Archiv des Autors: TKrefeld

Neue Romania


(1823 Wörter)
  1. global#

Mit einem reichlich vagen Ausdruck werden Französisch, Spanisch und Portugiesisch daher auch als ‘Weltsprachen’ bezeichnet; damit wird in unklarer Weise sowohl auf ihre Verbreitung als Erstsprache (L1) wie als Fremdsprache (L2) angespielt.

Für die Tatsache, dass es sich die Sprachen der europäischen Kolonisten im globalen Maßstab so massiv auf Kosten der präkolonialen Sprachen etablieren konnten, gibt es unterschiedliche Gründe, die mit der Kolonisierung zusammenhängen; sie lassen sich unter dem polemischen aber durchaus gerechtfertigten französischen Schlagwort der glottophagie ‚Sprachenfresserei‘ zusammenfassen, das von Jean-Louis Calvet 1974 geprägt wurde #Dieser Ausdruck wurde offenkundig nach dem Muster von fra. anthropophagie ‚Menschenfresserei‘ gebildet.#:

  • Die vorkoloniale Bevölkerung wurde je nach Zeit und Gegend verfolgt und war teils systematischem Genozid ausgesetzt (so vor allem in Uruguay).
  • Nach der Unabhängigkeit wurde der koloniale Gebrauch der europäischen Sprachen in Verwaltung, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Medien fortgesetzt.
  • Ein Teil der kolonialen Bevölkerung indigener Herkunft vollzog im Zuge der Akkulturation einen Wechsel zu den europäischen Sprachen  der Kolonisten; aus dieser Tradition entwickelte sich im frankophonen Kontext  die politisch, ideologisch und literarisch auch über Frankeich hinaus einflussreiche négritude-Bewegung; das Kozept wurde 1935 von Aimé Césaire geprägt (« Conscience raciale et révolution sociale », L’Étudiant Noir, journal mensuel de l’association des étudiants martiniquais en France, mai-juin 1935 http://www.letudiantnoir.com/).
  • Die Territorien der postkolonialen Staaten sind historisch willkürlich zustande gekommen; sie lassen sich nicht auf einzelne Sprachgemeinschaften abbilden, sondern umfassen oft sehr vielsprachigen Regionen, ohne entwickelte Schriftlichkeit; die Beibehaltung des kolonialen Sprachgebrauchs beugt Konflikten zwischen Gemeinschaften vor, die entstünden (und teils auch entstanden sind), wenn jeweils eine spezifische indigene Sprache auf Kosten anderer implementiert und offizialisiert würde; allein in Brasilien werden 160 unterschiedliche indigene Sprachen gesprochen, die zu 19 Sprachfamilien gruppiert werden können Überblick und in den beiden benachbarten République du Congo und République démocractique du Conge( früher: Zaire)  mehr als 200 Sprachen und .
  • Manche Kolonien wechselten im Laufe der Geschichte (auch mehrfach) den Besitzer bzw. ihre staatliche Zugehörigkeit, so dass unter Umständen sogar mehrere europäische Sprachen als Staatssprachen eingesetzt wurden (so zum Beispiel Spanisch und Englisch in Puerto Rico; Französisch und Englisch in Kamerun; Spanisch, Portugiesisch und Französisch in Äquatorialguinea).

Auf der Basis der romanischen Sprachen – das gilt vor allem für das Französische und das Portugiesische – haben sich vor allem in manchen Gebieten während der Kolonialzeit Sprachen  so genannte Kreolsprachen entwickelt (vgl. Vorlesung vom ##), die nicht mehr zu den romanischen Sprachen gerechnet werden. Allerdings sind die Sprecher der Kreolsprachen  zunehmend zweisprachig, was zu ausgeprägtem Sprachkontakt und einer strukturellen und lexikalischen Wiederannäherung der Kreolsprachen an die historisch´zu Grunde liegenden Sprachen der ehemaligen Kolonialmächte führt; diese Konstellationen, die in erster Linie die französisch basierten Kreols betreffen, werden als post-creole continuum bezeichnet.

Die Unterschiede zwischen den spanisch-, portugiesisch- und französischsprachigen Gebieten der Neuen Romania einerseits und innerhalb der drei genannten Gebiete andererseits sind so erheblich, dass es jeder Staat für sich untersucht werden müsste. Dabei sollten in jedem Fall die folgenden Parameter berücksichtigt werden:

  • Mit welche indigenen und womöglich später hinzugekommenen Sprachen stehen die romanischen Sprachen in Kontakt?
  • Wie ist das Verhältnis von L1- und L2-Sprechern?
  • Gibt es zusätzlich zur jeweiligen romanischen Sprache eine romanisch basierte Kreolsprache?
  1. Spanisch#

Aus den ehemals spanischen Kolonialgebieten entstanden Nationalstaaten, die mit wenigen Ausnahmen (wie z.B. die Philippinen seit 1987) das Spanische als Staatssprache beibehalten haben; in einigen Fällen wurden indigene Sprachen kooffizialisiert #einfügen#.

  1. Portugiesisch#

Überblick Im Fall des Portugiesischen ist das

Die lusophonen Staaten sind in der Comunidade dos Paises de Lingua Portuguesa, der Gemeinschaft_der_Portugiesischsprachigen_L%C3%A4nder, zusammengeschlossen; im Hinblick auf die Größe und kulturelle Vielfalt der vertretenen Weltregionen spielt das historische Ausgangsland, Portugal, nurmehr eine eine periphere Rolle.

Allerdings ist bemerkenswert, dass es selbst in der portugiesischsprachigen Welt und hier speziell in Brasilien, ebenso wenig wie in der frankophonen oder hispanophonen, bislang noch nicht zur expliziten Kodifizierung und Implementierung nationaler Sprachstandards gekommen ist.

  1. Französisch#

Die ehemals französischen Kolonialgebiete nahmen eine divergente Entwicklung (Überblick) , denn aus ihnen wurden teils eigene Nationalstaaten (so überall in Afrika), teils Provinzen von Nationalstaaten (Québec, Lousiana), teils aber auch französische Departements (Guadeloupe, Französisch-Guayana, Martinique, Mayotte, La Réunion) oder weitgehend autonome Gebiete (die sogenannten Collecitivités d’outre mermit enger politischer Anbindung an Frankreich (z.B. Französisch-Polynesien). Im Unterschied zu den portugiesisch- und spanischsprachigen Gebieten der Neuen Romania sind die französischsprachigen Gegenden mindestens teilweise in die nach wie vor stark zentralistischen Strukturen Frankreichs eingebunden.  

https://en.wikipedia.org/wiki/Louisiana_French

Obwohl die teils kleinen frankophonen Gebiet außerordentlich weit voneinander entfernt sind gibt es gelegentlich bemerkenswerte, durchaus standardferne Parallelen, wie an einem toponomastischen Beispiel angedeutet werden soll; sowohl in der Karibik wie auch im Indischen Ozean sehr weit verbreitet sind zwei Landschaftsbezeichnungen, die in Frankreich selbst zwar vorkommen, aber nur sehr selten belegt sind: morne ‘Hügel’ und piton ‘(spitzer) Gipfel’:

MORNE2, subst. masc.
[Principalement dans une île ou sur un littoral] Colline, montagne. Un gros morne la termine [une île] à chacune de ses extrémités; et un pic, ou plutôt un volcan, à en juger par sa forme, s’élève au milieu (Voy. La Pérouse, t.3, 1797, p.96). Aux Gonaïves, près du Port-au-Prince. On voit une habitation en ruine sur les flancs élevés d’un morne qui domine une rade (LAMART., T. Louverture, 1850, I, 1, p.1263). Le côté de l’est est barré par de hauts mornes ferrugineux qu’enserre et couronne le bleu de la mer (T’SERSTEVENS, Itinér. esp., 1933, p.88).
Prononc. et Orth.: []. Att. ds Ac. dep. 1798. Étymol. et Hist. 1640 (BOUTON, Relation de l’establissement des François depuis l’an 1635 dans l’Isle de la Martinique, p.30). Mot du créole des Antilles qui s’est répandu ensuite aux créoles de la Réunion, d’Haïti et de la Martinique, d’orig. incertaine (cf. FEW t.21, p.15a). Peut-être issu, par altération, de l’esp. morro «monticule, rocher» (1591 ds COR.-PASC.) qui représente un type *murrum, du rad. prérom. *murr-, v.moraine et morion1Cf. BL.-W.1-5 et CHAUDENSON, Le Lex. du parler créole de la Réunion, t.1, p.619. Fréq. V. morne1Bbg. DULONG (G.). Le Mot morne en canad. fr. In: Congrès Internat. Des Sc. Onom. Wien, 1969, t.1, pp.255-258. (TLFI s.v. morne)

PITON, subst. masc.
I. Clou ou vis à tête recourbée ou en forme d’anneau servant à recevoir un crochet, l’anse d’un cadenas, une tringle, etc. Fixer, planter, visser un piton au mur. Il tailla le bois du pupitre avec son canif, et fit tant qu’il déchaussa le piton de fer dans lequel le cadenas était accroché (CHAMPFL., Souffr. profess. Delteil, 1853, p.35). Un de ces jeunes hommes blonds (…) était monté sur la table et glissait l’autre bout de la corde dans un gros piton qui était enfoncé dans une poutre du plafond (G. LEROUX, Roul. tsar, 1912, p.157). V. agripper ex. 7.
 ALPIN. ,,Broche métallique constituée d’une lame et d’une tête qui comporte un oeil pour le passage du mousqueton dans lequel coulisse la corde„ utilisée pour l’escalade artificielle (PETIOT 1982). Piton de rocher, piton à glace; piton d’assurance, de passage, de rappel, de renvoi, de sécurité. La corde, je l’avais montée au lac Noir, avec des pitons et des anneaux. Je voulais fixer les pitons à l’endroit d’où mon enfant avait roulé, et me laisser descendre moi-même le long de la corde jusqu’à ce que je le retrouve (PEYRÉ, Matterhorn, 1939, p.155):

[…] II. GÉOGR. Sommet pointu et dénudé d’une montagne, en partic., aux Antilles et à la Réunion. Le piton des Neiges à la Réunion. Bourbon n’est à vrai dire, qu’un cône immense (…) dont les gigantesques pitons s’élèvent à la hauteur de seize cents toises (SAND, Indiana, 1832, p.237). Au crépuscule on entendait un bourdonnement: c’était la tante de Charles Lacoste qui, désolée d’avoir quitté ses pitons et ses mornes, effleurait du doigt sa guitare (JAMMES, m.1922, p.14).

 P. anal.
Relief isolé de forme conique, monticule aigu difficile à escalader. Piton rocheux, volcanique; escalader un piton. Un piton qui s’enlevait à brusques arêtes, une sorte de pyramide tronquée, au bout d’une longue falaise noire (VERCEL, Cap. Conan, 1934, p.205): […] Étymol. et Hist.I. 1. 1382 «clou dont la tête est en forme d’anneau» (Doc. ap. Ch. BRÉARD, Compte du Clos des Galées de Rouen, p.82); 2. 1884 alpin. (Annuaire du Club alpin fr., Année 1883 ds QUEM. DDL t.27); 3. région. a) 1930 «bouton de sonnette, de montre» (Canada); b) 1930 être sur le piton (ibid.)II. 1640 [éd.] géogr. (BOUTON, Relation de l’establissement des Français depuis l’an 1635 en l’isle de la Martinique, p.31); 1862 arg. (LARCH., p.250). I piton «clou» a été introduit dans le nord de la France par les constructeurs de bateaux du Midi; dér. du prov. pitar «picorer, picoter», lui-même dér. du rad. pitt-, désignant quelque chose de pointu (v. pite1); suff. -on1*. II prob. issu, par l’intermédiaire du parler de la Martinique (cf. BOUTON, supra) où le mot semble avoir été apporté par les colonisateurs venus de Gascogne ou éventuellement du nord de l’Espagne (cf. béarnais pitoû «élévation» ds FEW t.8, p.612b), du sens de «corne qui commence à pousser (chez les chevreaux, les agneaux), pointe de la corne du taureau; rejeton d’un arbre qui commence à bourgeonner» qu’a l’esp. piton au XVIIes. (v. COR.-PASC., s.v. pito et AL.), lui-même dér. de pitt-, v. supra. Voir FEW t.8, pp.612a-614b. Fréq. abs. littér.: 73. Bbg. QUEM. DDL t.27. WEIL (A.). En Marge d’un nouv. dict. R. Philol. fr. 1932, t.45, pp.31-32. (TLFi, s.v. piton) #http://stella.atilf.fr/#

Karibik/Indischer Ozean

[map lat=“5.32036″ lng=“-4.01611″]

[marker lat=“14.69493″ lng=“-61.11460″]Morne Chapeau Nègre[/marker]

[marker lat=“14.70153″ lng=“-61.11441″ colour=“blue“]Petit Piton[/marker]

[marker lat=“15.86873″ lng=“-61.57628″]Morne Rouge[/marker]

[marker lat=“16.28008″ lng=“-61.76034″ colour=“blue“]Piton Grand Fond[/marker]

[marker lat=“16.28874″ lng=“-61.76544″]Morne Mazeau[/marker]

[/map]

[marker lat=“-20.09585″ lng=“57.63497″ colour=“blue“]Piton, Dorf (Mautitius)[/marker]

[marker lat=“-20.44063006 lng=“57.33358973″]Le Morne, Berg (Mauritius)[/marker]

[marker lat=“-20.4586107″ lng=“57.4933333″]Piton Poule, Berg (Mauritius)[/marker]

[marker lat=“-17.58373″ lng=“-149.49182″ colour=“blue“]Piton de Pirae, Berg (Tahiti, Französisch Polynesien)[/marker]

morne in Québec

[marker lat =“49.22748″ lng=“-65.57430″]Le Morne[/marker]

[marker lat =“46.47171″ lng=“-70.45107″]Le Morne[/marker]

[marker lat=“46.31399″ lng=“-70.50604″]Le Morne[/marker]

in F nur ganz selten, morne auf OSM 4 Treffer, piton af OSM 6 Treffer

[marker lat =“44.39464″ lng=“2.61096″]La Morne[/marker]

[marker lat =“45.52332″ lng=“4.92062″]Le Morne[/marker]

[marker lat =“46.75534″ lng=“-1.14601″]Le Morne[/marker]

[marker lat=“47.08685″ lng=“-1.70430″]La Morne (Sumpf)][/marker]

 

[marker lat=“44.06317″ lng=“1.93696″ colour=“blue“]Le Piton[/marker]

[marker lat=“43.71739″ lng=“-0.29694″ colour=“blue“]Piton[/marker]

[marker lat=“44.38814″ lng=“-0.98994″ colour=“blue“]Piton[/marker]

[marker lat=“43.71739″ lng=“-0.29694″ colour=“blue“]Piton[/marker]

[marker lat=“44.32880″ lng=“0.14894″ colour=“blue“]Piton[/marker]

[marker lat=“44.21269″ lng=“0.31209″ colour=“blue“]Piton[/marker]

[marker lat=““ lng=““ colour=“blue“][/marker]

portunhol (https://de.wikipedia.org/wiki/Portu%C3%B1ol), lumfardo (< ita. lombardo ‘lombardisch’ ) https://en.wikipedia.org/wiki/Rioplatense_Spanish, porteño

Biblio

Povos indígenas no Brasil

Kassel_Reste (Zitieren)

TKrefeld
(214 Wörter)

Die einzelnen Schriftvarietäten werden darüber hinaus in englischer Bezeichnung aufgeführt und durch einen speziellen ; aber sie lassen nicht mehr durch einen Code identifizieren Glottolog. Im Unterschied zum Ethnologue fehlen auch die Selbstbezeichnungen (vgl. Link).

Die darstellung im  ist grundsätzlich ähnlich, aber sc

https://www.ethnologue.com/language/roh

 

deu und L 482

Dialekt (unvollständig) ISO-693.3 Sprache Sprachfamilie
Tirolerisch Bairisch Deutsch
Walserisch ger
Zimbrisch

Es ist also kein Wunder, dass es in informationstechnischer Sicht ebenfalls an eindeutigen und brauchbaren Identifikatoren mangelt.

nicht accessible disqulifizieren sich hier selbst

roh https://iso639-3.sil.org/code/roh (=romansh)

  1. nicht bsi zur eigentlich basalen Int´stanz, dem Sprecher, sondern bis LokDial, Typis.

 

selva di Progno, cimbri ob minderheit oder nicht ist unerneblich

Walsergemeinden

 

val resia Benacchio 2011

per def. keine standardformen

  1. markanter Unterschied: Territorial#
Dialekt (unvollständig) ISO-693.3 Sprache Sprachfamilie
Valdostano / Valdôtain  Valdostano / Valdôtain  rom
Occitan  Okzitanisch
Francoprovençal  Frankoprovenzalisch
Puter Bündnerromanisch Rätoromanisch
Surmiran
Sursilvan
Sutsilvan
Vallader
Jauer
Badiot Dolomitenladinisch
Maréo
Gherdëina
Fascian
Anpezan
Fodom
Furlan  Friaulisch

 

 

einer  Grundprinzip

Geolinguistik, Kleinsprachen und die FAIR-Prinzipien (am Beispiel von VerbaAlpina) (Zitieren)

Thomas Krefeld | Stephan Lücke
(1785 Wörter)

Dieser Beitrag wurde für die Sektion Rekonstruktion und Erneuerung romanischer Regional- oder Minderheitensprachen im Zeitalter der Digital Humanities des XXXVI. Deutschen Romanistentags verfasst. Der genannte Sektionstitel eröffnet einen außerordentlich weiten Horizont; denn die Ausdrücke, die er zusammenbringt, weisen

  • in die Sprachgeschichte (‘Rekonstruktion’);
  • in die Sprachplanung (‘Erneuerung’);
  • in den Sprachvergleich (‘romanisch’);
  • in die Geolinguistik (‘Regional-’);
  • in die Sprachpolitik (‘Minderheiten-’);
  • in die Sprachsoziologie (‘-sprache)’);
  • in die Neuen Medien (‘Digital Humanities’).

Unser Beitrag ist zwar in der Geolinguistik und in den Neuen Medien zentriert, aber Perspektiven für die anderen Felder lassen sich leicht daraus ableiten, wie angedeutet werden wird.

Romanische Geolinguistik

Ziel des Projekts VerbaAlpina (VA) ist die kleinräumige, d.h. lokale Erfassung des spezifisch alpinen Wortschatzes in den drei im Untersuchungsgebiet gesprochenen Sprachfamilien (Germanisch, Romanisch, Slawisch). Diese systematische Erweiterung der traditionell einzelsprachlichen Dialektologie ist sinnvoll, da zahlreiche Bezeichnungstypen über die Grenzen nur einer Sprachfamilie hinaus verbreitet sind; diese Ausdrücke wurden daher nicht zu Unrecht als Alpenwörter bezeichnet. Die Konzeption, der VA verpflichtet ist, lässt sich als interlinguale Geolinguistik charakterisieren, da Varianten aus mehreren Einzelsprachen zusammengebracht werden; Berücksichtigung finden jedoch ausschließlich georeferenzierbare Belege, wobei  die politische Gemeinde als Bezugseinheit der  Georeferenzierung fungiert. Das potentielle Netz umfasst alle 6990 Gemeinden der so genannten Alpenkonvention.

Dieser Voraussetzung genügen im wesentlichen zwei Typen von Quellen: grundsätzlich die Sprachatlanten und – wenngleich nicht im Grundsatz, sondern im Idealfall – die dialektale Lexikographie. Sobald diese gemeinsame Voraussetzung der Georeferenzierbarkeit gegeben ist, lassen sich beide Quellentypen auch komplementär darstellen, wie es auf den VA-Karten geschieht. So illustriert dieser Kartenausschnitt den Einbezug des DizMT, der einen einzigen Lokaldialekt thesauriert.

Überblicksartige Darstellungen, wie auf der gerade genannten Beispielkarte, sind jedoch nur möglich, wenn die nicht selten zahlreichen lokalen Einheiten zu Gruppen zusammengefasst werden, so wie formˈavo, fromˈazo, fryˈmai, furˈmaj, furmˈaʧ usw., die alle das Konzept KÄSE bezeichnen. Durch die Gruppierung werden die Belege zu Varianten abstrakterer Typen. Systematisch unterschieden werden in VA sogenannte ‘morpho-lexikalische Typen’ und ‘Basistypen’ (vgl. Typisierung; die morpholexikalischen Typen definieren sich über die Wortart, die Konstituenten des Worts (Basis [+ Wortbildungsmorphem]), im Fall von Nomina zudem über das Genus sowie über die Sprachfamilie; nun ist es praktisch, die Typen (d.h. die Klassen von Varianten) auch durch sprachliche Einheiten identifizieren zu können; dazu werden in VA die am besten bekannten/am weitesten verbreiteten Varianten gewählt, also die standardsprachlichen Äquivalente. So wird der morpholexikalische Typ, zu dem alle genannten Beispiele sowie 368 weitere (Stand: 17.9.2019) gehören, durch standardfra. fromage/standardita. formaggio identifiziert.

Noch abstrakter sind die Basistypen; sie gestatten es morpho-lexikalische Typen zu gruppieren, wenn sie eine gemeinsame historische Basis haben; das gilt auch für morpho-lexikalische Typen unterschiedlicher Sprachfamilien, also im Fall von Entlehnungen.   So werden die morpho-lexikalischen Typen fra. fromage/ita. formaggio (m.), formaggia (f.), fra. forme/ita. forma zum Basistyp lat. forma(m) gebündelt oder schweizerdeu. staafel, fra. étable (f.), ita. stabbio (m.) zum Basistyp lat. stabulum.

FAIR

  1. auf der Basis des Ladinia-Arbeitsberichts
  1. Stephan#

Lokale Belege, Typen virtuelle Repräsentation#

Wie die FAIR-Kriterien nun im Einzelnen ausbuchstabiert werden sollten, ist jedoch nicht eindeutig zu beantworten, denn es ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten. Ein geolinguistisches Modell für die virtuelle Abbildung dialektaler Kontinua wird von VerbaAlpina entwickelt. Grundlegend für die Identifikation der Daten ist darin die Georeferenzierung, die auf der Ebene der politischen Gemeinde erfolgt. Zusätzlich zu den Geodaten wird jeder Sprachbeleg einer der drei alpinen Sprachfamilien zugeordnet.

Die Zugehörigkeit kann übrigens nicht automatisch von der Gemeinde auf die Daten ‚vererbt‘ werden, denn es gibt durchaus zweisprachige Orte; so wurden für Selva di Progno oberhalb von Verona von Nutzern des CS–Tools germanische und romanische Belege geliefert, wie der Ausschnitt zeigt:

Zufälliger Ausschnitt aus den Crowd-Daten aus Selva di Progno

Zufälliger Ausschnitt aus den Crowd-Daten aus Selva di Progno

Die Zweisprachigkeit der gelieferten Materialien ist im Übrigen keineswegs überraschend, denn zur Gemeinde gehört die zimbrische Sprachinsel Ljetzan (ita. Giazza). Eine genauere Georeferenzierung auf diese frazione wäre übrigens auch keine Lösung, denn das Zimbrische ist in rapidem Rückgang begriffen, so dass auch im Ortsteil Ljetzan mittlerweile ganz überwiegend  eine romanische Varietät gesprochen wird.

Mit den Geokoordinaten und der Zuweisung einer Sprachfamilie ist eine lokal erhobene sprachliche Einheit hinreichend charakterisiert, um sie eindeutig im Dialektkontinuum zu verankern. Damit die lokalen sprachlichen Einheiten außerdem auch lexikologisch  identifiziert werden, weist VA ihnen (wie eingangs gesagt) einen möglichst weitverbreiteten, im Idealfall standardsprachlichen morpho-lexikalischen Typ zu, wie z.B. im Fall der im Ausschnitt gezeigten Form knest ‘Gehilfe des Hirten’ das deu. Knecht.

Geolinguistische Identifikatoren

Allerdings lassen sich aus der Tatsache, dass diese lokale Form  knest (sowie mehr oder weniger viele andere desselben Ortes auch) sich als Variante eines Typs erweist, für den es auch eine standarddeu. Variante gibt (Knecht) auch nicht im Ansatz Argumente gewinnen, ob man das lokale Zimbrische womöglich als eigenständige Sprache und nicht als Dialekt des Bairischen einstufen sollte.  Diese Frage stellt sich im germanisch- und slawischsprachigen Gebiet der Alpen ohnehin selten, allenfalls noch für das Walserische in manchen italienischen Walsergemeinden sowie für das  Rezijansko in der Val Resia.

Im Hinblick auf die geolinguistische Dokumentation, die in sprachwissenschaftlicher Perspektive unbedingt im Vordergrund stehen muss, ist der Unterschied sekundär und letztlich vollkommen unerheblich, denn jeder Erhebungsort hat potentiell ein mehr oder weniger spezifisches Idiom und alle diese lokalen Idiome sind im Hinblick auf das romanische Kontinuum gleichwertig – vollkommen unabhängig davon, ob ihr gesellschaftlicher Status als ‘Dialekt’ oder ‘Minderheitensprache’ eingestuft wird, oder ob sie in klassifikatorischer Absicht als ‘Kleinsprache’ oder ‘Subdialekt’ eines regional weiterverbreiteten Dialektverbunds eingeschätzt werden. Die romanische Situation muss man im Hinblick auf diese sprachsoziologischen und arealtypologischen Fragen als außerordentlich unübersichtlich bezeichnen. Ganz unterschiedlich motivierte Sprachnamen und klassifikatorische Kategorien werden oft vermischt.

Das Problem muss hier nicht im Detail beschrieben werden; es reicht ein Blick auf das Rätoromanische in der Schweiz.   Mit diesem Ausdruck wird in der Bundesverfassung eine der vier ‘Landessprachen’ bezeichnet. Im Art. 4  heißt es ganz lapidar:

„Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.“1 (Bundesverfassung)

Es wird in Art. 70 weiterhin spezifiziert, dass diese Sprache auch ‘Amtssprache’ ist:

„Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.“ (Art. 70 Sprachen)

Auch in der Verfassung des Kantons Graubünden ist vom ‘Rätoromanischen’ die Rede: 

„Art. 3 Sprachen
1 Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch sind die gleichwertigen Landes- und Amtssprachen des Kantons.
[…]
3 Die Gemeinden bestimmen ihre Amts- und Schulsprachen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten und im Zusammenwirken mit dem Kanton. Sie achten dabei auf die herkömmliche sprachliche Zusammensetzung und nehmen Rücksicht auf die angestammten sprachlichen Minderheiten.“ (VerfassungGR)

Dem verfassungsrechtlichen Gebrauch entspricht die Sprachkodierung in ISO 693-3 , denn dort ist ebenfalls für  ‚Rätoromanisch‘ (bzw. eng. Romansh) ein Identifikator vorgesehen, nämlich roh. Diese Kodierung lässt sich zwar als ein verlässliches Normdatum in geolinguistischen Metadatensätzen verwenden; es ist jedoch nicht genau genug, denn ‘das’ Rätoromanische in Graubünden existiert in Gestalt von mindestens 7 Varietäten, von denen 6 auch in der Schriftlichkeit ganz selbstverständlich und mit lang zurückreichender Tradition gebraucht werden.2 Daher sind weitere Sprachcodes erforderlich, die z.B. vom Wikidataprojekt oder vom Glottolog angeboten werden:3

Varietäten gemäß Lia Rumantscha Wikidata QID Glottolog Verfassungen CH, GR ISO-693.3
„Standardsprache“ Rumantsch Grischun „Rätoromanisch“ roh
„Schriftidiome“ Puter
Vallader Q690226 Lower Engadine
Surmiran Q690216 Surmiran-Albula
Sursilvan Q688348 Sursilvan
Sursilvan-Oberland
Sutsilvan Q688272 Sutsilvan
geprochener Dialekt Jauer Q690181

Man beachte, dass Wikidata das differenzierteste Angebot an IDs macht. Unabhängig davon, ob sie sich auf Dialekte oder (Klein)Sprachen beziehen, sind diese Codes mindestens dann für die geolinguistische Datenstrukturierung relevant, wenn sie in Referenzwörterbüchern explizit erscheinen, wie zum Beispiel in S, V oder P.

Glottolog identifiziert zwar die „Schriftidiome“, bezeichnet sie jedoch teils (Puter, Vallader) nur mit englischen Termini. Darüber werden die in der Tabelle (Spalte Glottolog) identifizierten Idiome weiterhin auf der spezifischsten Ebene einer zwölfstufigen Hierarchie positioniert, die teils auf rezent geographischen, teils auf genealogischen Kriterien beruht (in Klammern steht die Anzahl der erfassten Sprachen)4:

Taxonomie des Glottolog

1.▼Indo-European (588)
  • Albanian (4)
  • Anatolian (10)
  • Armenic (3)
  • Balto-Slavic (23)
  • Celtic (14)
  • Dacian
  • Germanic (106)
  • Graeco-Phrygian (11)
  • Indo-Iranian (324)
  • 2.▼Italic (86)
    • 3.▼Latino-Faliscan (83)
      • Faliscan
      • 4.▼Latinic (82)
        • Imperial Latin (81)
          • 5.►Latin
          • Romance (80)
            • Eastern Romance (5)
            • 6.▼Italo-Western Romance (70)
              • Italo-Dalmatian (5)
              • 7.▼Western Romance (65)
                • 8.▼Shifted Western Romance (63)
                  • 9.▼Northwestern Shifted Romance (31)
                    • Gallo-Italian (8)
                    • 10.▼Gallo-Rhaetian (23)
                      • Friulian
                      • Ladin
                      • Oil (20)
                      • 11.▼Romansh
                        • Lower Engadine
                        • Rumantsch Grischun
                        • Surmiran-Albula
                        • Sursilvan
                        • Sursilvan-Oberland
                        • Sutsilvan
                        • Upper Engadine

Jede taxonomische Ebene ist durch einen (hier nicht wiedergegebenen) Identifikator ansprechbar, so dass sich natürlich die Frage erhebt, ob diese auf den ersten Blick elaborierte Taxonomie, speziell die sechs romanischen Stufen für die digitale Strukturierung geolinguistischer Kontinua aus der Romania – im Sinne der FAIR-Kriterien F und I (Findable, Interoperable) – einen nützlichen Fortschritt bedeutet. Die Antwort ist ebenso klar wie kurz: nein.

Es fehlt den Kategorien jedenfalls am Ort, wo sie bereitgestellt werden, jegliche Transparenz, da keine Daten hinterlegt sind und keinerlei Kriterien mitgeliefert werden, die sich auf konkrete Daten anwenden ließen; dazu müsste gesagt werden, wo z.B. der Westen („Western Romance“) beginnt, wie eine alternative Trennung in ‚Gallo-Italian‘ und ‚Gallo-Rhaetian‘ abgeleitet wird usw. Von der fehlenden  Operationalisierung dieser klassifikatorischen Kategorien abgesehen muss ganz grundsätzlich bezweifelt werden, ob sich derartige top down formulierte trennscharfe Klassifikatoren überhaupt auf Kontinua anwenden lassen. Der einzig mögliche Weg für eine raumbezogene Klassifikation geht bottom up durch die metrische Bestimmung gemeinsamer bzw. nicht-gemeinsamer Merkmale, also im Sinne einer induktiven, datengetriebenen Dialektometrie, deren Präsentation stets gestattet zu den zugrunde liegenden Daten zurückzugehen und insofern auch reusability verspricht. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass nicht nur die lokalen Idiome, sondern alle relevanten sprachlichen Merkmale mit eindeutigen Identifikatoren versehen werden; Ansätze dazu finden sich bereits im bereits erwähnten Wikidataprojekt in Gestalt von QIDs für grammatische Kategorien und LIDs für lexikalische Typen. Dieser Bestand sollte durch alle geolinguistischen Projekte im Sinne der FAIR-Prinzipien systematisch ausgebaut werden. Angesichts dieser eigentlich fundamentalen Herausforderung ist die skizzierte Taxonomie nicht nur unnütz sondern schädlich.


  1. Französisch: „<span style="font-size: 1rem;">Les langues nationales sont l’allemand, le français, l’italien et le romanche.</span><span style="font-size: 1rem;">“ | Italienisch: „</span><span style="font-size: 1rem;">Le lingue nazionali sono il tedesco, il francese, l’italiano e il romancio.</span><span style="font-size: 1rem;">“ | Rätoromanisch: „Las linguas naziunalas èn il tudestg, il franzos, il talian ed il rumantsch.“ 

  2. Weitaus schwieriger ist die Frage der Klassifikation im Hinblick auf das Dolomitenladinische, da die Extension dieses Klassifikators außerordentlich umstritten ist. 

  3. Außerdem ist der <span style="font-size: 1rem;"><a href="https://www.ethnologue.com/language/roh" target="_BLANK">Ethnologue</a> zu nennen.</span> 

  4. Die Ziffern wurden vom Verf. hinzugefügt. 

Stand der Dinge – 18. Juni 2019 (Zitieren)

TKrefeld
(31 Wörter)

Der ursprünglich unter dieser Adresse präsentierte Text ist nunmehr Teil der Kongressakten des zweiten VerbaAlpina-Arbeitstreffens und kann, minimal modifiziert, unter der Adresse http://www.kit.gwi.uni-muenchen.de/?p=45335 abgerufen werden.

VerbaAlpina – interlinguale Geolinguistik und Digital Humanities (Zitieren)

TKrefeld
(4619 Wörter)

Thomas Krefeld

Dieser Beitrag wurde anlässlich eines Vortrags an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt redigiert; es handelt sich um eine modifizierte und aktualisierte Fassung von Krefeld 2018a;  alles ist vor dem Hintergrund von Stephan Lückes eher informationstechnisch  ausgerichteten Ausführungen zu sehen. Für die Einladung danke ich Luca Melchior.

1. Die Sprachwissenschaft auf dem Weg in die digital humanities

Seit ca. 15 Jahren, d.h. seit der zügigen Durchsetzung interaktiver und kollaborativer Strukturen im Internet Web 2.0  durchlaufen zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen einen Prozess tiefgreifenden Wandels, denn im Gefolge der medialen Revolution haben sich die Rahmenbedingungen der Wissenschaftskommunikation im Web substantiell verändert; symptomatisch ist  die oben auf dieser Seite angebrachte Einladung Schreibe eine Antwort. In den Disziplinen, die sich mit kulturellen Techniken und ihrer geschichtlichen Entwicklung befassen, kann dieser Wandel mit dem Schlagwort der digital humanities identifiziert werden. Es ist dennoch nicht überraschend, dass die Wissenschaftler unterschiedlich auf diese Situation reagieren, nämlich teils mit

  • offensiver Ablehnung (Motto: „Das bedeutet den Ausverkauf der akademischen Fächer“),
  • nonchalanter Indifferenz (Motto: „Der kindische Unfug lässt mich kalt“),
  • konstruktiver Akzeptanz (Motto: „Endlich wird möglich, was ich immer schon wollte“).

Nicht im Sinn eines missionarischen Eifers, sondern aus rein forschungspraktischer Überzeugung sei festgestellt, dass für datenorientierte Disziplinen, wie zum Beispiel für diejenigen Bereiche der Sprachwissenschaft, die sich mit Variation und historischen Prozessen befassen, eigentlich nurmehr die dritte Haltung in Frage kommt. Wenn man die mediale Herausforderung jedoch in diesem Sinn annimmt, ändert sich methodologisch fast Alles.

2. Geolinguistik

Die Geolinguistik1 ist in geradezu idealer Weise geeignet, um die Notwendigkeit des skizzierten Transfers zu illustrieren. Zunächst ist diese Subdisziplin von Anfang an mit dem Anspruch entstanden, gesprochene Sprache zu dokumentieren; sie stand, mit anderen Worten, zu Beginn nicht in der text- und editionsorientierten Tradition der Philologie (vgl. Krefeld 2007).  Ausserdem entwickelte sich die Geolinguistik vor allem dank der teils monumentalen Sprachatlanten  zu einer Art Korpuslinguistik avant la lettre. Der AIS2, den man als den gattungsprägenden romanischen Vertreter der Tradition ansehen darf, versammelt in 1681 Karten, 20 Konjugationstabellen und zahlreichen ergänzenden Listen Belege aus 416 Aufnahmeorten (vgl. die Beschreibung in Krefeld 2017c); das entspricht mindestens einer Million Tokens. Immerhin wurde das gesamte Material 20 Jahre später Jahre durch einen gedruckten Index aufgeschlüsselt (vgl. Jaberg/Jud 1960), der sich selbst als Ein propädeutisches etymologisches Wörterbuch der italienischen Mundarten bezeichnet.3 Auf geradezu selbstverständliche Art wurden daher Autoren von Sprachatlanten zu Pionieren der sprachwissenschaftlichen Digitalisierung (vgl. dazu Hans Goebls Bemerkungen in Goebl 2018). Insgesamt ist der Alpenraum recht gut durch Sprachatlanten erschlossen, wie eine Karte aller Informanten im Überblick zeigt. 

Das zweite Forschungsinstrument der traditionellen Geolinguistik, das in repräsentativen Fällen ebenfalls monumentale Ausmaße annimmt,  ist das Wörterbuch; seine herausragenden Vertreter operieren ebenfalls in der Logik von Atlanten, d.h. auf der Basis eines mehr oder weniger engmaschigen Netzes von Aufnahmeorten. So sind u.a. die exhaustiv intendierten Lexika der Schweizer Landessprachen (vgl. DRG, GPSRIdiotikonVSI) und das Wörterbuch der bairischen Mundarten in Oesterreich WBOE angelegt (vgl. die Kartierung der Ortsnetze dieser alpinen Dialektwörterbücher in der Darstellung durch VerbaAlpina). Vor dem Hintergrund der digital humanities erscheint es nun nicht nur realistisch sondern geradezu geboten, diese unterschiedlichen Datenquellen zusammenzuführen und in ein Gesamtkorpus zu verwandeln. Diesen Versuch unternimmt in onomasiologisch definierten Ausschnitten des Wortschatzes das Projekt VerbaAlpina, das als virtuelle, webbasierte Forschungsumgebung beschrieben werden kann.

3. VerbaAlpina als Beispiel einer Forschungsumgebung

Genauer gesagt ist die Korpuserstellung Gegenstand eines als ‘Dokumentation’ bezeichneteten Funktionsbereichs, der in enger Verflechtung mit vier anderen Funktionalitäten zu sehen ist:

  • Dokumentation,
  • Publikation,
  • Kooperation,
  • Datenerhebung durch Crowdsourcing,
  • Forschungslaboratorium.

Alle genannten Bereiche sollen im Folgenden projektbezogen konkretisiert werden. Zum Verständnis ist jedoch vorab eine Skizze des erforschten Raums erforderlich.

3.1. Das Untersuchungsgebiet

Das Projekt VerbaAlpina, das der Verfasser dieses Beitrags gemeinsam mit Stephan Lücke von der ITG der LMU leitet, wird seit 2014 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Gegenstand ist die Mehrsprachigkeit des Alpenraums4, in dem sich die drei großen europäischen Sprachfamilien, Germanisch, Romanisch und Slawisch getroffen haben und seit ca. 1500 Jahren neben-, mit- und unter Umständen auch gegeneinander existieren (vgl. Karte).

Die Sprachverhältnisse sind erheblich komplizierter als die Rede von den drei ‚Familien‘ sowie die suggestive Flächigkeit ihrer kartographischen Darstellung andeutet, denn dazu gehören im Romanischen eine ganze Reihe von staatlich implementierten Sprachen mit jeweils sehr verschiedenen Dialekten; im Germanischen und Slawischen gibt es zwar jeweils nur eine Sprache (Deutsch und Slowenisch); beide sind jedoch ebenfalls durch ganz unterschiedliche, lokale Dialekte, genauer gesagt: durch Dialektkontinua5 vertreten.

Es im Hinblick auf das zugrunde liegende Verständnis des sprachlichen Raums wichtig, darauf hinzuweisen, dass ausschließlich georeferenzierbare Daten berücksichtigt werden; Bezugsgröße für die empirischen Belege ist in Regel die politische Gemeinde, gelegentlich ist es sinnvoll oder erforderlich auf kleinere Einheiten zu referenzieren6, niemals jedoch auf größere Gebiete. Die Dokumentation zielt nicht auf vermeintliche Dialekträume (Puter |  Lombardisch | Venezianisch | Ladinisch etc.) und ihre mutmaßlichen Grenzen; vielmehr werden bottom up Verbreitungsgebiete lokal belegter Varianten abgebildet, die nicht selten über die Grenzen der Sprachen und Sprachfamilien hinausreichen. In diesem Sinn steht der Projektname VerbaAlpina in der Tradition des Konzepts der Alpenwörter (vgl. die klassischen Arbeiten von Jud 1911aJud 1911b, Jud 1924, Stampa 1937, Hubschmid 1950 und Hubschmid 1951). In synchroner Perspektive lässt sich die Vorgehensweise als eine übereinzelsprachliche oder interlinguale Geolinguistik fassen.

In diachroner Perspektive setzen Alpenwörter, die per definitionem in mehr als einer Sprachfamilie verbreitet sind, notwendigerweise Entlehnungsprozesse voraus. Der Entlehnungsweg ist dabei keineswegs immer eindeutig; er kann auch indirekt sein, etwa wenn ein ursprünglich lat.-romanischer Typ nicht direkt ins Slowenische gelangt ist, sondern den Umweg über das Deutsche genommen hat. Es ist daher Aufgabe der Wortgeschichte, die Entlehnungswege in der sprachlichen Stratigraphie des Alpenraums zu verorten, die sich so schematisieren lässt: Konstitutiv sind die Romanisierung des gesamten Gebiets (seit 15 vor Chr.) und seine nachfolgende teilweise Germanisierung und Slawisierung. Damit ist zwar stets eine  eine areale Verdrängung der jeweils früheren Sprachen verbunden, insofern das Lateinisch-Romanische  die vorrömischen Sprachen verdrängt und  seinerseits in manchen Gebieten durch das Germanische und Slawische verdrängt wird. Aber der Verdrängung geht eine mehr oder weniger lang andauernde lokale Zweisprachigkeit voraus (in der Graphik durch die Punkte symbolisiert), die sich in Entlehnungen aus den verdrängten in die verdrängenden Sprachen niederschlägt, so dass sich die erwähnten sprachgrenzüberschreitenden Verbreitungsgebiete ergeben.

AKTUELLE ALPINE
SPRACHAREALE
romanisches
STRATUM
germanisches
STRATUM
slaw.
STRATUM  ●●●
●●● deu. SUPERSTRAT ●●●
●●● ●●● SUBSTR. ●●●
germ. SUPERSTRAT ●●● SUBSTRAT
SPÄTANTIKE
SPRACHAREALE
 Lat.-romanisches STRATUM ●●●
vorrömische SUBSTRATE 
rot=vorrömisch, grau=lat.-romanisch, blau=germanisch, gelb=slawisch
Sprachliche Stratigraphie des Alpenraums

Ausgehend von den Sprachfamilien lasen sich die direkten Kontaktszenarien wie folgt typisieren:

Alpenwörter: diachrone Typologie der Stratigraphie
Herkunft des Basistyps stratigraphischer Bezug aktuelle Sprachfamile
vorrömisch – Substrat – → romanisch
romanisch – Substrat, Adstrat – → germanisch
→ slawisch
germanisch – Superstrat, Adstrat – → romanisch
→ slawisch
slawisch – Adstrat – → romanisch
– Substrat, Adstrat – → germanisch

Exemplarische wortgeschichtliche Beispiele aus unterschiedlichen Konstellationen finden sich hier.

Es ist nun aber von vornherein klar, dass die Dokumentation eines so komplexen Sprachraums mit der skizzierten historischen Tiefe durch das Medium des gedruckten Buchs kaum, wenn überhaupt, zu leisten ist. Ein Zugriff im Sinne der digital humanities drängt sich deshalb schon rein sachlich auf.7

3.2. Funktionsbereich Dokumentation

Die Dokumentation erfasst unabhängig von der Quellengattung und ganz im Sinne der klassischen Dialektologie, ausschließlich georeferenzierbares oder bereits georeferenziertes Material; es werden also Atlas– und (wenngleich weniger) Wörterbuchdaten aufgenommen. Einen maximalen Überblick über die einschlägigen Erhebungsorte (Stand 2018) zeigt diese Karte. Praktisch alle Belege sind über das Erhebungsdatum im Übrigen auch chronoreferenziert8; allerdings ist die Chronoreferenzierung derzeit (März 2019) noch nicht interaktiv implementiert.

Eine weitere, informationstechnisch grundlegende Bedingung des Transfers ist die Strukturierung der Daten. Materialien aus älteren Quellen werden in der Regel erst von VA im Zuge der Retrodigitalisierung, also mit  ihrer Umwandlung in Daten,  strukturiert; strenggenommen wird Retrodigitalisierung überhaupt erst dann wirklich sinnvoll, da sie nur so eine digitale Nachnutzung analogen Materials  gestattet.

Die grundlegende Herausforderung besteht darin die unterschiedlichen semiotischen Dimensionen der Quellen zu sezieren. Das ist insbesondere im Fall der Sprachatlanten nicht immer leicht, denn eine analoge Karte, wie z.B. AIS 1192a LA CASCINA DI MONTAGNA, informiert über Sprache, außersprachliche Konzepte/Kategorien und singuläre Dinge, ohne dass der Status einer Information immer ganz eindeutig wäre. So finden sich in VA (Stand vom 1.4.2019) 1270 dialektale Bezeichnungen (Tokens) des Konzepts ALMHÜTTE; sehr häufig wird die Art des Gebäudes spezifiziert, so dass etliche Unterkonzepte unterschieden werden müssen. Beispielsweise haben die Informanten des VALTS in drei Orten darauf hingewiesen, dass die Bezeichnungen des Typs Tieje/Teie(n) eine PRIMITIVE SENNHÜTTE AUF MAIENSÄSSEN bezeichnen. In anderen Orten steht derselbe Typ für andere Unterkonzepte bzw. für das taxonomisch übergeordnete, alllgemeine Konzept HÜTTE. Ob sich die Spezifizierungen jedoch wirklich auf die Wortsemantik, bzw. eine feste konzeptuelle Kategorie oder womöglich auf die Qualität eines bestimmten Referenten bezieht, die der individuelle Informant mit dem Wort assoziiert, ist unklar. Das Problem wird ganz evident, wenn singuläre außersprachliche Realitäten detailliert abgebildet werden, wie im Fall der folgenden Grundrisse einer Sennhütte aus dem engadinischen Zernez (AIS, P 19):

AIS 1192a

Handelt es sich hier um einen weit verbreiteten Bautyp im Sinne einer außersprachlichen Kategorie oder um einen idiosynkratischen Fall?

Schließlich liefern manche Quellen auch Informationen über ihre Informanten. Grundsätzlich sind bestimmte Charakteristika für die richtige Beurteilung der sprachlichen Belege wichtig; dazu zählen vor allem die Sprachkompetenz (Standard, evtuelle Kontaktsprachen), das Alter und das Mobilitätsprofil (vgl. die Fallbeispiele in Krefeld 2018). Auch in dieser Hinsicht war bereits der AIS wegweisend, denn er teilt in den Aufnahmeprotokollen relevante biographische Daten mit, allerdings ohne sie bei der Kartierung zu berücksichtigen9. Obwohl die Sprachkompetenz des Sprechers also zu den Dimensionen möglicher Variation gerechnet werden muss, wurde in der interaktiven Karte von VerbaAlpina auf die Einrichtung eines entsprechenden Filters verzichtet, denn die meisten Quellen geben keine diesbezüglichen Informationen.

Strukturierung ist Voraussetzung für die Erstellung eines Korpus im Sinne der zeitgenössischen Linguistik; sie erlaubt auch die Entwicklung einer interaktiven Oberfläche mit sehr benutzerfreundlichen Suchfiltern, wie in Gestalt der interaktiven Karte . Ein wichtiger Schritt der Dokumentation besteht in der Vereinheitlichung der Transkription; die unterschiedlichen Systeme der Quellen werden allesamt durch einen eigens definierten Betacode  in den international weit verbreiteten Standard IPA übersetzt (vgl. die vollständige Übersicht). Die Konversion der Transkription impliziert keinen Informationsverlust, denn auch die Originaltranskription (=“DST QUELLE …“) wird sichtbar, sobald man mit dem Mauspfeil auf den ‚Einzelbeleg‘ oben links im Belegfenster fährt. Das zeigt der folgende Screenshot:

VA-Transkription in IPA und Sichtbarkeit des Originals

Wenn möglich werden alle dialektalen Sprachbelege als Varianten weiter verbreiteter Typen identifiziert und auf große Referenzwörterbücher bezogen (hier L = LSI und H = HdR). Schwieriger ist die Verknüpfung der KONZEPTE mit einem allgemein  etablierten, außersprachlichen Referenzsystem; de facto ist  etwas Derartiges mit dem umfassenden, kontinuierlich wachsenden  Wikidata-Projekt entstanden. Dort wird die gemeinsame außersprachliche Referenz der verschiedenen, oft sehr zahlreichen einzelsprachlichen Wikipedia mit einer Identifikation (ID) versehen; sie kann aus jedem Wikipidia-Eintrag über die Funktion Wikidata-Datenobjekt aufgerufen werden. Dieser Dienst beinhaltet auch bereits seit langem übliche Taxonomien, wie etwa im Bereich der Flora die auf Carl von Linné zurückgehende Nomenklatur. So kann das Konzept BUTTER , das in 134 verschiedenen Sprachversionen der Wikipedia behandelt wird über die ID Q34172 identifiziert werden.

Qualitative und quantitative Kartierung

Grundsätzlich lassen sich strukturierte Daten sowohl qualitativ als auch quantitativ (oder: metrisch) erschließen. Hier stellen sich aus geolinguistischer Sicht sehr unterschiedliche Fragen, die sowohl die statistische Modellierung als auch die Visualisierung betreffen. Eine dialektometrische Funktion zur Bestimmung der relativen Ähnlichkeit wurde bislang noch nicht entwickelt; sie wäre vor allem für die Verbreitung von Basistypen über die Grenzen der  Sprachfamilien hinaus sehr aufschlussreich. Elementare Bezugseinheit der Georeferenzierung ist für VerbaAlpina die politische Gemeinde. Eine flächige Visualisierung auf dieser Basis von 6990 Einheiten ist jedoch nicht in jeder Hinsicht ideal, denn die Unterschiede hinsichtlich ihrer Fläche wie ihrer Bevölkerung können zu manchen Verzerrungen führen (vgl. diese Bemerkungen). Darüberhinaus kann es gelegentlich, z.B. bei der Berücksichtigung von Toponymen, wichtig werden, präziser zu georeferenzieren oder aber die Gemeinden zu größeren Einheiten zu clustern; dazu bieten sich die von der Europäischen Gemeinschaft konzipierten NUTS-3-Regionen oder gar die alpinen Sprachgebiete als ganze an; illustrativ ist die Darstellung der lateinischen Inschriften im Bezug auf NUTS-3 einerseits und die Sprachgebiete andererseits.

Von autonomen Gattungen zu verschränkten Funktionen

Ein großer Vorteil virtueller Dokumentation besteht in der Überwindung der traditionellen Gattungen, die sich im Universum der gedruckten Veröffentlichungen etabliert haben. Sprachwissenschaftlich relevante, publikationstechnisch oft eigenständige Gattungen sind zum Beispiel die Abhandlung, das Textkorpus oder die bereits genannten Sprachatlanten und Wörterbücher. Jede Gattung erfüllt einen bestimmten Zweck, der auf keinen Fall aufgegeben werden sollte. Jedoch werden diese Zwecke aus ihrer Isolierung befreit und in untereinander verknüpfte Funktionen verwandelt, so dass es möglich ist ohne weiteres zwischen ihnen hin und her zu wechseln.

Einen unmittelbaren Zugang zum dokumentierten Materials bietet der Reiter ‚Interaktive Karte‘ auf der Homeseite. Er führt zu einer kartographischen Präsentation, die über mehrere Filter gesteuert wird. Der Filter KONZEPTE erschließt sämtliche Sachen und Vorgänge, deren Bezeichnungen erfasst sind (vgl. die Hinweise zur Notation), so zum Beispiel BUTTER. Die hier zahlreich belegten Bezeichnungstypen können ebenfalls als einzelne herausgefiltert werden; falls ein Typ noch andere Konzepte bezeichnet, tauchen diese ebenfalls auf der Karte auf, wenn sie zu den relevanten Konzepten von VA gehören.  So wird die BUTTER mit Ausdrücken bezeichnet, die auf lateinisch flōrem (Akk. zu flōs), eigentlich ‚Blume‘, zurückgehen und dem fra. fleur bzw. dem ita. fiore entsprechen. Dieser Typ bezeichnet aber außer BUTTER noch RAHM und anderes mehr (vgl. diese Karte).

Weiterhin ist es möglich von der  Karte aus direkt zu den eventuell zugehörigen lexikologischen Kommentar zu gelangen; die Verfügbarkeit wird in der Legende durch einen Button mit dem Buchstaben ‚i‘ angezeigt. Ein solcher Button findet sich in diesem Fall u.a. in der ersten Zeile der Legende hinter  ‚Konzept BUTTER‘; er gibt enzyklopädische Informationen zur Geschichte des Produkts.  In der entgegengesetzten Verweisrichtung ist es möglich den Reiter ‚Lexicon Alpinum‘ zu konsultieren; dort findet sich derselbe Kommentar zum Konzept Butter, der  über die Funktion ‚Auf Karte visualisieren‘ zur genannten Karte leitet  – ‚Atlas‘ und ‚Wörterbuch‘ haben sich also in  systematisch verschränkte Funktionen ein und derselben Forschungsumgebung verwandelt.

Von der Philologie zu den Humanities

Zur historischen Profilierung von Sprachräumen ist es sinnvoll die Verbreitungsareale dialektaler Formen mit anderen  georeferenzierbaren Informationen zu kombinieren. Im Hinblick auf die Romanisierung des Alpenraums im Gefolge der römischen Eroberung sind vor allem antike Quellen von Bedeutung.; aus diesem Grund wurden auch die gesicherten Inschriften und römerzeitlichen Ortsnamen aufgenommen (vgl. die Karte CIL und Tabula Peutingeriana sowie die Hinweise zu den historischen Daten); vor diesem Hintergrund ist es interessant zu sehen, dass sich oft alte Bedeutungen aus der Antike bis heute gerade da erhalten haben, wo auch bereits römische Inschriften und antike Ortsnamen bezeugt sind. Ein sehr schönes Beispiel liefert der auf den ersten Blick ganz unauffällige Worttyp Keller < lat. cellarium . Er bezeichnet im Gegensatz zum Hochdeutschen im deutschsprachigen Alpenraum in der Regel keineswegs einen RAUM UNTER DEM ERDGESCHOSS, sondern – wie das Grundwort lat. cella – den VORRATS- bzw. LAGERRAUM. Hier liegt es im Hinblick auf die römerzeitlichen Zeugnisse im dialektalen Verbreitungsgebiet  an Konservation der lateinischen Bedeutung zu denken und nicht an sekundäre Rückentwicklung zur alten Bedeutung; besonders prägnant sind die drei steirischen Belege von Keller in der Bedeutung ‚Almhütte‘.

3.3. Funktionsbereich Kooperation

Im Sinn der digital humanities hat VerbaAlpina ein dichtes Netz von  Partnern geknüpft. Darunter sind manche – und an allererster Stelle sind ALD-I und ALD-II zu nennen -, die bereits eindeutig strukturiertes Material zur Verfügung stellen, das von VA über eine Datenschnittstelle integriert werden kann; bisweilen, wie im Fall des WBOE liegen auch rudimentäre und inkonsistente Strukturen vor, die nur mit großem Aufwand konvertiert werden können. Jedenfalls lassen sich die Partnerdaten in Verbindung mit den durch Retrodigitialisierung gewonnenen Daten zu einem umfassenden und mehrsprachigen Dialektmosaik des ganzen Alpenbogens zusammengefügen, wie die maximalistische Übersicht der prinzipiell verfügbaren VA-Informanten zeigt. Man beachte, dass die Berücksichtigung des WBOE mindestens theoretisch eine umfangreich Atlaslücke in den österreichischen Ostalpen schliesst (vgl. VA-Informanten ohne Berücksichtigung des WBOE.

Wirklich unvereinbar mit dem erstrebenswerten kollaborativen Aufbau umfassender und gut nachnutzbarer Datenbestände ist die Verwendung kommerzieller und privatwirtschaftlicher Dienste, auch , oder besser: gerade dann, wenn sie  das Etikett open access sozusagen im Stil einer feindlichen Übernahme für sich reklamieren, wie es die zunehmend monopolistisch auftretenden Verlage praktizieren (vgl. dieses Beispiel).

3.4. Funktionsbereich Datenerhebung

Crowdsourcing als Technik der Datenerhebung ist eine Option, die sich webbasierter Forschung  grundsätzlich bietet; selbstverständlich taugt das Verfahren nicht für Daten, die Expertenwissen erfordern; so kann ein Sprecher zwar Ausdrücke und Konstruktionen in geschriebener und mündlicher Realisierung liefern, jedoch keine Transkription, die den Ansprüchen der Phonetik genügt. Sehr wohl ist ein Sprecher jedoch im Stande, markante lautliche Besonderheiten (z.B. Diphthongierungen, Palatalisierungen) zu unterscheiden. Im Rahmen von VerbaAlpina wurde ein Crowdsourcing-Tool designed, mit dem interessierte Nutzer für alle politischen Gemeinden des Alpenraums (im Sinn der Alpenkonvention) Bezeichnungen der von uns vorgegebenen Konzepte schriftlich eingeben oder darüber hinaus auch neue Konzepte hinzufügen. Bislang sind seit dem 10.2.2017 immerhin 11534 (Stand vom 1. April 2019) Belege erhoben worden. Es wird erwogen, unter Umständen auch mit der Erhebung gesprochener Audiodaten zu beginnen; die technischen Probleme sind grundsätzlich gelöst.

Das grundlegende Problem beim Einsatz von Crowdsourcing liegt jedoch darin, dass es sich um eine mediales Verfahren handelt, das auf eine hinreichende Sichtbarkeit und Bereitwilligkeit der Mediennutzer angewiesen ist. Es muss – mit anderen Worten – für hinreichende Publizität gesorgt werden. In aller Regel sind Projekte aus den humanities keine Selbstläufer und können daher Unterstützung durch Öffentlichkeitsarbeit einschließlich nicht digitaler Medien gebrauchen. Pressemitteilungen bilden sich im positiven Fall direkt in der Nutzeraktivität ab, wie drei punktuelle Einblicke in die Statistik des VerbaAlpina-Crowdsourcings zeigen:

Öffentlichkeitsarbeit und Echo im Crowdsourcing: A – kein eindeutiges Echo: Vortrag vor Almbauern  |  B – schwaches Echo: Bericht in einer Schweizer Lokalzeitung | C – starkes Echo: Homepage des Bayerischen Rundfunks (BR 2)

Aber es scheint sehr problematisch, wenn nicht unmöglich Nutzerinteresse zu prognostizieren. Sehr schwer einzuschätzen ist insbesondere die Gewichtung des individuellen Sachinteresses auf Seiten des Nutzers und sowie der Attraktivität des Web-Auftritts. Womöglich besteht auch ein Zusammenhang beider Parameter, insofern fehlendes Sachinteresse eventuell durch eine unterhaltsame, z.B. als Spiel gestaltete Oberfläche (‚gamification‘) kompensiert werden kann. 10 Es kann jedoch auch nicht übersehen werden, dass es durchaus sehr erfolgreiche CS-Kampagnen gibt, in denen der zweite Parameter keine und der erste bestenfalls eine unklare Rolle spielt (vgl. die Übersicht der Zooniverse-Projekte).

3.5. Funktionsbereich Forschungslabor

Forschungsumgebungen im Rahmen der Digital Humanities sind in der Lage eine Option anzubieten, für die es in der Welt, die ausschließlich auf den Druck ‘fertiger’ Ergebnisse zielt, keine Entsprechung geben kann. Gemeint ist die Einrichtung eines mehr oder weniger offenen digitalen ‘Raums’, in dem registrierte Partner, Nutzer und/oder Interessenten überhaupt die Möglichkeit haben, sich mit den Inhalten und dem Quellcode des Projekts zu befassen. Diese Auseinandersetzung kann analytisch erfolgen, aber auch in Vorschlägen, das Vorhandene um Inhalt und/oder Code zu erweitern. Dazu müssen Upload-, Download- und Kommentar- bzw. Chatfunktionen eingerichtet werden. Dieser Funktionsbereich, für den sich die Bezeichnung ‘Labor’ anbietet, wurde in VerbaAlpina bislang noch nicht ausgebaut; immerhin haben registrierte Nutzer auf der ‘Interaktiven Karte’ schon die Möglichkeit, beliebige Daten, die über die Filter angezeigt werden können, gemeinsam aufzurufen und in Gestalt sogenannter  ‘Synoptischer Karten’ zu fixieren und zu kommentieren. Das jeweils Erzeugte kann über einen Share-Button weitergeleitet werden, so dass Interessentengruppen gebildet werden können.

3.6. Funktionsbereich Publikation

Eine probate Strategie zur Durchsetzung kollaborativer Forschungsumgebungen ist der parallele Aufbau von Publikationsplattformen, die denselben Anforderungen  entsprechen, an denen auch gedruckte Veröffentlichungen gemessen werden: dauerhafte Zitierfähigkeit und Recherchierbarkeit. Verlässlich zitierfähig in lwissenschaftlichem Kontex sind nur stabile Text. Für VerbaAlpina wurde eine technische  Versionierung entwickelt, die in ähnlicher Weise auch in anderen Münchner Plattformen verwandt wird. Sie beruht im Wesentlichen darauf, dass die jeweilige Version in der URL des Textes spezifiziert wird. Jede Änderung des Textes setzt die Erzeugung einer neuen Version voraus, die jedoch die vorhergehende nicht ersetzt, sondern ergänzt. Die älteren Versionen bleiben erhalten, so dass ihre eventuellen Zitate durch neuere Versionen nicht gefährdet werden. Für den oben erwähnten Kommentar zum Konzept BUTTER wird die folgende Zitierweise empfohlen, in der die Version 17/2 in der URL in Gestalt der Ziffer 172 repräsentiert wird:

  • Krefeld, T.: s.v. “BUTTER”, in: VA-de 17/2, Lexicon alpinum, https://www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de/?page_id=2374&db=172#C156

Diese Zitierbarkeit wurde in den Portalen KiT und DH–Lehre entwickelt. Um in längeren versionierten Texten gezielt auf einen bestimmten Abschnitt referenzieren zu können, wurde die Textformatierung so eingestellt, dass alle Absatzes fortlaufend nummeriert werden und die jeweilige Nummer durch Klicken der URL hinzugefuegt wird. Die folgende URL:

verweist also auf den 8. Absatz eines Beitrags von Hans Goebl in der ersten Version des Sammelbandes Berichte aus der digitalen Geolinguistik : Thomas Krefeld | Stephan Lücke (2018): Berichte aus der digitalen Geolinguistik. Korpus im Text. Version 1 (12.05.2018, 10:20). url: http://www.kit.gwi.uni-muenchen.de/?p=4498&v=1]].

Die Recherchierbarkeit des Projekts VerbaAlpina als ganzem ist nicht nur in den Suchmaschinen, sondern auch im Verbundkatalog der öffentlichen bayerischen Bibliotheken (OPAC) gewährleistet; es wurde durch die UB der LMU mit einem Digital Object Identifier (doi:10.5282/verba-alpina) versehen, über das es auch jenseits der Kataloge und herkömmlichen Suchmaschinen auffindbar ist (vgl. DOI). Darüber hinaus wurde auf dem Server der Deutschen Nationalbibliothek ein sogenannter Uniform Resource Name (URN) hinterlegt, der Ähnliches wie die DOI leistet (vgl. [[Lücke 2017|https://www.verba-alpina.gwi.uni-


  1. <span class="vaabr" data-vaabr="VglDOT">Vgl.</span> zur Bezeichnung die <a href="https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=21088&lv=2&v=2" target="_BLANK">Bemerkungen</a>  in <span class="bibl" data-bibl="krefeld2017c">Krefeld 2017c</span>. 

  2. <span class="vaabr" data-vaabr="vglDOT">vgl.</span> die <a href="https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=21088&l=78275" target="_BLANK">Darstellung des Unternehmens</a> in <span class="bibl" data-bibl="krefeld2017g">Krefeld 2017g</span>. 

  3. Dieser Ausdruck ist insofern gerechtfertigt, als ein sehr großer Teil der im Atlas veröffentlichten Formen typisiert wird, allerdings ohne diesen Typen ein konkretes Etymon zuzuweisen. Diese Verknüpfung interaktiv zu realisieren wäre eine sehr schöne Unternehmung der <i>Digital Romance Humanities</i>. 

  4. Das Gebiet wird aus rein pragmatischen Gründen über die Zugehörigkeit der politischen Gemeinden zur Interessenvereinigung der <a href="http://www.alpconv.org/de/convention/pages/default.aspx?AspxAutoDetectCookieSupport=1" target="_BLANK">Alpenkonvention</a> abgegrenzt. 

  5. <span class="vaabr" data-vaabr="VglDOT">Vgl.</span> zu <a href="https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=79179#chapter:synchronische-beschreibung-der-arealen-ebene" target="_BLANK">diesem Konzept aus romanistischer Sicht</a>. 

  6. Das ist zum Beispiel immer dann agebracht, wenn Quellen sich auf  Gemeinden beziehen, die im Zuge von administrativen Neuordnungen mit anderen Gemeinden zusammengelegt wurden. 

  7. Aus kommunikationsräumlicher Perspektive fallen jedem Romanisten sofort zahlreiche andere faszinierende Konstellationen eine: die Romania Thyrrenica (Korsica, Elba, Sardinien, die Balearen mit den jeweils nächstgelegenenen kontinentalen Küstenstreifen), die Sprachgebiete beiderseits der Adria, das Verbreitungsgebiet der Aromunen, Meglenorumänen und Rumänen; die Gegenden Afrikas, wo auch romanische Sprachen gesprochen; der Indische Ozean, Amerika usw.). Unser aller indivuiduelle Interessenthorizonte stoßen ja ständig an die Grenzen unserer individuellen Sprachkompetenzen, so dass nur aus der Kollaboration sinnvolle und notwendige Großprojekte entstehen können. 

  8. Darüber hinaus müsste auch das Alter in die Chronoreferenzierung eingehen; im VerbaAlpina-Gebiet lagen im Fall des AIS mehr als 60 Jahre Altersunterschied zwischen den Informanten; die Sprecherin aus Lanzada (AIS 216)  war bei der Erhebung, 1921, erst 22 Jahre alt, der Sprecher aus Surrhein (AIS 11) dagegen im Jahre 1920 bereits 84; <span class="vaabr" data-vaabr="vglDOT">vgl.</span> <span class="bibl" data-bibl="jabergjud1928">Jaberg/Jud 1928</span>, 40, 63. 

  9. <span class="vaabr" data-vaabr="VglDOT">Vgl.</span> zur Informantenmobilität <span class="bibl" data-bibl="krefeld2002">Krefeld 2002</span> und zum Problem der nicht alphabetisierten Informanten <span class="bibl" data-bibl="krefeld2007b">Krefeld 2007b</span> und <span class="bibl" data-bibl="krefeld2007c">Krefeld 2007c</span>. 

  10. Diese Komponente tritt im Projekt VerbaAlpina fast vollkommen zurück; allenfalls ist die Nennung der aktivsten (registrierten) User, Gemeinden und der beliebtesten Begriffe in der <a href="https://www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de/en/?page_id=1741&db=xxx" target="_BLANK">Crowdsourcing-Funktion</a>  zu erwähnen; diese Zurückhaltung ist eine Reaktion auf die schwache Resonanz, die das dezidiert spielerisch ausgerichtete Projekt <a href="http://www.metropolitalia.org/" target="_BLANK">]Metropolitalia</a> gefunden hat. 

54 Monate – Arbeitsbericht VerbaAlpina (Zitieren)

TKrefeld
(3661 Wörter)

Thomas Krefeld | Stephan Lücke (LMU)

0. Vorbemerkung

Die aktuelle Förderungsphase dient der Erschließung eines zweiten großen Gegenstandsbereichs, nämlich der Natur, und zielt auf Bezeichnungen von Witterungserscheinungen, Landschaftsformationen, Fauna und Flora. Parallel dazu wurde viel Arbeit in  die Konzeption und praktische Umsetzung von verlässlichen Prozeduren des Datenmanagements in webbasierten Forschungsprojekten  Investiert. Da die grundlegende Bedeutung dieser zweiten Thematik in der romanistischen und italianistischen Geolinguistik weithin noch nicht erkannt worden zu sein scheint, wurde er ganz entschieden in den Vordergrund dieses Arbeitsberichts gestellt

1. Wissenschaftskommunikation im Internet

Forschungsmittel sind begrenzt; der Zugang dazu muss also kompetitiv geregelt sein. Wenn Forschung in dieser Hinsicht zwar dem Wettbewerb unterliegt, so ist sie doch in ihrem Wesen vor allem kollaborativ: Denn Fortschritt gibt es nur auf der Grundlage des jeweils bereits verfügbaren Wissens. Im Hinblick auf die Kollaboration – die ja grundsätzlich in Kommunikation fundiert ist – haben sich nun in den letzten 15 Jahren die Rahmenbedingen vollkommen geändert:  Es ist innerhalb weniger Jahre eine Gesellschaft entstanden, die explizit als Wissensgesellschaft bezeichnet wird, da sie im Privaten und im Öffentlichen die permanente und ubiquitäre Verfügbarkeit der Neuen Medien und damit einen praktisch unbegrenzten Zugang zum Wissen jeglicher Art voraussetzt.

Diese vollkommene Mediatisierung betrifft aber nicht nur den Wissenskonsum, sondern gleichermaßen die Wissensgenerierung durch Forschung, nicht zuletzt deshalb, weil sie uns eine sehr breite, ortsunabhängige Kooperation ermöglicht. Ins Schlaraffenland sind die Forscher damit freilich nicht gelangt, denn die Option auf Kooperation konkretisiert sich keineswegs automatisch. Sie erfordert vielmehr die Beachtung einiger elementarer Regeln, die seit kurzem mit der Sigle FAIR benannt werden, die von einer wichtigen Initiative lanciert wurde (🔗). Damit werden vier grundlegende ethische Prinzipien für die Wissenschaftskommunikation unter den Bedingungen der Neuen Medien identifiziert. Ihnen zufolge müssen Forschungsdaten

  • F_indable (‘auffindbar’),
  • A_ccessible (‘zugänglich’),
  • I_nteroperable (‘kompatibel’),
  • R_eusable (‘nachnutzbar’)

sein (🔗). Die Anforderungen von drei  (F, A, R) der vier Prinzipien zielen darauf, sowohl human readable als auch machine readable zu sein; sie gelten also sowohl für die Mensch-Maschine-Mensch-Kommunikation als auch für die Maschine-Maschine-Kommunikation. Das vierte Prinzip (I) gilt nur für letztere; es ist jedoch im skizzierten virtuell-medialen Rahmen zentral für den Fortschritt der Forschung und repräsentiert insofern die Unverzichtbarkeit der technologischen Komponente und die Transformation des LESERs zu einem interaktiven NUTZER, der auf einem Kontinuum zwischen hochspezialisierten Experten und völligen Laien abgebildet werden kann und der sich den Daten nicht nur lesenden Auges nähert, sondern womöglich mit der Absicht, sie für eigene Forschungszwecke zu nutzen und dafür maschinelle ‘Erntehelfer’ (zum sog. harvesting) einzusetzen.

Die Operationalisierung der FAIR-Prinzipien erfordert ein komplexes Zusammenspiel von Forschern, das heißt de facto von befristeter und deshalb mehr oder weniger prekärer Projektarbeit einerseits und andererseits von Institutionen, die Dauerhaftigkeit in Aussicht stellen können; das sind in allererster Linie die großen Bibliotheken. Die Entwicklung von Prozeduren für diese ganz spezielle Art der Kooperation gehört zu den aktuellen Herausforderungen der Forschung, die mit dem Ausdruck Forschungsdatenmanagement (FDM) bezeichnet werden. Damit sind wichtige Eckpunkte der Wissenschaftskommunikation im Web markiert, die den Horizont dieses Beitrags abstecken.

2. FAIRness in einer web-basierten Forschungsumgebung

Das Projekt VerbaAlpina (VA) versucht, die Forschungskommunikation im oben skizzierten Sinne konsequent nach den FAIR-Prinzipien zu gestalten.  Dabei ist ihre Anwendung in den folgenden fünf komplementär angelegten und eng miteinander verflochtenen Funktionsbereichen (🔗) zu unterscheiden:

  • Dokumentation;
  • Publikation;
  • Kooperation;
  • Datenerhebung durch crowdsourcing;
  • Forschungslabor.

2.1. FAIRness der Publikation

Das ganze Internet ist nichts Anderes als eine gewaltige Publikationsmaschine; es ist allerdings unbedingt notwendig zu differenzieren, denn es wird durchaus anders und teils auch Anderes als unter den medialen Bedingungen des Drucks publiziert wird. Von VerbaAlpina  werden

  • semantischer Inhalt (Dialektformen, analytischer wissenschaftlicher Text),
  • Metadaten,
  • Software und Code

veröffentlicht (🔗).

Produziert werden dabei ausnahmslos stabile Daten und Textdateien, da die gesamte Plattform (Benutzeroberfläche und Datenbanken) alle sechs Monate ‘eingefroren’, oder: versioniert wird; zusätzlich besteht jeweils eine aktuelle Arbeitsversion (Version xxx), die noch Änderungen unterliegt und daher nicht zitiert werden sollte (🔗). Die jeweils jüngste Version ersetzt jedoch nicht die vorige, sondern ergänzt sie, denn alle früheren Versionen bleiben erhalten, so dass sämtliche Zitate und Verlinkungen innerhalb des Projekts sowie von außen auf das Projekt stets zugänglich sind.

Es ist weiterhin sichergestellt, dass die Versionen gut auffindbar sind, denn ihnen wird von der UB der LMU ein DOI zugewiesen (http://dx.doi.org/10.5282/verba-alpina); gleichzeitig findet VA als Ganzes damit Eingang in die Biblibliothekskataloge (🔗).

Auf dieselbe Weise lassen sich auch alle thematischen Textbeiträge identifizieren, die auf der Projektseite unter den Reitern Lexicon alpinum, Methodologie und Beiträge  publiziert werden; sie erhalten ebenfalls einen DOI und sind daher direkt zitierfähig (vgl. z.B.: Krefeld, T. / Lücke, S.: s.v. “butyru(m)”, in: VA-de 18/2, Lexicon alpinum, http://dx.doi.org/10.5282/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D2374%26db%3D182%23B128).

Eine vergleichbare Funktion leistet der URN, der bei der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt registriert wird. Schließlich ist auch der gesamte Quellcode von VA mit allen programmierten Tools unter github auffindbar und zugänglich. Technisch gesehen liegt dem Verfahren ein Export aller VA-Daten in ein Repositorium der UB zu Grunde (open data lmu), in dem auch Metadaten im Format DataCite zugewiesen werden.

Eine große Rolle bei der Ausgestaltung der Metadatenschemata spielen die Normdaten, die eine eindeutige und fein granulierte Identifikation der Forschungsdaten erlauben. VA unterscheidet drei Datenkategorien (oder: Entitäten), für die eigene Identifikatoren vergeben werden, die in Verbindung mit den Daten abrufbar sind:  ‘Konzept’, ‘morpholexikalischer Typ’ (s. Typisierung) und ‘Gemeinde’. So ergeben sich sehr spezifizierte Metadaten (vgl. das DataCite Beispiel für das Konzept SENNHÜTTE, das neben dem VA-Identifikator C1 auch die in VA ebenfalls vorhandenen onomasiologischen Identifikatoren des Wikidata-Projekts enthält:  Q136689, Q27849269, Q2649726), die grundsätzlich die eindeutige Referenzierung auf Einzeldaten definierter Objektklassen über Projektgrenzen hinweg erlauben.

Dieser Export gewährleistet die Zugänglichkeit und Nachnutzbarkeit der Daten nach dem Auslaufen der Projektförderung. Der Datenexport erfolgt über eine API-Schnittstelle (vgl. API Dokumentation), die im Internet öffentlich zugänglich ist und auch für die  Ausgabe in anderen Formaten und angereichert um Metadaten von im Grunde beliebigen anderen Standards, z.B. gemäß CLARIN-D, genutzt werden kann. Einen groben Überblick des im Entstehen begriffenen Forschungsdatenmanagements (Stand vom 11.3.2019) gibt das folgende Schema:

Forschungsdatenmanagement zwischen Projekten, Institutionen und Öffentlichkeit

Im Hinblick auf die Auffindbarkeit und Zugänglichkeit sind noch zwei grundsätzliche Bemerkungen angebracht:

  1. Da bislang in der Wissenschaftsgemeinde weder ein Standard-Metadatenschema verbindlich festgelegt noch die Frage geklärt ist, welche Institutionen über deren Einhaltung und die dauerhafte Bewahrung von Daten und Metadaten wachen sollen, hat sich VA zum einen für ein flexibles Schnittstellenkonzept entschieden, das die Nutzung im Grunde beliebiger Metadatenschemata erlaubt. Außerdem beteiligt sich VA an zwei aktuell laufenden Forschungsprojekten, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen: der Initiative (GeRDI) des LRZ und dem von der Bayerischen Staatsregierung geförderten Projekts „eHumanities – interdisziplinär. Im Projekt GeRDI sollen Daten ganz unterschiedlicher Disziplinen über Metadaten verknüpft werden, indem gemeinsame Attribute festgelegt werden (was z.B. im Fall von Geo- und Chronoreferenzierungen sehr einfach und häufig auch sinnvoll ist).
  2. Abgesehen von den Metadaten, die auf die spezifischen Projektdaten referenzieren, ist es im Sinn von Auffindbarkeit und technischer Interoperabilität unbedingt ratsam, Identifikatoren und Normdaten zu verwenden, die außerhalb des Projekts etabliert sind. VA verwendet daher seit kurzem die Identifikatoren der sogenannten Wikidata-Datenobjekte. Sie liefern Referenzen für außersprachliche Realitäten und Konzepte und damit einen gemeinsamen Bezugsrahmen für viele unterschiedliche Sprachen; so gibt es derzeit (14.12.2018) Wikipedia-Artikel in 133 Sprachen über das Milchprodukt Butter. Die sehr unterschiedlichen Artikel werden verknüpft, indem sie alle auf den eindeutigen Identifikator des entsprechenden Wikidata-Datenobjekts referenzieren (Q34172). Eine Suchmaschine, die danach sucht, ist also in der Lage, alle zugehörigen 133 Bezeichnungen zu finden – und so, zumindest theoretisch, demnächst auch die in VA dokumentierten, zahlreichen Dialektformen (1926 Belege). Ein ähnliches System für Bezeichnungstypen, d.h. für Wörter (L-ID), ist bei Wikidata im Aufbau.

2.2. FAIRness der Dokumentation

VA dokumentiert Dialektbelege der drei großen europäischen Sprachfamilien, die sich in ethnolinguistischer Hinsicht  als spezifisch alpin erweisen.

Das Material wurde in einen systematisch strukturierten Datenbestand überführt und nach sprachlichen (‘morpho-lexikalische Typen’, ‘Basistypen’) und außersprachlichen (‘Konzepte’) Kritierien annotiert; neben dem maschinenlesbaren Zugang über die oben erwähnte API-Schnittstelle gibt es einen menschenlesbaren Zugang, der in sehr anschaulicher Weise über eine interaktive Karte erfolgt; die dafür momentan noch genutzte Google Maps-Karte wird in Kürze durch eine bereits weitestgehend entwickelte Karte mit verbesserter Funktionalität auf der Grundlage von Open Street Maps und dem Javascript-Frameword Leaflet ersetzt (🔗 ).

Die genannten Kategorien der Datenstrukturierung  fungieren an der Kartenoberfläche als Filter. Bereits auf dieser nutzerfreundlichen, insbesondere laientauglichen Oberfläche wurde eine ebenso einfache wie elementare Funktion der reusability implementiert, denn es ist möglich, alle Karten, die man sich anzeigen lässt, in exakt der angezeigten Form (mit der entsprechenden Zoomstufe, jeweils geöffneten Fenstern usw.) mit anderen zu teilen oder sie in Publikationen usw. einzubauen, denn durch Klicken auf einen ’share button‘ wird für die jeweils aktuell angezeigte Karte eine versendbare URL erzeugt; so führt der folgende Link zu einer Karte aller in VA vorhandenen dialektalen Bezeichnungen von BUTTER.

Das vorhandene Sprachmaterial stammt aus zwei Quellen: Ein kleinerer Teil des Materials, das VA anbietet, wurde durch  das Projekt selbst im Crowdsourcing-Verfahren (s.u. 2.4.) erhoben. Der größte Teil wurde jedoch aus gedruckten oder für den Druck vorgesehenen Arbeiten gewonnen, so finden sich auch Formen, die uns im Rahmen von Partnerschaftsabkommen aus noch nicht abgeschlossenen Projekten zur Verfügung gestellt wurden (vgl. zum Beispiel das Punktnetz des Sprachatlas von Oberösterreich). Berücksichtigt wird auch Wörterbuchmaterial, unter der Bedingung, dass die sprachlichen Belege georeferenzierbar sind; das ist bei guten Dialektwörterbüchern wie zum Beispiel dem DRG oder dem VSI der Fall. De facto ist jede Quelle überdies auch chronoreferenzierbar, allerdings wurde diese Funktion noch nicht implementiert.

Durch die Retrodigitalisierung und den Webauftritt werden zahlreiche, in teils schwer zugänglichen Publikationen ‘schlafende’ Dialektausdrücke leicht auffindbar (F), zugänglich (A), interoperabel (I) und in allgemein kompatibler Weise nachnutzbar (R) gemacht; denn alle verfügbaren Formen erhalten einen persistenten Identifikator und werden in Kürze auch über einen Digital Object Identifier (DOI) ansprechbar sein. Hier ein Beispiel aus dem Sprach- und Sachatlas Italiens und der SüdschweizAIS (1928-1940).

VA produziert also gewissermaßen FAIRen Output. Allerdings sind die allermeisten Quellen, der Input, von FAIRness meilenweit entfernt. Die Gründe dafür sind teils technischer, teils aber auch juristischer, letztlich: kommerzieller Art. In der Regel sind Sprachatlanten ausschließlich als physisches Druckwerk zugänglich; nur sehr wenige bieten wenigstens die elementarste Stufe der Digitalisierung, d.h. digitale Photos (scans) an, wie z.B. der AIS in Gestalt des NavigAIS oder der  SDS im Hinblick auf das Orginalmaterial. Kein einziger älterer Atlas wurde bislang in Form eines strukturierten Korpus aufbereitet, das auch den Export der Daten gestattet. Immerhin konnte eine solche Lösung auf der Basis einer Kooperationsvereinbarung für den ALD gefunden werden; dem Druck dieses Atlas’ von Hans Goebl lag ein digitales Format zu Grunde, das zwar wegen fehlender Identifikatoren der Inhalte nicht interoperabel war, sich aber nach bestimmten Adaptationen als maschinenlesbar und entsprechend nachnutzbar erwies; alle Bezeichnungen relevanter Konzepte erscheinen daher in VerbaAlpina (vgl. das ALD-Ortsnetz und dieses Beispiel).

Findable Accessible Interoperable Reusable
menschl. masch. menschl. masch. masch. menschl. masch.
ALI
SDS + + + +
AIS + + + +
ALD + + + + +
VA + + + + + + +

Anders, deutlich komplexer, erscheint die Lage im Bezug auf georeferenzierbare Wörterbücher; die seit kurzem verfügbare Online Version des DRG ist so eingerichtet, dass jedes Lemma dank eines Identifikators als digitales Objekt zugänglich ist (A), so zum Beispiel bargia ‘Schopf’. Ein maschineller Export ist jedoch nicht vorgesehen, und es ist erkennbar, dass auch die technische Möglichkeit der unmittelbaren Referenzierung auf ein Lemma über eine URL eher ein technisches „Abfallprodukt“ ist, das sich mehr oder minder zufällig bei der Softwareentwicklung ergeben hat. Jedenfalls wird kein Zitier-Link angeboten und es scheint generell keine konkreten Hinweise für die Nutzer auf diese Möglichkeit zu geben, so dass der Gebrauch letztlich der „Gerissenheit“ des Nutzer überlassen ist.

Seit kurzem existiert eine Reihe von online-Lexika zu zwei ladinischen Dialekten, dem Gadertalischen (Badiot) und dem Grödnerischen (Gherdëina) (https://www.micura.it/de/woerterbuecher). Allesamt werden verantwortet vom ladinischen Kulturinstitut in St. Martin in Thurn (Istitut Ladin Micurà de Rü) und alle sind offenkundig als Derivate von Publikationen in Buchform entstanden. Zugrunde liegen jeweils zwei Lexika für das Deutsche (Mischì, Giovanni, Wörterbuch deutsch – gadertalisch = Vocabolar todësch – ladin, San Martin de Tor 2001 [ISBN 88-8171-028-5]; ders., Wörterbuch : Deutsch – Grödner-Ladinisch = Vocabuler : tudësch – ladin de Gherdëina, San Martin de Tor 2002 [ISBN 88-8171-033-1]) und das Italienische (Moling, Sara [Hg.], Dizionario italiano – ladino Val Badia; Dizionar ladin Val Badia – talian, San Martin de Tor 2016 [ISBN 978-88-8171-120-8];
Forni, Marco [Hg.], Dizionario italiano – ladino gardenese = Dizioner ladin de gherdëina – talian, San Martin de Tor 2013 [978-88-8171-106-2]), wobei lediglich die italienischen Lexika die biderektionale Perspektive Italienisch⇔Badiot und Badiot⇔Italienisch bedienen; die deutschen Lexika sind monodirektional Deutsch⇒Badiot bzw. Deutsch⇒Gherdëina angelegt.

Der lexikalische Bestand dieser Werke ist nunmehr also auch im Internet verfügbar, wobei die konkrete Vorgehensweise bei der Digitalisierung und auch die Struktur des zugrundeliegenden Datenbestands vollkommen unklar ist. Die Aufteilung des Datenbestands in vier voneinander getrennte Buchpublikationen spiegelt sich, überraschender- und gleichzeitig unnötigerweise, auch in der Datenpräsentation im Internet wider. Jedem Lexikon entspricht ein eigenes Internet-Portal. Dabei wurden die beiden Portale für die deutschen Lexika offenkundig von anderen Entwicklern konzipiert und realisiert als die italienischen.

  1. Badiot⇔Italienisch (und vice versa): http://itavalbadia.ladinternet.it/
  2. Badiot⇒Deutsch: https://www.micura.it/de/dizionars/vb/dl
  3. Gherdëina⇔Italienisch: http://dizionario-italiano-gardenese.ladinternet.it/ (= http://forniita.ladinternet.it/)
  4. Gherdëina⇒Deutsch: https://www.micura.it/de/dizionars/gh/dl

Verantwortlich für die Internetportale der italienischen Daten ist die Florentiner Firma SmallCodes, die seit Jahren technische Lösungen im Umfeld der (vor allem ober-)italienischen Dialektforschung entwickelt. Die Entwickler der Portale der Deutsch-Ladin-Lexika werden nicht genannt.

Entsprechend der Aufteilung auf vier Portale sind auch die jeweiligen Datenbestände nicht aufeinander bezogen, was z.B. die Folge hat, dass man bei einer Suche ausgehend von der italienischen Bezeichnung lumaca (SCHNECKE) zwar das gadertalische sgnech geliefert bekommt, nicht jedoch die deutsche Bezeichnung Schnecke, die ihrerseits über das deutschsprachige Portal mit sgnech verknüpft ist. Auf die mit sgnech offenkundig eng verbundene Variante snech im Grödnerischen gelangt man wiederum nur nach einer gesonderten Suche auf dem entsprechenden Portal – und dies, obwohl die beiden Portale (Italienisch⇔Badiot und Italienisch⇔Gherdëina) von der selben Firma entwickelt worden sind. All dies dokumentiert, dass die Datenbestände, die im Grunde unter einem institutionellen Dach vereint sind, zumindest technisch nicht aufeinander bezogen und somit im Sinne der FAIR-Prinzipien nicht ‘interoperabel’ sind. Dies gilt gleichermaßen auch für die Anknüpfungsmöglichkeiten von außerhalb: Eine unmittelbare Referenzierung auf die soeben exemplarisch genannten morpholexikalischen Typen sgnech, snech und lumaca ist technisch nicht möglich. Eine Ausnahme sind lediglich die deutschsprachigen Versionen der online-Lexika, die wenigstens den URL-basierten Verweis auf das deutsche Lemma erlauben (z.B. https://www.micura.it/de/woerterbuecher/vb/dl?q=Schnecke), eine Referenzierung auf die ladinischen Typen ist technisch jedoch auch hier nicht möglich.

Beklagenswert ist ferner die schlechte Auffindbarkeit der in den Lexika versammelten morpholexikalischen Typen von außerhalb der eigentlichen Portale, also über das Internet oder etwa über Bibliothekskataloge. Allerdings liegt dies nicht in der Verantwortung der Einzelakteure, sondern beruht auf dem Fehlen von Aggregatoren, die voneinander getrennt generierte und verwaltete Datenbestände unter Einsatz geeigneter Metadatenschemata miteinander verknüpfen können. Derartige Strukturen sind derzeit erst in ihrer Entstehungsphase. Als Beispiel wäre etwa die „Generic Research Data Infrastructure“ (GeRDI) zu nennen, an der u.a. VerbaAlpina als Partner- und Pilotprojekt beteiligt ist. In jedem Fall hat die mangelhafte Auffindbarkeit zur Folge, dass die hier thematisierten ladinischen Online-Wörterbücher auch einem weiteren im Akronym FAIR formulierten Postulat – dem „F“: Findable – nicht genügen. Das Gleiche gilt auch für die verbleibenden FAIR-Forderungen der Zugänglichkeit (A: Accessible) und der Nachnutzbarkeit (R: Reusable). Zwar ist die Zugänglichkeit über das Internet grundsätzlich möglich, sie erfährt jedoch ganz wesentlich dadurch eine Einschränkung, als der Datenbestand lediglich durch manuelle Formulareingaben abgefragt werden kann. Ein vollständiger oder wenigstens partieller Export der Daten auf Basis frei zu definierender Filter ist anscheinend nicht möglich. Auch existiert offenkundig keine API, die eine wichtige Voraussetzung für die maschinelle Verarbeitung, auch und gerade im Sinne der Verknüpfung mit kongruenten externen Datenbeständen, darstellt. Das Fehlen einer API bedingt gleichzeitig und zusätzlich die mangelnde Interoperabilität der Daten. Die Nachnutzbarkeit der Daten schließlich wird nicht zuletzt entscheidend durch das Lizenzmodell beschränkt, unter dem sie zur Verfügung gestellt werden: Das Copyright gestattet die Nutzung der Daten nur in sehr beschränktem Umfang, nach deutschem Recht im Wesentlichen nur im Rahmen dessen, was das Zitatrecht erlaubt.

Die hier thematisierten ladinischen Online-Wörterbücher machen insofern also nur auf den ersten Blick den Eindruck von zeitgemäßen Webpublikationen. Es ist begrüßenswert, dass das Material überhaupt im Internet verfügbar ist, und bestimmte Funktionen und Konzepte gehen über das hinaus, was herkömmliche Buchpublikationen zu leisten im Stande sind. Dazu gehört zum einen die Präsentation von Tonaufnahmen (auf die wiederum nicht verlinkt werden kann) sowie das Vorhandensein eines onomasiologischen Tools („galleria immagini“ in den Italienisch-Ladinischen Modulen; wiederum nicht per URL referenzierbar), das den Datenbestand über anklickbare Abbildungen aufschlüsselt. Letztlich jedoch sind auch die Webportale mit den Beschränkungen behaftet, die eigentlich nur dem Buch zu eigen sind, und es ist offenkundig, dass hier nicht mit der gebotenen Entschlossenheit und Konsequenz die Möglichkeiten der neuen Medien genutzt werden. Aus Sicht von VerbaAlpina ist dies vor allem deswegen bedauerlich, weil eine auch nur punktuelle (und gerne wechselseitige) Verknüpfung der eigenen Datenbestände mit den Beständen der ladinischen Wörterbücher de facto unmöglich ist.

Ebenfalls nur durch manuelle Formulareingaben ist der Niev Vocabulari sursilvan online bieten selbst diese Möglichkeit nicht an, so dass an Interoperabilität nicht zu denken ist.

2.3. FAIRness der Kooperation

VA wird von zahlreichen Partner-Projekten unterstützt; das große Potential dieser Kooperation ist selbstverständlich und bedarf eigentlich keiner Erläuterung. Dennoch soll die konstruktive Perspektive der mehrfachen und komplementären Nachnutzung kompatibler Partnerprojekte an einem Beispiel illustriert werden: Im Rahmen des  Archivio lessicale dei dialetti trentini (ALTR) wurden fünf gedruckte Dialektwörterbücher  unterschiedlicher Talschaften (aus der Zeit zwischen 1955 und 1984) in einer Datenbank zusammengeführt. Dank einer Projektpartnerschaft  konnte VA die relevanten Ausdrücke konvertieren und importieren, so dass sie nun im Kontext aller Alpendialekte kartographisch dargestellt werden können; vgl. die folgende Bezeichnung eines Geräts zum Buttern: smalzaia).

Als interoperabel in der Kooperation hat sich auch die Projektarchitektur und die entsprechende Software bereits erweisen; so konnte probeweise das sizilianische Regional- und Spezialwörterbuch von Sottile 2002 ohne Schwierigkeiten nachgenutzt und als Atlas dargestellt werden (vgl. den Atlante linguistico della Sicilia online, der seit 2019 durch die sizilianischen Partner ausgebaut wird). Auch der im Entstehen begriffene Atlas des Pikardischen in Nordfrankreich und Belgien greift seit dem Herbst 2018 auf die Konzeption und Technologie von VA zurück (vgl. Verba Picardia).

2.4. FAIRness im Crowdsourcing

Crowdsourcing-Verfahren richten sich in allererster Linie, wenngleich nicht ausschließlich, an Laien; sie setzen deshalb eine intuitiv leichte Auffindbarkeit und Zugänglichkeit zentraler Datenbereiche für menschliche Nutzer voraus. Die Daten werden durch die Art der Erhebung in ein strukturiertes und interoperables Format gebracht, das Nachnutzung gestattet. VA nutzt crowdsourcing in doppelter Weise: Zunächst wurde ein ästhetisch ansprechendes und einfach zu bedienendes Tool zur Datenerhebung programmiert (Mitmachen!); dafür wurde auch ein Tutorial auf Youtube gepostet. Ferner wurde soeben ein Zooniverse-Auftritt eingerichtet, um die für Retrodigitalisierung erforderliche Transkriptionsarbeit wenigstens teilweise an die Crowd weiterzugeben (🔗). Auch dafür ist Interoperabilität der VA-Datenbasis die Voraussetzung.

Das Erhebungstool wurde durch populärwissenschaftliche Vorträge in der Erwachsenenfortbildung einschlägiger Berufsgruppen (am 20.4.2018, 26.2.2018, 7.10.2017) beworben und fand daneben auch ein schönes massenmediales Echo. Die Auswertung ist interessant, denn es zeigt sich, dass vor allem Projektberichte im Internet relevant sind, da dort über einen Link ein direkter, sozusagen intramedialer Zugang angeboten werden kann: Das mit Abstand stärkste Echo fand deshalb ein Post auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks (am 27.4.2018); insgesamt wurden durch die 955 ‘Crowder’ bislang  11486 Dialektformen (Stand: 12.3.2019) beigesteuert  (🔗).

3. Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven

VerbaAlpina hat eine nennenswerte und immer noch anwachsende Anzahl von Projektpartnern gewinnen können. Im Zuge der Bemühungen um Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit im Sinne der FAIR-Prinzipien ist vor kurzem auch eine Kooperation mit dem CLARIN-D Centre Leipzig zustande gekommen, deren vorrangiges Ziel es ist, die VerbaAlpina-Projektdaten zusätzlich auch in diesem Repositorium unterzubringen. Derzeit wird an der Datenübertragung gearbeitet, die über die seit kurzem verfügbare API des VA-Projektportals erfolgen wird.

VerbaAlpina stellt jedem Projektpartner eine eigene MySQL-Datenbank zur Verfügung, die auf dem selben Datenbankcluster betrieben wird wie die VerbaAlpina-Datenbank. Art und Umfang der Nutzung dieser Datenbanken ist sehr unterschiedlich. Hervorzuheben ist, dass aktuell systematisch und in größerem Umfang lexikalisches Material aus dem Atlante linguistico della Sicilia (ALS) in die entsprechende Partnerdatenbank (PVA_ALS) übertragen wird. Dabei handelt es sich um Sprachdaten aus den Madonie, einem an der Nordküste Siziliens gelegenen Gebirge, in dem traditionell auch Vieh- und Milchwirtschaft betrieben wird. Die in die Partnerdatenbank übertragenen Daten werden automatisch auch auf dem von der ITG betriebenen online-Portal mit integrierter interaktiver Karte visualisiert (http://www.als-online.gwi.uni-muenchen.de/carta/). Aus onomasiologischer Perspektive ist das Material des ALS in weiten Teilen kongruent zu dem von VerbaAlpina gesammelten Material aus dem Alpenraum und eröffnet somit erweiterte Möglichkeiten, überregionale Zusammenhänge zu erkennen, wie dies im Rahmen des Projekts exemplarisch schon erfolgt ist (s. Krefeld, T.: s.v. “tomme / toma (f. (roa.)”, in: VerbaAlpina-de 18/2, Lexicon alpinum, https://doi.org/10.5282/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D2374%26db%3D182%23L616 ). Die logische Verknüpfung zwischen dem Datenbestand in PVA_ALS mit dem VA-Datenbestand stellt allerdings eine große Herausforderung dar, die im Rahmen von VerbaAlpina bestenfalls skizzenhaft verwirklicht werden kann. In der Praxis würde die Verschränkung der beiden Datenbestände durch die wechselseitige Zuweisung der Konzepte und morpholexikalischen Typen zu einer gemeinsamen, zentralen Normdateninstanz erfolgen. Nach Vorstellung von VerbaAlpina könnte dies modellhaft für die Entwicklung einer universalen Lexikographie sein, die zeit- und raumübergreifend (nicht nur) lexikalische Zusammenhänge sichtbar werden lassen könnte.

DataCite Beispiel S_ID_Staff_Fara_San_Martino (Zitieren)

TKrefeld
(186 Wörter)

sehr seltsam: beim Kopieren des 

 

10.5282/verba-alpina_S6030_v1_182 VerbaAlpina Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität MünchenKrefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke 1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München  Universitätsbibliothek, Ludwig-Maximilians-Universität München 2019 Fara San Martinostaffa (f.)(roa.) STEIGBÃœGEL (BÃœGEL, FÃœR DIE FÃœSSE DES REITERS, AM SATTEL, AUS EISEN) 410 Linguistics 450 Italian, Romanian, Rhaeto-Romatic Shifted Western Romance 004 Data processing computer science Krefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke 1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München Englmeier, David David Englmeier 1170932088 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Kunzmann, Markus Markus Kunzmann 1170932126 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Mutter, Christina Christina Mutter 1170932207 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Wiatr, Aleksander Aleksander Wiatr 1170932290 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Zacherl, Florian Florian Zacherl 1170932363 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München 1928-1940 2019-03-01 de Linguistic Data S6030 Q191657 [Speicherort des Forschungsdatums] [VerbaAlpina-Schnittstelle] 1 dataset text/csv 18/2 CC-BY-SA 4.0 Fara San Martino42.0632476806641 14.0841150283815 42.0632476806641 14.2364578247071 42.119701385498114.2364578247071 42.1197013854981 14.0841150283815 42.0632476806641 14.0841150283815 DFG0000000120969829 253900505 Langfristvorhaben

DataCite Beispiel L_ID_ ALP(E) (Zitieren)

TKrefeld
(242 Wörter)

10.5282/verba-alpina_L6_v1_182 VerbaAlpina Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität MünchenKrefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke 1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München  Universitätsbibliothek, Ludwig-Maximilians-Universität München 2019 Alp(e) (f.)(gem.) AlbChääschäller(gem.) Chääschäller (m.) Alpa(gem.) Alpe(gem.) 410 Linguistics 430 Germanic languages German High German 004 Data processing computer science Krefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München Englmeier, David David Englmeier 1170932088 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Kunzmann, Markus Markus Kunzmann 1170932126 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Mutter, Christina Christina Mutter 1170932207 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Wiatr, Aleksander Aleksander Wiatr 1170932290 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Zacherl, Florian Florian Zacherl 1170932363 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München 1969-20172019-02-28 de Linguistic Data L6 Q2649726 Q54969716 Q136689 [Speicherort des Forschungsdatums][VerbaAlpina-Schnittstelle] http://dx.doi.org/10.5282/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D133%26db%3D182%26single%3DL6 34 datasets text/csv 18/2 CC-BY-SA 4.0Contains all VerbaAlpina datasets, which are related to the morphological tpye „Alp(e) (f.) (gem.)“ Lermoos47.3804244995118 10.816430091858 47.3804244995118 10.9383115768433 47.485519409179710.9383115768433 47.4855194091797 10.816430091858 47.3804244995118 10.816430091858 Biberwier47.3355407714844 10.8195247650146 47.3355407714844 10.9208869934081 47.399864196777410.9208869934081 47.3998641967774 10.8195247650146 47.3355407714844 10.8195247650146 Scharnitz47.3269996643068 11.211187362671 47.3269996643068 11.515175819397 47.4498634338378 11.51517581939747.4498634338378 11.211187362671 47.3269996643068 11.211187362671 Umhausen 47.075450897216710.8224449157716 47.0754508972167 11.0632524490356 47.1878623962403 11.063252449035647.1878623962403 10.8224449157716 47.0754508972167 10.8224449157716 Neustift im Stubaital46.9616584777833 11.0871801376343 46.9616584777833 11.3703689575195 47.143093109130911.3703689575195 47.1430931091309 11.0871801376343 46.9616584777833 11.0871801376343 Kals am Großglockner 46.9151649475098 12.5792837142944 46.9151649475098 12.758877754211447.1227226257325 12.7588777542114 47.1227226257325 12.5792837142944 46.915164947509812.5792837142944 Nauders 46.8404045104982 10.468228340149 46.8404045104982 10.620218276977746.9391899108887 10.6202182769777 46.9391899108887 10.468228340149 46.840404510498210.468228340149 Curon Venosta 46.7328414916992 10.4263095855713 46.7328414916992 10.761982917785846.8760032653809 10.7619829177858 46.8760032653809 10.4263095855713 46.732841491699210.4263095855713 Malles Venosta 46.642318725586 10.405312538147 46.642318725586 10.737071990966846.8053932189941 10.7370719909668 46.8053932189941 10.405312538147 46.642318725586 10.405312538147Glorenza 46.6350059509278 10.5093641281128 46.6350059509278 10.5760078430177 46.680267333984410.5760078430177 46.6802673339844 10.5093641281128 46.6350059509278 10.5093641281128 Campo Tures46.8741111755372 11.8859157562256 46.8741111755372 12.1641902923584 47.008953094482512.1641902923584 47.0089530944825 11.8859157562256 46.8741111755372 11.8859157562256 Sluderno46.6310195922852 10.5692024230957 46.6310195922852 10.6546821594238 46.678764343261810.6546821594238 46.6787643432618 10.5692024230957 46.6310195922852 10.5692024230957 Prato Allo Stelvio 46.5567893981935 10.4942407608033 46.5567893981935 10.6491022109986 46.651809692382910.6491022109986 46.6518096923829 10.4942407608033 46.5567893981935 10.4942407608033 Lasa46.5222625732422 10.6045026779175 46.5222625732422 10.7263269424438 46.688266754150410.7263269424438 46.6882667541504 10.6045026779175 46.5222625732422 10.6045026779175 Stelvio46.4695892333984 10.4540348052979 46.4695892333984 10.6517009735108 46.617332458496210.6517009735108 46.6173324584962 10.4540348052979 46.4695892333984 10.4540348052979 Malans (Graubünden) 46.9706573486328 9.55534839630133 46.9706573486328 9.61232852935802 47.0163154602059.61232852935802 47.016315460205 9.55534839630133 46.9706573486328 9.55534839630133 Nova Ponente46.3490867614747 11.3406267166138 46.3490867614747 11.5658426284791 46.460868835449211.5658426284791 46.4608688354492 11.3406267166138 46.3490867614747 11.3406267166138 Saas Grund46.1073646545411 7.93709278106689 46.1073646545411 8.02246475219738 46.16289138793958.02246475219738 46.1628913879395 7.93709278106689 46.1073646545411 7.93709278106689 Riederalp46.3405342102052 8.00111103057873 46.3405342102052 8.07120990753174 46.40952301025398.07120990753174 46.4095230102539 8.00111103057873 46.3405342102052 8.00111103057873 Davos46.6739883422853 9.72252082824707 46.6739883422853 9.96433830261236 46.86113739013689.96433830261236 46.8611373901368 9.72252082824707 46.6739883422853 9.72252082824707 DFG0000000120969829 253900505 Langfristvorhaben

DataCite Beispiel A_ID_ FARA SAN MARTINO (Zitieren)

TKrefeld
(177 Wörter)

10.5282/verba-alpina_A12317_v1_182 VerbaAlpina Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität MünchenKrefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke 1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München Universitätsbibliothek, Ludwig-Maximilians-Universität München 2019 Fara San Martino 410 Linguistics450 Italian, Romanian, Rhaeto-Romatic Shifted Western Romance 004 Data processing computer science Krefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke 1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München Englmeier, David David Englmeier 1170932088 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Kunzmann, Markus Markus Kunzmann 1170932126 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Mutter, Christina Christina Mutter 1170932207 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Wiatr, Aleksander Aleksander Wiatr 1170932290 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Zacherl, Florian Florian Zacherl 1170932363 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München 1928-1940 2019-03-01 de Linguistic Data A12317 Q191657 [Speicherort des Forschungsdatums] [VerbaAlpina-Schnittstelle] 1 dataset text/csv 18/2 CC-BY-SA 4.0 Contains all VerbaAlpina datasets, which are related to the community „Fara San Martino“ Fara San Martino 42.063247680664114.0841150283815 42.0632476806641 14.2364578247071 42.1197013854981 14.236457824707142.1197013854981 14.0841150283815 42.0632476806641 14.0841150283815 DFG 0000000120969829253900505 Langfristvorhaben

DataCite Beispiel C_ID_SENNHÜTTE (Zitieren)

TKrefeld
(719 Wörter)

10.5282/verba-alpina_C1_v1_182 VerbaAlpina Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität MünchenKrefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke 1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München  Universitätsbibliothek, Ludwig-Maximilians-Universität München 2019 SENNHÃœTTE (GEBÄUDE, EINFACH, AUF DER ALM ZUR VERARBEITUNG VON MILCH) ALM (ALM) ALMHÃœTTE (WIRTSCHAFTSGEBÄUDE AUF DER ALM) SENNEREIRAUM (RAUM FÃœR DIE HERSTELLUNG DES KÄSES) 410 Linguistics 430 Germanic languages German High German 450 Italian, Romanian, Rhaeto-Romatic Shifted Western Romance Western South Slavic 004 Data processing computer science Krefeld, Thomas Thomas Krefeld 123778689 Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Lücke, Stephan Stephan Lücke1167274636 IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG), Ludwig-Maximilians-Universität München Englmeier, David David Englmeier 1170932088 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Kunzmann, Markus Markus Kunzmann 1170932126 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Mutter, Christina Christina Mutter 1170932207 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Wiatr, Aleksander Aleksander Wiatr 1170932290 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München Zacherl, Florian Florian Zacherl 1170932363 VerbaAlpina, Ludwig-Maximilians-Universität München 1897-20172019-02-28 de Linguistic Data C1 Q136689 Q27849269 Q2649726 [Speicherort des Forschungsdatums][VerbaAlpina-Schnittstelle] http://dx.doi.org/10.5282/verba-alpina?urlappend=%3Fpage_id%3D133%26db%3D182%26single%3DC1 482 datasets text/csv 18/2 CC-BY-SA 4.0Contains all VerbaAlpina datasets, which are related to the concept „SENNHÃœTTE (GEBÄUDE, EINFACH, AUF DER ALM ZUR VERARBEITUNG VON MILCH)“ Germasino 46.1305999755861 9.122753143310646.1305999755861 9.27093791961676 46.1691932678223 9.27093791961676 46.16919326782239.1227531433106 46.1305999755861 9.1227531433106 Marebbe 46.5517883300781 11.81931781768846.5517883300781 12.0707693099976 46.7468147277831 12.0707693099976 46.746814727783111.819317817688 46.5517883300781 11.819317817688 Selva Di Val Gardena 46.505836486816411.7264308929443 46.5058364868164 11.8493919372558 46.600757598877 11.849391937255846.600757598877 11.7264308929443 46.5058364868164 11.7264308929443 Sonogno 46.32640838623058.71920967102051 46.3264083862305 8.79764938354492 46.4048156738282 8.7976493835449246.4048156738282 8.71920967102051 46.3264083862305 8.71920967102051 Soglio (Graubünden)46.340633392334 9.45585918426514 46.340633392334 9.62885475158691 46.44206237792989.62885475158691 46.4420623779298 9.45585918426514 46.340633392334 9.45585918426514 Campo (Vallemaggia) 46.2383880615236 8.42494201660162 46.2383880615236 8.58133316040033 46.30816650390648.58133316040033 46.3081665039064 8.42494201660162 46.2383880615236 8.42494201660162 Jesenice46.3988723754883 13.9919948577881 46.3988723754883 14.1540565490723 46.494861602783214.1540565490723 46.4948616027832 13.9919948577881 46.3988723754883 13.9919948577881 Nonio45.8393936157226 8.3182106018067 45.8393936157226 8.40035057067882 45.86510848999028.40035057067882 45.8651084899902 8.3182106018067 45.8393936157226 8.3182106018067 Bardonecchia45.0209045410157 6.63087892532354 45.0209045410157 6.85658121109014 45.15430450439456.85658121109014 45.1543045043945 6.63087892532354 45.0209045410157 6.63087892532354 Bruzolo45.123878479004 7.18382501602179 45.123878479004 7.21764898300177 45.19634246826187.21764898300177 45.1963424682618 7.18382501602179 45.123878479004 7.18382501602179 Spiazzo46.079044342041 10.5424318313599 46.079044342041 10.7747812271118 46.225189208984510.7747812271118 46.2251892089845 10.5424318313599 46.079044342041 10.5424318313599 Santa Maria Val Müstair 46.5355606079103 10.3832025527954 46.5355606079103 10.4874248504639 46.638477325439410.4874248504639 46.6384773254394 10.3832025527954 46.5355606079103 10.3832025527954 Bludenz47.1234817504883 9.8005361557008 47.1234817504883 9.92087364196789 47.17342758178729.92087364196789 47.1734275817872 9.8005361557008 47.1234817504883 9.8005361557008 Innerbraz47.1201477050782 9.89937591552746 47.1201477050782 9.97523498535162 47.16746139526379.97523498535162 47.1674613952637 9.89937591552746 47.1201477050782 9.89937591552746 Dalaas47.1002616882324 9.94911479949951 47.1002616882324 10.1377115249634 47.206893920898510.1377115249634 47.2068939208985 9.94911479949951 47.1002616882324 9.94911479949951 Klösterle47.0741691589355 10.0564575195312 47.0741691589355 10.2137575149537 47.15560150146510.2137575149537 47.155601501465 10.0564575195312 47.0741691589355 10.0564575195312 San Lorenzo Di Sebato 46.7311401367188 11.8012428283692 46.7311401367188 11.9370937347413 46.801990509033211.9370937347413 46.8019905090332 11.8012428283692 46.7311401367188 11.8012428283692 Villandro46.6150054931641 11.4093112945556 46.6150054931641 11.5618400573731 46.677951812744111.5618400573731 46.6779518127441 11.4093112945556 46.6150054931641 11.4093112945556 Tržič46.3172988891602 14.2315464019776 46.3172988891602 14.4427299499512 46.447269439697314.4427299499512 46.4472694396973 14.2315464019776 46.3172988891602 14.2315464019776 Ovaro46.4472846984864 12.7662582397462 46.4472846984864 12.9382467269897 46.524574279785212.9382467269897 46.5245742797852 12.7662582397462 46.4472846984864 12.7662582397462 Adelboden46.4141502380372 7.49584293365479 46.4141502380372 7.63577985763555 46.53077316284187.63577985763555 46.5307731628418 7.49584293365479 46.4141502380372 7.49584293365479 Vilters-Wangs46.9741859436035 9.37580966949469 46.9741859436035 9.49339485168451 47.04132843017589.49339485168451 47.0413284301758 9.37580966949469 46.9741859436035 9.37580966949469 Nesslau-Krummenau 47.1797523498536 9.12415695190441 47.1797523498536 9.32355403900141 47.27878570556659.32355403900141 47.2787857055665 9.12415695190441 47.1797523498536 9.12415695190441 Solcava46.3567123413086 14.5589570999147 46.3567123413086 14.7484922409059 46.454715728759814.7484922409059 46.4547157287598 14.5589570999147 46.3567123413086 14.5589570999147 Claut46.2079162597656 12.4012718200684 46.2079162597656 12.6392793655396 46.369941711425812.6392793655396 46.3699417114258 12.4012718200684 46.2079162597656 12.4012718200684 Lana46.5664100646973 11.0787925720216 46.5664100646973 11.1950902938843 46.642799377441411.1950902938843 46.6427993774414 11.0787925720216 46.5664100646973 11.0787925720216 Renon46.492618560791 11.3566446304321 46.492618560791 11.5246124267579 46.634582519531211.5246124267579 46.6345825195312 11.3566446304321 46.492618560791 11.3566446304321 Colle Santa Lucia 46.4394683837891 11.9838953018189 46.4394683837891 12.0553245544434 46.502895355224612.0553245544434 46.5028953552246 11.9838953018189 46.4394683837891 11.9838953018189 Pontresina46.3715705871583 9.86865425109869 46.3715705871583 10.0498399734497 46.516216278076110.0498399734497 46.5162162780761 9.86865425109869 46.3715705871583 9.86865425109869 Predoi46.9881935119629 12.0603542327882 46.9881935119629 12.2456693649293 47.090961456298812.2456693649293 47.0909614562988 12.0603542327882 46.9881935119629 12.0603542327882 Klagenfurt am Wörthersee 46.5708694458008 14.2085390090943 46.5708694458008 14.4053440093995 46.706047058105614.4053440093995 46.7060470581056 14.2085390090943 46.5708694458008 14.2085390090943 Ossana46.2383575439454 10.6856193542481 46.2383575439454 10.7560558319092 46.325229644775510.7560558319092 46.3252296447755 10.6856193542481 46.2383575439454 10.6856193542481 Schmirn47.0437660217286 11.4928159713746 47.0437660217286 11.6567258834838 47.136814117431811.6567258834838 47.1368141174318 11.4928159713746 47.0437660217286 11.4928159713746 Linthal (Glarus)46.7964668273926 8.86875820159918 46.7964668273926 9.07485675811768 46.93509674072279.07485675811768 46.9350967407227 8.86875820159918 46.7964668273926 8.86875820159918 Fischbachau47.671558380127 11.8846168518067 47.671558380127 12.0229253768921 47.787319183349612.0229253768921 47.7873191833496 11.8846168518067 47.671558380127 11.8846168518067 Bad Tölz47.7428283691407 11.5310344696045 47.7428283691407 11.6127214431762 47.829406738281311.6127214431762 47.8294067382813 11.5310344696045 47.7428283691407 11.5310344696045 Chieming47.8634033203126 12.4903812408448 47.8634033203126 12.5847063064575 47.954315185546912.5847063064575 47.9543151855469 12.4903812408448 47.8634033203126 12.4903812408448 Medeglia46.1069679260254 8.9369010925293 46.1069679260254 8.98529338836664 46.13528442382818.98529338836664 46.1352844238281 8.9369010925293 46.1069679260254 8.9369010925293 Großarl47.1445617675782 13.1444921493531 47.1445617675782 13.2945709228516 47.303363800048913.2945709228516 47.3033638000489 13.1444921493531 47.1445617675782 13.1444921493531 Berzo Inferiore45.8593254089355 10.2598209381104 45.8593254089355 10.3299398422241 45.93907928466810.3299398422241 45.939079284668 10.2598209381104 45.8593254089355 10.2598209381104 Reit im Winkl47.6250152587892 12.4389305114747 47.6250152587892 12.6046314239503 47.709445953369112.6046314239503 47.7094459533691 12.4389305114747 47.6250152587892 12.4389305114747 Bad Aibling47.8193054199219 11.9457921981811 47.8193054199219 12.0543851852418 47.912441253662112.0543851852418 47.9124412536621 11.9457921981811 47.8193054199219 11.9457921981811 Bramberg am Wildkogel 47.1385345458984 12.2633600234986 47.1385345458984 12.3976898193359 47.330024719238312.3976898193359 47.3300247192383 12.2633600234986 47.1385345458984 12.2633600234986 Waging a. See47.8840866088867 12.6500186920167 47.8840866088867 12.789631843567 47.981719970703112.789631843567 47.9817199707031 12.6500186920167 47.8840866088867 12.6500186920167 Muotathal46.8916015625001 8.67225456237799 46.8916015625001 8.97453689575201 47.03168106079118.97453689575201 47.0316810607911 8.67225456237799 46.8916015625001 8.67225456237799 Malans (Graubünden) 46.9706573486328 9.55534839630133 46.9706573486328 9.61232852935802 47.0163154602059.61232852935802 47.016315460205 9.55534839630133 46.9706573486328 9.55534839630133 Schwyz46.9880599975586 8.60843181610107 46.9880599975586 8.78411579132074 47.06827926635758.78411579132074 47.0682792663575 8.60843181610107 46.9880599975586 8.60843181610107 Vals (Graubünden) 46.5003051757812 9.01762580871588 46.5003051757812 9.2428321838378946.6594505310058 9.24283218383789 46.6594505310058 9.01762580871588 46.50030517578129.01762580871588 Schleching 47.6837997436523 12.3322687149047 47.6837997436523 12.449583053588947.7547302246095 12.4495830535889 47.7547302246095 12.3322687149047 47.683799743652312.3322687149047 Bulle (Fribourg) 46.5709762573243 6.9944190979005 46.5709762573243 7.0945549011231646.6412963867188 7.09455490112316 46.6412963867188 6.9944190979005 46.57097625732436.9944190979005 La Giettaz 45.8448219299316 6.44506788253796 45.8448219299316 6.572913169860945.9090576171875 6.5729131698609 45.9090576171875 6.44506788253796 45.84482192993166.44506788253796 Rüschegg 46.6889457702637 7.36046314239496 46.6889457702637 7.4545350074768646.8120498657227 7.45453500747686 46.8120498657227 7.36046314239496 46.68894577026377.36046314239496 Cossato 45.5107727050781 8.15097141265863 45.5107727050781 8.221530914306745.611873626709 8.2215309143067 45.611873626709 8.15097141265863 45.5107727050781 8.15097141265863Laax 46.799674987793 9.16290855407726 46.799674987793 9.29028511047363 46.89170455932629.29028511047363 46.8917045593262 9.16290855407726 46.799674987793 9.16290855407726 Hittisau47.4298439025879 9.93123340606689 47.4298439025879 10.1038484573364 47.488834381103510.1038484573364 47.4888343811035 9.93123340606689 47.4298439025879 9.93123340606689 Mittelberg47.2715187072753 10.0685606002808 47.2715187072753 10.2370109558106 47.392284393310510.2370109558106 47.3922843933105 10.0685606002808 47.2715187072753 10.0685606002808 Saint-Marcel (Aosta) 45.6337928771973 7.41679620742798 45.6337928771973 7.48032522201538 45.74109268188487.48032522201538 45.7410926818848 7.41679620742798 45.6337928771973 7.41679620742798 Brannenburg47.6985969543457 12.0086898803712 47.6985969543457 12.1334381103517 47.76013946533212.1334381103517 47.760139465332 12.0086898803712 47.6985969543457 12.0086898803712 Gerola Alta46.0123138427735 9.50267696380615 46.0123138427735 9.60511493682867 46.08320236206079.60511493682867 46.0832023620607 9.50267696380615 46.0123138427735 9.50267696380615 Schübelbach47.1151847839355 8.89469814300543 47.1151847839355 8.9760532379151 47.19355773925798.9760532379151 47.1935577392579 8.89469814300543 47.1151847839355 8.89469814300543 Cevo46.0219879150391 10.3470525741577 46.0219879150391 10.5102252960205 46.11362457275410.5102252960205 46.113624572754 10.3470525741577 46.0219879150391 10.3470525741577 Balme45.2581596374512 7.11315107345587 45.2581596374512 7.25248003005993 45.33568572998057.25248003005993 45.3356857299805 7.11315107345587 45.2581596374512 7.11315107345587 Buchholterberg46.8031082153321 7.64782619476318 46.8031082153321 7.73906612396246 46.8367996215827.73906612396246 46.836799621582 7.64782619476318 46.8031082153321 7.64782619476318 Irdning-Donnersbachtal 47.2951469421388 14.0346155166626 47.2951469421388 14.2335176467896 47.524116516113414.2335176467896 47.5241165161134 14.0346155166626 47.2951469421388 14.0346155166626 Novate Mezzola 46.1782989501954 9.41891479492199 46.1782989501954 9.58812522888184 46.3137626647959.58812522888184 46.313762664795 9.41891479492199 46.1782989501954 9.41891479492199 Carlazzo46.0318031311035 9.12450027465832 46.0318031311035 9.18745994567877 46.07698440551769.18745994567877 46.0769844055176 9.12450027465832 46.0318031311035 9.12450027465832 Saanen46.4177360534669 7.19699382781982 46.4177360534669 7.39125919342052 46.58476638793957.39125919342052 46.5847663879395 7.19699382781982 46.4177360534669 7.19699382781982 Bruckmühl47.8424835205078 11.8767919540405 47.8424835205078 11.980793952942 47.943462371826311.980793952942 47.9434623718263 11.8767919540405 47.8424835205078 11.8767919540405 Bernex (Haute-Savoie) 46.3365364074706 6.63283205032354 46.3365364074706 6.74971008300787 46.3770828247076.74971008300787 46.377082824707 6.63283205032354 46.3365364074706 6.63283205032354 Ainring47.7794418334962 12.8733072280884 47.7794418334962 12.9787912368775 47.851348876953212.9787912368775 47.8513488769532 12.8733072280884 47.7794418334962 12.8733072280884 Miesbach47.7566604614257 11.7749738693237 47.7566604614257 11.9047727584839 47.824806213378911.9047727584839 47.8248062133789 11.7749738693237 47.7566604614257 11.7749738693237 Polcenigo45.9962615966797 12.4109373092651 45.9962615966797 12.5452423095704 46.089614868164212.5452423095704 46.0896148681642 12.4109373092651 45.9962615966797 12.4109373092651 Erto E Casso46.224822998047 12.3219289779663 46.224822998047 12.4147024154664 46.332660675048912.4147024154664 46.3326606750489 12.3219289779663 46.224822998047 12.3219289779663 Castelfondo46.4382514953613 11.0356893539429 46.4382514953613 11.13942527771 46.5322647094727 11.1394252777146.5322647094727 11.0356893539429 46.4382514953613 11.0356893539429 Fondo 46.423908233642611.1129207611085 46.4239082336426 11.2138442993165 46.5095748901368 11.213844299316546.5095748901368 11.1129207611085 46.4239082336426 11.1129207611085 Cloz 46.405765533447411.0539312362671 46.4057655334474 11.0985059738159 46.4469757080079 11.098505973815946.4469757080079 11.0539312362671 46.4057655334474 11.0539312362671 Romeno 46.369228363037211.0841808319093 46.3692283630372 11.1319904327392 46.4081077575684 11.131990432739246.4081077575684 11.0841808319093 46.3692283630372 11.0841808319093 Cagnò (Trento) 46.38585662841811.0287837982178 46.385856628418 11.0509052276612 46.4505119323731 11.050905227661246.4505119323731 11.0287837982178 46.385856628418 11.0287837982178 Vervò 46.284214019775411.0852642059327 46.2842140197754 11.1648740768433 46.3202056884767 11.164874076843346.3202056884767 11.0852642059327 46.2842140197754 11.0852642059327 Tuenno 46.188655853271510.8872194290161 46.1886558532715 11.0400381088257 46.3427314758301 11.040038108825746.3427314758301 10.8872194290161 46.1886558532715 10.8872194290161 Nanno 46.293186187744311.0326738357545 46.2931861877443 11.0657787322998 46.3242111206056 11.065778732299846.3242111206056 11.0326738357545 46.2931861877443 11.0326738357545 Sporminore 46.203208923339910.9663763046265 46.2032089233399 11.0628261566163 46.2480506896973 11.062826156616346.2480506896973 10.9663763046265 46.2032089233399 10.9663763046265 Andalo 46.138107299804710.9278287887574 46.1381072998047 11.0286540985109 46.1807022094727 11.028654098510946.1807022094727 10.9278287887574 46.1381072998047 10.9278287887574 Molveno 46.109523773193510.8946657180786 46.1095237731935 10.9998807907104 46.190715789795 10.999880790710446.190715789795 10.8946657180786 46.1095237731935 10.8946657180786 Sover 46.197109222412111.3052253723144 46.1971092224121 11.3641376495361 46.2520294189454 11.364137649536146.2520294189454 11.3052253723144 46.1971092224121 11.3052253723144 Grigno 45.961544036865311.5782508850098 45.9615440368653 11.6910114288331 46.0326538085938 11.691011428833146.0326538085938 11.5782508850098 45.9615440368653 11.5782508850098 Strigno 46.061199188232511.5102396011353 46.0611991882325 11.5719738006592 46.1266708374023 11.571973800659246.1266708374023 11.5102396011353 46.0611991882325 11.5102396011353 Roncegno 46.014713287353611.3421926498414 46.0147132873536 11.4295692443849 46.0963592529297 11.429569244384946.0963592529297 11.3421926498414 46.0147132873536 11.3421926498414 Siror 46.181320190429811.7101354599 46.1813201904298 11.8651762008668 46.3076171875001 11.8651762008668 46.307617187500111.7101354599 46.1813201904298 11.7101354599 Transacqua 46.1367149353027 11.799116134643646.1367149353027 11.9305620193482 46.2117996215821 11.9305620193482 46.211799621582111.7991161346436 46.1367149353027 11.7991161346436 Mezzano 46.1083068847657 11.720351219177246.1083068847657 11.9065837860108 46.2260322570801 11.9065837860108 46.226032257080111.7203512191772 46.1083068847657 11.7203512191772 Santa Cristina Valgardena 46.510047912597711.6873359680176 46.5100479125977 11.7977828979493 46.6140823364258 11.797782897949346.6140823364258 11.6873359680176 46.5100479125977 11.6873359680176 San Pietro Di Cadore46.5709533691407 12.5603370666504 46.5709533691407 12.6639070510864 46.664360046386712.6639070510864 46.6643600463867 12.5603370666504 46.5709533691407 12.5603370666504 Asiago45.8131294250489 11.373408317566 45.8131294250489 11.6357784271241 46.012901306152511.6357784271241 46.0129013061525 11.373408317566 45.8131294250489 11.373408317566 Collio45.7855339050293 10.2940778732301 45.7855339050293 10.4187002182007 45.873535156249910.4187002182007 45.8735351562499 10.2940778732301 45.7855339050293 10.2940778732301 Toscolano-Maderno 45.6104278564454 10.5329637527465 45.6104278564454 10.6824350357056 45.702762603759810.6824350357056 45.7027626037598 10.5329637527465 45.6104278564454 10.5329637527465 Limone Sul Garda 45.7974739074708 10.755075454712 45.7974739074708 10.8411884307861 45.844013214111410.8411884307861 45.8440132141114 10.755075454712 45.7974739074708 10.755075454712 Pieve Di Bono45.913143157959 10.6171112060548 45.913143157959 10.711745262146 45.966064453125 10.71174526214645.966064453125 10.6171112060548 45.913143157959 10.6171112060548 La Valle 46.614212036132811.8826923370362 46.6142120361328 12.004984855652 46.6905822753907 12.00498485565246.6905822753907 11.8826923370362 46.6142120361328 11.8826923370362 Barcelonnette 44.33736038208016.61875581741344 44.3373603820801 6.67194557189947 44.4128150939941 6.6719455718994744.4128150939941 6.61875581741344 44.3373603820801 6.61875581741344 Sixt-Fer-à-Cheval45.9673767089843 6.7226552963258 45.9673767089843 6.90612077713024 46.13519287109396.90612077713024 46.1351928710939 6.7226552963258 45.9673767089843 6.7226552963258 Chamonix-Mont-Blanc 45.8239631652833 6.81704235076904 45.8239631652833 7.04627609252941 46.03334426879897.04627609252941 46.0333442687989 6.81704235076904 45.8239631652833 6.81704235076904 Perrero44.8604278564454 7.07582902908337 44.8604278564454 7.18753910064709 44.97792434692397.18753910064709 44.9779243469239 7.07582902908337 44.8604278564454 7.07582902908337 Breil/Brigels46.7400131225587 8.95676136016846 46.7400131225587 9.09477043151861 46.83422851562519.09477043151861 46.8342285156251 8.95676136016846 46.7400131225587 8.95676136016846 Duvin46.6632385253906 9.19994926452631 46.6632385253906 9.28382873535162 46.73521804809579.28382873535162 46.7352180480957 9.19994926452631 46.6632385253906 9.19994926452631 Domat/Ems46.8009719848633 9.40448760986328 46.8009719848633 9.49982357025146 46.85018157958999.49982357025146 46.8501815795899 9.40448760986328 46.8009719848633 9.40448760986328 Ardez46.6983108520508 10.1399173736573 46.6983108520508 10.2251720428467 46.857738494873110.2251720428467 46.8577384948731 10.1399173736573 46.6983108520508 10.1399173736573 Sumvitg46.630687713623 8.87820434570324 46.630687713623 9.02561187744152 46.81073760986339.02561187744152 46.8107376098633 8.87820434570324 46.630687713623 8.87820434570324 Vrin46.5843772888184 8.95900821685797 46.5843772888184 9.12521839141846 46.67514419555669.12521839141846 46.6751441955566 8.95900821685797 46.5843772888184 8.95900821685797 Sarn46.719051361084 9.35599803924566 46.719051361084 9.41516685485846 46.74377822875989.41516685485846 46.7437782287598 9.35599803924566 46.719051361084 9.35599803924566 Mathon46.6303596496583 9.33833312988281 46.6303596496583 9.42465496063238 46.66334533691429.42465496063238 46.6633453369142 9.33833312988281 46.6303596496583 9.33833312988281 Sils im Domleschg 46.6760215759278 9.44311618804937 46.6760215759278 9.50448608398443 46.71713256835959.50448608398443 46.7171325683595 9.44311618804937 46.6760215759278 9.44311618804937 Lantsch/Lenz46.6753044128418 9.5445728302002 46.6753044128418 9.61535739898687 46.74572753906269.61535739898687 46.7457275390626 9.5445728302002 46.6753044128418 9.5445728302002 Blenio46.4716835021973 8.77161026000982 46.4716835021973 9.04482460021973 46.63745880126959.04482460021973 46.6374588012695 8.77161026000982 46.4716835021973 8.77161026000982Bergün/Bravuogn 46.5549926757814 9.70330810546886 46.5549926757814 9.8862953186036346.6961898803711 9.88629531860363 46.6961898803711 9.70330810546886 46.55499267578149.70330810546886 Zuoz 46.4802932739258 9.86354541778564 46.4802932739258 10.049590110778946.6330947875977 10.0495901107789 46.6330947875977 9.86354541778564 46.48029327392589.86354541778564 Bivio 46.4118576049805 9.59636306762701 46.4118576049805 9.7331905364991446.5176582336426 9.73319053649914 46.5176582336426 9.59636306762701 46.41185760498059.59636306762701 Cevio 46.2781295776367 8.45614910125744 46.2781295776367 8.6925554275512146.4740676879883 8.69255542755121 46.4740676879883 8.45614910125744 46.27812957763678.45614910125744 Mesocco 46.3591918945312 9.08149337768555 46.3591918945312 9.2853708267212546.5304679870607 9.28537082672125 46.5304679870607 9.08149337768555 46.35919189453129.08149337768555 Stampa 46.2980957031251 9.56200885772711 46.2980957031251 9.7858972549439646.4296989440919 9.78589725494396 46.4296989440919 9.56200885772711 46.29809570312519.56200885772711 Sonntag 47.1843605041503 9.85966110229492 47.1843605041503 10.067553520202647.2711944580079 10.0675535202026 47.2711944580079 9.85966110229492 47.18436050415039.85966110229492 Sils im Engadin/Segl 46.3453178405761 9.67574214935308 46.34531784057619.83069801330572 46.4648818969727 9.83069801330572 46.4648818969727 9.6757421493530846.3453178405761 9.67574214935308 Vergeletto 46.2143898010254 8.46082210540783 46.21438980102548.61502456665045 46.2692527770996 8.61502456665045 46.2692527770996 8.4608221054078346.2143898010254 8.46082210540783 Maggia 46.2056007385254 8.57481575012201 46.20560073852548.77886676788336 46.3273277282716 8.77886676788336 46.3273277282716 8.5748157501220146.2056007385254 8.57481575012201 Lodrino (Ticino) 46.2522430419922 8.9040679931641246.2522430419922 8.99596500396729 46.3226051330568 8.99596500396729 46.32260513305688.90406799316412 46.2522430419922 8.90406799316412 Poschiavo 46.2504234313965 9.9516954421997646.2504234313965 10.1655359268188 46.4462661743165 10.1655359268188 46.44626617431659.95169544219976 46.2504234313965 9.95169544219976 Indemini 46.0757484436036 8.8063039779663146.0757484436036 8.86652374267584 46.1158599853516 8.86652374267584 46.11585998535168.80630397796631 46.0757484436036 8.80630397796631 Agno 45.9890251159667 8.8775281906127445.9890251159667 8.90879917144775 46.0369758605958 8.90879917144775 46.03697586059588.87752819061274 45.9890251159667 8.87752819061274 Trasquera 46.1772384643555 8.1341962814332246.1772384643555 8.23727512359625 46.2618522644044 8.23727512359625 46.26185226440448.13419628143322 46.1772384643555 8.13419628143322 Ceppo Morelli 45.9358406066895 7.989422798156845.9358406066895 8.10020160675049 46.0125961303711 8.10020160675049 46.01259613037117.9894227981568 45.9358406066895 7.9894227981568 Antrona Schieranco 46.00288391113288.01389312744146 46.0028839111328 8.16649055480957 46.1098175048829 8.1664905548095746.1098175048829 8.01389312744146 46.0028839111328 8.01389312744146 Ornavasso 45.93361663818358.34823608398438 45.9336166381835 8.43586540222162 45.9923439025879 8.4358654022216245.9923439025879 8.34823608398438 45.9336166381835 8.34823608398438 Malesco 46.0440025329598.42196178436285 46.044002532959 8.5623836517334 46.1421241760255 8.5623836517334 46.14212417602558.42196178436285 46.044002532959 8.42196178436285 Brusson (Aosta) 45.717098236084 7.6723561286926345.717098236084 7.82442712783813 45.8006439208986 7.82442712783813 45.80064392089867.67235612869263 45.717098236084 7.67235612869263 Riva Valdobbia 45.7428512573243 7.8634281158447345.7428512573243 8.00124359130859 45.8575744628906 8.00124359130859 45.85757446289067.86342811584473 45.7428512573243 7.86342811584473 Noasca 45.4114418029786 7.2237610816956145.4114418029786 7.36405611038208 45.5162658691407 7.36405611038208 45.51626586914077.22376108169561 45.4114418029786 7.22376108169561 Ronco Canavese 45.45724868774417.37628412246715 45.4572486877441 7.61814689636242 45.5565109252931 7.6181468963624245.5565109252931 7.37628412246715 45.4572486877441 7.37628412246715 Vico Canavese 45.47535324096697.6062211990357 45.4753532409669 7.81079912185669 45.5714530944825 7.8107991218566945.5714530944825 7.6062211990357 45.4753532409669 7.6062211990357 Ala Di Stura 45.26854324340837.23092699050915 45.2685432434083 7.34031295776373 45.3432006835938 7.3403129577637345.3432006835938 7.23092699050915 45.2685432434083 7.23092699050915 Sauze Di Cesana44.8471641540528 6.82448387146007 44.8471641540528 7.01547908782953 44.95135498046887.01547908782953 44.9513549804688 6.82448387146007 44.8471641540528 6.82448387146007 Pramollo44.8765830993653 7.14951896667492 44.8765830993653 7.22306585311884 44.92892456054697.22306585311884 44.9289245605469 7.14951896667492 44.8765830993653 7.14951896667492 Pontechianale44.5993804931642 6.95346307754528 44.5993804931642 7.11002588272106 44.69051361083997.11002588272106 44.6905136108399 6.95346307754528 44.5993804931642 6.95346307754528 Ostana44.6845817565917 7.17000007629406 44.6845817565917 7.22518920898438 44.73471450805687.22518920898438 44.7347145080568 7.17000007629406 44.6845817565917 7.17000007629406 Vicoforte44.3286476135255 7.8353128433227 44.3286476135255 7.90352487564093 44.3953933715827.90352487564093 44.395393371582 7.8353128433227 44.3286476135255 7.8353128433227 Cortemilia44.5541038513185 8.14371204376226 44.5541038513185 8.24238109588617 44.61135482788098.24238109588617 44.6113548278809 8.14371204376226 44.5541038513185 8.14371204376226 Limone Piemonte 44.1431541442871 7.50210905075073 44.1431541442871 7.63312482833868 44.24403381347677.63312482833868 44.2440338134767 7.50210905075073 44.1431541442871 7.50210905075073 Borgomaro43.9521408081055 7.86252021789556 43.9521408081055 7.97193098068232 44.00566864013677.97193098068232 44.0056686401367 7.86252021789556 43.9521408081055 7.86252021789556 Campodolcino46.3788146972656 9.27619171142584 46.3788146972656 9.42446327209478 46.43191146850589.42446327209478 46.4319114685058 9.27619171142584 46.3788146972656 9.27619171142584 Valdidentro46.383155822754 10.1323852539063 46.383155822754 10.4378376007081 46.594333648681710.4378376007081 46.5943336486817 10.1323852539063 46.383155822754 10.1323852539063 Lanzada46.2456169128418 9.81730079650879 46.2456169128418 10.010576248169 46.385559082031310.010576248169 46.3855590820313 9.81730079650879 46.2456169128418 9.81730079650879 Colico46.092929840088 9.29339408874506 46.092929840088 9.41606807708735 46.15832901000989.41606807708735 46.1583290100098 9.29339408874506 46.092929840088 9.29339408874506 Mello (Sondrio)46.1484832763672 9.51829242706299 46.1484832763672 9.56344509124762 46.19426727294939.56344509124762 46.1942672729493 9.51829242706299 46.1484832763672 9.51829242706299 Sonico46.1115493774415 10.32976436615 46.1115493774415 10.4942893981934 46.173782348632810.4942893981934 46.1737823486328 10.32976436615 46.1115493774415 10.32976436615 Branzi45.977611541748 9.72217369079584 45.977611541748 9.84284973144537 46.03311920166039.84284973144537 46.0331192016603 9.72217369079584 45.977611541748 9.72217369079584 Sant’Omobono Imagna 45.7942466735841 9.49075794219982 45.7942466735841 9.56524181365972 45.82702255249039.56524181365972 45.8270225524903 9.49075794219982 45.7942466735841 9.49075794219982 Monasterolo Del Castello 45.7434539794921 9.91057300567638 45.7434539794921 9.96836090087896 45.77735519409189.96836090087896 45.7773551940918 9.91057300567638 45.7434539794921 9.91057300567638 Bagolino45.7973556518555 10.3682289123536 45.7973556518555 10.5448446273803 45.934169769287210.5448446273803 45.9341697692872 10.3682289123536 45.7973556518555 10.3682289123536 Vermiglio46.2168426513673 10.5607585906983 46.2168426513673 10.7258739471436 46.322235107421910.7258739471436 46.3222351074219 10.5607585906983 46.2168426513673 10.5607585906983 Mezzana46.2668800354005 10.7727270126344 46.2668800354005 10.8257141113282 46.370639801025510.8257141113282 46.3706398010255 10.7727270126344 46.2668800354005 10.7727270126344 Lumezzane45.62308883667 10.2240791320801 45.62308883667 10.3235960006714 45.6811676025391 10.323596000671445.6811676025391 10.2240791320801 45.62308883667 10.2240791320801 Comelico Superiore46.5589714050293 12.3789644241333 46.5589714050293 12.5496912002563 46.680465698242212.5496912002563 46.6804656982422 12.3789644241333 46.5589714050293 12.3789644241333 Rabbi46.3498153686523 10.6903276443481 46.3498153686523 10.9023876190187 46.486911773681710.9023876190187 46.4869117736817 10.6903276443481 46.3498153686523 10.6903276443481 Canazei46.4272994995117 11.7446117401124 46.4272994995117 11.8901166915894 46.533653259277511.8901166915894 46.5336532592775 11.7446117401124 46.4272994995117 11.7446117401124 Livinallongo Del Col Di Lana 46.4565925598145 11.8114042282104 46.4565925598145 12.029475212097246.5461807250977 12.0294752120972 46.5461807250977 11.8114042282104 46.456592559814511.8114042282104 Cortina d’Ampezzo 46.4626731872559 11.9890003204346 46.462673187255912.2589111328126 46.6760215759278 12.2589111328126 46.6760215759278 11.989000320434646.4626731872559 11.9890003204346 Pieve Di Cadore 46.3524703979492 12.269764900207646.3524703979492 12.4639368057251 46.4734840393066 12.4639368057251 46.473484039306612.2697649002076 46.3524703979492 12.2697649002076 Forni Avoltri 46.5448570251465 12.728445053100646.5448570251465 12.8994865417481 46.6482200622559 12.8994865417481 46.648220062255912.7284450531006 46.5448570251465 12.7284450531006 Arta Terme 46.4503669738771 12.985815048217946.4503669738771 13.1392316818238 46.5094032287598 13.1392316818238 46.509403228759812.9858150482179 46.4503669738771 12.9858150482179 Peio 46.2997207641602 10.516762733459546.2997207641602 10.755825996399 46.454647064209 10.755825996399 46.454647064209 10.516762733459546.2997207641602 10.5167627334595 Predazzo 46.2564277648925 11.5567245483398 46.256427764892511.7510871887208 46.3845901489258 11.7510871887208 46.3845901489258 11.556724548339846.2564277648925 11.5567245483398 Cencenighe Agordino 46.3260726928712 11.928260803222646.3260726928712 12.0043449401856 46.3702278137208 12.0043449401856 46.370227813720811.9282608032226 46.3260726928712 11.9282608032226 Forni Di Sotto 46.3376502990724 12.558000564575346.3376502990724 12.7400932312013 46.4623527526856 12.7400932312013 46.462352752685612.5580005645753 46.3376502990724 12.5580005645753 Tramonti Di Sotto 46.239772796630912.7177333831787 46.2397727966309 12.9228601455689 46.3467483520507 12.922860145568946.3467483520507 12.7177333831787 46.2397727966309 12.7177333831787 Moggio Udinese46.3657760620118 13.1028432846069 46.3657760620118 13.2781085968019 46.572772979736413.2781085968019 46.5727729797364 13.1028432846069 46.3657760620118 13.1028432846069 Stenico46.0379447937012 10.785577774048 46.0379447937012 10.9055128097535 46.19050216674810.9055128097535 46.190502166748 10.785577774048 46.0379447937012 10.785577774048 Canal San Bovo46.096492767334 11.5971927642822 46.096492767334 11.790439605713 46.2659873962402 11.79043960571346.2659873962402 11.5971927642822 46.096492767334 11.5971927642822 Ponte Nelle Alpi 46.091228485107512.230625152588 46.0912284851075 12.3443212509156 46.2245712280274 12.344321250915646.2245712280274 12.230625152588 46.0912284851075 12.230625152588 Aviano 46.0200614929212.489658355713 46.02006149292 12.6779460906984 46.1482124328614 12.6779460906984 46.148212432861412.489658355713 46.02006149292 12.489658355713 Roncone 45.971363067627 10.572263717651545.971363067627 10.7007226943969 46.0275955200196 10.7007226943969 46.027595520019610.5722637176515 45.971363067627 10.5722637176515 Pieve Di Ledro 45.8615264892578 10.70297718048145.8615264892578 10.7908306121827 45.9132995605469 10.7908306121827 45.913299560546910.702977180481 45.8615264892578 10.702977180481 Volano 45.8983726501466 11.04746532440245.8983726501466 11.1163063049317 45.9295997619629 11.1163063049317 45.929599761962911.047465324402 45.8983726501466 11.047465324402 Vas 45.9279174804688 11.923283576965345.9279174804688 12.0047121047974 45.9902648925781 12.0047121047974 45.990264892578111.9232835769653 45.9279174804688 11.9232835769653 Romano d’Ezzelino 45.74359512329111.7343759536743 45.743595123291 11.8093347549438 45.8472290039062 11.809334754943845.8472290039062 11.7343759536743 45.743595123291 11.7343759536743 Torri Del Benaco 45.58043670654310.6294879913331 45.580436706543 10.7377471923828 45.662696838379 10.7377471923828 45.66269683837910.6294879913331 45.580436706543 10.6294879913331 Crespadoro 45.6095275878907 11.139279365539745.6095275878907 11.2325296401978 45.6980590820312 11.2325296401978 45.698059082031211.1392793655397 45.6095275878907 11.1392793655397 Tschlin 46.8332328796387 10.379369735717846.8332328796387 10.4928388595582 46.9566917419434 10.4928388595582 46.956691741943410.3793697357178 46.8332328796387 10.3793697357178 Gandino 45.801082611084 9.8761405944824845.801082611084 9.982343673706 45.8543663024902 9.982343673706 45.8543663024902 9.8761405944824845.801082611084 9.87614059448248 Tonezza Del Cimone 45.8251113891602 11.286994934082145.8251113891602 11.360447883606 45.8772125244141 11.360447883606 45.877212524414111.2869949340821 45.8251113891602 11.2869949340821 Ramosch 46.78617477417 10.225239753723246.78617477417 10.4638433456421 46.931755065918 10.4638433456421 46.931755065918 10.225239753723246.78617477417 10.2252397537232 Tujetsch 46.5768737792969 8.65347576141357 46.57687377929698.81000137329113 46.7485694885254 8.81000137329113 46.7485694885254 8.6534757614135746.5768737792969 8.65347576141357 Zernez 46.5666465759278 9.96016979217529 46.566646575927810.2783184051515 46.7349853515626 10.2783184051515 46.7349853515626 9.9601697921752946.5666465759278 9.96016979217529 Riom-Parsonz 46.5100631713867 9.49648571014404 46.51006317138679.60614585876471 46.6478118896485 9.60614585876471 46.6478118896485 9.4964857101440446.5100631713867 9.49648571014404 Osco 46.4812660217286 8.74409198760986 46.48126602172868.79309654235834 46.5302085876465 8.79309654235834 46.5302085876465 8.7440919876098646.4812660217286 8.74409198760986 Chironico 46.3775978088379 8.70692253112793 46.37759780883798.85556411743175 46.4678840637208 8.85556411743175 46.4678840637208 8.7069225311279346.3775978088379 8.70692253112793 Capriasca 46.0468978881837 8.93193054199224 46.04689788818379.08008766174316 46.1327362060546 9.08008766174316 46.1327362060546 8.9319305419922446.0468978881837 8.93193054199224 Premia 46.2490158081055 8.2741260528565 46.24901580810558.44526481628418 46.369197845459 8.44526481628418 46.369197845459 8.2741260528565 46.24901580810558.2741260528565 Rhemes-Saint-Georges 45.5891876220703 7.1031608581543 45.58918762207037.18557119369518 45.6703224182129 7.18557119369518 45.6703224182129 7.103160858154345.5891876220703 7.1031608581543 Corio 45.2832908630372 7.4725170135498 45.28329086303727.56737279891968 45.3737754821777 7.56737279891968 45.3737754821777 7.472517013549845.2832908630372 7.4725170135498 Grosio 46.2763786315919 10.1031541824341 46.276378631591910.3461236953736 46.4174041748047 10.3461236953736 46.4174041748047 10.103154182434146.2763786315919 10.1031541824341 Albosaggia 46.0503768920898 9.82913398742676 46.05037689208989.90021800994884 46.1641159057618 9.90021800994884 46.1641159057618 9.8291339874267646.0503768920898 9.82913398742676 Casalzuigno 45.8941307067872 8.69023609161388 45.89413070678728.72683429718023 45.9315338134766 8.72683429718023 45.9315338134766 8.6902360916138845.8941307067872 8.69023609161388 Introbio 45.9523696899414 9.43117046356207 45.95236968994149.52839756011969 46.0448913574219 9.52839756011969 46.0448913574219 9.4311704635620745.9523696899414 9.43117046356207 Borno 45.9274520874025 10.1154069900514 45.927452087402510.2261486053467 45.9877662658692 10.2261486053467 45.9877662658692 10.115406990051445.9274520874025 10.1154069900514 Canzo 45.8357276916504 9.25532817840588 45.83572769165049.32857418060303 45.8637504577637 9.32857418060303 45.8637504577637 9.2553281784058845.8357276916504 9.25532817840588 Pergine Valsugana 46.0112800598146 11.187582015991246.0112800598146 11.3354959487915 46.111213684082 11.3354959487915 46.11121368408211.1875820159912 46.0112800598146 11.1875820159912 Paluzza 46.5016975402833 12.889417648315546.5016975402833 13.0639410018921 46.6100311279297 13.0639410018921 46.610031127929712.8894176483155 46.5016975402833 12.8894176483155 Prato Carnico 46.4788894653321 12.631018638610946.4788894653321 12.8504781723022 46.5522842407227 12.8504781723022 46.552284240722712.6310186386109 46.4788894653321 12.6310186386109 Dogna 46.4236106872559 13.229517936706546.4236106872559 13.4621000289917 46.5103225708008 13.4621000289917 46.510322570800813.2295179367065 46.4236106872559 13.2295179367065 Raveo 46.4158210754395 12.806422233581746.4158210754395 12.9064826965332 46.4705390930176 12.9064826965332 46.470539093017612.8064222335817 46.4158210754395 12.8064222335817 Clauzetto 46.2100143432617 12.862148284912246.2100143432617 12.9278221130371 46.2977867126466 12.9278221130371 46.297786712646612.8621482849122 46.2100143432617 12.8621482849122 Frisanco 46.1860351562501 12.600837707519546.1860351562501 12.7739925384521 46.2663879394532 12.7739925384521 46.266387939453212.6008377075195 46.1860351562501 12.6008377075195 Davos 46.6739883422853 9.7225208282470746.6739883422853 9.96433830261236 46.8611373901368 9.96433830261236 46.86113739013689.72252082824707 46.6739883422853 9.72252082824707 Ebnat-Kappel 47.1856575012208 9.0741233825684247.1856575012208 9.19277191162109 47.2836112976075 9.19277191162109 47.28361129760759.07412338256842 47.1856575012208 9.07412338256842 Oberstaufen 47.4655418395996 9.9583244323730547.4655418395996 10.164984703064 47.5831451416016 10.164984703064 47.58314514160169.95832443237305 47.4655418395996 9.95832443237305 Rettenberg 47.5478210449219 10.247064590454247.5478210449219 10.3892126083374 47.6261024475097 10.3892126083374 47.626102447509710.2470645904542 47.5478210449219 10.2470645904542 Nesselwang 47.5844497680664 10.44999599456847.5844497680664 10.5516033172608 47.6543655395509 10.5516033172608 47.654365539550910.449995994568 47.5844497680664 10.449995994568 Pfronten 47.5335769653321 10.454459190368747.5335769653321 10.5979537963867 47.612964630127 10.5979537963867 47.61296463012710.4544591903687 47.5335769653321 10.4544591903687 Füssen 47.5509872436525 10.583026885986447.5509872436525 10.7272529602052 47.6203384399414 10.7272529602052 47.620338439941410.5830268859864 47.5509872436525 10.5830268859864 Blaichach 47.4539031982423 10.104823112487847.4539031982423 10.2657423019409 47.553955078125 10.2657423019409 47.55395507812510.1048231124878 47.4539031982423 10.1048231124878 Betten 46.3664016723633 8.0009822845458446.3664016723633 8.10186767578131 46.4751358032227 8.10186767578131 46.47513580322278.00098228454584 46.3664016723633 8.00098228454584 Sonthofen 47.4598426818848 10.259247779846247.4598426818848 10.3739814758301 47.5516395568848 10.3739814758301 47.551639556884810.2592477798462 47.4598426818848 10.2592477798462 Bartholomäberg 47.08224868774429.86314392089855 47.0822486877442 9.96520519256597 47.1237182617188 9.9652051925659747.1237182617188 9.86314392089855 47.0822486877442 9.86314392089855 Damüls 47.26654434204119.82277870178217 47.2665443420411 9.92928504943848 47.3099975585938 9.9292850494384847.3099975585938 9.82277870178217 47.2665443420411 9.82277870178217 Bad Hindelang 47.370269775390610.3218774795533 47.3702697753906 10.4759645462036 47.561134338379 10.475964546203647.561134338379 10.3218774795533 47.3702697753906 10.3218774795533 Gaschurn 46.84242630004889.97240734100342 46.8424263000488 10.1572179794313 47.0283813476564 10.157217979431347.0283813476564 9.97240734100342 46.8424263000488 9.97240734100342 Fischen i. Allgäu47.4234428405762 10.2372426986694 47.4234428405762 10.291895866394 47.482830047607510.291895866394 47.4828300476075 10.2372426986694 47.4234428405762 10.2372426986694 Oberstdorf47.2701225280762 10.0828905105591 47.2701225280762 10.3892498016358 47.471557617187510.3892498016358 47.4715576171875 10.0828905105591 47.2701225280762 10.0828905105591 Nüziders47.1569824218749 9.74909305572521 47.1569824218749 9.89488792419439 47.19350814819339.89488792419439 47.1935081481933 9.74909305572521 47.1569824218749 9.74909305572521 Gais (Appenzell Ausserrhoden) 47.346305847168 9.42875099182129 47.346305847168 9.5088129043578547.3925247192384 9.50881290435785 47.3925247192384 9.42875099182129 47.3463058471689.42875099182129 Pettneu am Arlberg 47.0762634277345 10.2912740707398 47.076263427734510.3999195098878 47.1803474426269 10.3999195098878 47.1803474426269 10.291274070739847.0762634277345 10.2912740707398 Rüte 47.2351951599122 9.36947441101086 47.23519515991229.50492763519298 47.3503341674806 9.50492763519298 47.3503341674806 9.3694744110108647.2351951599122 9.36947441101086 See 46.998893737793 10.3870868682862 46.99889373779310.515248298645 47.0824508666992 10.515248298645 47.0824508666992 10.3870868682862 46.99889373779310.3870868682862 Fläsch 47.010238647461 9.47780227661127 47.010238647461 9.6122426986694947.0608634948731 9.61224269866949 47.0608634948731 9.47780227661127 47.0102386474619.47780227661127 Jenins 46.9918098449708 9.54440879821772 46.9918098449708 9.6262655258178147.0290565490724 9.62626552581781 47.0290565490724 9.54440879821772 46.99180984497089.54440879821772 Untervaz 46.8983764648438 9.4690084457398 46.8983764648438 9.5585918426513746.9509048461915 9.55859184265137 46.9509048461915 9.4690084457398 46.89837646484389.4690084457398 Igis 46.9390449523927 9.55294609069836 46.9390449523927 9.6123285293580246.9756469726562 9.61232852935802 46.9756469726562 9.55294609069836 46.93904495239279.55294609069836 Trimmis 46.861270904541 9.53843116760254 46.861270904541 9.6547021865845946.932056427002 9.65470218658459 46.932056427002 9.53843116760254 46.861270904541 9.53843116760254Valzeina 46.9178161621094 9.59616661071777 46.9178161621094 9.63858222961426 46.97732543945319.63858222961426 46.9773254394531 9.59616661071777 46.9178161621094 9.59616661071777 Seewis im Prättigau 46.974494934082 9.59314346313488 46.974494934082 9.78841304779053 47.06053543090839.78841304779053 47.0605354309083 9.59314346313488 46.974494934082 9.59314346313488 Furna46.8690948486329 9.63190269470226 46.8690948486329 9.69660568237305 46.95955276489269.69660568237305 46.9595527648926 9.63190269470226 46.8690948486329 9.63190269470226 Schiers (Graubünden) 46.94734954834 9.66514110565186 46.94734954834 9.8337516784668 47.03639221191429.8337516784668 47.0363922119142 9.66514110565186 46.94734954834 9.66514110565186 Fideris46.8551521301269 9.70440578460705 46.8551521301269 9.770188331604 46.9261741638184 9.77018833160446.9261741638184 9.70440578460705 46.8551521301269 9.70440578460705 Conters im Prättigau46.8585662841797 9.76167011260986 46.8585662841797 9.81646060943598 46.91238021850599.81646060943598 46.9123802185059 9.76167011260986 46.8585662841797 9.76167011260986 Klosters-Serneus 46.7671661376953 9.79788494110107 46.7671661376953 10.0953521728516 46.923961639404410.0953521728516 46.9239616394044 9.79788494110107 46.7671661376953 9.79788494110107 Tamins46.8282470703126 9.33808994293224 46.8282470703126 9.45444202423101 46.90285873413099.45444202423101 46.9028587341309 9.33808994293224 46.8282470703126 9.33808994293224 Chur46.8234748840333 9.48356533050548 46.8234748840333 9.58000469207758 46.89312744140639.58000469207758 46.8931274414063 9.48356533050548 46.8234748840333 9.48356533050548 Maladers46.835376739502 9.54714965820312 46.835376739502 9.59681224822998 46.86797332763689.59681224822998 46.8679733276368 9.54714965820312 46.835376739502 9.54714965820312 Lüen46.8296508789064 9.60765933990479 46.8296508789064 9.64536762237555 46.86568450927759.64536762237555 46.8656845092775 9.60765933990479 46.8296508789064 9.60765933990479 Tschiertschen46.7637825012206 9.57670211791998 46.7637825012206 9.6429119110108 46.83300781250019.6429119110108 46.8330078125001 9.57670211791998 46.7637825012206 9.57670211791998 St. Peter-Pagig46.8317909240723 9.62459373474127 46.8317909240723 9.67907238006597 46.87705230712899.67907238006597 46.8770523071289 9.62459373474127 46.8317909240723 9.62459373474127 Langwies46.7795715332031 9.69041061401379 46.7795715332031 9.80883502960211 46.87004852294939.80883502960211 46.8700485229493 9.69041061401379 46.7795715332031 9.69041061401379 Sankt Gallenkirch 46.9138031005859 9.87292385101318 46.9138031005859 10.0678739547731 47.057464599609410.0678739547731 47.0574645996094 9.87292385101318 46.9138031005859 9.87292385101318 Planken47.1579818725586 9.52740192413324 47.1579818725586 9.59181499481213 47.1952400207529.59181499481213 47.195240020752 9.52740192413324 47.1579818725586 9.52740192413324 Dornbirn47.2818107604982 9.69577884674072 47.2818107604982 9.84645462036144 47.44901275634779.84645462036144 47.4490127563477 9.69577884674072 47.2818107604982 9.69577884674072 Grins47.1155242919922 10.4686546325683 47.1155242919922 10.5393991470337 47.171463012695410.5393991470337 47.1714630126954 10.4686546325683 47.1155242919922 10.4686546325683 Schaan47.0614547729492 9.48640155792231 47.0614547729492 9.6254644393922 47.196231842041 9.625464439392247.196231842041 9.48640155792231 47.0614547729492 9.48640155792231 Valduz 47.08912658691419.49731445312511 47.0891265869141 9.6117057800293 47.1962547302247 9.611705780029347.1962547302247 9.49731445312511 47.0891265869141 9.49731445312511 Triesenberg 47.07957458496099.53200912475586 47.0795745849609 9.63749408721924 47.1684532165528 9.6374940872192447.1684532165528 9.53200912475586 47.0795745849609 9.53200912475586 Sankt Anton im Montafon47.0996856689454 9.85183525085461 47.0996856689454 9.89256286621094 47.12484741210949.89256286621094 47.1248474121094 9.85183525085461 47.0996856689454 9.85183525085461 Triesen47.0473823547364 9.51664924621576 47.0473823547364 9.60690307617193 47.12756347656269.60690307617193 47.1275634765626 9.51664924621576 47.0473823547364 9.51664924621576 Balzers47.0486145019532 9.47248077392584 47.0486145019532 9.63511180877697 47.1642341613779.63511180877697 47.164234161377 9.47248077392584 47.0486145019532 9.47248077392584 Wertach47.5333633422852 10.3595952987672 47.5333633422852 10.4745054244996 47.628063201904310.4745054244996 47.6280632019043 10.3595952987672 47.5333633422852 10.3595952987672 Oberriet47.304485321045 9.49316787719732 47.304485321045 9.63768959045416 47.39089202880869.63768959045416 47.3908920288086 9.49316787719732 47.304485321045 9.49316787719732 Silbertal47.021266937256 9.94837474822998 47.021266937256 10.1522998809815 47.111583709716910.1522998809815 47.1115837097169 9.94837474822998 47.021266937256 9.94837474822998 Sennwald47.1975250244141 9.40241527557384 47.1975250244141 9.53130912780762 47.28405380249039.53130912780762 47.2840538024903 9.40241527557384 47.1975250244141 9.40241527557384 Naturno46.5862617492676 10.9422636032104 46.5862617492676 11.0832920074463 46.695835113525511.0832920074463 46.6958351135255 10.9422636032104 46.5862617492676 10.9422636032104 Tschagguns47.0004615783693 9.79531764984131 47.0004615783693 9.941086769104 47.082733154297 9.94108676910447.082733154297 9.79531764984131 47.0004615783693 9.79531764984131 Vandans 47.0310897827159.70876026153576 47.031089782715 9.88469886779791 47.1169471740723 9.8846988677979147.1169471740723 9.70876026153576 47.031089782715 9.70876026153576 Sankt Anton am Arlberg46.981559753418 10.1216087341309 46.981559753418 10.3210000991821 47.164951324462910.3210000991821 47.1649513244629 10.1216087341309 46.981559753418 10.1216087341309 Grabs47.1327705383301 9.31676959991461 47.1327705383301 9.47632789611822 47.19924926757829.47632789611822 47.1992492675782 9.31676959991461 47.1327705383301 9.31676959991461 Mels46.9284782409669 9.23715877532953 46.9284782409669 9.48576641082775 47.08504104614269.48576641082775 47.0850410461426 9.23715877532953 46.9284782409669 9.23715877532953 Sevelen47.1083450317382 9.39154529571539 47.1083450317382 9.51914024353033 47.1559486389169.51914024353033 47.155948638916 9.39154529571539 47.1083450317382 9.39154529571539 Wartau47.06640625 9.37457656860363 47.06640625 9.52348899841309 47.1198768615724 9.5234889984130947.1198768615724 9.37457656860363 47.06640625 9.37457656860363 Pfäfers 46.87439346313499.25020503997808 46.8743934631349 9.53642177581781 46.9979248046875 9.5364217758178146.9979248046875 9.25020503997808 46.8743934631349 9.25020503997808 Nesselwängle 47.45145797729510.547444343567 47.451457977295 10.6389846801758 47.5072326660156 10.638984680175847.5072326660156 10.547444343567 47.451457977295 10.547444343567 Bichlbach 47.395908355712910.761812210083 47.3959083557129 10.8711652755738 47.4441871643066 10.871165275573847.4441871643066 10.761812210083 47.3959083557129 10.761812210083 Ehrwald 47.360176086425810.8969068527222 47.3601760864258 10.9883708953858 47.4680290222168 10.988370895385847.4680290222168 10.8969068527222 47.3601760864258 10.8969068527222 Stanzach 47.326217651367210.5490179061891 47.3262176513672 10.6373634338379 47.3975105285645 10.637363433837947.3975105285645 10.5490179061891 47.3262176513672 10.5490179061891 Häselgehr 47.242275238037210.4351434707642 47.2422752380372 10.5534696578981 47.3424491882325 10.553469657898147.3424491882325 10.4351434707642 47.2422752380372 10.4351434707642 Roppen 47.137527465820310.7882280349731 47.1375274658203 10.8466997146608 47.2427101135255 10.846699714660847.2427101135255 10.7882280349731 47.1375274658203 10.7882280349731 Sautens 47.167881011962910.8349208831787 47.1678810119629 10.8746795654297 47.2260398864747 10.874679565429747.2260398864747 10.8349208831787 47.1678810119629 10.8349208831787 Haiming (Tiroler Oberland)47.2071533203124 10.8048191070557 47.2071533203124 10.9790401458741 47.27289199829110.9790401458741 47.272891998291 10.8048191070557 47.2071533203124 10.8048191070557 Rietz47.2431182861329 11.0141525268555 47.2431182861329 11.068247795105 47.295631408691511.068247795105 47.2956314086915 11.0141525268555 47.2431182861329 11.0141525268555 Oberhofen im Inntal 47.2361030578613 11.0570526123047 47.2361030578613 11.1219778060914 47.308383941650411.1219778060914 47.3083839416504 11.0570526123047 47.2361030578613 11.0570526123047 Hatting47.2478599548341 11.1287708282471 47.2478599548341 11.1820106506347 47.283592224121211.1820106506347 47.2835922241212 11.1287708282471 47.2478599548341 11.1287708282471 Kematen in Tirol 47.2414588928223 11.2579050064087 47.2414588928223 11.3035831451417 47.264423370361411.3035831451417 47.2644233703614 11.2579050064087 47.2414588928223 11.2579050064087 Gries im Sellrain 47.1458702087402 11.1142072677613 47.1458702087402 11.1847972869873 47.22177886962911.1847972869873 47.221778869629 11.1142072677613 47.1458702087402 11.1142072677613 Curon Venosta46.7328414916992 10.4263095855713 46.7328414916992 10.7619829177858 46.876003265380910.7619829177858 46.8760032653809 10.4263095855713 46.7328414916992 10.4263095855713 Malles Venosta46.642318725586 10.405312538147 46.642318725586 10.7370719909668 46.8053932189941 10.737071990966846.8053932189941 10.405312538147 46.642318725586 10.405312538147 Sluderno 46.631019592285210.5692024230957 46.6310195922852 10.6546821594238 46.6787643432618 10.654682159423846.6787643432618 10.5692024230957 46.6310195922852 10.5692024230957 Silandro 46.562999725341810.6951322555543 46.5629997253418 10.8333606719971 46.7296905517579 10.833360671997146.7296905517579 10.6951322555543 46.5629997253418 10.6951322555543 Senales 46.66008377075210.7270908355713 46.660083770752 11.0380954742433 46.7993278503418 11.038095474243346.7993278503418 10.7270908355713 46.660083770752 10.7270908355713 Lustenau 47.39022445678719.64863014221203 47.3902244567871 9.69749355316168 47.4620819091797 9.6974935531616847.4620819091797 9.64863014221203 47.3902244567871 9.64863014221203 Alberschwende 47.43190765380879.80105113983166 47.4319076538087 9.89169502258301 47.4898910522462 9.8916950225830147.4898910522462 9.80105113983166 47.4319076538087 9.80105113983166 Egg (Bludenz-Bregenzer Wald)47.3336677551271 9.85309410095221 47.3336677551271 10.1176357269287 47.449153900146510.1176357269287 47.4491539001465 9.85309410095221 47.3336677551271 9.85309410095221 Andelsbuch47.3849639892578 9.85078525543224 47.3849639892578 9.97512531280518 47.4231376647959.97512531280518 47.423137664795 9.85078525543224 47.3849639892578 9.85078525543224 Altach47.3419647216798 9.61919975280762 47.3419647216798 9.67055320739746 47.37105178833029.67055320739746 47.3710517883302 9.61919975280762 47.3419647216798 9.61919975280762 Koblach47.3042869567872 9.58835697174067 47.3042869567872 9.6384267807008 47.34371948242189.6384267807008 47.3437194824218 9.58835697174067 47.3042869567872 9.58835697174067 Meiningen (Rheintal-Bodenseegebiet) 47.282512664795 9.5565681457519 47.282512664795 9.5955772399902947.3144912719728 9.59557723999029 47.3144912719728 9.5565681457519 47.282512664795 9.5565681457519Hohenems 47.3363418579102 9.65007686615002 47.3363418579102 9.76153755188 47.39209747314469.76153755188 47.3920974731446 9.65007686615002 47.3363418579102 9.65007686615002 Götzis47.3171539306642 9.61624240875244 47.3171539306642 9.7147798538208 47.34997177124029.7147798538208 47.3499717712402 9.61624240875244 47.3171539306642 9.61624240875244 Fraxern47.3068084716797 9.66204452514643 47.3068084716797 9.73100090026855 47.3436203002939.73100090026855 47.343620300293 9.66204452514643 47.3068084716797 9.66204452514643 Röthis47.2874526977538 9.61359214782726 47.2874526977538 9.68878650665283 47.30864715576179.68878650665283 47.3086471557617 9.61359214782726 47.2874526977538 9.61359214782726 Schnepfau47.3305854797364 9.89681434631348 47.3305854797364 10.0032663345337 47.357250213623110.0032663345337 47.3572502136231 9.89681434631348 47.3305854797364 9.89681434631348 Laterns47.2337684631348 9.68586349487316 47.2337684631348 9.84800338745112 47.3048171997079.84800338745112 47.304817199707 9.68586349487316 47.2337684631348 9.68586349487316 Lech47.1463851928712 10.0317573547363 47.1463851928712 10.2119178771974 47.250366210937610.2119178771974 47.2503662109376 10.0317573547363 47.1463851928712 10.0317573547363 Blons47.2130050659181 9.81416416168224 47.2130050659181 9.87279319763189 47.26662445068379.87279319763189 47.2666244506837 9.81416416168224 47.2130050659181 9.81416416168224 Raggal47.1666145324706 9.80434703826904 47.1666145324706 9.98415184021002 47.22130966186539.98415184021002 47.2213096618653 9.80434703826904 47.1666145324706 9.80434703826904 Fontanella (Bludenz-Bregenzer Wald) 47.2360305786133 9.85057544708252 47.2360305786133 9.9691057205201347.290340423584 9.96910572052013 47.290340423584 9.85057544708252 47.23603057861339.85057544708252 Rankweil 47.2375831604004 9.57636642456066 47.2375831604004 9.6861963272094247.3048782348633 9.68619632720942 47.3048782348633 9.57636642456066 47.23758316040049.57636642456066 Feldkirch (Rheintal-Bodenseegebiet) 47.205104827881 9.53372383117681 47.2051048278819.62750720977795 47.2934761047363 9.62750720977795 47.2934761047363 9.5337238311768147.205104827881 9.53372383117681 Göfis 47.2246093750001 9.60305023193359 47.22460937500019.656572341919 47.2551879882814 9.656572341919 47.2551879882814 9.60305023193359 47.22460937500019.60305023193359 Frastanz 47.1480827331544 9.57404327392578 47.1480827331544 9.6600952148437547.2287826538087 9.66009521484375 47.2287826538087 9.57404327392578 47.14808273315449.57404327392578 Nenzing 47.0509910583497 9.60769653320318 47.0509910583497 9.7559242248535247.2146492004396 9.75592422485352 47.2146492004396 9.60769653320318 47.05099105834979.60769653320318 Schnifis 47.2044944763184 9.70706748962414 47.2044944763184 9.757260322570847.2351989746094 9.7572603225708 47.2351989746094 9.70706748962414 47.20449447631849.70706748962414 Bludesch 47.1735877990723 9.70571231842041 47.1735877990723 9.7528133392334647.2069892883301 9.75281333923346 47.2069892883301 9.70571231842041 47.17358779907239.70571231842041 Sankt Gerold 47.2106094360352 9.78017807006836 47.2106094360352 9.8257064819336547.2600288391114 9.82570648193365 47.2600288391114 9.78017807006836 47.21060943603529.78017807006836 Ludesch 47.1711578369141 9.74811363220209 47.1711578369141 9.8215093612671547.2109298706056 9.82150936126715 47.2109298706056 9.74811363220209 47.17115783691419.74811363220209 Bürs 47.0859336853027 9.76123714447027 47.0859336853027 9.8301496505737947.157627105713 9.83014965057379 47.157627105713 9.76123714447027 47.08593368530279.76123714447027 DFG 0000000120969829 253900505 Langfristvorhaben