im Sinne eines Etymons, jedoch kommen auch Entlehnungsszenarien im Umfeld von Sprachkontakt in Betracht. Als Beispiel k\u00f6nnen die beiden Morphtypen Salamander (ger.) und Salamandra (rom.) genannt werden. Beide enthalten erkennbar ein gemeinsames lexikalisches Element. Ob aber der eine Morphtyp sich aus dem anderen entwickelt hat oder beide auf einen gemeinsamen Vorl\u00e4ufer zur\u00fcckgehen, l\u00e4sst sich vor der Hand nicht entscheiden. Um dennoch die offenkundige Verwandtschaft der beiden Morphtypen im Datenbestand abbilden zu k\u00f6nnen, werden bei dem Basistypen \"salamandra\" zugewiesen. VerbaAlpina geht speziell diesen Fragen nicht systematisch nach, entsprechende sp\u00e4tere Erweiterungen und Erg\u00e4nzungen sind jedoch jederzeit m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Gleichsam die <strong>Referenzkategorie<\/strong> f\u00fcr VerbaAlpina stellt der <strong>Morphtyp<\/strong> dar. Speziell f\u00fcr die Zuweisung der transkribierten Belege zu Morphtypen wurde in VerbaAlpina das <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> Typisierungstool entwickelt. Neben der Zuweisung zu Morphtypen erfolgt hier auch die Zuweisung zum jeweiligen Konzept, das laut Quelle von diesem Morphtyp bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Sofern m\u00f6glich, k\u00f6nnen Morphtypen im Typisierungstool auch mit Lemmata in ausgew\u00e4hlten <strong>Referenzw\u00f6rterb\u00fcchern<\/strong> verkn\u00fcpft werden. Als Beispiel sei der Einzelbeleg\u00a0<em>t\u0254\u02d0i\u0259<\/em> aus dem Vorarlberger Sprachatlas (VALTS, Karte 73) genannt. Dieser ist \u00fcber das Typisierungstool zun\u00e4chst dem Morphtypen \"Teie(n) \u2013 ger \u2013 <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sub\">sub<\/span>\" und dieser wiederum dem Lemma \"Teien\" im Schweizerdeutschen W\u00f6rterbuch, dem <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> Idiotikon, zugewiesen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6971 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp-1024x466.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp-1024x466.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp-150x68.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp-300x136.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp-768x349.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp-624x284.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/typisierungstool_referenzwb_basistyp.jpg 1653w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><\/p>\n<p>VerbaAlpina sieht grunds\u00e4tzlich auch die Definition und Zuordnung von <strong>phonetischen Typen<\/strong>\u00a0(z.B. Kas, Kaas -&gt; Kaas <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vsDOT\">vs.<\/span> Kees, K\u00e4s -&gt; Kees etc.) <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vorDOT\">vor.<\/span> Da das Projekt jedoch vorrangig morpholexikalisch ausgerichtet ist, liegt eine entsprechende Typisierung bislang erst l\u00fcckenhaft <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vorDOT\">vor.<\/span> Derzeit (Juni 2018) stehen den 5446 morphologischen gerade einmal\u00a0 646 phonetische Typen gegen\u00fcber.<\/p>\n<h3>Konzeptbaum<\/h3>\n<p>Ganz wesentlich f\u00fcr VerbaAlpina ist die au\u00dfersprachliche Kategorie der <strong>Konzepte<\/strong>. Schlie\u00dflich lautet die zentrale Frage: Welche Konzepte werden wo und wann mit welchen Morphtypen bezeichnet. Zur Verwaltung der Konzepte wurde von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> ein im Backend von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB zug\u00e4ngliches Tool entwickelt, das als Konzeptbaum bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Nach Aufruf des Tools muss zun\u00e4chst eine der vorgegebenen Hauptkategorien (z.B. Milchverarbeitung) und anschlie\u00dfend eine Unterkategorie (z.B. Produkte) ausgew\u00e4hlt werden. Danach erscheint eine alphabetisch sortierte Liste aller bislang angelegten Konzepte. Die Elemente dieser Liste k\u00f6nnten durch Drag&amp;Drop zu Unterkonzepten bestehender anderer Konzepte umgruppiert werden. Auch die Neuanlage von Konzepten ist hier m\u00f6glich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/konzeptbaum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6977 size-medium\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/konzeptbaum-281x300.jpg\" alt=\"\" width=\"281\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/konzeptbaum-281x300.jpg 281w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/konzeptbaum-140x150.jpg 140w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/konzeptbaum-624x666.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/konzeptbaum.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 281px) 100vw, 281px\"><\/a><\/p>\n<h3>Forschungslabor (in Planung)<\/h3>\n<p>VerbaAlpina m\u00f6chte sich u.a. zu einer Plattform entwickeln, auf der Forscher und Laien individuelle Studien betreiben und sich bzw. auch ihre Daten austauschen k\u00f6nnen. Das Konzept sieht vor, dass registrierte Benutzer nach dem Einloggen in VerbaAlpina eine pers\u00f6nliche Umgebung vorfinden, innerhalb derer sie zum einen das vorhandene VerbaAlpina-Datenmaterial nach individuellen Interessen analysieren und die Ergebnisse abspeichern k\u00f6nnen. Zum anderen soll es m\u00f6glich sein, eigenes Material in das System zu importieren und dieses dann entweder isoliert oder auch in Kombination mit dem VerbaAlpina-Material zu verarbeiten.<\/p>\n<p>So wie nunmehr schon in vielen Internet-Diensten etabliert, soll es die M\u00f6glichkeit geben, Daten und Analyseergebnisse f\u00fcr den Zugriff durch Dritte freizugeben. Diese Freigabe soll mehrere Optionen anbieten: Freigabe f\u00fcr spezifische andere registrierte Benutzer von VerbaAlpina, Freigabe f\u00fcr alle registrierten Benutzer von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> und schlie\u00dflich die unbeschr\u00e4nkte Freigabe von Daten im Internet. Das Konzept orientiert sich grob am von Google eingesetzten Verfahren im Zusammenhang mit von Nutzern erstellten Karten auf Google Maps.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6837 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe-1024x559.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe-1024x559.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe-150x82.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe-768x419.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe-624x341.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/googlemaps_freigabe.jpg 1267w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><\/p>\n<p>Das Konzept ist bislang erst in Ans\u00e4tzen realisiert. Ein solcher Ansatz besteht in der M\u00f6glichkeit, auf der interaktiven online-Karte von VerbaAlpina durch die Auswahl beliebiger sprachlicher und au\u00dfersprachlicher Datenkategorien erzeugte Kartenbilder als <strong>\"synoptische\" Karten<\/strong> abzuspeichern. Diese Funktion steht aktuell nur registrierten Benutzern zur Verf\u00fcgung. Beim Abspeichern einer Karte besteht die M\u00f6glichkeit, einen Kommentar beizuf\u00fcgen, der den Informationsgehalt der Karte erl\u00e4utern soll. F\u00fcr eine erstellte synoptische Karte kann eine <strong>Freigabe<\/strong> beantragt werden. Diese erfolgt dann erst nach einer qualit\u00e4tssichernden \u00dcberpr\u00fcfung durch das Team von VerbaAlpina. Bei k\u00fcnftig verst\u00e4rkter Nutzung dieser M\u00f6glichkeiten wird man \u00fcber alternative Konzepte zur Qualit\u00e4tssicherung nachdenken m\u00fcssen. Vorstellbar sind z.B. Bewertungen durch die Nutzergemeinde von VerbaAlpina.<\/p>\n<p>Im Forschungslabor k\u00f6nnte auch ein Modul zur statistischen Analyse der VerbaAlpina-Korpusdaten eingerichtet werden. An den Instituten f\u00fcr Statistik und Kunstgeschichte wird zur Zeit ein System entwickelt,\u00a0bei dem es um die statistische Analyse von Museumsbest\u00e4nden geht. Das Konzept von <strong>MAX (Museum Analytics; <a href=\"https:\/\/www.max.gwi.uni-muenchen.de\/\">https:\/\/www.max.gwi.uni-muenchen.de\/<\/a><\/strong>; ein von der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"LMU\">LMU<\/span> im Rahmen des \"Qualit\u00e4tspakts Lehre\" gef\u00f6rdertes Projekt) beinhaltet auch das Szenario, dass Anwender im Grunde beliebige Daten z.B. im csv-Format in das System importieren, um es dort mit vorgefertigten Verfahren statistisch zu analysieren. K\u00fcnftig sollen\u00a0 die im Rahmen von MAX entwickelten Funktionalit\u00e4ten in das Forschungslabor von VerbaAlpina integriert werden.<\/p>\n<h2>Funktionen des Frontends<\/h2>\n<h3>Methodologie<\/h3>\n<p>In der Rubrik Methodologie erfolgt eine ausf\u00fchrliche Methodenreflexion. Hier sollen alle mit VerbaAlpina verbundenen Aspekte transparent und nachvollziehbar dokumentiert werden. Der Inhalt ist nach Schlagworten gegliedert, die wiederum thematischen Kategorien zugeordnet sind. Hier werden neben grundlegenden Konzepten des Gesamtprojekts auch spezifisch linguistische oder auch informatisch-technische Detailaspekte erl\u00e4utert. Die Eintr\u00e4ge in dieser Rubrik werden st\u00e4ndig erweitert oder n\u00f6tigenfalls auch \u00fcberarbeitet und angepasst. Die Methodologie spielt eine wichtige Rolle im Hinblick auf das Erfordernis der Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit aller von VerbaAlpina gesammelten und erzeugten Daten. Der Anspruch besteht, dass s\u00e4mtliche Teile des Gesamtprojekts, seien es die Sprachdaten in der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span>, die sprachwissenschaftlichen Kommentare und (mit gewissen Einschr\u00e4nkungen) auch der erzeugte Software-Code auch noch nach Jahrzehnten nutzbar sein werden.<\/p>\n<h3>Interaktive Online-Karte<\/h3>\n<p>Die interaktive\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=133&amp;db=xxx\">Online-Karte<\/a>\u00a0von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> ist das zentrale Visualisierungs- und Analyseinstrumen<\/strong>t. Aktuell basiert die Karte auf Google-Technologie, konkret auf dem Online-GIS Google Maps und der entsprechenden Javascript-Bibliothek. VerbaAlpina ist im Grunde der \u00dcberzeugung, dass der Einsatz von Diensten kommerzieller Anbieter im wissenschafftlichen Umfeld generell vermieden werden sollte. Speziell im Fall der online-Kartographie f\u00fchrt derzeit jedoch kaum ein Weg an Google Maps vorbei. Das Opensource-Projekt Openstreetmap (OSM), das grunds\u00e4tzlich eine Alternative darstellen k\u00f6nnte, kann hinsichtlich Funktionalit\u00e4t und, was fast noch wichtiger ist, hinsichtlich der Dokumentation mit dem Google-Dienst nicht mithalten. Bei Einsatz von Openstreetmap h\u00e4tte sehr wahrscheinlich der aktuelle Entwicklungsstand der online-Karte von VerbaAlpina nicht in derselben Zeit erreicht werden k\u00f6nnen. Grunds\u00e4tzlich w\u00e4re eine Umsetzung der online-Karte auf OSM rein technisch wohl m\u00f6glich. Sollten in Zukunft Verbesserungen bei OSM festzustellen sein, die einen Umzug vertretbar erscheinen lassen, so w\u00e4re ein solcher Schritt durchaus vorstellbar. VerbaAlpina beh\u00e4lt diese Perspektive jedenfalls im Auge.<\/p>\n<p>Das Karteninterface erlaubt wahlweise oder auch kombiniert <strong>semasiologischen und\/oder onomasiologischen Zugriff<\/strong> auf den Datenbestand. Nachfolgend stehen unterschiedliche Gruppierungsoptionen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h4>Qualitative Kartierung<\/h4>\n<p>\u00dcber die Legende am linken Rand der Karte k\u00f6nnen Konzepte, phonetische oder morpholexikalische Typen oder auch\u00a0 ausgew\u00e4hlt werden. Seit kurzem steht auch eine <strong>Suchfunktion<\/strong> zur Verf\u00fcgung, die s\u00e4mtliche ausw\u00e4hlbare Listeneintr\u00e4ge durchsucht, unabh\u00e4ngig von deren Kategorisierung als \"Konzept\", \"Morphtyp\" usw. Nach Auswahl eines verf\u00fcgbaren Elements erscheinen die entsprechenden Symbole auf der Karte.<\/p>\n<p>Neben Sprachdaten k\u00f6nnen auf der Karte synoptisch auch georeferenzierte Daten der \"<strong>sprachbezogenen Peripherie<\/strong>\" visualisiert werden. Darunter werden unterschiedlich Kategorien von Daten verstanden, die mit sprachlichen Ph\u00e4nomenen in der einen oder anderen Weise in Wechselwirkung stehen k\u00f6nnen. Dies k\u00f6nnen z.B. historische Daten wie etwa Daten zu antiken Besiedlungsstrukturen und Verkehrswegen, entlang derer sich sprachliche Ph\u00e4nomene verbreitet haben k\u00f6nnten, oder auch Daten zur modernen Infrastrukutur wie etwa zur Verbreitung der Internetanschl\u00fcsse im Alpenraum sein, die sicherlich Auswirkungen auf sprachliche Ver\u00e4nderungsprozesse haben. Die Daten dieses Sektors sind bislang noch nicht\u00a0 systematisch gesammelt worden.<\/p>\n<h4>Quantifizierende Darstellung<\/h4>\n<p>Die online-Karte erlaubt auch eine quantifizierende Abbildung der auf einer Karte dargestellten Inhalte. Im folgenden Beispiel ist zun\u00e4chst die nach jeweiliger Bedeutung (Konzepten) gruppierte Verbreitung des Morphtyps \"Teie(n)\" kartiert:<\/p>\n<div id=\"attachment_7043\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=xxx&amp;tk=1357\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7043\" class=\"wp-image-7043 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_qualitativ_nach_konzepten-1024x802.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"490\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_qualitativ_nach_konzepten-1024x802.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_qualitativ_nach_konzepten-150x118.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_qualitativ_nach_konzepten-300x235.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_qualitativ_nach_konzepten-768x602.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_qualitativ_nach_konzepten-624x489.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_qualitativ_nach_konzepten.jpg 1076w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7043\" class=\"wp-caption-text\">Qualitative Kartierung des Morphtyps \"Teie(n)\"<\/p><\/div>\n<p>Die hier abgebildete Karte ist mit dem Link<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=xxx&amp;tk=1357\"> https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de<span style=\"color: #ff0000;\">?page_id=133&amp;db=xxx&amp;tk=1357<\/span><\/a> hinterlegt. Die hinter dem Fragezeichen folgenden, rot gesetzten <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span>-Parameter bewirken, dass die interaktive Onlinekarte mit der gew\u00fcnschten Vorauswahl \"Morpho-lexikalischer Typ Teie(n) (ger.)\" aufgerufen wird. Ein solcher Link kann f\u00fcr Karten mit der Kartierung beliebiger Elemente (Morphtypen, Konzepte, sprachbezogene Peripherie ...) abgerufen werden, indem man am oberen rechten Rand der Karte das allgemein bekannte Sharing-Symbol anklickt.<\/p>\n<p>Die quantifizierende Darstellung dieser Daten orientiert sich an Fl\u00e4chen bzw. administrativen Regionen, d.h. es wird die jeweilige Anzahl von Belegen pro Teilfl\u00e4che des gew\u00e4hlten Bezugssystems durch unterschiedliche Farbgebung markiert.<\/p>\n<p>Im Wesentlichen kann zwischen den folgenden verschiedenen Bezugssystemen gew\u00e4hlt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Sprachgebiete<\/li>\n<li>Nationalstaaten<\/li>\n<li>NUTS3 (= administrative Gliederung auf Niveau der deutschen Landkreise)<\/li>\n<li>Gemeindegrenzen<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n<p>Die quantifizierende Kartierung setzt die Auswahl mindestens einer dieser Kategorien voraus. Sobald ein entsprechender Eintrag in der Kartenlegende auf der linken Seite vorhanden ist, kann man dort auf das von einem Kreis umgebene Q klicken. Anschlie\u00dfend werden die Daten gem\u00e4\u00df den Teilfl\u00e4chen der gew\u00e4hlten Kategorie gruppiert und die gruppenbezogene Anzahl durch Farbgebung der Fl\u00e4chen visualisiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_7047\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=xxx&amp;tk=1361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7047\" class=\"wp-image-7047 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_physisch-1024x716.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_physisch-1024x716.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_physisch-150x105.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_physisch-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_physisch-768x537.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_physisch-624x437.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_physisch.jpg 1195w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7047\" class=\"wp-caption-text\">Quantifizierende Darstellung der Verbreitung des Morphtyps \"Teie(n)\" mit georefrenziertem Verlauf der NUTS3-Grenzen<\/p><\/div>\n<p>Im Legendeneintrag \"Kartographische Darstellung\" l\u00e4sst sich sodann noch w\u00e4hlen zwischen den Optionen \"Physisch\" und \"Hexagonal\". Erstere, im vorstehenden Beispiel angewendete, Option verwendet den tats\u00e4chlichen, geographisch exakt kartierten Grenzverlauf der entsprechenden Teilfl\u00e4chen. Bei Auswahl der Option \"Hexagonal\" wird jede Teilfl\u00e4che durch Hexagone jeweils identischer Gr\u00f6\u00dfe repr\u00e4sentiert. Diese Art der Darstellung soll die Wahrnehmung verzerrende Effekte beseitigen, die sich durch die z.T. stark unterschiedliche Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfen ergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_7049\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=xxx&amp;tk=1363\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7049\" class=\"wp-image-7049 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_hexagonal-1024x716.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_hexagonal-1024x716.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_hexagonal-150x105.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_hexagonal-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_hexagonal-768x537.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_hexagonal-624x437.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/teien_quantitativ_hexagonal.jpg 1195w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7049\" class=\"wp-caption-text\">Quantifizierende Darstellung der Verbreitung des Morphtyps \"Teie(n)\" mit hexagonaler Darstellung der Bezugsfl\u00e4chen<\/p><\/div>\n<p>Bei dieser Darstellung gehen konzeptbedingt Teile der geographischen Logik verloren. Im Inneren des Wabenmusters hat jede Fl\u00e4che stets genau sechs Nachbarhexagone. Es liegt auf der Hand, dass es in der Realit\u00e4t nicht wenige Teilfl\u00e4chen geben wird, die entweder mehr oder weniger Nachbarfl\u00e4chen aufweisen.<\/p>\n<p>Am unteren Rand der quantifizierenden Karten kann die Farbgebung der Fl\u00e4chen ver\u00e4ndert werden (u.a. die verbreitete Heatmap, die den Verlauf der Regenbogenfarben verwendet). Die bei dem Balken f\u00fcr die Farbauswahl an der rechten oberen Ecke angegebene Zahl gibt die Anzahl der Belege an, die in der Fl\u00e4che mit der maximalen Anzahl an Belegen versammelt sind, und hilft somit bei der Einsch\u00e4tzung der Anzahlen in den schw\u00e4cher eingef\u00e4rbten Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Die einzelnen Elemente in der Kartenlegende auf der linken Seite k\u00f6nnen durch Entfernen oder Setzen des kleinen H\u00e4kchens in die Berechnung und Visualisierung der Daten auf der Karte einbezogen oder herausgenommen werden. Bei jeder solchen Aktion wird die Kartendarstellung entsprechend aktualisiert.<\/p>\n<h3>Lexicon Alpinum<\/h3>\n<p>Das Lexicon Alpinum enth\u00e4lt eine alphabetisch sortierte Liste mit Morphtypen, Konzepten und Basistypen, zu denen bislang ein wissenschaftlicher Kommentar verfasst worden ist. Hinter jedem Eintrag ist angegeben, ob es sich um ein Konzept, einen Morph- oder einen Basistyp handelt. Konzepte sind au\u00dferdem,\u00a0 wie auch in der Legende der Onlinekarte, an der Schreibung in Versalien erkennbar. \u00dcber den Link \"Auf Karte visualisieren\" gelangt man zur Online-Karte, auf der dem Lexikoneintrag zugeordnete Daten dargestellt werden.<\/p>\n<p>Die im Lexicon Alpinum gelisteten Kommentare k\u00f6nnen auch \u00fcber die Online-Karte aufgerufen werden. Sofern f\u00fcr einen bestimmten Legendeneintrag auf der Online-Karte ein Kommentar vorhanden ist, erscheint unmittelbar rechts von diesem Eintrag ein kleines i in einem Kreis. Ein Klick auf dieses Symbol \u00f6ffnet den Kommentartext, der auch im Lexicon Alpinum pr\u00e4sentiert wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_7069\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7069\" class=\"wp-image-7069 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum-1024x586.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum-1024x586.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum-150x86.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum-768x439.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum-624x357.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/lexiconalpinum.jpg 1795w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7069\" class=\"wp-caption-text\">Kommentar zum Konzept ALMH\u00dcTTE im Lexicon Alpinum und auf der Online-Karte<\/p><\/div>\n<h3>Crowdsourcing: Dateninkonsistenzen und deren Ausgleich<\/h3>\n<p>Dadurch dass die Hauptquellen von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>, n\u00e4mlich Sprachatlanten und W\u00f6rterb\u00fccher, bezogen auf den gesamten Alpenraum durchaus unterschiedliche Konzepte und in der Folge auch Bezeichnungen dokumentiert haben, entsteht bei der Sammlung des Gesamtmaterials ein <strong>mehrdimensionales Netz mit einer Reihe von Inkonsistenzen<\/strong>. Die Mehrdimensionalit\u00e4t entsteht dabei im Wesentlichen durch die Variablen Georeferenz, Chronoreferenz und Konzept. So ist es z.B. m\u00f6glich, dass ein bestimmter Sprachatlas zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Region das Vokabular f\u00fcr ein bestimmtes Konzept erhoben hat. F\u00fcr andere Regionen fehlen hingegen entsprechende Erhebungen entweder vollst\u00e4ndig oder aber wurden zu einem erheblich fr\u00fcheren oder sp\u00e4teren Zeitpunkt durchgef\u00fchrt. Um Inkonsistenzen dieser Art wenigstens im Hinblick auf die Konzept- und geographische Dimension auszugleichen, hat <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> ein <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/en?page_id=1741\">Crowdsourcing-Tool<\/a> entwickelt, mit dem \u00fcber das Internet gezielt Sprachmaterial gesammelt wird. Auch dieses Tool ist \u00fcber das Frontend von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB erreichbar (Reiter \"MITMACHEN!\").<\/p>\n<p>Konkret werden Internetuser dazu aufgefordert, Bezeichnungen f\u00fcr bestimmte Konzepte, die nach ihrer Ansicht an einem bestimmten Ort \u00fcblich sind, in ein online-Formular einzutragen. Das Tool hebt dabei bestimmte Konzepte, die aus Sicht von VerbaAlpina von besonderem Interesse sind, hervor. Grunds\u00e4tzlich sind die Internetuser jedoch frei, auch Bezeichnungen f\u00fcr beliebige Konzepte ihrer Wahl einzutragen.<\/p>\n<p>Die <strong>Validierung<\/strong> der Eintragungen erfolgt nach dem Prinzip der unabh\u00e4ngigen Quellen: Wenn zwei oder mehr Internet-Informanten f\u00fcr einen Ort die selbe Bezeichnung f\u00fcr ein bestimmtes Konzept eingegeben haben, gilt der Eintrag als validiert.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Problem dieser Form der Online-Erhebung ist die <strong>Resonanz<\/strong>. Jeweils nach der Bewerbung des Crowdsourcing-Tools auf Veranstaltungen oder in den Medien steigt die Zahl der Eintragungen ins System an, ebbt jedoch jedesmal schnell wieder ab.<\/p>\n<h1>Jenseits von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span> und <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB: Der weitere Horizont<\/h1>\n<h2>Institutionelle Vernetzung<\/h2>\n<p>VerbaAlpina versteht sich als Teil eines Daten- und institutionellen Verbundes. Derzeit (Mai 2018) haben insgesamt <strong>\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=185&amp;db=xxx\">40 Institutionen und Einzelpersonen<\/a><\/strong> mit VerbaAlpina eine <strong>Kooperationsvereinbarung<\/strong> geschlossen. Die einzelnen Partner sind hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Ausrichtung und ihren spezifischen Interessen \u00fcberaus heterogen. Viele der Partner verf\u00fcgen wie VerbaAlpina \u00fcber Sprachmaterial, das in aller Regel hinsichtlich Strukturierung und Zeichenkodierung sehr individuell gestaltet ist.<\/p>\n<p>Wesentlicher Bestandteil der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Kooperationsvereinbarungen ist der wechselseitige Austausch von Daten zum gegenseitigen Nutzen. Grunds\u00e4tzlich kommen in diesem Zusammenhang zwei Szenarien ins Spiel, die den effektiven Datenaustausch \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glichen:<\/p>\n<p>Entweder, man verst\u00e4ndigt sich auf Standards (gleicherma\u00dfen f\u00fcr Datenstrukturen wie f\u00fcr Zeichenkodierung), die von allen Beteiligten angewandt werden, oder man folgt einem <strong>Schnittstellenkonzept<\/strong>, das es den Projektpartnern erlaubt, ihre individuellen L\u00f6sungen beizubehalten. Letztere Option ist die von VerbaAlpina favorisierte L\u00f6sung. Bei jedem Datentransfer von der oder in die Datenbank von VerbaAlpina (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span>) muss eine eigene Prozedur entwickelt werden, die die Daten der Quelle an die Strukturen und Kodierungen der Zielinstanz anpasst bzw. sie in diese \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nach au\u00dfen hin verf\u00fcgt VerbaAlpina neben der <strong>Webschnittstelle<\/strong> mit der Kartenfunktion \u00fcber eine definierte <strong>Datenbankschnittstelle<\/strong>. Diese ist nur f\u00fcr die Kooperationspartner von VerbaAlpina zug\u00e4nglich. S\u00e4mtliches georeferenziertes Sprachmaterial sowie die, ebenfalls georeferenzierten Daten der sprachlichen Peripherie k\u00f6nnen in Datenbanktabellen konsultiert und von dort auch heruntergeladen werden. Der Name der Datenbankschnittstelle f\u00fcr die Sprachdaten lautet <strong><a href=\"https:\/\/pma.gwi.uni-muenchen.de:8888\/sql.php?server=6&amp;db=va_xxx&amp;table=vap_ling_de&amp;pos=0\">vap_ling_de<\/a><\/strong>, der f\u00fcr die Daten der sprachlichen Peripheri <strong><a href=\"https:\/\/pma.gwi.uni-muenchen.de:8888\/sql.php?server=6&amp;db=va_xxx&amp;table=vap_geo_de&amp;pos=0\">vap_geo_de<\/a><\/strong>.<\/p>\n<div id=\"attachment_7077\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7077\" class=\"wp-image-7077 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt-1024x424.jpg\" alt=\"select Quelle_Beleg,beleg,concat(Typ,' (',art_typ,')') as typ,Name_Konzept,Gemeinde,Breitengrad,Laengengrad from vap_ling_de a where name_konzept is not null and beleg != '' order by rand()\" width=\"625\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt-1024x424.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt-150x62.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt-300x124.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt-768x318.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt-624x258.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_ling_de_ausschnitt.jpg 1456w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7077\" class=\"wp-caption-text\">Schnittstelle vap_ling_de (Ausschnitt)<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_7079\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7079\" class=\"wp-image-7079 size-large\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt-1024x514.jpg\" alt=\"select Kategorie,Name,Beschreibung,st_astext(Geodaten) from vap_geo_de a order by rand() limit 20\" width=\"625\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt-1024x514.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt-150x75.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt-300x151.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt-768x386.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt-624x313.jpg 624w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/vap_geo_de_ausschnitt.jpg 1185w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7079\" class=\"wp-caption-text\">Schnittstelle vap_geo_de (Ausschnitt)<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr jede der beiden Tabellen existieren weitere Versionen mit Spaltennamen in den im Alpenraum gesprochenen Nationalsprachen (vap_ling_fr, vap_ling_it, vap_geo_fr etc.). Die Daten der beiden Schnittstellen sind \u00fcber die Georeferenzierung aufeinander beziehbar.<\/p>\n<h2>VerbaAlpina als vollst\u00e4ndig \"digitales\" Projekt<\/h2>\n<p>VerbaAlpina m\u00f6chte den Paradigmenwechsel, der sich durch Digitalisierung und Vernetzung ergeben hat, so konsequent wie m\u00f6glich umsetzen. Dazu geh\u00f6rt im Wesentlichen, dass das Projekt in all seinen Teilen ausschlie\u00dflich elektronisch realisiert wird und im Internet zug\u00e4nglich ist. Die <strong>Vorteile<\/strong> bestehen dabei in den M\u00f6glichkeiten der erweiterten algorithmischen und statistischen Analyse des Datenbestands, der Beschleunigung aller Prozesse, der weitgehenden Unabh\u00e4ngigkeit von kommerziellen Institutionen wie z.B. Wissenschaftsverlagen sowie der st\u00e4ndigen Verf\u00fcgbarkeit aller Daten und Funktionen unabh\u00e4ngig von Ort und Zeit.<\/p>\n<p>Den genannten Vorteilen stehen auf der anderen Seite Probleme oder besser: <strong>Herausforderungen<\/strong> gegen\u00fcber. Diese bestehen zun\u00e4chst in der \"<strong>Fl\u00fcchtigkeit<\/strong>\" des elektronischen Mediums, eine Eigenschaft, die eine Reihe von Konsequenzen nach sich zieht. Da w\u00e4re zun\u00e4chst das Problem der <strong>Zitierbarkeit<\/strong> elektronischer Ressourcen. Einmal generierte Daten, seien es prim\u00e4re Forschungsdaten wie etwa das von VerbaAlpina in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span> gesammelte Datenmaterial, seien es die analytischen Texte etwa im Lexicon Alpinum, sie alle m\u00fcssen genauso zuverl\u00e4ssig zitier- und in der Folge vor allem auffindbar sein, wie das ehedem beim Zitat einer Passage in einem gedruckten Buch der Fall gewesen war. Um dieses Ziel zu erreichen, bedient sich VerbaAlpina des Konzepts der <strong>Versionierung<\/strong>:\u00a0In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden (seit 2018 jeweils Ende Juni und Ende Dezember) wird der komplette Datenbestand von VerbaAlpina, also alle Elemente in den Modulen <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span> und <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB gleichsam eingefroren. S\u00e4mtliche Elemente einer eingefrorenen Version k\u00f6nnen dann \u00fcber die bekannten URLs direkt angesprochen werden, wobei die jeweilige Nummer der entsprechenden <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Version als Parameter \"db=[Versionsnummer]\" in die <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span> eingebunden ist. Zwei Beispiele:<\/p>\n<p>Zitat eines Kommentars im Lexicon Alpinum:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Krefeld, T.: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTvDOT\">s.v.<\/span> \u201cALM\u201d, in: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-de 17\/2, Lexicon alpinum, <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=2374&amp;db=172#C216\">https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=2374&amp;<span style=\"color: #ff0000;\">db=172<\/span>#C216<\/a><\/p>\n<p>Zitat einer online-Kartierung:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=172&amp;tk=1373\">https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;<span style=\"color: #ff0000;\">db=172<\/span>&amp;tk=1373<\/a><\/p>\n<p>Die unterschiedlichen Zitierversionen k\u00f6nnen in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB durch die Navigationselemente am rechten oberen Fensterrand ausgew\u00e4hlt werden:<\/p>\n<div id=\"attachment_7083\" style=\"width: 975px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_versionsauswahl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7083\" class=\"wp-image-7083 size-full\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_versionsauswahl.jpg\" alt=\"\" width=\"965\" height=\"545\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_versionsauswahl.jpg 965w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_versionsauswahl-150x85.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_versionsauswahl-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_versionsauswahl-768x434.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_versionsauswahl-624x352.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 965px) 100vw, 965px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-7083\" class=\"wp-caption-text\">Auswahl einer <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Version in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB. Die jeweils j\u00fcngste Zitierversion ist gr\u00fcn unterlegt.<\/p><\/div>\n<p>Zitierf\u00e4hig ist im Grunde auch die jeweilige Arbeitsversion von VerbaAlpina (db=xxx). Allerdings kann in diesem Fall nicht garantiert werden, dass die Inhalte, auf die referiert wird, stabil sind. Die st\u00e4ndige Erweiterung des Datenbestands sowie die Arbeit an Texten kann dazu f\u00fchren, dass bei Aufruf einer entsprechenden <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span> nicht die Inhalte angezeigt werden, auf die es bei Anlage des Zitats angekommen war.<\/p>\n<p>Zwar ist Dergleichen nicht geplant, jedoch kann es nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft die <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> \"<span style=\"color: #000000;\">Domain<\/span>\" der VerbaAlpina-URLs ge\u00e4ndert werden muss. Mit <span style=\"color: #ff0000;\">Domain<\/span> ist der Teil einer <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span> gemeint, der sich vor den <span style=\"color: #3366ff;\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span>-Parametern<\/span> befindet:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">https:\/\/<span style=\"color: #ff0000;\">www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de<\/span>\/<span style=\"color: #3366ff;\">?page_id=2374&amp;db=xxx<\/span><\/p>\n<p>Damit die Ressourcen von VerbaAlpina auch denn noch auffindbar sein werden, wurden f\u00fcr die VerbaAlpina-Domain sowohl ein sogenannter\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Digital_Object_Identifier\" target=\"_BLANK\" rel=\"noopener\">Digital Object Identifier<\/a>\u00a0(<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DOI\" data-hasqtip=\"13\" aria-describedby=\"qtip-13\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DOI\">DOI<\/span><\/span>) sowie ein sogenannter\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Uniform_Resource_Name\" target=\"_BLANK\" rel=\"noopener\">Uniform Resource Name<\/a>\u00a0(<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URN\" data-hasqtip=\"36\" aria-describedby=\"qtip-36\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URN\">URN<\/span><\/span>) registriert. Bei diesen beiden Systemen handelt es sich im Grunde um nichts anderes als Listen, die auf der einen Seite einen <strong>persistenten Identifikator<\/strong> definieren und auf der anderen Seite die diesem Identifikator zugeordnete Domain. Der Identifikator bleibt grunds\u00e4tzlich unter allen Umst\u00e4nden unver\u00e4ndert, die Domain hingegen ist variabel und kann ausgetauscht werden, wenn eine Ressource unter einer anderen Domain erreichbar sein sollte. <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DOI\">DOI<\/span> und <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URN\">URN<\/span> von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB lauten:<\/p>\n<table style=\"width: 623px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 323px; text-align: center;\"><strong>persistenter Identifikator<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 279px; text-align: center;\"><strong>Domain<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 323px;\"><a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.5282\/verba-alpina\">http:\/\/dx.<span style=\"color: #ff0000;\">doi<\/span>.org\/10.5282\/verba-alpina<\/a><\/td>\n<td style=\"width: 279px;\">www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 323px;\"><a href=\"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:bvb:19-verba-alpina-8\">http:\/\/nbn-resolving.de\/<span style=\"color: #ff0000;\">urn<\/span>:nbn:de:bvb:19-verba-alpina-8<\/a><\/td>\n<td style=\"width: 279px;\">www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Eine andere wichtige Frage ist, welche Institutionen f\u00fcr die rein <strong>physische Bewahrung der Daten und deren Auffindbarkeit<\/strong> zust\u00e4ndig sein sollen. Thomas Krefeld und Stephan L\u00fccke haben zu diesen Fragen Vorstellungen entwickelt, die durch die folgende Grafik illustriert werden:<\/p>\n<div style=\"width: 1284px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.kit.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/Nachhaltig_Regelwerk_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.kit.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/Nachhaltig_Regelwerk_2.jpg\" alt=\"\" width=\"1274\" height=\"956\"><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Zust\u00e4ndigkeiten und Regelungen im Kontext der Bewahrung digitaler Ressourcen (aus: Thomas Krefeld &amp; Stephan L\u00fccke (2017): Nachhaltigkeit \u2013 aus der Sicht virtueller Forschungsumgebungen. Korpus im Text. Version 7 (10.03.2017, 12:27). url: <a href=\"http:\/\/www.kit.gwi.uni-muenchen.de\/?p=5773&amp;v=7\">http:\/\/www.kit.gwi.uni-muenchen.de\/?p=5773&amp;v=7<\/a>).<\/p><\/div>\n<p>Die Frage nach der Sicherung und Verf\u00fcgbarkeit von digitalen Ressourcen im Umfeld der Wissenschaft ist hochaktuell und besch\u00e4ftigt derzeit auch die wissenschaftspolitische Ebene wie z.B. den \"Rat f\u00fcr InformationsInfrastrukturen\" (<a href=\"http:\/\/www.rfii.de\/de\/start\/\">rfii<\/a>), der das Ziel der Schaffung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) verfolgt, oder das Bayerische Kultusministerium. Momentan ist VerbaAlpina eingebunden in zwei Projekte, die L\u00f6sungsans\u00e4tze in diesem Umfeld evaluieren und entwickeln sollen. Bei dem einen handelt es sich um das von der DFG gef\u00f6rderte Projekt <a href=\"http:\/\/www.gerdi-project.de\/\">GeRDI<\/a> (Generic Research Data Infrastructure). Ein Teil dieses Projekts ist am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) angesiedelt. Ziel von GeRDI ist, einen zentralen fach- und disziplin\u00fcbergreifenden Metadatenkatalog aufzubauen, der in Zukunft das zuverl\u00e4ssige Auffinden digitaler Ressourcen und Informationen erm\u00f6glichen soll. Aktuell laufen Bem\u00fchungen, wenigstens Teile des <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Datenbestands aus <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span> exemplarisch in ein Metadatenschema zu \u00fcberf\u00fchren, das dann in den zentralen GeRDI-Index integriert werden soll.<\/p>\n<p>Im selben Umfeld operiert seit Ende letzten Jahres das von der Bayerischen Staatsregierung gef\u00f6rderte Projekt \"Forschungsdatenmanagement\"\u00a0(FDM;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fdm-bayern.org\/\">https:\/\/www.fdm-bayern.org\/<\/a>), dessen Ziel es ist, zuverl\u00e4ssige L\u00f6sungen im Hinblick auf die Sicherung und langfristige Verf\u00fcgbarkeit von Forschungsdaten zu entwickeln.<\/p>\n<p>Allgemein besteht im Hinblick auf den nachhaltigen Umgang mit digitalen Ressourcen noch keine Klarheit. So herrscht noch nicht einmal Einigkeit dar\u00fcber, ob grunds\u00e4tzlich *alle* Daten eines digitalen online-Projekts dauerhaft bewahrt werden sollen. Dies zeigt der gerade erw\u00e4hnt Begriff \"Forschungsdaten\". Traditionell werden darunter z.B. Messdatenreihen von Klimaforschern verstanden, die sich anscheinend klar von den darauf aufbauenden Analysen und Erkenntnissen trennen lassen. VerbaAlpina vertritt den Standpunkt, dass eine solche klare Trennung weder m\u00f6glich, noch sinnvoll noch angesichts der technischen M\u00f6glichkeiten n\u00f6tig ist und strebt an, *s\u00e4mtliche* im Projekt gesammelten und erzeugten Daten en bloc zu bewahren\u00a0\u2014 z.B. auch die Protokolle der regelm\u00e4\u00dfigen Projektbesprechungen, die Einblick in den Fortgang der Projektarbeit geben und getroffene Entscheidungen transparent machen k\u00f6nnen. Neben dieser Frage, was man unter Forschungsdaten zu verstehen habe, ist auch noch nicht verbindlich gekl\u00e4rt, ob und wie Daten verbindlich strukturiert, dokumentiert und Metadaten versehen werden sollen und welche Institutionen mit welchen Aufgaben betraut werden sollen.<\/p>\n<p>VerbaAlpina begegnet diesen Unsicherheiten durch die Suche nach Best-Practice-L\u00f6sungen und mit einem Konzept maximaler Flexibilit\u00e4t. Die Entwicklungen auf diesem Sektor werden aufmerksam verfolgt und die Strukturen und Prozeduren von VerbaAlpina darauf ausgerichtet. Unter den gegebenen Umst\u00e4nden erscheint es die beste L\u00f6sung, sich an m\u00f6glichst vielen der z.T. parallel verlaufenden Anstrengungen zu beteiligen und gleichzeitig die VerbaAlpina-Ressourcen m\u00f6glichst redundant in mehrere Systeme zu \u00fcbertragen, die sich der Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit von digitalen Inhalten verschrieben haben. Neben GeRDI w\u00e4ren in diesem Zusammenhang noch die<strong> <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"UB\">UB<\/span> der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"LMU\">LMU<\/span><\/strong> zu nennen, bei der bereits eine \u00e4ltere Version von VerbaAlpina in einem <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong>Docker-System<\/strong> l\u00e4uft. Dabei handelt es sich um eine gekapselte Serverinstallation, die garantieren soll, dass vor allem die in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB realisierten Funktionalit\u00e4ten auch dann noch laufen, wenn es in Zukunft Serversoftware geben wird, mit der der von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> entwickelte Programmcode nicht mehr lauff\u00e4hig ist. Zu erw\u00e4hnen w\u00e4re schlie\u00dflich noch das CLARIN-D-Repositorium. VerbaAlpina hat bereits vor l\u00e4ngerer Zeit Kontakt mit den dortigen Verantwortlichen aufgenommen, die Realisierung der \u00dcbertragung von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Daten dorthin steht bislang aber noch aus.\u00a0S\u00e4mtlicher von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> erzeugter Programmcode ist auf Github (<a href=\"https:\/\/github.com\/VerbaAlpina\/Verba-Alpina-Plugin\">https:\/\/github.com\/VerbaAlpina\/Verba-Alpina-Plugin<\/a>) frei zug\u00e4nglich und nachnutzbar.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend sei noch der Aspekt der Lizensierung erw\u00e4hnt. VerbaAlpina ist der Meinung, dass Forschungsdaten im weitesten Sinne grunds\u00e4tzlich frei zug\u00e4nglich gemacht werden m\u00fcssen. Entsprechend werden die Projektdaten von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>, soweit m\u00f6glich, unter der\u00a0CC-BY-SA 3.0 DE Lizenz zur Verf\u00fcgung gestellt. VerbaAlpina f\u00fchlt sich den FAIR-Prinzipien (<a href=\"https:\/\/www.force11.org\/group\/fairgroup\/fairprinciples\">https:\/\/www.force11.org\/group\/fairgroup\/fairprinciples<\/a>) verpflichtet:\u00a0Findable \u2013 Accessible \u2013 Interoperable und Re-usable sein!<\/p>\n<h1>Anhang<\/h1>\n<h2>Eckdaten der technischen Realisierung<\/h2>\n<p><strong>Modularer Aufbau<\/strong>: Datenbank (<strong><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span><\/strong>) \u2013 Publikationsportal (<strong><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB<\/strong>) \u2013 Mediathek (<strong><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_MT<\/strong>)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2462 size-full\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module.jpg\" alt=\"\" width=\"1345\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module.jpg 1345w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module-150x80.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module-300x161.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module-768x411.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module-1024x548.jpg 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/va_module-624x334.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1345px) 100vw, 1345px\"><\/a><\/p>\n<ul>\n<li><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DB\">DB<\/span>: MySQL-Cluster<\/li>\n<li><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>_WEB: WordPress-Installation mit Anbindung an MySQL-Datenbank<\/li>\n<li>WordPress: PHP-Framework, weit verbreitet, standardisiert;<\/li>\n<li>Visualisierung der Projektdaten auf einer Google-Map<\/li>\n<li>Anpassung der WordPress-Basisinstallation durch projektspezifische Erweiterungen, m\u00f6glichst in Form von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> Plugins.<\/li>\n<li>Plugin-Konzept\u00a0\u21d2 Synergieeffekte durch Weiterverwendung in anderen Projekten<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Beispiel: Strukturierte Erfassung von Daten aus einem Sprachatlas<\/h2>\n<div id=\"attachment_1290\" style=\"width: 797px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/valts_iv_73_it.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1290\" class=\"wp-image-1290 size-full\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/valts_iv_73_it.jpg\" alt=\"\" width=\"787\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/valts_iv_73_it.jpg 787w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/valts_iv_73_it-150x108.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/valts_iv_73_it-300x216.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/valts_iv_73_it-624x450.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 787px) 100vw, 787px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-1290\" class=\"wp-caption-text\">VALTS-Karte IV 73. Orange Markierung: Verwendung der Bezeichnung Sennk\u00fcche f\u00fcr den\u00a0SENNEREIRAUM INNERHALB DER ALPH\u00dcTTE in der Ortschaft Bichlbach (T06). Gr\u00fcne Markierung: Verwendung der Bezeichnung Taje f\u00fcr die ALPH\u00dcTTE in der Ortschaft Sankt Leonhard (T34).<\/p><\/div>\n<p>Die Abbildung pr\u00e4sentiert einen Ausschnitt aus dem\u00a0<span class=\"bibl\" data-bibl=\"valts|vorarlbergersprachatlas\">VALTS|Vorarlberger Sprachatlas<\/span>-Karte IV 73 (\"Die Sennh\u00fctte bzw. der Sennereiraum auf der Alpe, Lautung und Bedeutung von Tieje, Taje <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"fDOT\">f.<\/span>\").<\/p>\n<p>Die Karte ist ein Repr\u00e4sentant einer <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <strong>Punktsymbolkarte<\/strong>, die die Verbreitung der sprachlichen Merkmale haupts\u00e4chlich durch unterschiedliche Symbole visualisiert, die jeweils bestimmten definierten Typen zugeordnet sind. Wesentlich ist demnach die vorangegangene <strong>Typisierung<\/strong> des gesammelten Sprachmaterials. Diese Art von Sprachkarte steht einer anderen Art gegen\u00fcber, auf der jeweils die konkreten Einzelbelege in h\u00e4ufig phonetischer Transkription direkt neben die korrespondierenden Erhebungspunkte geschrieben werden, ohne dass die Einzelbelege in irgendeiner Weise als Vertreter bestimmter Typen markiert werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Eintragungen auf dieser Karte sind sehr heterogen. So sind zun\u00e4chst mehrere Konzepte auf einer Karte versammelt:<\/p>\n<ul>\n<li>SENNH\u00dcTTE<\/li>\n<li>SENNEREIRAUM<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus der Legende geht hervor, dass auf der Karte dar\u00fcberhinaus noch weitere Konzepte dokumentiert sind:<\/p>\n<ul>\n<li>SENNEREIRAUM INNERHALB DER ALPH\u00dcTTE,<\/li>\n<li>PRIMITIVE SENNH\u00dcTTE AUF MAIENS\u00c4\u00dfEN,<\/li>\n<li>SENNK\u00dcCHE,<\/li>\n<li>K\u00c4SEKELLER,<\/li>\n<li>ALPH\u00dcTTE<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die meisten dieser Konzepte sind nicht fl\u00e4chendeckend in allen kartierten Erhebungsorten abgefragt und dokumentiert worden. Insofern besteht also eine <strong>Inkonsistenz in der Fl\u00e4che<\/strong>.<\/p>\n<p>VerbaAlpina unterscheidet im Hinblick auf die Sprachdaten mehrere <strong>Abstrahierungsstufen<\/strong>. An der Basis befindet sich jeweils der individuelle <strong>Einzelbeleg<\/strong>, der von einem Gew\u00e4hrsmann\/Informanten gleichsam zu Protokoll gegeben wurde. Diese Einzelbelege k\u00f6nnen sodann in verschiedener Weise typisiert werden. So k\u00f6nnen zum einen mehrere Einzelbelege, die bestimmte phonetische Gemeinsamkeiten aufweisen, zu <strong>phonetischen Typen<\/strong> zusammengefasst werden. Zum anderen k\u00f6nnen unterschiedliche Einzelbelege Repr\u00e4sentanten ein und desselben <strong>morpholexikalischen Typs<\/strong> sein, unabh\u00e4ngig von phonetischen Eigenheiten.<\/p>\n<p>Die (fiktiven) Einzelbelege <em>Kaas<\/em> und <em>Kees<\/em> w\u00fcrden z.B. aufgrund der differierenden Vokalrealisierung zwei unterschiedlichen phonetischen Typen zuzuordnen sein, w\u00e4ren jedoch beide auf denselben morpholexikalischen Typ <em>K\u00e4se<\/em> zu beziehen.<\/p>\n<p>Auf der VALTS-Karte finden sich Vertreter sowohl von Einzelbelegen wie auch von phonetischen und morpholexikalischen Typen. Ein Vertreter eines Einzelbelegs w\u00e4re z. B. der Eintrag\u00a0<em>to\u02d0\u0259<\/em> in der Kartenlegende zum Erhebungspunkt T34, der als Vertreter des phonetischen Typs <em>Taje<\/em> aufgefasst wird. Diesem phonetischen Typ <em>Taje<\/em> wird auf der Karte der phonetische Typ <em>Tieie<\/em> gegen\u00fcbergestellt, wobei das unterscheidende Merkmal offenkundig der hinter dem anlautenden T eingeschobene i-Laut ist. Grunds\u00e4tzlich w\u00e4re die Definition weiterer phonetischer Typen denkbar, die sich an anderen lautlichen Merkmalen orientieren w\u00fcrden. So k\u00f6nnte man z.B. auch Belegvarianten, die dem Muster <em>Toje<\/em> folgen, oder solche, die anstelle des o ein e aufweisen, als weitere phonetische Typen auffassen.<\/p>\n<p>Neben phonetischen Typen begegnen auf der VALTS-Karte auch morpholexikalische Typen. Als solche w\u00e4ren z.B. die unter der Rubrik \"Deutsche Bezeichnungen\" aufgelisteten Bezeichnungen (<em>Senn<\/em>-, <em>Alp<\/em>- oder <em>Berg<\/em>-)<em>H\u00fctte<\/em> oder <em>Sennhaus<\/em> aufzufassen. Die Karte gibt keinen Aufschluss \u00fcber die dahinterstehenden Einzelbelege und deren individuelle lautliche Varianten. Unsicherheit besteht auch im Hinblick auf die Frage, ob ein Informant nun <em>Sennh\u00fctte<\/em>, <em>Alph\u00fctte<\/em>, <em>Bergh\u00fctte<\/em> oder einfach nur <em>H\u00fctte<\/em> verwendet hat.\u00a0Die strukturierte Erfassung der Daten zwingt jedoch jeweils zu klaren Entscheidungen, die daher oftmals nicht leichtfallen.\u00a0Strenggenommen ist es im vorliegenden Fall gar nicht m\u00f6glich, eine Entscheidung zu treffen. Lediglich die Verwendung des Wortes H\u00fctte, m\u00f6glicherweise als Bestandteil eines Kompositums, ist gesichert.<\/p>\n<p>Bei der strukturierten Erfassung der Daten muss der Status jeder Eintragung identifiziert und entsprechend notiert werden. Eine automatisierte Erfassung der Daten ist unm\u00f6glich, manuelle Erfassung durch Personen mit sprachwissenschaftlichem Fachwissen zwingend erforderlich.<\/p>\n<p>Das oben pr\u00e4sentierte Beispiel aus dem Vorarlberger Sprachatlas w\u00fcrde sich skizzenhaft in folgender Weise im relationalen Datenformat abbilden lassen:<\/p>\n<p>Metadatenkategorien (Variable):<\/p>\n<ul>\n<li>Konzept<\/li>\n<li>Bezeichnung_morpholexikalischer Typ<\/li>\n<li>phonetischer Typ<\/li>\n<li>Einzelbeleg<\/li>\n<li>Gemeindename<\/li>\n<li>Gemeindenummer<\/li>\n<\/ul>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Konzept<\/td>\n<td>Bezeichnung_<br>\nmorpholexikalischer Typ<\/td>\n<td>Bez_phontischer Typ<\/td>\n<td>Einzelbeleg<\/td>\n<td>Gemeindename<\/td>\n<td>Gemeindenummer<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>SENNEREIRAUM INNERHALB DER ALPH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Sennk\u00fcche<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td>Bichlbach<\/td>\n<td>T6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ALPH\u00dcTTE<\/td>\n<td>Teie(n)<\/td>\n<td>Taje<\/td>\n<td>to\u02d0\u0259<\/td>\n<td>St. Leonhard<\/td>\n<td>T34<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Grundlage f\u00fcr die Transkription ist eine von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> erstellte <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/codepage-fuer-alle.pdf\">Codepage<\/a>, in der die Regeln f\u00fcr die Abbildung von Sonderzeichen durch <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ASCII\">ASCII<\/span>-Zeichen festgelegt sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_6601\" style=\"width: 897px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ausschnitt_codepage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6601\" class=\"wp-image-6601 size-full\" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ausschnitt_codepage.jpg\" alt=\"\" width=\"887\" height=\"841\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ausschnitt_codepage.jpg 887w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ausschnitt_codepage-150x142.jpg 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ausschnitt_codepage-300x284.jpg 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ausschnitt_codepage-768x728.jpg 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/ausschnitt_codepage-624x592.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 887px) 100vw, 887px\"><\/a><p id=\"caption-attachment-6601\" class=\"wp-caption-text\">Ausschnitt aus den Transkriptionsregeln von VerbaAlpina f\u00fcr die Erfassung von Daten aus Sprachatlanten<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr><h3>Bibliographie<\/h3><ul><li><b>VALTS|Vorarlberger Sprachatlas<\/b> = Eintrag nicht gefunden<\/li><\/ul><div id=\"valts|vorarlbergersprachatlas\" style=\"display: none;\">Eintrag nicht gefunden<\/div><div id=\"ABR_VA\" style=\"display: none;\">VerbaAlpina<\/div><div id=\"ABR_DB\" style=\"display: none;\">Datenbank<\/div><div id=\"ABR_PVA\" style=\"display: none;\">Partner VerbaAlpina<\/div><div id=\"ABR_sogDOT\" style=\"display: none;\">sogenannt<\/div><div id=\"ABR_vorDOT\" style=\"display: none;\">vorr\u00f6misch<\/div><div id=\"ABR_ffDOT\" style=\"display: none;\">folgende<\/div><div id=\"ABR_SQL\" style=\"display: none;\">structured query language<\/div><div id=\"ABR_LMU\" style=\"display: none;\">Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/div><div id=\"ABR_ASCII\" style=\"display: none;\">American Standard Code for Information Interchange<\/div><div id=\"ABR_IPA\" style=\"display: none;\">International Phonetic Alphabet<\/div><div id=\"ABR_SDOT\" style=\"display: none;\">Seite<\/div><div id=\"ABR_sDOTvDOT\" style=\"display: none;\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"latDOT\">lat.<\/span> <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sub\">sub<\/span> voce (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"deuDOT\">deu.<\/span> unter dem Stichwort)<div id=\"ABR_latDOT\" style=\"display: none;\">Latein (ISO 639-3)<\/div><div id=\"ABR_sub\" style=\"display: none;\">Substantiv<\/div><div id=\"ABR_deuDOT\" style=\"display: none;\">Deutsch (ISO 639-3)<\/div><\/div><div id=\"ABR_sub\" style=\"display: none;\">Substantiv<\/div><div id=\"ABR_vsDOT\" style=\"display: none;\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"latDOT\">lat.<\/span> versus (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"deuDOT\">deu.<\/span> im Gegensatz zu)<div id=\"ABR_latDOT\" style=\"display: none;\">Latein (ISO 639-3)<\/div><div id=\"ABR_deuDOT\" style=\"display: none;\">Deutsch (ISO 639-3)<\/div><\/div><div id=\"ABR_URL\" style=\"display: none;\">Uniform Resource Locator<\/div><div id=\"ABR_DOI\" style=\"display: none;\">Digital Object Identifier<\/div><div id=\"ABR_URN\" style=\"display: none;\">Uniform Resource Name<\/div><div id=\"ABR_UB\" style=\"display: none;\">Universit\u00e4tsbibliothek<\/div><div id=\"ABR_fDOT\" style=\"display: none;\">Femininum<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die folgenden Ausf\u00fchrungen erg\u00e4nzen und exemplifizieren die Darlegungen von Thomas Krefeld zum sprachwissenschaftlichen Gesamtkonzept von VerbaAlpina (VA). Wiederholungen k\u00f6nnen dabei nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden. Im Zentrum stehen hier die Aspekte der informatischen Konzeption und der konkreten technischen Umsetzung. 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