Methodologie

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Publikation  (Zitieren)

Integraler Bestandteil von VerbaAlpina ist auch die direkte, verlagsunabhängige Publikation von Ergebnissen. Denn nicht alles, was Publikation genannt wird, dient der PUBLIKATION. So bewirkt das traditionelle Medium des Drucks mittlerweile das strikte Gegenteil: Es entzieht der Öffentlichkeit Informationen, die ihr angesichts der Forschungsförderung durch öffentliche Mittel in weitestmöglicher Weise gegeben werden sollten und die ihr bei Verwendung der Neuen Medien auch leicht so geliefert werden könnten. Die in den Wissenschaften üblichen papierenen Auflagen von 200 oder 300 Exemplaren schaffen nicht inklusive 'Öffentlichkeit', sondern exklusive Privatheit. Es gibt daher angesichts der leicht verfügbaren Informationstechnologie keinen stichhaltigen Grund, den Druck als Mittel der Wissensverbreitung zu bevorzugen oder absolut zu setzen. Es erhebt sich – ganz im Gegenteil – die Frage, warum Wissenschaftler Einrichtungen und Medien unterstützen sollten, die die Verbreitung ihrer Arbeitsergebnisse systematisch einschränken.
In manchen Wissenschaftsdisziplinen (nach unserer Kenntnis trifft dies u. a. auf die Informatik zu) ist in den vergangenen Jahren gar ein Trend zu beobachten, der die mit den Neuen Medien einhergehenden technischen Möglichkeiten ad absurdum führt: Während es nunmehr eigentlich ein Leichtes ist, weltweit bequemen Zugang zu Informationen und Texten zu gewähren, geschieht auch dort das blanke Gegenteil, indem der entsprechende Zugang nur gegen Bezahlung freigegeben wird. Dies ist sogar ein Rückschritt gegenüber der von uns zuvor kritisierten traditionellen Publikation auf Papier. Wir warnen an dieser Stelle nachdrücklich vor derartigen Entwicklungen, die auch im Bereich der Geisteswissenschaften bereits ansatzweise zu beobachten sind.
Aber auch der Begriff der Publikation hat sich substantiell verändert (vgl. Krefeld 2018c, Abschnitt 14). In umfassendem Sinne gehören dazu:
  • sprachliche Objektdaten;
  • strukturierende Metadaten;
  • wissenschaftlicher Text, der traditionell allein als ‚Publikation‘ bezeichnet wird;
  • Code und seine Dokumentation.
  • VA versteht sich also auch als Instrument zur Veröffentlichung von projektbezogenen Texten. Dafür sind im Wesentlichen drei Formate vorgesehen:
    1. Theoretisch und methodologisch zentrale Begriffe und Probleme werden in konziser Weise unter dem Reiter Methodologie abgelegt.
    2. Ausführlichere analytische Untersuchungen von Projektergebnissen oder theoretische bzw. methodologische Diskussionen können unter Projektpublikationen abgelegt werden.
    3. Kommentare zu einzelnen sprachlichen Typen werden sind auf zwei Arten zugänglich; sie können in der Kartenlegende durch einen 'i'-Button geöffnet oder aber unter dem Reiter Lexicon alpinum aufgerufen werden; Kommentare sehr leicht durch Projektmitarbeiter oder Externe eingestellt werden.


    Über die Legende zugängliche Kommentarfunktion

    (auct. Thomas Krefeld)

    Tags: Funktionsbereiche