1. Über VerbaAlpina (Zitieren)

GGrimaldi
(338 Wörter)

1. Über das Projekt VerbaAlpina

VerbaAlpina ist ein Forschungsprojekt der Ludwig-Maximilians Universität, das den Sprach- und Kulturraum der Alpen auf ausgewählte Sachbereiche wie Natur, Kulturgeschichte und kulturelle Gegenwart  untersucht. Innerhalb dieser Sachgebiete werden Kategorien wie beispielsweise Milchverarbeitung, Gebäude, Geräte, Produkte, Tätigkeiten und viele mehr konkretisiert. Das linguistisch betrachtet komplexe Untersuchungsgebiet deckt die Sprachen Italienisch, Französisch, Deutsch, Slowenisch und Rätoromanisch, sowie ihre jeweiligen Dialekte ab. Charakteristisches Sprach-und Kulturgut dieser Region wird systematisch erfasst und mit moderner Medientechnologie – Social Software, Internet, Datenbank und Georeferenzierung – analysiert und online aufbereitet, sowohl für Linguisten als auch für Laien. Im Zentrum der Untersuchung steht der spezifische Alpenwortschatz. <mod>Ein Der Pretest zur Erhebung neuer Daten</mod> wird sich aber insbesondere mit dem der Milch-und Käseverarbeitung befassen. Die Zielsetzung VerbaAlpinas ist das Erschaffen eines sprachübergreifenden Onlineportals, das der Dokumentation, Datenerhebung und Publikation dienen soll. Somit wird bereits bestehendes Material digital zugänglich gemacht und neue Daten hinzugefügt. Das Material für die Untersuchungen stammten aus unterschiedlichen Quellen, vorwiegend Sprachatlanten, Wörterbüchern und Parallelprojekten. Das besondere Augenmerk bei der Digitalisierung der Daten liegt auf der sogenannten Georeferenzierung, d.h. der geographischen Kennzeichnung der Herkunft. Allerdings sind die bisher existierenden Daten uneinheitlich, z.T. unübersichtlich und – durch den Erhebungszeitpunkt bedingt – mit veralteten Methoden aufbereitet, und müssen daher neu systematisiert und einheitlich digitalisiert werden, um sich einen guten ethnolinguistischen Überblick verschaffen zu können, was durch die eigens konzipierte Datenbank von VerbaAlpina gewährleistet wird.

Die bisherigen Quellen decken außerdem den Alpenwortschatz z.T. nur ungenügend ab, sodass neue Wege der Datenbeschaffung beschritten werden müssen. Einenr dieser neuen Wege bietet der Umgang mit Crowdsourcing. Die Theorie sowie die praktische Anwendung eines Crowdsourcingsystems auf das Projekt im Rahmen eines Pretests für eine italienischsprachige ‚Minicrowd‘ ist daher das zentrale Thema des vorliegendes Beitrags. Das Ziel des Pretests ist es, die angewandte Methodik auf Effizienz, mögliche Probleme und letztlich auf den Erfolg vorab zu testen, um somit Risiken des Crowdsourcings für VerbaAlpina zu minimieren und folglich die vielversprechenste Methode anwenden zu können (vgl. Mutter 2016, Dialektologentreffen_Würzburg ).