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			{"id":6885,"date":"2018-06-03T11:32:34","date_gmt":"2018-06-03T10:32:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=6885"},"modified":"2018-06-03T16:27:40","modified_gmt":"2018-06-03T15:27:40","slug":"stratigraphie_slaw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=6885","title":{"rendered":"Stratigraphie_slaw"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span>.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\">\"Die Kulturlandschaft des Ostalpenraumes mit ihrer noch weit ins 6. Jahrhundert hinein<br>\nerhaltenen sp\u00e4tantiken Provinzstruktur wurde sowohl durch die slawische Landnahme<br>\nals auch durch die awarische Oberherrschaft und die damit verbundene Lebensordnung<br>\nv\u00f6llig verwandelt44). Man k\u00f6nnte sogar sagen, dass die gesamte Kultur als\u00a0besondere Lebensordnung im weitesten Sinne v\u00f6llig verschwunden war, wobei man\u00a0annehmen kann, dass sie eher abgeschafft als gewaltsam zerst\u00f6rt wurde, denn ihre Tr\u00e4ger\u00a0zogen teilweise weg oder wurden assimiliert. Anders als die germanischen St\u00e4mme, die\u00a0sich auf dem Territorium des r\u00f6mischen Imperiums niederlie\u00dfen, waren die slawischawarischen<br>\nSiedler offensichtlich nicht bestrebt, die Kontrolle \u00fcber den sp\u00e4tantiken\u00a0Staats- und Steuerapparat zu gewinnen, und sie hatten kein Interesse, die r\u00f6mische Infrastruktur<br>\naufrechtzuerhalten. Die Wende, von der nicht einmal die \u00f6stlichsten Bereiche\u00a0von Italien verschont blieben45), war vollst\u00e4ndig und griff auf alle Lebensbereiche \u00fcber:\u00a0vom staatlich-politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen bis hin zum kulturellen,\u00a0geistigen, religi\u00f6sen und sprachlichen. Die komplexe Arbeitsteilung der Sp\u00e4tantike\u00a0als Grundlage von Staat und Verwaltung, Kirchenorganisation, St\u00e4dtewesen, Handel,\u00a0Schrifttum und Hochkultur war untergegangen46). Der Raum bekam eine neue, slawische\u00a0Sprachidentit\u00e4t, die bis heute erhalten geblieben ist. An die Stelle von Provinznamen\u00a0traten neue wie zum Beispiel Karantanien und Carniola47).\" (<span class=\"bibl\" data-bibl=\"\u0161tich2014\">\u0160tich 2014<\/span>, 248)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\">\"Die von den slawischen Gruppen und ihren awarischen Oberherren anl\u00e4sslich ihrer<br>\nLandnahme im Ostalpenraum vorgefundene Bev\u00f6lkerung war ihrer Herkunft nach sehr<br>\nheterogen. Die Provinzialr\u00f6mer waren ein Konglomerat von illyrischen und keltischen|Resten, italischen Kolonisten und Milit\u00e4rveteranen. Hinzu kamen in der Sp\u00e4tantike<br>\nnoch germanische Gruppen, in erster Linie Ostgoten und Langobarden52). Doch die Slawen<br>\nmachten keinen Unterschied, zumal sie in den romanischen und romanisierten Altsiedlern<br>\nvereinfachend nur Vlahi \u2013 die Walchen sahen53). Ein Teil dieser Bev\u00f6lkerung, der<br>\nsich auch wegen seiner christlichen Religion als existentiell gef\u00e4hrdet betrachtete, wich<br>\nvor den ankommenden Neusiedlern gegen Westen, ins byzantinische Istrien und ins<br>\nlangobardische Friaul, zur\u00fcck.\" (<span class=\"bibl\" data-bibl=\"\u0161tich2014\">\u0160tich 2014<\/span>, 249 <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"fDOT\">f.<\/span>)<\/p>\n<hr><h3>Bibliographie<\/h3><ul><li><b>\u0160tich 2014<\/b> = \u0160tich, Peter (2014): Begegnung, Akkulturation und Integration\nam Ber\u00fchrungspunkt der romanischen, germanischen\nund slawischen Welt, Ostfildern, Thorbecke, H\u00e4rtel, Reinhard, Akkulturation im Mittelalter<\/li><\/ul><div id=\"\u0161tich2014\" style=\"display: none;\">\u0160tich, Peter (2014): Begegnung, Akkulturation und Integration\nam Ber\u00fchrungspunkt der romanischen, germanischen\nund slawischen Welt, Ostfildern, Thorbecke, H\u00e4rtel, Reinhard, Akkulturation im Mittelalter<\/div><div id=\"ABR_vglDOT\" style=\"display: none;\">vergleiche<\/div><div id=\"ABR_fDOT\" style=\"display: none;\">Femininum<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vgl.. &#8222;Die Kulturlandschaft des Ostalpenraumes mit ihrer noch weit ins 6. Jahrhundert hinein erhaltenen sp\u00e4tantiken Provinzstruktur wurde sowohl durch die slawische Landnahme als auch durch die awarische Oberherrschaft und die damit verbundene Lebensordnung v\u00f6llig verwandelt44). 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