4. Realisierung des Pretests (Zitieren)

GGrimaldi
(2400 Wörter)

4. Realisierung des Pretests

Wie schon erwähnt, soll das eigentliche zukünftige Crowdsourcingprojekt von VerbaAlpina die sogenannten Datenlücken füllen bzw. neuen/modernen alpinen Wortschatz zu Tage fördern und online zugänglich machen, um die Endprodukte des Projekts, die auf der VerbaAlpinaplattform sichtbar sein sollen, nämlich einerseits die Verbreitung von Bezeichnungen und andererseits die Verbreitung von Bedeutungen, zu ermöglichen. In diesem Pretest sollen also vorab die Eventualitäten, Probleme etc. abgeklärt werden, um eben genannte Ziele zu erreichen. Ein Problem, das sich beispielsweise sofort stellt, ist der Fragetypus im Test. Die Fragestellung ‚come dici..?‘ kann variiert werden: mit Konzeptbeschreibung und Bild, nur Bild, Konzeptbeschreibung und Videomaterial etc.. Ebenso schwierig verhielt es sich zunächst mit den Antwortmodalitäten, nämlich Schrift sowie Audioaufnahme, und letztlich bleibt noch das Feedback der User abzuwarten. Außerdem wurden sogenannte Kompetenzfragen eingebaut, die sowohl die Kompetenz als auch die Aufmerksamkeit des Users testen und daher einer anderen Fragestruktur unterliegen. Das konkrete Ziel dieser Arbeit ist es, die effizienteste Methode des Crowdsourcings für die Gewinnung linguistischer Daten zu ermitteln. Dafür erlag die Erstellung des Tests einem wohlüberlegten Kriterienkatalog, der folgend erklärt wird.

4.1 Kriterien für den geeigneten Test

Für den größtmöglichen Nutzen des Pretests gilt es grundlegende Kriterien als Basis für alle folgenden zu berücksichtigen:

  • selbsterklärende Formulierung
  • Effizienz durch richtige Fragestellung, was die Auswahl geeigneter Konzepte und passende Antwortmöglichkeiten beinhaltet
  • ansprechende Gestaltung für den User.
4.1.1 Sprachliche Gestaltung

Für das erste Kriterium spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die daher ausdifferenziert werden müssen. Für eine selbsterklärende Formulierung, die einfach und daher weder abstrakt noch wissenschaftlich sein darf, muss zusätzlich noch der Platzmangel auf einem Smartphonebildschirm einkalkuliert werden. Das heisst, mit so wenig Worten wie möglich, muss eine kurze Einführung zur Nutzung und ein klarer Arbeitsauftrag hervorgehen. Daher wurde für den Test viel mit selbsterklärenden Symbolen und Ikonen (Pfeile, Offbutton, Stift, Mikrofon etc.) mit den jeweiligen Funktionen für die Symbole, Ikonen und Bildern gearbeitet. An einem konkreten Beispiel demonstriert bedeutet das, dass der Start der App/mobilen Website mit dem Klick auf das Startbild zu betätigen ist. Danach folgt eine kurze Einführung zur Nutzung des Tests. Dies bleibt der einzige Fließtext im ganzen Test. Die genaue aber nicht übertriebene Formulierung ist an dieser Stelle sehr wichtig, um sicherzustellen, dass der Arbeitsauftrag verstanden wurde, zur Teilnahme motiviert und ausgeführt wird.

screen test

Abbildung 9

Zur Veranschaulichung des Auftrags folgt eine Beispielfolie, auf  der einfach erklärt wird, wie der Auftrag auszuführen ist, in dem die verwendeten Symbole erklärt werden.

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Abbildung 10

Wie eben erwähnt, sind die Symbole auf diesen Abbildungen gut zu erkennen und im Beispiel noch mit Text hinterlegt, der in den folgenden Folien nicht mehr zu sehen sein wird. Ist das Symbol einmal erklärt, kann so der Text im restlichen Test maximal gekürzt werden. Weiterhin wurde entschieden, den User persönlich anzusprechen (2.Pers.Sg.) und somit ein weniger wissenschaftliches, entspanntes und persönlicheres Umfeld zu schaffen. Die Formulierungsmethode, die hier demonstriert wurde, zieht sich nach dem gleichen Schema durch den ganzen Test. Die Syntax ist selbst in der Fragstellung auf das nötigste reduziert und es tauchen weder Fachtermini noch Fremdwörter auf, da diese  – wenn sie nicht verstanden werden- zu großem Unbehagen des Users führen könnten und somit schlimmstenfalls zum Abbruch des Tests. Das Ziel ist es, mit der treffenden Formulierung dem User zu vermitteln, dass er und sein Wissen – das ohnehin nur eine gewisse Anzahl von Menschen hat – von der Wissenschaft gebraucht und geschätzt wird und nur der User VerbaAlpina helfen kann.

4.1.2 Effizienz: Die Auswahl geeigneter Konzepte

Nachdem die passende Formulierung gefunden wurde, muss die Effizienz des Tests gewährleistet werden, das durch das Abfragen der richtigen Konzepte sowie durch das Anbieten der passenden Antwortmöglichkeiten bzw. durch den Fragetypus geschehen soll.

Nach welchen Kriterien die ausgewählten Konzepte ihren Platz im Pretest gefunden haben und worin die Notwendigkeit besteht genau diese Konzepte abzufragen soll im folgenden Abschnitt erläutert werden. Grundlegend für das Verständnis ist jedoch die Kenntnis der Konzeptstruktur, das heißt von der Anlegung bis hin zur Hierarchie in der Datenbank von VerbaAlpina. Zur Veranschaulichung dient daher Abbildung 10.

konzeptbaum

Abbildung 10 (vgl. VerbaAlpina/Konzeptbaum/Gebäude)

Zu sehen ist der sogenannte Konzeptbaum, der die hierarchische Struktur der Konzepte VerbaAlpinas abbildet. Es ist somit sofort ersichtlich, wie spezifisch diverse Konzepte sind und sich daher sogenannte Unterkonzepte zu den jeweiligen Konzepten formieren. Bei der Betrachtung gewisser Konzepte, wie beispielsweise ‚ALMSTALL, FRÜHER OFFEN, MIT GANG IN DER MITTE UND LAGERPLÄTZEN FÜR KÜHE RECHTS UND LINKS, JETZT GESCHLOSSEN‘ (vgl. Abb. 10 Mitte) wird klar, dass eine wohlüberlegte Auswahl der abzufragenden Konzepte vorgenommen werden muss, da sich dieses beispielhafte Konzept (als eines von vielen) definitiv nicht abfragen lässt – und das aus verschiedenen Gründen: Zum einen kann aus pragmatischer Sicht ein Konzept dieser Länge nicht abgefragt werden, da auf der mobilen Version, die auf Smartphones oder Tablets genutzt werden soll, der Platz sehr eng bemessen ist. Weiterhin sind jene spezifischen Konzepte, nicht an allen Orten vorhanden, da sie z.T.  nur an exakt einem Ort vorkommen und daher gemeindespezifisch sind. Es gilt also, jegliche Unterkonzepte auszusparen und sich am allgemeinsten Konzept zu orientieren, um flächenabdeckend abfragen zu können . Dies hieße für das vorangegangene Beispiel, dass das hierarchisch ganz oben angesiedelte Konzept aus dem Konzeptbaum auszuwählen ist, in diesem Fall wäre das ‚ALMSTALL‘.

Insgesamt wurden in diesem Pretest also allgemein bekannte und verständliche Konzepte abgefragt, die sowohl traditionellen Alpenwortschatz abdecken (z.B. Sennhütte, Almstall, Kuhherde etc.) als auch neuen Wortschatz, z.B. für Milchzentrifuge.

Ein „Experiment“ mit einem dieser sogenannten Unterkonzepte findet allerdings doch Anwendung am Ende des Test: Abgefragt wurde das Unterkonzept ‚ALMSTALL, OFFEN, AUF 4 PFÄHLEN GESTÜTZT‘. Es wird sich also in der Analyse des Pretests zeigen, wie viele Daten und welche bei dieser Frage erhoben werden können. Zu berücksichtigen ist dabei, dass nicht geprüft werden kann, ob dieses Konzept in allen Gemeinden existiert und ob ein dialektaler Beleg, der sich vom Hauptkonzept ‚ALMSTALL‘ abhebt, gebräuchlich ist oder nicht. Ausgangspunkt für dieses Experiment ist die Karte des AIS zum Stimulus ‚Almstall‘. Auf dieser Karte zeigte sich eine enorme Menge an sehr spezifischen Unterkonzepten bzgl. Almställen in verschiedensten Varianten. Daher ist es interessant zu überprüfen, ob sich eine solche Datenmenge an spezifischen Unterkonzepten auch mittels Crowdsourcing erheben lässt, ob diese Belege aus Erhebungszeiten des AIS noch aktuell sind und wenn dies der Fall ist, welche Art von Informanten diesen Wortschatz noch kennt.

4.1.3 Der Fragetypus

Wie schon angedeutet gibt es semantisch zwei unterschiedlich konzipierte Fragetypen. Einerseits, und mehrheitlich wurde dieser Fragetyp genutzt, gibt es sprachlich orientierte Fragen, die nur darauf abzielen, die dialektale Bezeichnung für ein Konzept zu ermitteln.  Diese soll eingetippt und eingesprochen werden können.

screen test 2

Abbildung 11

Andererseits wurden sogenannte Kompetenzfragen eingebaut, die bei der Analyse feststellen sollen, wie kompetent der User, der diesen Test durchlaufen hat, wirklich ist und wie aufmerksam er war. Für diese Fragen werden zwei bis drei Antworten zum anklicken angeboten. In diesem Fall gibt es entweder eine richtige oder eine falsche Antwort bzw. könnten Abstufungen in der Kompetenz festgestellt werden. Anhand der folgenden Bildschirmaufnahme des Pretests wird dies veranschaulicht.

Unbenannt

Abbildung 12

Auf dem Bild ist das Konzept – bei diesem Fragetypus natürlich ohne Konzeptbeschreibung – des Prozesses ‚HERAUSHEBEN DES KÄSES AUS DEM KÄSEKESSEL MIT KÄSETUCH‘ zu sehen, was der Antwortmöglichkeit 1 entspricht. Markiert der User also Antwortmöglichkeit 2, ist er weniger kompetent, als die User, die die richtige Antwort markiert haben. Somit hat man während der Analyse Vergleichsmaterial: zu untersuchen wäre z.B. inwiefern sich die Antworten der User – am besten aus dem gleichen Dorf bzw. aus der gleichen Gemeinde – die den Kompetenztest bestanden haben zu denen unterscheiden, die die Kompetenzfragen nicht korrekt beantwortet haben. Zusätzlich sollen durch die Fragen, die auf die Aufmerksamkeit abzielen, also die z.B. durch genaues Hinsehen richtig zu beantworten werden können, weitere Abstufungen sichtbar sein bzw. weitere Vergleiche möglich machen. Durch das Aanalysieren der Antworten können nun dialektale Kompetenz, Aufmerksamkeit und Sachkompetenz bzgl. Almwesen getestet werden und somit auch sprachlicher  und außersprachlicher Input. Spielt man dieses Szenario durch, könnte sich folgendes ereignen: zwei User aus der gleichen Gemeinde geben verschiedene Antworten bei den sprachlichen Fragen. Im zweiten Teil des Tests wird Kompetenz und Aufmerksamkeit abgefragt. Durch ein unterschiedliches ‚Kompetenzniveau‘ könnten z.B. unterschiedliche Antworten erklärt werden. Weiterhin ist es VerbaAlpina so möglich, festzustellen welche Art von User erreicht wurde. Und letztlich kann VerbaAlpina, bei Einverständnis des Users, mit allen Probanden, aber vor allem mit den „Experten“, in Kontakt bleiben. Daher scheint mir die eben skizzierte Konzeption des Pretests als die effizienteste für diesen Rahmen.

Letztlich gilt es dies noch in einen ansprechenden Kontext für den Probanden und Nichtlinguisten einzugliedern. Daher muss der Punkt des Unterhaltungswerts durchdacht werden.

4.1.4 Unterhaltungswert und ansprechende Gestaltung: Medialer Einsatz

Diesen Bereich gilt es – wie bereits angedeutet – mit Vorsicht zu bearbeiten. Durch die Formulierung (so wenig Text wie möglich und der Einsatz verschiedener Medien) hat der Test bereits eine nutzerfreundliche Position eingenommen. Ferner darf aber eine ansprechende Gestaltung und ein gewisses Quantum an Unterhaltung nicht fehlen, da der User sich sonst langweilen könnte und im schlimmsten Fall den Test abbricht oder ihn gar nicht erst startet. Es ist daher notwendig dem User etwas für seine aktive und ordentliche Teilnahme – also für seinen Beitrag zur Wissenschaft – zu bieten, um ihn zunächst zur Teilnahme zu motivieren, daraufhin für das Crowdsourcing von VerbaAlpina zu gewinnen und ein Schneeballsystem (z.B. über Mundpropaganda) in Gang zu bringen, um laufenden Zuwachs und stetigen Informationsfluss zu bewirken.  Da es sich aber bei dem Pretest für VerbaAlpina weder um ein Spiel noch um ein Quiz handelt, liegt die Schwierigkeit im Balanceakt zwischen Seriösität und Unterhaltung.

Um dieses gewisses Quantum an Unterhaltung für den User zu erzeugen, stehen verschiedene Mittel für eine ansprechende Gestaltung zur Verfügung.

Sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus pragmatischer Sicht sind unterstützende Fotos und Videos zu den Fragestellungen, die auf die dialektale Kompetenz abzielen, nicht notwendig, im Gegenteil: das Einfügen von Medien verringert den schon begrenzten Platz, der auf einer Seite zur Verfügung steht. Da bei besagten Dialektfragen immer eine Konzeptbeschreibung zur Verfügung steht, handelt es sich beim medialen Einsatz für die sprachlichen Fragen um ein reines Mittel zur Erstellung eines attraktiven Designs. Andererseits kann somit sichergestellt werden, dass das Konzept richtig verstanden wurde.

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Abbildung 13

Bei der Verwendung von Videomaterial handelt es sich auch um unterstützenden medialen Einsatz, allerdings haben die eingefügten Videos auch einen konzeptionellen Hintergrund, der im Punkt 4.2.1 erklärt wird. Generell auf den medialen Einsatz bezogen, lässt sich sagen, dass bewegte Bilder im Vergleich zu Standbildern, meist anschaulicher sind und zudem ein zusätzliches Medium darstellen; der Wechsel zwischen Fotos und Videos kann einen größeren Unterhaltungswert darstellen, als die homogene und konsequente Verwendung desselben Mediums.

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Abbildung 13

Video 1

Die „Belohnung“ des Informanten für die Teilnahme am Crowdsourcing könnte diverse Gestalten annehmen. Denkbar wäre die Vergabe eines Expertenstatus, der die Nutzung verschiedener Tools auf der VerbaAlpinalattform für den Informanten möglich macht, z.B. die Nutzung des Transkriptionstools. Dies wird allerdings erst in der Crowdsourcingsphase VerbaAlpinas stattfinden, nachdem der Pretest ausgewertet wurde.

4.2 Stand des Pretests: Funktionalität und Aufbau

4.2.1 Funktionalität und Aufbau der App/mobilen Website

Die mobile Website ist seit dem 30.05.2016 online zugänglich und wurde an alle bereits genannten Kontakte und Institutionen verschickt. Die Funktionalität ist momentan auf schriftliche Eingabe von Belegen beschränkt, da die Aufnahme von Sound bisher von mobilen Browsern kaum unterstützt wird. Allerdings wird bereits daran gearbeitet und diese Funktion sollte im Crowdsourcing von VerbaAlpina angeboten werden können.

Es folgt nun die Beschreibung und Erläuterung der Struktur und des Aufbaus der App/mobilen Website. Dies lässt sich am anschaulichsten durch die Verwendung durch Screenshots und den jeweiligen Erklärungen dazu, demonstrieren.

Bei den bisher gezeigten Bildschirmaufnahmen handelte es sich um die ‚Rohversion‘ der mobilen Website, während das nun gezeigte Bild den Screenshot der Website, die nun online ist, zeigt. Bevor der Test startet, wird allerdings die Nutzungserklärung angezeigt, die unbedingt akzeptiert werden muss und besagt, dass die Daten, die aus der App/mobilen Website hervorgehen, gespeichert, verarbeitet und publiziert werden dürfen. Weiterhin muss der zukünftige User ausdrücklich in die Speicherung der personenbezogenen Daten sowie des Standorts zum Zeitpunkt der Dateneingabe und des Zeitpunkts der Dateneingabe einwilligen. Nachdem die Nutzungserklärung akzeptiert wurde, öffnet sich die Startseite.

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Abbildung 14

Bei Klick auf die Seite startet der Test indem die Erklärung des Arbeitsauftrages folgt.

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Abbildung 15

Der Nutzer kann sich nun entscheiden, ob er sich ein Beispiel anzeigen lässt oder gleich mit der ersten Frage starten möchte. Das Beispiel zeigt das Konzept mit Bild Butter. Um zu veranschaulichen, wie der Auftrag auszuführen ist, wird der Beleg, den ich beispielhaft aus dem Ort Olivone ausgewählt habe – ul buter – graphisch automatisch eingetippt. Das Beispiel kann so oft wie gewünscht wiederholt werden. Klickt man auf dem Pfeil nach rechts, startet die erste Frage, die sich an den User richtet.

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Abbildung 15

Die ersten 10 Fragen sind genau nach diesem Typus aufgebaut und fragen nur die dialektale Kompetenz ab. Nach der zehnten Frage folgt eine Art semantischer Umbruch, wobei dem User freisteht weiter zu machen oder abzubrechen. Zudem werden auf dieser Seite die soziodemographischen Daten abgefragt.

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Abbildung 16

Entscheidet sich der User dafür, weiterzumachen, folgen 8 weitere Fragen, die sowohl aus Dialektfragen, Kompetenzfragen und Fragen, die auf die Aufmerksamkeit abzielen,  bestehen.

Beispielsweise stellt die Frage 12 eine Frage dar, die auf die Aufmerksamkeit abzielt. Gezeigt wird das Bild einer Stute, ohne Konzeptbeschreibung. Vermutlich wird der Großteil der Nutzer ihren dialektalen Beleg für das Konzept ‚Pferd‘ eingeben. Findet sich jedoch – trotz gegenteiliger Erwartung – jemand, der den Beleg für ‚Stute‘ eingibt, kann man daraus schliessen, dass es sich um einen sehr aufmerksamen Informanten handelt.

Durch den Gebrauch von Videomaterial wird dem User (von der Konzeptbeschreibung abgesehen) durch das demonstrieren einer Tätigkeit automatisch klar, dass es sich bei dem gesuchten Wort um ein Verb handeln muss. Zudem muss bedacht werden, dass der Arbeitsauftrag missverstanden werden könnte, wenn man Tätigkeiten oder Prozesse mit Fotos abbildet. Dies könnte bedeuten, dass der User durch die uneindeutige Formulierung des Arbeitsauftrags nicht das gesuchte Verb angibt und somit der Beleg unbrauchbar bzw. nicht mehr vergleichbar wird. Um also Homogenität zu sichern – und somit vergleichbare Antworten – wird durch die verbale Konzeptbeschreibung und dem zusätzlichen Video, die besagte Tätigkeit bzw. der Prozess abgebildet.

Beispiel: Abbildung 17

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4.2.2 Das Abfragen eines weiteren Dialekts und Feedback

Da VerbaAlpina vom gesamten Wissen des Nutzers profitieren möchte, gibt es nach dem erstmaligen Durchlaufen, die Möglichkeit den Test mit Belegen eines weiteren Dialekts beliebig oft zu wiederholen. Die Idee dahinter ist die folgende: Auch wenn der Nutzer ursprünglich aus einer Gemeinde kommt, kann es trotzdem sein, dass er über Kenntnisse  eines Dialetks der Nachbargemeinde oder eines anderen Ortes im Erhebungsgebiet verfügt (z.B. durch Arbeits-oder Kindheitsaufenthalte, Kontakte etc.).

Abbildung 18

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Klickt man also auf „“ startet der Test von neuem.

Abbildung 19

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