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			{"id":9258,"date":"2019-03-19T10:26:46","date_gmt":"2019-03-19T09:26:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=9258"},"modified":"2019-04-09T22:50:32","modified_gmt":"2019-04-09T21:50:32","slug":"54-monate-arbeitsbericht-verbaalpina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=9258","title":{"rendered":"54 Monate &#8211; Arbeitsbericht VerbaAlpina"},"content":{"rendered":"<p>Thomas Krefeld | Stephan L\u00fccke (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"LMU\">LMU<\/span>)<\/p>\n<h1>0. Vorbemerkung<\/h1>\n<p><span style=\"color: #333333\">Die aktuelle F\u00f6rderungsphase dient der Erschlie\u00dfung eines zweiten gro\u00dfen Gegenstandsbereichs, n\u00e4mlich der Natur, und zielt auf Bezeichnungen von Witterungserscheinungen, Landschaftsformationen, Fauna und Flora. Parallel dazu wurde viel Arbeit in \u00a0die Konzeption und praktische Umsetzung von verl\u00e4sslichen Prozeduren des Datenmanagements in webbasierten Forschungsprojekten \u00a0Investiert. Da die grundlegende Bedeutung dieser zweiten Thematik in der romanistischen und italianistischen Geolinguistik\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\">weithin<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0<\/span><\/span><span style=\"color: #0000ff;font-size: 1rem\"><span style=\"color: #333333\">noch nicht erkannt worden zu sein scheint, wurde er ganz entschieden in den Vordergrund dieses Arbeitsberichts gestellt<\/span>.\u00a0<\/span><\/p>\n<h1>1. Wissenschaftskommunikation im Internet<\/h1>\n<p>Forschungsmittel sind begrenzt; der Zugang dazu muss also kompetitiv geregelt sein. Wenn Forschung in dieser Hinsicht zwar dem Wettbewerb unterliegt, so ist sie doch in ihrem Wesen vor allem kollaborativ: Denn Fortschritt gibt es nur auf der Grundlage des jeweils bereits verf\u00fcgbaren Wissens. Im Hinblick auf die Kollaboration \u2013 die ja grunds\u00e4tzlich in Kommunikation fundiert ist \u2013 haben sich nun in den letzten 15 Jahren die Rahmenbedingen vollkommen ge\u00e4ndert:\u00a0 Es ist innerhalb weniger Jahre eine Gesellschaft entstanden, die explizit als Wissensgesellschaft bezeichnet wird, da sie im Privaten und im \u00d6ffentlichen die permanente und ubiquit\u00e4re Verf\u00fcgbarkeit der Neuen Medien und damit einen praktisch unbegrenzten Zugang zum Wissen jeglicher Art voraussetzt.<\/p>\n<p>Diese vollkommene Mediatisierung betrifft aber nicht nur den Wissenskonsum, sondern gleicherma\u00dfen die Wissensgenerierung durch Forschung, nicht zuletzt deshalb, weil sie uns eine sehr breite, ortsunabh\u00e4ngige Kooperation erm\u00f6glicht. Ins Schlaraffenland sind die Forscher damit freilich nicht gelangt, denn die Option auf Kooperation konkretisiert sich keineswegs automatisch. Sie erfordert vielmehr die Beachtung einiger elementarer Regeln, die s<span style=\"font-size: 1rem\">eit kurzem mit der Sigle FAIR benannt werden, die von einer wichtigen Initiative lanciert wurde (<a href=\"http:\/\/www.go-fair.org\/fair-principles\/\">\ud83d\udd17<\/a>). Damit werden vier grundlegende ethische Prinzipien f\u00fcr die Wissenschaftskommunikation unter den Bedingungen der Neuen Medien identifiziert. Ihnen zufolge m\u00fcssen Forschungsdaten<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>F<\/strong>_indable\u00a0<\/em>(\u2018auffindbar\u2019),<\/li>\n<li><em><strong>A<\/strong>_ccessible<\/em> (\u2018zug\u00e4nglich\u2019),<\/li>\n<li><em><strong>I<\/strong>_nteroperable <\/em>(\u2018kompatibel\u2019),<\/li>\n<li><em><strong>R<\/strong>_eusable <\/em>(\u2018nachnutzbar\u2019)<\/li>\n<\/ul>\n<p>sein\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\">(<\/span><a style=\"font-size: 1rem;color: #0f3647\" href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182&amp;letter=F#128\">\ud83d\udd17<\/a><span style=\"font-size: 1rem\">)<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">. Die Anforderungen von drei\u00a0 (F, A, R)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">der vier<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0Prinzipien zielen darauf, sowohl <em>human readable<\/em>\u00a0als auch <em>machine<\/em> <em>readable<\/em> zu sein;\u00a0sie gelten also\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">sowohl f\u00fcr die Mensch-Maschine-Mensch-Kommunikation als auch f\u00fcr die Maschine-Maschine-Kommunikation. Das vierte Prinzip (I) gilt nur f\u00fcr letztere; es ist jedoch im skizzierten virtuell-medialen Rahmen zentral f\u00fcr den Fortschritt der Forschung und repr\u00e4sentiert insofern die Unverzichtbarkeit der technologischen Komponente und die Transformation des LESERs zu einem interaktiven NUTZER, der auf einem Kontinuum zwischen hochspezialisierten Experten und v\u00f6lligen Laien abgebildet werden kann und der sich den Daten nicht nur lesenden Auges n\u00e4hert, sondern wom\u00f6glich mit der Absicht, sie f\u00fcr eigene Forschungszwecke zu nutzen und daf\u00fcr maschinelle \u2018Erntehelfer\u2019 (zum <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sogDOT\">sog.<\/span> <a href=\"http:\/\/www.forschungsdaten.org\/index.php\/Harvesting\" target=\"_BLANK\"><em>harvesting<\/em><\/a>)\u00a0einzusetzen.<\/span><\/p>\n<p>Die Operationalisierung der\u00a0FAIR-Prinzipien erfordert ein komplexes Zusammenspiel von Forschern, das hei\u00dft <em>de facto<\/em> von befristeter und deshalb mehr oder weniger prek\u00e4rer Projektarbeit einerseits und andererseits von Institutionen, die Dauerhaftigkeit in Aussicht stellen k\u00f6nnen; das sind in allererster Linie die gro\u00dfen Bibliotheken. Die Entwicklung von Prozeduren f\u00fcr diese ganz spezielle Art der Kooperation geh\u00f6rt zu den aktuellen Herausforderungen der Forschung, die mit dem Ausdruck <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=493&amp;db=232&amp;letter=F#112\">Forschungsdatenmanagement<\/a> (FDM) bezeichnet werden. Damit sind wichtige Eckpunkte der\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=493&amp;db=232&amp;letter=W#62\">Wissenschaftskommunikation im Web<\/a><\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0markiert, die den Horizont dieses Beitrags abstecken.<\/span><\/p>\n<h1>2.<em> FAIRness<\/em>\u00a0in einer web-basierten Forschungsumgebung<\/h1>\n<p><span style=\"font-size: 1rem\">Das Projekt VerbaAlpina (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/it\/\" target=\"_BLANK\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span><\/a>) versucht, die Forschungskommunikation im oben skizzierten Sinne konsequent nach den FAIR-Prinzipien zu gestalten.\u00a0 Dabei ist<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0ihre Anwendung in den folgenden f\u00fcnf komplement\u00e4r angelegten und eng miteinander verflochtenen Funktionsbereichen (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182&amp;letter=F#26\">\ud83d\udd17<\/a>) zu unterscheiden:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>Dokumentation;<\/li>\n<li>Publikation;<\/li>\n<li>Kooperation;<\/li>\n<li>Datenerhebung durch <em>crowdsourcing;<\/em><\/li>\n<li>Forschungslabor.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>2.1. <em>FAIRness<\/em><span style=\"font-size: 1.28571rem\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1.28571rem\">der Publikation<\/span><\/h2>\n<p>Das ganze Internet ist nichts Anderes als eine gewaltige Publikationsmaschine; es ist allerdings unbedingt notwendig zu differenzieren, denn es wird durchaus anders und teils auch Anderes als unter den medialen Bedingungen des Drucks publiziert wird. Von VerbaAlpina\u00a0\u00a0werden<\/p>\n<ul>\n<li>semantischer Inhalt (Dialektformen, analytischer wissenschaftlicher Text),<\/li>\n<li>Metadaten,<\/li>\n<li>Software und Code<\/li>\n<\/ul>\n<p>ver\u00f6ffentlicht\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\">(<\/span><a style=\"font-size: 1rem\" href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182&amp;letter=P#23\">\ud83d\udd17<\/a><span style=\"font-size: 1rem\">).<\/span><\/p>\n<p>Produziert werden dabei ausnahmslos stabile Daten und Textdateien, da die gesamte Plattform (Benutzeroberfl\u00e4che und Datenbanken) alle sechs Monate \u2018eingefroren\u2019, oder: <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182&amp;letter=V#61ersionierung\" target=\"_BLANK\">versioniert<\/a> wird; zus\u00e4tzlich besteht jeweils eine aktuelle Arbeitsversion (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=162&amp;db=xxx\" target=\"_BLANK\">Version xxx<\/a>), die noch \u00c4nderungen unterliegt und daher nicht zitiert werden sollte (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182&amp;letter=Z#64\">\ud83d\udd17<\/a>). Die jeweils j\u00fcngste Version ersetzt jedoch nicht die vorige, sondern erg\u00e4nzt sie, denn alle fr\u00fcheren Versionen bleiben erhalten, so dass s\u00e4mtliche Zitate und Verlinkungen innerhalb des Projekts sowie von au\u00dfen auf das Projekt stets zug\u00e4nglich\u00a0sind.<\/p>\n<p>Es ist weiterhin sichergestellt, dass die Versionen gut auffindbar sind, denn ihnen wird von der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"UB\">UB<\/span> der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"LMU\">LMU<\/span> ein <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/it\/?page_id=21&amp;db=182&amp;letter=D#73\" target=\"_BLANK\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DOI\">DOI<\/span><\/a> zugewiesen (<a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.5282\/verba-alpina\" target=\"_BLANK\">http:\/\/dx.doi.org\/10.5282\/verba-alpina<\/a>); gleichzeitig findet <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> als Ganzes damit Eingang in die Biblibliothekskataloge (<a href=\"http:\/\/dbis.uni-regensburg.de\/frontdoor.php?titel_id=101965&amp;bib_id=ub_m\">\ud83d\udd17<\/a>).<\/p>\n<p>Auf dieselbe Weise lassen sich auch alle thematischen Textbeitr\u00e4ge identifizieren, die auf der Projektseite unter den Reitern <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=2374&amp;db=182\" target=\"_BLANK\">Lexicon alpinum<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182\" target=\"_BLANK\">Methodologie<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=309&amp;db=182\" target=\"_BLANK\">Beitr\u00e4ge<\/a>\u00a0 publiziert werden; sie erhalten ebenfalls einen <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DOI\">DOI<\/span> und sind daher direkt zitierf\u00e4hig (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> z.B.: Krefeld, T. \/ L\u00fccke, S.: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTvDOT\">s.v.<\/span> \u201cbutyru(m)\u201d, in: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-de 18\/2, Lexicon alpinum, <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.5282\/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D2374%26db%3D182%23B128\" target=\"_BLANK\">http:\/\/dx.doi.org\/10.5282\/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D2374%26db%3D182%23B128<\/a>).<\/p>\n<p>Eine vergleichbare Funktion leistet der <a href=\"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:bvb:19-verba-alpina-8\" target=\"_BLANK\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URN\">URN<\/span><\/a>, der bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt registriert wird. Schlie\u00dflich ist auch der gesamte Quellcode von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> mit allen programmierten Tools unter <a href=\"https:\/\/github.com\/VerbaAlpina\" target=\"_BLANK\">github<\/a> auffindbar und zug\u00e4nglich. Technisch gesehen liegt dem Verfahren ein Export aller <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Daten in ein Repositorium der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"UB\">UB<\/span> zu Grunde (<a href=\"https:\/\/data.ub.uni-muenchen.de\/\" target=\"_BLANK\">open data lmu<\/a>), in dem auch Metadaten im Format <a href=\"https:\/\/www.datacite.org\/\" target=\"_BLANK\">DataCite<\/a> zugewiesen werden.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Rolle bei der Ausgestaltung der Metadatenschemata spielen die <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=493&amp;db=232&amp;letter=N#114\">Normdaten<\/a>, die eine eindeutige und fein granulierte Identifikation der Forschungsdaten erlauben. <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> unterscheidet drei\u00a0Datenkategorien (oder: Entit\u00e4ten), f\u00fcr die\u00a0eigene Identifikatoren vergeben werden<span style=\"font-size: 1rem\">, die in Verbindung mit den Daten abrufbar sind:\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0\u2018Konzept\u2019, \u2018morpholexikalischer Typ\u2019 (<\/span><span class=\"vaabr\" style=\"font-size: 1rem\" data-vaabr=\"sDOT\" data-hasqtip=\"6\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOT\">s.<\/span><\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0<\/span><span style=\"color: #333333\"><a style=\"font-size: 1rem;color: #333333\" href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=xxx&amp;letter=T#58\">Typisierung<\/a><\/span><span style=\"font-size: 1rem\"><span style=\"color: #333333\">)<\/span> und \u2018Gemeinde\u2019. So ergeben sich sehr spezifizierte Metadaten (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> das DataCite Beispiel f\u00fcr das Konzept <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?p=9038\" target=\"_BLANK\">SENNH\u00dcTTE<\/a>, das neben dem <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Identifikator C1 auch die in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> ebenfalls vorhandenen onomasiologischen Identifikatoren des Wikidata-Projekts enth\u00e4lt: \u00a0Q136689, Q27849269, <span style=\"color: #333333\">Q2649726), die grunds\u00e4tzlich die eindeutige Referenzierung auf Einzeldaten definierter Objektklassen \u00fcber Projektgrenzen hinweg erlauben.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Dieser Export gew\u00e4hrleistet die Zug\u00e4nglichkeit und Nachnutzbarkeit der Daten nach dem Auslaufen der Projektf\u00f6rderung.\u00a0Der Datenexport erfolgt \u00fcber eine <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=493&amp;db=232&amp;letter=A#138\">API<\/a>-Schnittstelle (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=8844&amp;db=xxx\" target=\"_BLANK\">API Doku<span style=\"color: #333333\">mentation<\/span><\/a>), die im Internet \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich ist und auch f\u00fcr die\u00a0 Ausgabe in anderen Formaten und angereichert um Metadaten von im Grunde beliebigen anderen Standards, z.B. gem\u00e4\u00df CLARIN-D, genutzt werden kann. Einen groben \u00dcberblick des im Entstehen begriffenen Forschungsdatenmanagements (Stand vom 11.3.2019) gibt das folgende Schema:<\/p>\n<div id=\"attachment_9096\" style=\"width: 569px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9096\" class=\"wp-image-9096 \" src=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/fdm_allg-1.png\" alt=\"\" width=\"559\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/fdm_allg-1.png 1164w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/fdm_allg-1-150x117.png 150w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/fdm_allg-1-300x234.png 300w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/fdm_allg-1-768x598.png 768w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/fdm_allg-1-1024x798.png 1024w, https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/fdm_allg-1-624x486.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 559px) 100vw, 559px\"><p id=\"caption-attachment-9096\" class=\"wp-caption-text\">Forschungsdatenmanagement zwischen Projekten, Institutionen und \u00d6ffentlichkeit<\/p><\/div>\n<p>Im Hinblick auf die Auffindbarkeit und Zug\u00e4nglichkeit sind noch zwei grunds\u00e4tzliche Bemerkungen angebracht:<\/p>\n<ol>\n<li>Da bislang in der Wissenschaftsgemeinde weder ein Standard-Metadatenschema verbindlich festgelegt noch die Frage gekl\u00e4rt ist, welche Institutionen \u00fcber deren Einhaltung und die dauerhafte Bewahrung von Daten und Metadaten wachen sollen, hat sich <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> zum einen f\u00fcr ein flexibles Schnittstellenkonzept entschieden, das die Nutzung im Grunde beliebiger Metadatenschemata erlaubt. Au\u00dferdem beteiligt sich <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> an zwei aktuell laufenden Forschungsprojekten, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen: der Initiative (<a href=\"https:\/\/www.gerdi-project.eu\/communitieFzs\/verbaalpina\/\" target=\"_BLANK\">GeRDI<\/a>) des LRZ und dem von der Bayerischen Staatsregierung gef\u00f6rderten Projekts <a href=\"https:\/\/www.fdm-bayern.org\/ehumanities-interdisziplinaer\/\" target=\"_BLANK\">\"eHumanities \u2013 interdisziplin\u00e4r<span style=\"color: #333333\">\"<\/span><\/a>. Im Projekt GeRDI sollen Daten ganz unterschiedlicher Disziplinen \u00fcber Metadaten verkn\u00fcpft werden, indem gemeinsame Attribute festgelegt werden (was z.B. im Fall von Geo- und Chronoreferenzierungen sehr einfach und h\u00e4ufig auch sinnvoll ist).<\/li>\n<li>Abgesehen von den Metadaten, die auf die spezifischen Projektdaten referenzieren, ist es im Sinn von Auffindbarkeit und technischer Interoperabilit\u00e4t unbedingt ratsam, Identifikatoren und Normdaten zu verwenden, die au\u00dferhalb des Projekts etabliert sind. <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> verwendet daher seit kurzem die Identifikatoren der sogenannten <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182&amp;letter=W#105\" target=\"_BLANK\">Wikidata-Datenobjekte<\/a>. Sie liefern Referenzen f\u00fcr au\u00dfersprachliche Realit\u00e4ten und Konzepte und damit einen gemeinsamen Bezugsrahmen f\u00fcr viele unterschiedliche Sprachen; so gibt es derzeit (14.12.2018) Wikipedia-Artikel in 133 Sprachen \u00fcber das Milchprodukt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Butter\" target=\"_BLANK\">Butter<\/a>. Die sehr unterschiedlichen Artikel werden verkn\u00fcpft, indem <span style=\"color: #333333\">sie alle auf den eindeutigen Identifikator des entsprechenden <a href=\"https:\/\/www.wikidata.org\/wiki\/Q34172\" target=\"_BLANK\">Wikidata-Datenobjekts<\/a> referenzieren (Q34172). Eine Suchmaschine, die danach sucht, ist also in der Lage, alle zugeh\u00f6rigen 133 Bezeichnungen zu finden \u2013 und so, zumindest theoretisch, demn\u00e4chst auch die in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> dokumentierten, zahlreichen Dialektformen (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=182&amp;tk=1866\" target=\"_BLANK\">1926 Belege<\/a>). Ein \u00e4hnliches System f\u00fcr Bezeichnungstypen, d.h. f\u00fcr W\u00f6rter (L-<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ID\">ID<\/span>), ist\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wikidata.org\/wiki\/Wikidata:Lists\/lexemes\" target=\"_BLANK\">bei Wikidata<\/a> im Aufbau.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<h2><span style=\"color: #333333\">2.2.<em> FAIRness<\/em> der Dokumentation<\/span><\/h2>\n<p><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> dokumentiert Dialektbelege der drei gro\u00dfen europ\u00e4ischen Sprachfamilien, die sich in ethnolinguistischer Hinsicht\u00a0 als <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=493&amp;db=182&amp;letter=A#1\" target=\"_BLANK\">spezifisch alpin<\/a> erweisen.<\/p>\n<p>Das Material wurde in einen systematisch strukturierten Datenbestand \u00fcberf\u00fchrt und nach sprachlichen (\u2018morpho-lexikalische Typen\u2019, \u2018Basistypen\u2019) und au\u00dfersprachlichen (\u2018Konzepte\u2019) Kritierien annotiert; neben dem maschinenlesbaren Zugang \u00fcber die oben erw\u00e4hnte API-Schnittstelle gibt es einen menschenle<span style=\"color: #333333\">sbaren Zugang, der in sehr anschaulicher Weise \u00fcber eine <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=133&amp;db=182\" target=\"_BLANK\">interaktive Karte<\/a> erfolgt; die daf\u00fcr momentan noch genutzte Google Maps-Karte wird in K\u00fcrze durch eine bereits weitestgehend entwickelte Karte mit verbesserter Funktionalit\u00e4t auf der Grundlage von Open Street Maps und dem Javascript-Frameword <a href=\"https:\/\/leafletjs.com\/\" target=\"_BLANK\">Leaflet<\/a> ersetzt (<a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=133&amp;db=182&amp;mapType=pixi&amp;dev=true\">\ud83d\udd17<\/a>\u00a0).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">Die genannten Kategorien der Datenstrukturierung\u00a0 fungieren an der Kartenoberfl\u00e4che als Filter. Bereits auf dieser nutzerfreundlichen, insbesondere laientauglichen Oberfl\u00e4che wurde eine ebenso einfache wie elementare Funktion der <em>reusability\u00a0<\/em>implementiert, denn es ist m\u00f6glich, alle Karten, die man sich anzeigen l\u00e4sst, in e<\/span>xakt der angezeigten Form (mit der entsprechenden Zoomstufe, jeweils ge\u00f6ffneten Fenstern usw.) mit anderen zu teilen oder sie in Publikationen usw. einzubauen, denn durch Klicken auf einen 'share button' wird f\u00fcr die jeweils aktuell angezeigte Karte eine versendbare <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span> erzeugt; so f\u00fchrt der folgende Link zu einer Karte aller in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> vorhandenen dialektalen Bezeichnungen\u00a0von <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=182&amp;tk=1868\" target=\"_BLANK\">BUTTER<\/a>.<\/p>\n<p>Das vorhandene Sprachmaterial stammt aus zwei Quellen: Ein kleinerer\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\">Teil des Materials, das <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> anbietet, wurde durch\u00a0 das Projekt selbst im Crowdsourcing-Verfahren (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTuDOT\">s.u.<\/span> 2.4.) erhoben.\u00a0<\/span>Der gr\u00f6\u00dfte Teil wurde jedoch aus gedruckten oder f\u00fcr den Druck vorgesehenen Arbeiten gewonnen, so finden sich auch Formen, die uns im Rahmen von Partnerschaftsabkommen\u00a0aus noch nicht abgeschlossenen Projekten zur Verf\u00fcgung gestellt wurden (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> zum Beispiel das Punktnetz des <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;db=182&amp;tk=1870\" target=\"_BLANK\"><em>Sprachatlas von Ober\u00f6sterreich<\/em><\/a>). Ber\u00fccksichtigt wird auch W\u00f6rterbuchmaterial, unter der Bedingung, dass <span style=\"color: #333333\">die sprachlichen Belege g<span style=\"font-size: 1rem\">eoreferenzierbar<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0sind; das ist bei guten Dialektw\u00f6rterb\u00fcchern wie zum Beispiel dem <span class=\"bibl\" data-bibl=\"drg\">DRG<\/span> oder dem <span class=\"bibl\" data-bibl=\"vsi\">VSI<\/span> der Fall.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\"><em>De facto<\/em> ist jede Quelle \u00fcberdies auch chronoreferenzierbar, allerdings wurde diese Funktion noch nicht implementiert. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;color: #333333\">D<\/span><span style=\"font-size: 1rem\"><span style=\"color: #333333\">urch die Retrodigit<\/span>alisierung und den Webauftritt werden zahlreiche,\u00a0<\/span>in teil<span style=\"font-size: 1rem\">s schwer zug\u00e4nglichen Publikationen\u00a0\u2018schlafende\u2019 Dialektausdr\u00fccke leicht auffindbar (F), zug\u00e4nglich (A), interoperabel (I) und in allgemein kompatibler Weise nachnutzbar (R) gemacht;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">denn alle verf\u00fcgbaren Formen erhalten einen persistenten Identifikator und werden in K\u00fcrze auch \u00fcber einen <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=493&amp;db=232&amp;letter=D#73\">Digital Object Identifier (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"DOI\">DOI<\/span>)<\/a>\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">ansprechbar sein. H<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">ier ein Beispiel aus dem <\/span><em style=\"font-size: 1rem\">Sprach- und Sachatlas Italiens und der S\u00fcdschweiz<\/em><span style=\"font-size: 1rem\">,\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\"><a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;noredirect=de_DE&amp;tk=1872&amp;db=182\" target=\"_BLANK\">AIS<\/a> (1928-1940).<\/span><\/p>\n<p><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> produziert also gewisserma\u00dfen FAIRen Output. Allerdings sind die allermeisten Quellen, der Input, von FAIRness meilenweit entfernt. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind teils technischer, teils aber auch juristischer, letztlich: kommerzieller Art. In der Regel sind Sprachatlanten ausschlie\u00dflich als physisches Druckwerk zug\u00e4nglich; nur sehr wenige bieten wenigstens die elementarste Stufe der <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=493&amp;db=232&amp;letter=D#15\">Digitalisierung<\/a>, d.h. digitale Photos (scans) an, wie z.B. der <span class=\"bibl\" data-bibl=\"ais\">AIS<\/span> in Gestalt des <a href=\"http:\/\/www3.pd.istc.cnr.it\/navigais-web\/\" target=\"_BLANK\">NavigAIS<\/a> oder der\u00a0 <span class=\"bibl\" data-bibl=\"sds\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SDS\">SDS<\/span><\/span> im Hinblick auf das Orginalmaterial. Kein einziger \u00e4lterer Atlas wurde bislang in Form eines strukturierten Korpus aufbereitet, das auch den Export der Daten gestattet. Immerhin konnte eine solche L\u00f6sung auf der Basis einer Kooperationsvereinbarung f\u00fcr den <span class=\"bibl\" data-bibl=\"ald\">ALD<\/span> gefunden werden; dem Druck dieses Atlas\u2019 von Hans Goebl lag ein digitales Format zu Grunde, das zwar wegen fehlender Identifikatoren der Inhalte nicht interoperabel war, sich aber nach bestimmten Adaptationen als maschinenlesbar und entsprechend nachnutzbar erwies; alle Bezeichnungen relevanter Konzepte erscheinen daher in VerbaAlpina (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> das <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;noredirect=de_DE&amp;tk=1952&amp;db=162\" target=\"_BLANK\">ALD-Ortsnetz<\/a> und dieses <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;noredirect=de_DE&amp;tk=1950&amp;db=162\" target=\"_BLANK\">Beispiel<\/a>).<\/p>\n<table style=\"width: 624px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 83px\"><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\" colspan=\"2\"><em>Findable<\/em><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\" colspan=\"2\"><em>Accessible<\/em><\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\"><em>Interoperable<\/em><\/td>\n<td style=\"width: 86px;text-align: center\" colspan=\"2\"><em>Reusable<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 83px\"><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">menschl.<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">masch.<\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">menschl.<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">masch.<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">masch.<\/td>\n<td style=\"width: 86px;text-align: center\">menschl.<\/td>\n<td style=\"width: 72px;text-align: center\">masch.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 83px\"><span class=\"bibl\" data-bibl=\"ali\">ALI<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 86px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 72px;text-align: center\">-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 83px\"><span class=\"bibl\" data-bibl=\"sds\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SDS\">SDS<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 86px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 72px;text-align: center\">-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 83px\"><span class=\"bibl\" data-bibl=\"ais\">AIS<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 86px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 72px;text-align: center\">-<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 83px\"><span class=\"bibl\" data-bibl=\"ald\">ALD<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">-<\/td>\n<td style=\"width: 86px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 72px;text-align: center\">+<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 83px\"><span class=\"bibl\" data-bibl=\"va\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 85px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 71px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 86px;text-align: center\">+<\/td>\n<td style=\"width: 72px;text-align: center\">+<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Anders, deutlich komplexer, erscheint die Lage im Bezug auf georeferenzierbare W\u00f6rterb\u00fccher; die seit kurzem verf\u00fcgbare Online Version des <span class=\"bibl\" data-bibl=\"drg\">DRG<\/span> ist so eingerichtet, dass jedes Lemma dank eines Identifikators als digitales Objekt zug\u00e4nglich ist (A), so zum Beispiel <a href=\"http:\/\/online.drg.ch\/#8414d1af5d548babb57812592d0314d4\" target=\"_BLANK\"><em>bargia<\/em><\/a>\u00a0\u2018Schopf\u2019. Ei<span style=\"color: #333333\">n maschineller Export ist jedoch nicht vorgesehen, und es ist erkennbar, dass auch die technische M\u00f6glichkeit der unmittelbaren Referenzierung auf ein Lemma \u00fcber eine <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span> eher ein technisches \"Abfallprodukt\" ist, das sich mehr oder minder zuf\u00e4llig bei der Softwareentwicklung ergeben hat. Jedenfalls wird kein Zitier-Link angeboten und es scheint generell keine konkreten Hinweise f\u00fcr die Nutzer auf diese M\u00f6glichkeit zu geben, so dass der Gebrauch letztlich der \"Gerissenheit\" des Nutzer \u00fcberlassen ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">Seit kurzem existiert eine Reihe von online-Lexika zu zwei ladinischen Dialekten, dem Gadertalischen (Badiot) und dem Gr\u00f6dnerischen (Gherd\u00ebina) (<a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.micura.it\/de\/woerterbuecher\">https:\/\/www.micura.it\/de\/woerterbuecher<\/a>). Allesamt werden verantwortet vom ladinischen Kulturinstitut in St. Martin in Thurn (<a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.micura.it\/de\/istitut-ladin\">Istitut Ladin Micur\u00e0 de R\u00fc<\/a>) und alle sind offenkundig als Derivate von Publikationen in Buchform entstanden. Zugrunde liegen jeweils zwei Lexika f\u00fcr das Deutsche (Misch\u00ec, Giovanni, W\u00f6rterbuch deutsch \u2013 gadertalisch = Vocabolar tod\u00ebsch \u2013 ladin, San Martin de Tor 2001 [ISBN 88-8171-028-5]; ders., W\u00f6rterbuch : Deutsch \u2013 Gr\u00f6dner-Ladinisch = Vocabuler : tud\u00ebsch \u2013 ladin de Gherd\u00ebina, San Martin de Tor 2002 [ISBN 88-8171-033-1]) und das Italienische (Moling, Sara [Hg.], Dizionario italiano \u2013 ladino Val Badia; Dizionar ladin Val Badia \u2013 talian,\u00a0San Martin de Tor 2016 [ISBN 978-88-8171-120-8];<br>\nForni, Marco [Hg.], Dizionario italiano \u2013 ladino gardenese = Dizioner ladin de gherd\u00ebina \u2013 talian,\u00a0San Martin de Tor 2013 [978-88-8171-106-2]), wobei lediglich die italienischen Lexika die biderektionale Perspektive Italienisch\u21d4Badiot und Badiot\u21d4Italienisch bedienen; die deutschen Lexika sind monodirektional Deutsch\u21d2Badiot bzw. Deutsch\u21d2Gherd\u00ebina angelegt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">Der lexikalische Bestand dieser Werke ist nunmehr also auch im Internet verf\u00fcgbar, wobei die konkrete Vorgehensweise bei der Digitalisierung und auch die Struktur des zugrundeliegenden Datenbestands vollkommen unklar ist. Die Aufteilung des Datenbestands in vier voneinander getrennte Buchpublikationen spiegelt sich, \u00fcberraschender- und gleichzeitig unn\u00f6tigerweise, auch in der Datenpr\u00e4sentation im Internet wider. Jedem Lexikon entspricht ein eigenes Internet-Portal. Dabei wurden die beiden Portale f\u00fcr die deutschen Lexika offenkundig von anderen Entwicklern konzipiert und realisiert als die italienischen.<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"color: #333333\">Badiot\u21d4Italienisch (und vice versa):\u00a0<a style=\"color: #333333\" href=\"http:\/\/itavalbadia.ladinternet.it\/\">http:\/\/itavalbadia.ladinternet.it\/<\/a><\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #333333\">Badiot\u21d2Deutsch:\u00a0<a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.micura.it\/de\/dizionars\/vb\/dl\">https:\/\/www.micura.it\/de\/dizionars\/vb\/dl<\/a><\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #333333\">Gherd\u00ebina\u21d4Italienisch:\u00a0<a style=\"color: #333333\" href=\"http:\/\/dizionario-italiano-gardenese.ladinternet.it\/\">http:\/\/dizionario-italiano-gardenese.ladinternet.it\/<\/a>\u00a0(= <a style=\"color: #333333\" href=\"http:\/\/forniita.ladinternet.it\/\">http:\/\/forniita.ladinternet.it\/<\/a>)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #333333\">Gherd\u00ebina\u21d2Deutsch:\u00a0<a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.micura.it\/de\/dizionars\/gh\/dl\">https:\/\/www.micura.it\/de\/dizionars\/gh\/dl<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #333333\">Verantwortlich f\u00fcr die Internetportale der italienischen Daten ist die Florentiner Firma <a style=\"color: #333333\" href=\"http:\/\/www.smallcodes.com\/\">SmallCodes<\/a>,\u00a0die seit Jahren technische L\u00f6sungen im Umfeld der (vor allem ober-)italienischen Dialektforschung entwickelt. Die Entwickler der Portale der Deutsch-Ladin-Lexika werden nicht genannt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><span style=\"color: #333333\">Entsprechend der Aufteilung auf vier Portale sind auch die jeweiligen Datenbest\u00e4nde nicht aufeinander bezogen, was z.B. die Folge hat, dass man bei einer Suche ausgehend von der italienischen Bezeichnung <em>lumaca<\/em> (SCHNECKE) zwar das gadertalische <em>sgnech<\/em> geliefert bekommt, nicht jedoch die deutsche Bezeichnung <em>Schnecke<\/em>, die ihrerseits \u00fcber das deutschsprachige Portal mit <em>sgnech<\/em> verkn\u00fcpft ist. Auf die mit <em>sgnech<\/em> offenkundig eng verbundene Variante <em>snech<\/em> im Gr\u00f6dnerischen gelangt man wiederum nur nach einer gesonderten Suche auf dem entsprechenden Portal \u2013 und dies, obwohl die beiden Portale (Italienisch\u21d4Badiot und Italienisch\u21d4Gherd\u00ebina) von der selben Firma entwickelt worden sind. All dies dokumentiert, dass die Datenbest\u00e4nde, die im Grunde unter einem institutionellen Dach vereint sind, zumindest technisch nicht aufeinander bezogen und somit im Sinne der FAIR-Prinzipien nicht \u2018interoperabel\u2019 sind. Dies gilt gleicherma\u00dfen auch f\u00fcr die Ankn\u00fcpfungsm\u00f6glichkeiten von au\u00dferhalb: Eine unmittelbare Referenzierung auf die soeben exemplarisch genannten morpholexikalischen Typen <em>sgnech<\/em>, <em>snech<\/em>\u00a0und\u00a0<em>lumaca<\/em>\u00a0ist technisch nicht m\u00f6glich. Eine Ausnahme sind lediglich die deutschsprachigen Versionen der online-Lexika, die wenigstens den <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span>-basierten Verweis auf das deutsche Lemma erlauben (z.B.\u00a0<a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.micura.it\/de\/woerterbuecher\/vb\/dl?q=Schnecke\">https:\/\/www.micura.it\/de\/woerterbuecher\/vb\/dl?q=Schnecke<\/a>), eine Referenzierung auf die ladinischen Typen ist technisch jedoch auch hier nicht m\u00f6glich.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><span style=\"color: #333333\">Beklagenswert ist ferner die schlechte Auffindbarkeit der in den Lexika versammelten morpholexikalischen Typen von au\u00dferhalb der eigentlichen Portale, also \u00fcber das Internet oder etwa \u00fcber Bibliothekskataloge. Allerdings liegt dies nicht in der Verantwortung der Einzelakteure, sondern beruht auf dem Fehlen von Aggregatoren, die voneinander getrennt generierte und verwaltete Datenbest\u00e4nde unter Einsatz geeigneter Metadatenschemata miteinander verkn\u00fcpfen k\u00f6nnen. Derartige Strukturen sind derzeit erst in ihrer Entstehungsphase. Als Beispiel w\u00e4re etwa die \"Generic Research Data Infrastructure\" (<a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.gerdi-project.eu\/\">GeRDI<\/a>) zu nennen, an der u.a. VerbaAlpina als Partner- und Pilotprojekt beteiligt ist. In jedem Fall hat die mangelhafte Auffindbarkeit zur Folge, dass die hier thematisierten ladinischen Online-W\u00f6rterb\u00fccher auch einem weiteren im Akronym FAIR formulierten Postulat \u2013 dem \"F\": Findable\u00a0\u2013 nicht gen\u00fcgen. Das Gleiche gilt auch f\u00fcr die verbleibenden FAIR-Forderungen der Zug\u00e4nglichkeit (A: Accessible) und der Nachnutzbarkeit (R: Reusable). Zwar ist die Zug\u00e4nglichkeit \u00fcber das Internet grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich, sie erf\u00e4hrt jedoch ganz wesentlich dadurch eine Einschr\u00e4nkung, als der Datenbestand lediglich durch manuelle Formulareingaben abgefragt werden kann. Ein vollst\u00e4ndiger oder wenigstens partieller Export der Daten auf Basis frei zu definierender Filter ist anscheinend nicht m\u00f6glich. Auch existiert offenkundig keine API, die eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die maschinelle Verarbeitung, auch und gerade im Sinne der Verkn\u00fcpfung mit kongruenten externen Datenbest\u00e4nden, darstellt. Das Fehlen einer API bedingt gleichzeitig und zus\u00e4tzlich die mangelnde Interoperabilit\u00e4t der Daten. Die Nachnutzbarkeit der Daten schlie\u00dflich wird nicht zuletzt entscheidend durch das Lizenzmodell beschr\u00e4nkt, unter dem sie zur Verf\u00fcgung gestellt werden: Das Copyright gestattet die Nutzung der Daten nur in sehr beschr\u00e4nktem Umfang, nach deutschem Recht im Wesentlichen nur im Rahmen dessen, was das Zitatrecht erlaubt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">Die hier thematisierten ladinischen Online-W\u00f6rterb\u00fccher machen insofern also nur auf den ersten Blick den Eindruck von zeitgem\u00e4\u00dfen Webpublikationen. Es ist begr\u00fc\u00dfenswert, dass das Material \u00fcberhaupt im Internet verf\u00fcgbar ist, und bestimmte Funktionen und Konzepte gehen \u00fcber das hinaus, was herk\u00f6mmliche Buchpublikationen zu leisten im Stande sind. Dazu geh\u00f6rt zum einen die Pr\u00e4sentation von Tonaufnahmen (auf die wiederum nicht verlinkt werden kann) sowie das Vorhandensein eines onomasiologischen Tools (\"galleria immagini\" in den Italienisch-Ladinischen Modulen; wiederum nicht per <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"URL\">URL<\/span> referenzierbar), das den Datenbestand \u00fcber anklickbare Abbildungen aufschl\u00fcsselt. Letztlich jedoch sind auch die Webportale mit den Beschr\u00e4nkungen behaftet, die eigentlich nur dem Buch zu eigen sind, und es ist offenkundig, dass hier nicht mit der gebotenen Entschlossenheit und Konsequenz die M\u00f6glichkeiten der neuen Medien genutzt werden. Aus Sicht von VerbaAlpina ist dies vor allem deswegen bedauerlich, weil eine auch nur punktuelle (und gerne wechselseitige) Verkn\u00fcpfung der eigenen Datenbest\u00e4nde mit den Best\u00e4nden der ladinischen W\u00f6rterb\u00fccher de facto unm\u00f6glich ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">Ebenfalls nur durch manuelle Formulareingaben ist\u00a0der <a href=\"https:\/\/www.vocabularisursilvan.ch\/index.php\" target=\"_BLANK\"><em>Niev Vocabulari sursilvan online<\/em><\/a> bieten selbst diese M\u00f6glichkeit n<\/span>icht an, so dass an Interoperabilit\u00e4t nicht zu denken ist.<\/p>\n<h2>2.3.<em> FAIRness<\/em> der Kooperation<\/h2>\n<p><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> wird von zahlreichen <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=185&amp;db=182\" target=\"_BLANK\">Partner-Projekten<\/a> unterst\u00fctzt; das gro\u00dfe P<span style=\"color: #333333\">otential dieser Kooperation ist selbstverst\u00e4ndlich und bedarf eigentlich keiner Erl\u00e4uterung. Dennoch soll die konstruktive Perspektive der mehrfachen und komplement\u00e4ren Nachnutzung kom<\/span>patibler Partnerprojekte an einem Beispiel illustriert werden: Im Rahmen des\u00a0 <em>Archivio lessicale dei dialetti trentini<\/em> (<span style=\"font-size: 1rem\"><a href=\"https:\/\/www5.unitn.it\/Biblioteca\/it\/Web\/BancheDatiDettaglio\/166480\" target=\"_BLANK\">ALTR<\/a>) wurden f\u00fcnf gedruckte Dialektw\u00f6rterb\u00fccher\u00a0 unterschiedlicher Talschaften\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">(aus der Zeit zwischen 1955 und 1984)<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0in<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0einer Datenbank zusammengef\u00fchrt. Dank einer Projektpartnerschaft\u00a0 konnte <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> die relevanten Ausdr\u00fccke konvertieren und importieren, so dass sie nun im Kontext aller Alpendialekte kartographisch dargestellt werden k\u00f6nnen; <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> die folgende Bezeichnung eines Ger\u00e4ts zum Buttern: <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de?page_id=133&amp;noredirect=de_DE&amp;tk=1874&amp;db=182\" target=\"_BLANK\"><em>smalzaia<\/em><\/a>).<\/span><\/p>\n<p>Als interoperabel in der Kooperation<span style=\"color: #333333\"> hat sich auch die Projektarchitektur und die entsprechende Software bereits erweisen; so konnte probeweise das sizilianische Regional- und Spezialw\u00f6rterbuch von <span class=\"bibl\" data-bibl=\"sottile2002\">Sottile 2002<\/span> ohne Schwierigkeiten nachgenutzt und als Atlas dargestellt werden (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> den\u00a0<a href=\"https:\/\/www.als-online.gwi.uni-muenchen.de\/carta\/\" target=\"_BLANK\"><em>Atlante linguistico della Sicilia online<\/em><\/a>, der seit 2019 durch die sizilianischen Partner ausgebaut wird). Auch der im Entstehen begriffene Atlas des Pikardischen in Nordfrankreich und Belgien greift seit\u00a0dem Herbst 2018 auf die Konzeption und Technologie von <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span> zur\u00fcck (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"vglDOT\">vgl.<\/span> <a href=\"https:\/\/appi.dethier-renders.be\/index.php\/karte\/?db=1\" target=\"_BLANK\"><em>Verba Picardia<\/em><\/a>).<\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #333333\">2.4.<em> FAIRness<\/em>\u00a0im Crowdsourcing<\/span><\/h2>\n<p><em>Crowdsourcing<\/em>-Verfahren richten sich in allererster Linie, wenngleich nicht ausschlie\u00dflich, an Laien; sie setzen deshalb eine intuitiv leichte Auffindbarkeit und Zug\u00e4nglichkeit zentraler Datenbereiche f\u00fcr menschliche Nutzer voraus. Die Daten werden durch die Art der Erhebung in ein strukturiertes und interoperables Format gebracht, das Nachnutzung gestattet.<span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0<span class=\"bibl\" data-bibl=\"va\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span><\/span> nutzt <em>crowdsourcing\u00a0<\/em>in\u00a0doppelter Weise:<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">Zun\u00e4chst wurde ein \u00e4sthetisch ansprechendes und einfach zu bedienendes Tool zur Datenerhebung programmiert (<\/span><a style=\"font-size: 1rem\" href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/en\/?page_id=1741&amp;db=182\">Mitmachen!<\/a><span style=\"font-size: 1rem\">); daf\u00fcr wurde auch ein <\/span><a style=\"font-size: 1rem\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hxbtXzxa5LY\">Tutorial<\/a><span style=\"font-size: 1rem\"> auf Youtube gepostet. Ferner wurde soeben ein Zooniverse-Auftritt eingerichtet, um die f\u00fcr Retrodigitalisierung erforderliche Transkriptionsarbeit wenigstens teilweise an die Crowd weiterzugeben\u00a0(<\/span><a style=\"font-size: 1rem\" href=\"http:\/\/verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/zooniverse\">\ud83d\udd17<\/a><span style=\"font-size: 1rem\">). Auch daf\u00fcr ist Interoperabilit\u00e4t der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Datenbasis die Voraussetzung.<\/span><\/p>\n<p>Das Erhebungstool wurde durch popul\u00e4rwissenschaftliche Vortr\u00e4ge in der Erwachsenenfortbildung einschl\u00e4giger Berufsgruppen (am <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=1257&amp;db=182\">20.4.2018, 26.2.2018, 7.10.2017<\/a>) beworben und fand daneben auch ein sch\u00f6nes <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=2371&amp;db=182\">massenmediales Echo<\/a>. Die Auswertung ist interessant, denn es zeigt sich, dass vor allem Projektberichte im Internet relevant sind, da dort \u00fcber einen Link ein direkter, sozusagen intramedialer Zugang angeboten werden kann: Das mit Abstand st\u00e4rkste Echo fand deshalb ein Post auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks (am 27.4.2018); insgesamt wurden durch die 955 \u2018Crowder\u2019 bislang\u00a0 11486 Dialektformen (Stand: 12.3.2019) beigesteuert\u00a0 (<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/?page_id=4629&amp;db=182\">\ud83d\udd17)<\/a>.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #333333\">3. Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #333333\">VerbaAlpina hat eine nennenswerte und immer noch anwachsende Anzahl von Projektpartnern gewinnen k\u00f6nnen. Im Zuge der Bem\u00fchungen um Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit im Sinne der FAIR-Prinzipien ist vor kurzem auch eine Kooperation mit dem CLARIN-D Centre Leipzig zustande gekommen, deren vorrangiges Ziel es ist, die VerbaAlpina-Projektdaten zus\u00e4tzlich auch in diesem Repositorium unterzubringen. Derzeit wird an der Daten\u00fcbertragung gearbeitet, die \u00fcber die seit kurzem verf\u00fcgbare API des <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Projektportals erfolgen wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><span style=\"color: #333333\">VerbaAlpina stellt jedem Projektpartner eine eigene MySQL-Datenbank zur Verf\u00fcgung, die auf dem selben Datenbankcluster betrieben wird wie die VerbaAlpina-Datenbank. Art und Umfang der Nutzung dieser Datenbanken ist sehr unterschiedlich. Hervorzuheben ist, dass aktuell systematisch und in gr\u00f6\u00dferem Umfang lexikalisches Material aus dem Atlante linguistico della Sicilia (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ALS\">ALS<\/span>) in die entsprechende Partnerdatenbank (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"PVA\">PVA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ALS\">ALS<\/span>) \u00fcbertragen wird. Dabei handelt es sich um Sprachdaten aus den Madonie, einem an der Nordk\u00fcste Siziliens gelegenen Gebirge, in dem traditionell auch Vieh- und Milchwirtschaft betrieben wird. Die in die Partnerdatenbank \u00fcbertragenen Daten werden automatisch auch auf dem von der <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ITG\">ITG<\/span> betriebenen online-Portal mit integrierter interaktiver Karte visualisiert (<a style=\"color: #333333\" href=\"http:\/\/www.als-online.gwi.uni-muenchen.de\/carta\/\">http:\/\/www.als-online.gwi.uni-muenchen.de\/carta\/<\/a>). Aus onomasiologischer Perspektive ist das Material des <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ALS\">ALS<\/span> in weiten Teilen kongruent zu dem von VerbaAlpina gesammelten Material aus dem Alpenraum und er\u00f6ffnet somit erweiterte M\u00f6glichkeiten, \u00fcberregionale Zusammenh\u00e4nge zu erkennen, wie dies im Rahmen des Projekts exemplarisch schon erfolgt ist (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOT\">s.<\/span> Krefeld, T.: <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sDOTvDOT\">s.v.<\/span> \u201ctomme \/ toma (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"fDOT\">f.<\/span> (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"roaDOT\">roa.<\/span>)\u201d, in: VerbaAlpina-de 18\/2, Lexicon alpinum, <a class=\"moz-txt-link-freetext\" style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.5282\/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D2374%26db%3D182%23L616\">https:\/\/doi.org\/10.5282\/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D2374%26db%3D182%23L616<\/a> ). Die logische Verkn\u00fcpfung zwischen dem Datenbestand in <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"PVA\">PVA<\/span>_<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ALS\">ALS<\/span> mit dem <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span>-Datenbestand stellt allerdings eine gro\u00dfe Herausforderung dar, die im Rahmen von VerbaAlpina bestenfalls skizzenhaft verwirklicht werden kann. In der Praxis w\u00fcrde die Verschr\u00e4nkung der beiden Datenbest\u00e4nde durch die wechselseitige Zuweisung der Konzepte und morpholexikalischen Typen zu einer<\/span> <span style=\"color: #333333\">gemeinsamen, zentralen Normdateninstanz erfolgen. Nach Vorstellung von VerbaAlpina k\u00f6nnte dies modellhaft f\u00fcr die Entwicklung einer universalen Lexikographie sein, die zeit- und raum\u00fcbergreifend (nicht nur) lexikalische Zusammenh\u00e4nge sichtbar werden lassen k\u00f6nnte.<\/span><\/span><\/p>\n<hr><h3>Bibliographie<\/h3><ul><li><b>AIS<\/b> = Jaberg, Karl \/ Jud, Jakob (1928-1940): Sprach- und Sachatlas Italiens und der S\u00fcdschweiz, Zofingen, vol. 1-7<\/li><li><b>ALD<\/b> = Eintrag nicht gefunden<\/li><li><b>ALI<\/b> = Bartoli, Matteo \/ Massobrio, Lorenzo \/ Pellis, Ugo (1995<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ffDOT\">ff.<\/span>): Atlante linguistico italiano, Roma, Ist. Poligrafico e Zecca dello Stato<\/li><li><b>DRG<\/b> = De Planta, Robert\/ Melcher, Florian\/ Pult, Chasper\/ Giger, Felix  (1938<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ffDOT\">ff.<\/span>): Dicziunari Rumantsch grischun, Chur, Inst. dal Dicziunari Rumantsch Grischun. <a href=\"http:\/\/online.drg.ch\/\">Link<\/a><\/li><li><b><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"SDS\">SDS<\/span><\/b> = Baumgartner, Heinrich\/ Handschuh, Doris\/ Hotzenk\u00f6cherle, Rudolf (1962-2003): Sprachatlas der Deutschen Schweiz, Bern, vol. 1-9, Francke<\/li><li><b>Sottile 2002<\/b> = Sottile, Roberto (2002): Lessico dei pastori delle Madonie, Palermo, Centro di studi filologici e linguistici siciliani. <a href=\"http:\/\/www.als-online.gwi.uni-muenchen.de\/carta\/\">Link<\/a><\/li><li><b><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"VA\">VA<\/span><\/b> = Krefeld, Thomas | L\u00fccke, Stefan: VerbaAlpina, M\u00fcnchen, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen. <a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/\">Link<\/a><\/li><li><b>VSI<\/b> = Sganzini, Silvio (1952ff): Vocabolario dei dialetti della Svizzera italiana, Lugano, Tipografia la Commerciale<\/li><\/ul><div id=\"ais\" style=\"display: none;\">Jaberg, Karl \/ Jud, Jakob (1928-1940): Sprach- und Sachatlas Italiens und der S\u00fcdschweiz, Zofingen, vol. 1-7<\/div><div id=\"ald\" style=\"display: none;\">Eintrag nicht gefunden<\/div><div id=\"ali\" style=\"display: none;\">Bartoli, Matteo \/ Massobrio, Lorenzo \/ Pellis, Ugo (1995<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ffDOT\">ff.<\/span>): Atlante linguistico italiano, Roma, Ist. Poligrafico e Zecca dello Stato<\/div><div id=\"drg\" style=\"display: none;\">De Planta, Robert\/ Melcher, Florian\/ Pult, Chasper\/ Giger, Felix  (1938<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"ffDOT\">ff.<\/span>): Dicziunari Rumantsch grischun, Chur, Inst. dal Dicziunari Rumantsch Grischun\n<br><br>\n<a href=\"http:\/\/online.drg.ch\/\">Link<\/a><\/div><div id=\"sds\" style=\"display: none;\">Baumgartner, Heinrich\/ Handschuh, Doris\/ Hotzenk\u00f6cherle, Rudolf (1962-2003): Sprachatlas der Deutschen Schweiz, Bern, vol. 1-9, Francke<\/div><div id=\"sottile2002\" style=\"display: none;\">Sottile, Roberto (2002): Lessico dei pastori delle Madonie, Palermo, Centro di studi filologici e linguistici siciliani\n<br><br>\n<a href=\"http:\/\/www.als-online.gwi.uni-muenchen.de\/carta\/\">Link<\/a><\/div><div id=\"va\" style=\"display: none;\">Krefeld, Thomas | L\u00fccke, Stefan: VerbaAlpina, M\u00fcnchen, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\n<br><br>\n<a href=\"https:\/\/www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de\/\">Link<\/a><\/div><div id=\"vsi\" style=\"display: none;\">Sganzini, Silvio (1952ff): Vocabolario dei dialetti della Svizzera italiana, Lugano, Tipografia la Commerciale<\/div><div id=\"ABR_LMU\" style=\"display: none;\">Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/div><div id=\"ABR_sogDOT\" style=\"display: none;\">sogenannt<\/div><div id=\"ABR_VA\" style=\"display: none;\">VerbaAlpina<\/div><div id=\"ABR_UB\" style=\"display: none;\">Universit\u00e4tsbibliothek<\/div><div id=\"ABR_DOI\" style=\"display: none;\">Digital Object Identifier<\/div><div id=\"ABR_vglDOT\" style=\"display: none;\">vergleiche<\/div><div id=\"ABR_sDOTvDOT\" style=\"display: none;\"><span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"latDOT\">lat.<\/span> <span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"sub\">sub<\/span> voce (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"deuDOT\">deu.<\/span> unter dem Stichwort)<div id=\"ABR_latDOT\" style=\"display: none;\">Latein (ISO 639-3)<\/div><div id=\"ABR_sub\" style=\"display: none;\">Substantiv<\/div><div id=\"ABR_deuDOT\" style=\"display: none;\">Deutsch (ISO 639-3)<\/div><\/div><div id=\"ABR_URN\" style=\"display: none;\">Uniform Resource Name<\/div><div id=\"ABR_sDOT\" style=\"display: none;\">siehe<\/div><div id=\"ABR_ID\" style=\"display: none;\">Identifikationsnummer<\/div><div id=\"ABR_URL\" style=\"display: none;\">Uniform Resource Locator<\/div><div id=\"ABR_sDOTuDOT\" style=\"display: none;\">siehe unten<\/div><div id=\"ABR_SDS\" style=\"display: none;\">Sprachatlas der deutschen Schweiz<\/div><div id=\"ABR_ALS\" style=\"display: none;\">Atlante linguistico della Sicilia<\/div><div id=\"ABR_PVA\" style=\"display: none;\">Partner VerbaAlpina<\/div><div id=\"ABR_ITG\" style=\"display: none;\">IT-Gruppe Geisteswissenschaften (<span class=\"vaabr\" data-vaabr=\"LMU\">LMU<\/span> Center for Digital Humanities)<div id=\"ABR_LMU\" style=\"display: none;\">Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/div><\/div><div id=\"ABR_fDOT\" style=\"display: none;\">Femininum<\/div><div id=\"ABR_roaDOT\" style=\"display: none;\">Romanisch (ISO 639-5)<\/div><div id=\"ABR_ffDOT\" style=\"display: none;\">folgende<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas Krefeld | Stephan L\u00fccke (LMU) 0. Vorbemerkung Die aktuelle F\u00f6rderungsphase dient der Erschlie\u00dfung eines zweiten gro\u00dfen Gegenstandsbereichs, n\u00e4mlich der Natur, und zielt auf Bezeichnungen von Witterungserscheinungen, Landschaftsformationen, Fauna und Flora. Parallel dazu wurde viel Arbeit in \u00a0die Konzeption und praktische Umsetzung von verl\u00e4sslichen Prozeduren des Datenmanagements in webbasierten Forschungsprojekten \u00a0Investiert. 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