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Leitung

Thomas Krefeld | Stephan Lücke

Das Projekt

Das Projekt erschließt den einzelsprachlich und dialektal stark fragmentierten Alpenraum in seiner kultur- und sprachgeschichtlichen Zusammengehörigkeit selektiv und analytisch und überwindet dadurch die traditionelle Beschränkung auf im wesentlichen aktuelle politische Einheiten (Nationalstaaten). Die ausgewählten Sachgebiete betreffen die Natur, die Kulturgeschichte und die kulturelle Gegenwart. Dazu wird unter Verwendung zeitgemäßer Medientechnologie (Datenbank, Georeferenzierung, Internet, social software) eine umfassende, einzelsprachübergreifende Forschungsumgebung mit mehreren Funktionsbereichen aufgebaut: Sie dient der Dokumentation (interaktive georeferenzierte Kartographie), der Datenerhebung (durch social software), der Publikation und ihrer eigenen kollaborativen Weiterentwicklung; damit wird ein Modell für die Überführung der Geolinguistik in die digital humanities entwickelt. Die leitende Absicht besteht darin, bereits vorliegende (und teils schlecht zugängliche) Sprachatlas- und Wörterbuchdaten in vervollständigter, gebündelter, mehrdimensional aufbereiteter und sprachgeschichtlich analysierter Form zugänglich zu machen. Durch die Vervollständigung (Neuerhebung mit Hilfe von social software) werden der ungleichmäßige Belegraster der Datenaltbestände ausgeglichen und ihre semantischen und onomasiologischen Inkonsistenzen überwunden. So integriert das Projekt die beiden dominanten, methodologisch alternativen Ansätze der digitalen Geolinguistik, nämlich die an der sprachgeographischen Tradition orientierte Dokumentation einerseits (vgl. ALD-I, ALD-II) und die Neuerhebung durch Crowdsourcing andererseits (vgl. AdA, ALIQUOT) in einem umfassenden Rahmen. VerbaAlpina wird durch zahlreiche Kooperationspartner unterstützt.

Das Projekt wendet sich in erster Linie an die wissenschaftliche Öffentlichkeit; entsprechend fachlich sind die erklärenden Texte unter dem Reiter METHODOLOGIE angelegt. Vor allem die zentrale Funktion unter dem Reiter INTERAKTIVE KARTE ist jedoch für jedermann leicht zugänglich. Interessierten Laien wird daher empfohlen, sich zunächst mit diesem Angebot vertraut zu machen: Die Suchfilter sollten sich trotz der vielleicht ungewohnten Terminologie beim Ausprobieren weitgehend selbst erklären.

(auct. Stephan Lücke | Thomas Krefeld)