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Autorenschaft  (Zitieren)

Alle verbalen Beiträge der VerbaAlpina-Seite sind namentlich gekennzeichnet; Autoren werden mit dem Kürzel "auct." markiert, Übersetzer eines Beitrags mit dem Kürzel "trad.". Die Software wird im Wesentlichen von Florian Zacherl entwickelt.

(auct. Thomas Krefeld | Susanne Oberholzer)

Tags: Publikation



Datenzugriffsschicht  (Zitieren)

Der Zugriff auf das Modul VA_DB erlaubt, unmittelbar in den primären Projektdaten zu recherchieren. Dieser Zugriff kann entweder durch den Menschen (über das Modul VA_WEB) oder durch Maschinen bzw. Programme erfolgen. Letzteres Szenario besteht z. B. auch projektintern bei der Kommunikation zwischen den Modulen VA_WEB und VA_DB, betrifft aber auch automatische Zugriffe z. B. von Rechnern bzw. Programmen der VA-Projektpartner. Im Laufe der Entwicklungsarbeiten im Bereich der Module VA_WEB und VA_DB ist es aus informatischer bzw. programmiertechnischer Sicht nicht selten erforderlich, bestehende Datenstrukturen zu verändern und an neue Erfordernisse anzupassen. Dies kann im Fall des Zugriffs durch einen Menschen zu Verwirrung führen, im Fall des Zugriffs durch eine Maschine bzw. ein Programm führt es schlicht zu einer Fehlfunktion. Um diesem Problem zu begegnen, wird innerhalb von VA_DB eine – zumindest weitgehend – stabile Datenstruktur zwischengeschaltet, in die hinein die veränderlichen primären Datenstrukturen projiziert werden.

auct. Stephan Lücke

Tags: Kooperation Publikation Forschungslabor



Erklärungssprache  (Zitieren)

Die Oberfläche dieses Portals wird in mehreren Standardsprachen aufrufbar sein, nämlich (in alphabetischer Reihenfolge) auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch (Rumantsch Grischun) und Slowenisch, dabei ist im Fall des Deutschen je nach Autor/in gelegentlich mit schweizerischen und österreichischen Standardvarianten zu rechnen. Unabhängig von der gewählten Erklärungssprache hat der Nutzer jedoch stets Zugriff auf sämtliche objektsprachlichen Materialien aller erfassten Dialekte und Sprachen.

(auct. Thomas Krefeld)

Tags: Publikation



Funktionsbereich (1): Dokumentation  (Zitieren)

VerbaAlpina dokumentiert die dialektale Variation innerhalb eines ethnographisch definierten Raums; der onomasiologische Rahmen wird durch kulturelle Techniken und Lebensformen abgesteckt, die sich unter den jeweils spezifischen, auch kulturunabhängigen Umweltbedingungen konventionalisiert haben. Dergleichen Räume, die durch die Alpen in prototypischer Weise repräsentiert werden, konnten die sprachwissenschaftlichen Forschungstraditionen nicht angemessen erfassen, da sich die Teildisziplinen, die sich systematisch mit der Konstitution von Räumen beschäftigen – also die Sprachgeographie, bzw. Dialektologie oder auch Geolinguistik – beinahe ausnahmslos an vorgegebenen politischen und/oder (einzel)sprachlichen Grenzen orientieren. Der räumliche Zuschnitt zentraler und in mancher Hinsicht bis heute maßgeblicher Unternehmungen ist zwar nachzuvollziehen (vgl. etwa den AIS und das FEW) – zustimmen mag man jedoch oft nicht. Gerade die besonders faszinierenden mehrsprachigen Kulturräume, also z. B. das Gebiet zwischen der montenegrinisch-albanischen Adriaküste und der Donau, fallen daher durch das Raster der etablierten, durch nationalphilologische Voreinstellungen gesteuerten Forschung. Der ambitioniert geplante Atlante linguistico mediterraneo hätte ein richtungweisendes Großprojekt werden können; er ist jedoch über Ansätze niemals hinausgekommen.
VerbaAlpina zielt auf den Alpenraum; das Projekt will aber weder Sprach- noch Dialektgrenzen herausarbeiten und keineswegs das Mosaik gegeneinander abgegrenzter Varietäten (Dialekte) abbilden. Vielmehr wird eine interlinguale Geolinguistik entwickelt, die untersucht, inwieweit spezifische Varianten, nämlich die für den alpinen Kulturraum charakteristischen Bezeichnungstypen, gerade den Dialekten gemeinsam sind und sie womöglich über die Grenzen der Sprachfamilien hinaus verbinden. Die relative Ähnlichkeit der lokalen Dialekte ergibt sich induktiv aus den Daten selbst. Die einzige vorgegebene Gliederung des Alpenraums, die von vornherein unterlegt wird, betrifft die aktuellen Grenzen zwischen den drei großen Sprachfamilien (Germanisch, Romanisch, Slawisch).

Perspektive

Die Verteilung der Varianten in diesen dialektalen Großräumen impliziert vielfältige, mehr oder weniger weit zurückliegende Kontaktbeziehungen; daher kann die übergreifende Perspektive des Projekts nur eine historische sein. Im Hinblick auf den skizzierten Untersuchungsraum versteht sich VerbaAlpina allerdings nicht als Beitrag zur nationalen Sprachgeschichtsschreibung der involvierten Sprachen, sondern als Versuch, die Stratigraphie eines mehrsprachigen kommunikativen Raums exemplarisch zu rekonstruieren.

Dabei wird ausschließlich bottom up verfahren, das heißt auf Grundlage von Daten, die lokal georeferenzierbar sind. Die minimale und by default geltende Referenzeinheit ist die politische Gemeinde, genauer gesagt ein Geopunkt, der die Gemeinde als Ganze repräsentiert, oder aber die gesamte Gemeindefläche. Im Bedarfsfall kann die Georeferenzierung jedoch bis auf wenige Meter präzisiert werden.

Kartographie

Den Zugang zur Dokumentation vermittelt vor allem ein interaktive Karte. Bislang werden zur Visualisierung nur Punktsymbolkarten mit interaktiven Symbolen eingesetzt. Komplementär wird eine interaktive Flächensymbolisierung auf Basis der Gemeindeflächen vorbereitet, um eine bessere Visualisierung quantitativer Verhältnisse zu erzielen. Die interaktiven Symbolkarten markieren einen substanziellen Fortschritt der linguistischen und humanwissenschaftlichen Raumdarstellung, da sie es gestatten, stark abstrahierte ('synthetische') Repräsentationen mit ganz konkreten, lokalen Informationen ('analytisch') anzureichern.

Linguistische Datenaufbereitung

Bei Aktivierung ('Klick') eines Punktsymbols öffnet sich ein Fenster mit den jeweils für den Ort verfügbaren sprachlichen Daten; das folgende Beispiel zeigt die Bezeichnung des Konzepts BUTTER in Ramosch (Unterengadin):



Präsentation der sprachlichen Daten mit einem Pop-up-Fenster der interaktiven Karte

Die Daten werden quellentreu wiedergegeben (als phonetisch transkribierter Einzelbeleg, wie im vorstehenden Beispiel, oder in orthographisch typisierter Form) und allgemeineren Typen zugeordnet; die abstrakteste Kategorie wird durch den etymologisch definierten Basistyp vertreten. Demnächst kommen – wenn möglich – Verweise auf Referenzwörterbücher hinzu.

Filter

Mehrere Filter erlauben es dem Nutzer, aus den verfügbaren Daten eine gezielte Auswahl zu treffen und kartographisch darzustellen. Der oben gezeigte Kartenausschnitt stammt aus der Karte, die bei Auswahl des 'Konzepts' BUTTER erscheint:



Filter zu Steuerung der interaktiven Karte

Gruppieren und Sortieren

Nicht selten sind in den ausgewählten Kategorien bereits zahlreiche sprachliche Ausdrücke verfügbar; die Suche nach dem 'Konzept' BUTTER (vgl. die folgende Abb.) führt zu 1448 Belegen. Es wird daher die Möglichkeit gegeben, alle relevanten Ausdrücke nach unterschiedlichen Kriterien zu gruppieren und sortieren:



Die Sortierfunktion der interaktiven Karte: Konzepte

Eine entsprechende Option ergibt sich auch bei der Suche nach morpho-lexikalischen Typen oder Basistypen; vor allem die Sortierung nach dem Kriterium 'Konzept' ist auch unabhängig vom erfassten Sprachraum von Interesse, weil sie die Polysemie eines jeden Ausdrucks freilegt. Hier zwei screenshots der Vorgehensweise am Beispiel von malga:





Als Ergebnis resultieren die folgenden Bedeutungen, die untereinander in klarer metonymischer Beziehung stehen:



Polysemie des morpho-lexikalischen Typs malga

Quellen

Bislang wurden einige georeferenzierbare Wörterbücher, vor allem jedoch Sprachatlanten ausgewertet. Dabei wurden im Wesentlichen drei Techniken eingesetzt:
    1. Bereits auf gedruckten Karten publiziertes Material wurde mit einem speziell entwickelten Tool neu transkribiert und in die VA-Datenbank eingelesen, so im Fall der allermeisten Atlanten (SDS, AIS, TSA usw.).


    2. Das von VA entwickelte Transkriptionstool

    3. Bereits auf gedruckten Karten publiziertes Material, das jedoch im Original schon digital vorliegt, wurde so konvertiert und algorithmisch neu transkribiert, dass es in die VA-Datenbank eingelesen werden konnte. Dieses Verfahren wurde für den ALD und den ALTR praktiziert.
    4. Noch nicht publiziertes Material anderer Projekte wird direkt aus deren Erhebungsbögen transkribiert bzw. digital übernommen; dies gilt bislang vor allem für SAO-Daten.

    Multidimensionalität

    Für ein umfassendes Verständnis der historischen Prozesse ist es unbedingt wünschenswert, die sprachliche Daten um andere, historisch relevante Daten zu ergänzen; das kann VerbaAlpina nur sehr bedingt leisten; immerhin sind manche relevante Daten abrufbar. Der folgende Kartenausschnitt zeigt in synoptischer Zusammenschau einerseits die
    • Orte mit lateinischen Inschriften in der Provinz Noricum ;
    • Orte mit lateinischen Inschriften aus Raetien ;
    • aus der so genannten Tabula Peutingeriana überlieferten römische Ortsnamen an den viae publicae .
    Andererseits wurden die Reflexe von drei lateinischen, genauer: zwei lateinischen und einem latinisierten aber mutmaßlich vorrömischen Basistypen aufgerufen:
    • Basistyp lat. casearia in der Bedeutung 'Hütte'  in Nord-, Süd- und besonders prägnant in Osttirol;
    • den Basistyp vorröm. baita in der Bedeutung 'Haus'   in Slowenien südlich von Ljubljana;
    • den Basistyp lat. cellarium in der Bedeutung 'Hütte'  in Oberösterreich.


    Synoptische Karte zur lateinischen Epigraphik, den Tabula Peutingeriana-Orten und den Basistypen cellarium und baita in einem Teil des deu. und slow. Raums (vgl. die Legende oberhalb der Karte)

    Die unübersehbare Kongruenz oder wenigstens Affinität der Distributionen dürfte kaum einem Zufall geschuldet sein.

    (auct. Thomas Krefeld)

    Tags: Publikation



Funktionsbereich (2): Kooperation  (Zitieren)

Zusammenarbeit mit anderen Projekten ist für die Konzeption von VerbaAlpina grundlegend; sie spiegelt sich in zahlreichen Kooperationsvereinbarungen mit Projektpartnern wider. Ihre Umsetzung ist de facto jedoch nicht immer einfach; sie wird durch praktische, d.h. vor allem informationstechnische und damit verbundene datenrechtliche Probleme, aber am Rande auch ein wenig durch ideologische Vorbehalte gegenüber der open source-Ausrichtung behindert. Jede Kooperation stützt sich auf eine formale Vereinbarung, die den Partnern (PVA) eine exklusiv nutzbare Datenbank zum Upload zusichert. Jede Partner-Datenbank steht allen Partnern zum Download zur Verfügung. Aber die Kooperation soll selbstverständlich nicht auf Datenaustausch beschränkt bleiben; vielmehr sind alle Partner eingeladen (und aufgefordert), alle Funktionsbereiche zu nützen.

(auct. Thomas Krefeld)

Tags: Kooperation Publikation



Funktionsbereich (3): Publikation  (Zitieren)

Strenggenommen ist schon die Datendokumentation im Internet eine Form der Publikation; darüber hinaus versteht sich VerbaAlpina aber auch als Instrument zur Veröffentlichung von projektbezogenen Texten. Dafür sind im Wesentlichen drei Formate vorgesehen:
  1. Theoretisch und methodologisch zentrale Begriffe und Probleme werden in konziser Weise unter dem Reiter Methodologie abgelegt.
  2. Ausführlichere analytische Untersuchungen von Projektergebnissen oder theoretische bzw. methodologische Diskussionen können unter Projektpublikationen abgelegt werden.
  3. Kommentare zu einzelnen sprachlichen Typen werden in der Kartenlegende durch einen 'i'-Button geöffnet; sie können dort auch sehr leicht durch Projektmitarbeiter oder Externe eingestellt werden.


Über die Legende zugängliche Kommentarfunktion

auct. Thomas Krefeld

Tags: Publikation



Funktionsbereiche  (Zitieren)

Die Aufgaben und Leistungen von VerbaAlpina können den folgenden Bereichen zugeordnet werden:
(1) Dokumentation und sprachgeschichtliche Analyse des dialektalen Wortschatzes, der nach Maßgabe des onomasiologischen Rahmes als charakteristisch eingeschätzt wird;
(2) Kooperation mit Projektpartnern zum gegenseitigen Datenaustausch und zur Datenanalyse;
(3) Publikation des Datenbestandes, analytischer Texte und unterschiedlicher, projektbezogener Materialien, die sich teils an die fachliche, teils an die breite Öffentlichkeit richten.
Die Funktionen (1) bis (3) wurden mit der ersten Version 15/1 bereits aktiviert und werden kontinuierlich ausgebaut. In der Vorbereitung befinden sich die zwei weitere Funktionen:
(4) Datenerhebung durch Crowdsourcing;
(5) die Einrichtung eines Forschungslabors.

(auct. Thomas Krefeld)

Tags: Publikation



Konzeptbeschreibung  (Zitieren)

Die Konzepte werden in der Tabelle KONZEPTE der Datenbank am Beispiel des Deutschen wie folgt erfasst: Existiert eine lexikalisierte Bezeichnung für ein Konzept, so wird diese im Datenbankfeld 'Name_D' eingetragen. Bei fehlender Lexikalisierung bleibt dieses Feld leer. Unabhängig davon wird im Feld 'Beschreibung_D' das Konzept genauer spezifiziert bzw. definiert. Dies erfolgt nach einer festgelegten Vorgehensweise, die am Beispiel des Konzepts 'MILCHKANNE' (ID_Konzept 610) demonstriert wird: Das eben genannte Konzept wird mit einem spezifischen Lexem bezeichnet, daher wird MILCHKANNE in 'Name_D' eingetragen. Die Beschreibung sieht folgende hierarchische Reihenfolge vor: Gerät, Zweck, Material, Form (evtl.). Angewendet auf das Konzept ergibt sich also die Beschreibung: GEFÄSS, ZUM AUFBEWAHREN VON MILCH, AUS METALL. Falls möglich bzw. nötig sollen weiterhin diese zusätzlichen Regeln befolgt werden: Zahlen von 1-10 werden ausgeschrieben, zum Wiedergeben eines Prozesses, einer Handlung usw. kann entweder 'zu+Artikel+Infinitiv (substantiviertes Verb)' oder 'für+Substantiv' verwendet werden. Das Einhalten dieser Muster ermöglicht analoge Übersetzungen, die Bildung sprachunabhängiger Kategorien auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen (-> GEFÄSSE -> GEFÄSSE ZUR AUFBEWAHRUNG -> GEFÄSSE AUS METALL usw.), automatisierte Korrekturen bzw. Änderungen und eine transparente Suche. Alle Konzepte werden auf diese Weise auf Deutsch, Italienisch, Französisch, Slowenisch und Rätoromanisch erfasst.

(auct. Giorgia Grimaldi | Thomas Krefeld)

Tags: Publikation



Langzeitarchivierung  (Zitieren)

Sämtliche VerbaAlpina-Projektdaten werden so verwaltet, dass diese über einen möglichst langen Zeitraum les- und verwendbar bleiben. Die ins Auge gefasste Perspektive umfasst dabei wenigstens mehrere Jahrzehnte, das zugrundeliegende Konzept ist letztlich jedoch auf eine Konservierung ohne zeitliche Befristung ausgerichtet.

Im einzelnen werden die folgenden Aspekte berücksichtigt:
1. Welche Institution(en) wird(/werden) mit der Bewahrung der Daten bzw. der betreffenden Datenträger betraut?
2. Dokumentation der Datenstrukturierung sowie der logischen Zusammenhänge zwischen Daten und Datenkategorien (Entity Relationship)
3. Dokumentation der verwendeten Zeichenkodierung(en)

Mehrere Kopien der Projektdaten sollen bei mehreren verschiedenen Institutionen archiviert werden. Derzeit sind dafür die IT-Gruppe Geisteswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München (ITG) mit deren Anbindung an die Archivierungsserver des Leibniz-Rechenzentrums sowie das BAS Clarin Repository vorgesehen. Es ist geplant, zusätzliche Sicherungskopien bei weiteren geeigneten Institutionen zu deponieren. Die Archivierung findet im Rhythmus der Versionierungen statt. Archiviert werden jeweils die Datenbank mit sämtlichen Projektdaten (Modul VA_DB zusammen mit dem Entity-Relationship-Modell) sowie das Web-Framework (VA_WEB), das für die Präsentation der Daten im Internet (inklusive der jeweiligen Funktionalität) zuständig ist, so dass, zumindest theoretisch, ein "Wiedererwecken" jeder einzelnen Version in entsprechenden emulierten Betriebssystem- bzw. Softwareumgebungen möglich ist. Archiviert wird ferner die Medienbibliothek, die hauptsächlich Photos, Filme, Text- und Tondokumente enthält (Modul VA_MT).

(auct. Stephan Lücke)

Tags: Publikation



Lizenzierung  (Zitieren)

Die Module von VerbaAlpina (VA_DB, VA_WEB und VA_MT) und die darin enthaltenen Daten unterliegen im Wesentlichen den folgenden Creative Commons Lizenzen:




CC BY-SA 3.0 DE (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/; "Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen") (objektabhängig) bzw.




CC BY-NC-SA 3.0 DE (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/; "Namensnennung, nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen").

Einzelne Mediendateien im VA-Modul VA_MT, die VA aus externen Datenquellen bekommen oder erworben hat, können auch dem Copyright unterliegen. Die Objekte im Modul VA_MT werden individuell mit entsprechenden Merkmalen versehen.

Das Lizenzierungssystem sowie die Zugriffsrechte der verschiedenen VA-Benutzergruppen wird durch die folgende Graphik dokumentiert:






(auct. Stephan Lücke)


Tags: Kooperation Publikation



Module  (Zitieren)

s. Versionierung

Tags: Publikation



Notation  (Zitieren)

In den Textbeiträgen werden die folgenden, weitgehend üblichen Notationsprinzipien angewandt: objektsprachliche Formen (Belegbeispiele) werden kursiviert und sprachliche Bedeutungsangaben werden durch einfache Anführungszeichen markiert, z. B. ita formaggio 'Käse'. Außersprachliche Kategorien (Konzepte) werden durch Majuskeln repräsentiert. Der Unterschied zwischen sprachlicher Bedeutung und Konzept ist vor allem dann wichtig, wenn es in einzelnen Sprachen/Dialekten kein Wort für bestimmte Konzepte gibt, wie im Fall von KÄSE AUS DER FLÜSSIGKEIT NACH DER ERSTEN SCHEIDUNG DER FESTSTOFFE. Dafür sagt man ita ricotta, fra sérac, alemannisch Ziger usw.; ein hochdeutsches Wort fehlt jedoch.
(auct. Thomas Krefeld)

Tags: Publikation



Publikation  (Zitieren)

Integraler Bestandteil von VerbaAlpina ist auch die direkte, verlagsunabhängige Publikation von Ergebnissen. Denn nicht alles, was Publikation genannt wird, dient der PUBLIKATION. So bewirkt das traditionelle Medium des Drucks mittlerweile das strikte Gegenteil: Es entzieht der Öffentlichkeit Informationen, die ihr angesichts der Forschungsförderung durch öffentliche Mittel in weitestmöglicher Weise gegeben werden sollten und die ihr bei Verwendung der Neuen Medien auch leicht so geliefert werden könnten. Die in den Wissenschaften üblichen papierenen Auflagen von 200 oder 300 Exemplaren schaffen nicht inklusive 'Öffentlichkeit', sondern exklusive Privatheit. Es gibt daher angesichts der leicht verfügbaren Informationstechnologie keinen stichhaltigen Grund, den Druck als Mittel der Wissensverbreitung zu bevorzugen oder absolut zu setzen.
In manchen Wissenschaftsdisziplinen (nach unserer Kenntnis trifft dies u. a. auf die Informatik zu) ist in den vergangenen Jahren gar ein Trend zu beobachten, der die mit den Neuen Medien einhergehenden technischen Möglichkeiten ad absurdum führt: Während es nunmehr eigentlich ein Leichtes ist, weltweit bequemen Zugang zu Informationen und Texten zu gewähren, geschieht auch dort das blanke Gegenteil, indem der entsprechende Zugang nur gegen Bezahlung freigegeben wird. Dies ist sogar ein Rückschritt gegenüber der von uns zuvor kritisierten traditionellen Publikation auf Papier. Wir warnen an dieser Stelle nachdrücklich vor derartigen Entwicklungen, die auch im Bereich der Geisteswissenschaften bereits ansatzweise zu beobachten sind.

(auct. Thomas Krefeld | Stephan Lücke)

Tags: Publikation



Rätoromanisch  (Zitieren)

Im Einklang mit der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft wird hier der Ausdruck 'Rätoromanisch' für die romanischen Varietäten Graubündens benutzt, die traditionell nicht zum Italienischen gerechnet werden (vgl. Gross 2004 und Liver 2010). Damit soll aber keineswegs die Zusammengehörigkeit dieses Bündnerromanischen mit dem Dolomitenladinischen und Friaulischen im Sinne einer gemeinsamen 'Sprache' behauptet werden; eben für dieses, heute nicht mehr tragbare Konzept wurde der Ausdruck 'Rätoromanisch' im 19. Jahrhundert von der Sprachwissenschaft ursprünglich geprägt. Die Idee als solche hat Graziadio Isaia Ascoli entwickelt und auf Italienisch als 'ladino' bezeichnet.

(auct. Thomas Krefeld)

Tags: Publikation



Sprachkontakt  (Zitieren)

Beim Sprachkontakt, zu dem auch der Varietätenkontakt gehört, sind zwei grundverschiedene Typen zu unterscheiden, je nachdem ob es sich – auf der Ebene des sprachlichen Systems – um feste, sprecherunabhängige Integrate ('Entlehnungen') oder aber – auf der Ebene des Sprechers – um indivuelle Erscheinungen handelt. Letztere wiederum können habitualisierten oder ganz okkasionellen Verwendungen, so genannten switchings, entsprechen. Dieser Vorbehalt ist auch bei der Interpretation älterer Atlasmaterialien immer dann zu berücksichtigen, wenn ein Informant eine standardnahe Form oder, in zweisprachigen Gebieten, eine Form der jeweiligen Zweitsprache liefert. Der theoretisch fundamentale Unterschied ist angesichts der sprachlichen Daten mehr oder weniger wahrscheinlich, jedoch eigentlich nie evident. Nur die Vermehrung der Informanten, die mit social media zu einer durchaus realistischen Option wird, verspricht hier zuverlässige Auskunft.

(auct. Thomas Krefeld)



Tags: Publikation Crowdsourcing



Uniform Resource Name (URN)  (Zitieren)

s. Digital Object Identifier

Tags: Publikation



Versionierung  (Zitieren)

VerbaAlpina besteht aus folgenden Modulen:





- VA_DB: Datenbestand in der (MySQL-)Projekt-Datenbank (va_xxx)
- VA_WEB: Programmcode der Webschnittstelle des Projektportals www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de samt zugehöriger Wordpress-Datenbank (va_wp)
- VA_MT: Mediendateien (Photos, Filme, Text- und Tondokumente), die sich in der Medienbibliothek der Webschnittstelle befinden

Alle drei Module bilden ein konsistentes Ganzes mit wechselseitigen Verknüpfungen und Abhängigkeiten und können daher nicht voneinander getrennt werden. Während der Projektlaufzeit wird in regelmäßigen Abständen simultan der jeweils aktuelle Status der Module VA_DB und VA_WEB in Gestalt einer elektronischen Kopie gleichsam "eingefroren". Diese eingefrorenen Kopien erhalten Versionsnummern nach dem Schema [Kalenderjahr]/[laufende Nummer] (z .B. 15/1). Die jeweils produktive VA-Version erhält die Bezeichnung XXX.

Die Erzeugung von Kopien der VA-Mediathek (VA_MT) verbietet sich aufgrund der üblicherweise enormen Größe von Mediendateien. Aus diesem Grund wird von diesem Modul im Zuge eines Versionierungsvorgangs keine Kopie erzeugt. Einmal dort abgelegte Elemente können daher, sofern auch nur eine einzige VA-Version mit ihnen verknüpft ist, nicht aus der VA-Mediathek entfernt werden.

Im Projektportal besteht die Möglichkeit, zwischen der jeweils "produktiven" und daher ständigen Änderungen unterworfenen VA-Version sowie den archivierten, "eingefrorenen" Versionen zu wechseln. Im Projektportal wird durch geeignete Farbgebung des Hintergrunds bzw. bestimmter Bedienelemente angezeigt, ob man sich in der produktiven oder einer archivierten Version von VA befindet. Zitierfähig sind *ausschließlich* die archivierten Versionen von VA.


(auct. Stephan Lücke)

Titelbilder älterer VerbaAlpina-Versionen:

Stadel bei Fex Platta, im Fextal bei Sils Maria, Oberengadin (Bild: Thomas Krefeld)

Sennhütte auf der Roßsteinalm, oberhalb Lenggries (Bild: Thomas Krefeld)

15/1

Herbst in Südtirol, in der Nähe des Passeiertals (Bild: Susanne Oberholzer)

15/2

Pflege des Mascherpa Käses, Lombardei (Bild: Formaggio Bitto )

16/1

Alpsee, Immenstadt im Allgäu (Bild: Christina Mutter)

16/2

Heuernte im Chiemgau (Bild: Sammlung Groth-Schmachtenberger, Freilichtmuseum Glentleiten)

17/1

Heuernte (Bild: Sammlung Groth-Schmachtenberger, Freilichtmuseum Glentleiten)

17/2

Heuernte (Bild: Sammlung Groth-Schmachtenberger, Freilichtmuseum Glentleiten)

18/1

Winterlandschaft auf der Plose oberhalb Brixen (I) (Bild: Stephan Lücke)

18/2

Blick über die Seiser Alm auf die Geislerspitzen (Bild: Stephan Lücke)

19/1

Zillertaler Alpen (Bild: Thomas Krefeld)

19/2



Tags: Publikation



Wissenschaftskommunikation im Web  (Zitieren)

VerbaAlpina kann als eine webbasierte raumorientierte Forschungsumgebung beschrieben werden. Dieses Format wird bestimmt durch die aktuellen Rahmenbedingungen, die sich ganz erheblich von der traditionellen Wissenschaftskommunikation unterscheiden. In allen Disziplinen, die in ‚klassischer‘ Weise mit empirischen Daten arbeiten, lassen sich drei einander folgende Phasen unterscheiden:
  1. Der Wissenschaftler sucht Informanten.
  2. Die Informanten liefern dem Wissenschaftler Rohdaten.
  3. Der Wissenschaftler gibt eine bestimmte Menge der erhobenen Daten, die im Lichte theoretischer Annahmen selektiert und modelliert wurde, an ein im Wesentlichen wissenschaftliches Publikum weiter.
Die Kommunikation in den drei Phasen verläuft unidirektional und zielt auf in sich abgeschlossene, dinghafte Publikationen, d.h. auf gedruckte Bücher.

Die drei Schritte der traditionellen Wissenschaftskommunikation

Die Neuen Medien haben die Rahmenbedingungen für die Wissenschaftkommunikation revolutioniert: die skizzierte Unidirektionalität der Informationsflusses ist ebenso aufgehoben wie die Bindung der Rolle (INFORMANT, AUTOR, LESER) an unterschiedliche Personen; grundsätzlich kann sich ein und dieselbe Person in schnell wechselnden Funktionen an der Kommunikation beteiligen. Von Grund auf verändert ist im Hinblick auf die Kommunikanten die Funktion INFORMANT, da die Behandlung der gelieferten Daten transparent bleibt und kontinuierlich verfolgt werden kann. Der INFORMANT wird so zum LESER seiner eigenen DATEN – ganz unabhängig davon, ob er die wissenschaftliche Intention überhaupt versteht; gleichzeitig eröffnet sich ihm die Möglichkeit, dazu als AUTOR Stellung zu nehmen. Nicht weniger radikal verändert sich unter diesen Bedingungen der Status Daten selbst, da sie in grundsätzlich dynamischen Datenbank abgelegt werden, deren Umfang und Struktur Veränderungen unterworfen bleibt.


Wissenschaftskommunikation unter den Bedingungen des Internet

In diesem Sinn sind in VerbaAlpina unterschiedliche, aber eng miteinander verflochtene Funktionsbereiche angelegt.

(auct. Thomas Krefeld)

Tags: Kooperation Publikation Crowdsourcing



Wissenshorizont  (Zitieren)

Dieses Portal informiert in drei unterschiedlichen Dimensionen:
(1) über außersprachliche Realität (‘Sachen’),
(2) über Konzepte, oder: inhaltliche, bzw. onomasiologische Kategorien, die nicht an einzelne Sprachen oder Dialekte gebunden sind,
(3) über sprachliche Ausdrücke der untersuchten Sprachen und Dialekte.
Die getrennte Behandlung von (2) und (3) ist grundlegend, da ja die relevanten Konzepte durchaus nicht immer im gesamten Untersuchungsgebiet mit spezifischen Bezeichnungen belegt (‘lexikalisiert’) sind; so gibt es z. B. in weiten Teilen des bairischen Gebiets kein Wort für den aus Molke hergestellten so genannten Käse (vgl. dafür alem. Ziger, ital. ricotta, fr. sérac), während es z.B. für die frische, noch ungeformte Käsemasse (bair. Topfen, dt. Quark) in den romanischen Dialekten oft, so wie auch im Standarditalienischen, keine Bezeichnung gibt. Das Verhältnis von (1) auf der einen Seite und (2) und (3) auf der anderen ist gelegentlich auch problematischer als es auf den ersten Blick erscheint; so finden sich manchmal sprachliche Ausdrücke mit unklarem semiotischen Status, weil aus den Belegen nicht hervorgeht, ob es sich um Bezeichnungen von Konzepten oder aber womöglich um Namen für Dinge handelt; das ist z. B. der Fall, wenn ein Sprecher eine ganz bestimmte Alm, etwa diejenige, die er selbst nutzt, mit einem generischen Wort als munt wörtlich ‘Berg‘ oder als pastüra ‘Weide‘ tituliert.

(auct. Thomas Krefeld)


Tags: Publikation



Zitierweise  (Zitieren)

Den Nutzerinnen und Nutzern von VerbaAlpina wird folgende Zitierweise der bereitgestellten Sprachdaten empfohlen:

  • Eintrag von VerbaAlpina in einer Bibliographie
VerbaAlpina (VA), http://www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de,[Version].

Die Nennung des Datums des letzten Zugriffs ist entbehrlich, da die Zitierversionen (im Unterschied zur Arbeitsversion XXX) stabil sind und nicht mehr verändert werden (vgl. Versionierung).

Beispiel:
VerbaAlpina (VA), http://www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de, 15/1.

  • Zitat eines Methodologiebeitrages:
[Autor/en]: s.v. “[Lemma]”, in: VA-[Sprachkürzel nach ISO 639-1] [Version], Methodologie, [URL des Glossareintrags].

Beispiel:
Krefeld, T. / Lücke, S.: s.v. “Tipizzazione”, in: VA-it 15/1, Metodologia, http://www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de/it/?page_id=21&letter=T#tipizzazione.

Als Autoren sind stets die unter dem Glossareintrag aufgeführten und mit "auct." gekennzeichneten Personen zu nennen.

  • Zitat eines Einzelbelegs:
[zitat]|[kategorie]|[Ort]|[Quellenkürzel]#[Referenz]|VA_[Version]

Beispiele:
Hütte|morphTyp|Herisau|SDS#VII_244_1|VA_15/1
Chääsera|phonTyp|Hinteres_Diemtigtal|SDS#VII_244_1|VA_15/1
Käserei|BasisTyp|Hinteres_Diemtigtal|SDS#VII_244_1|VA_15/1

Hinweis 1: Das Trennzeichen Pipe | erhalten Sie auf Windows-Computern durch Drücken von Strg+Alt zusammen mit der Taste, auf der sich neben der Pipe die Größer/Kleiner-Zeichen <> befinden. Auf Apple-Geräten ist die Tastenkombination Alt+fn+7 zu drücken.
Hinweis 2: Die folgenden Sprachkürzel nach ISO 639-1 sind zu verwenden: für Deutsch de, für Französisch fr, für Italienisch it, für Rätoromanisch rm, für Slowenisch sl.

(auct. Stephan Lücke | Susanne Oberholzer)

Tags: Publikation