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Langzeitarchivierung (Zitieren)

Sämtliche VerbaAlpina-Projektdaten werden so verwaltet, dass diese über einen möglichst langen Zeitraum les- und verwendbar bleiben. Die ins Auge gefasste Perspektive umfasst dabei wenigstens mehrere Jahrzehnte, das zugrundeliegende Konzept ist letztlich jedoch auf eine Konservierung ohne zeitliche Befristung ausgerichtet.

Im einzelnen werden die folgenden Aspekte berücksichtigt:
1. Welche Institution(en) wird(/werden) mit der Bewahrung der Daten bzw. der betreffenden Datenträger betraut?
2. Dokumentation der Datenstrukturierung sowie der logischen Zusammenhänge zwischen Daten und Datenkategorien (Entity Relationship)
3. Dokumentation der verwendeten Zeichenkodierung(en)

Mehrere Kopien der Projektdaten sollen bei mehreren verschiedenen Institutionen archiviert werden. Derzeit sind dafür die IT-Gruppe Geisteswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München (ITG) mit deren Anbindung an die Archivierungsserver des Leibniz-Rechenzentrums sowie das BAS Clarin Repository vorgesehen. Es ist geplant, zusätzliche Sicherungskopien bei weiteren geeigneten Institutionen zu deponieren. Die Archivierung findet im Rhythmus der Versionierungen statt. Archiviert werden jeweils die Datenbank mit sämtlichen Projektdaten (Modul VA_DB zusammen mit dem Entity-Relationship-Modell) sowie das Web-Framework (VA_WEB), das für die Präsentation der Daten im Internet (inklusive der jeweiligen Funktionalität) zuständig ist, so dass, zumindest theoretisch, ein "Wiedererwecken" jeder einzelnen Version in entsprechenden emulierten Betriebssystem- bzw. Softwareumgebungen möglich ist. Archiviert wird ferner die Medienbibliothek, die hauptsächlich Photos, Filme, Text- und Tondokumente enthält (Modul VA_MT).

In unregelmäßigen Abständen wird die VerbaAlpina-Webseite (VA_WEB) auch im Internetarchiv https://archive.org abgelegt. Unter der Adresse https://web.archive.org/web/*/http://verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de/ lassen sich ältere Versionen von VA_WEB abrufen. Die älteste dort erfasste Version stammt vom 10. November 2014. Die Archivierungen erfolgen teils automatisch durch den "Wayback"-Crawler von archive.org, teils aktiv durch VerbaAlpina, seit 2018 regelmäßig im Zuge der halbjährlichen Versionswechsel.

(auct. Stephan Lücke)

Tags: Informationstechnologie



Lizenzierung (Zitieren)

Die Anwendung des Copyright führt gerade im wissenschaftlichen Kontext häufig dazu, dass Inhalte, deren Präsentation für die Nachvollziehbarkeit darauf aufbauender Erkenntnisse eigentlich unverzichtbar ist, in wissenschaftlichen Publikationen nicht oder nur sehr eingeschränkt genutzt werden dürfen. Fast immer steht die Frage im Raum, welche Verwendung noch vom Zitatrecht gedeckt ist. Bisweilen ist auch unklar, ob ein Autor, dessen Werk verwendet werden soll, bereits mehr als 70 Jahre tot ist oder ob seine Rechte nach seinem Tod auf Dritte übergegangen sind. Jeder Autor (nicht nur) wissenschaftlicher Publikationen muss diese Regelung als massive Einschränkung empfinden, die letztlich und gerade in der Summe den Fortschritt der Wissenschaft erheblich behindert. Das Copyright muss daher als für den Wissenschaftsbetrieb ungeeignetes Lizenzmodell betrachtet werden.

VerbaAlpina fühlt sich daher verpflichtet, sämtliche von VerbaAlpina selbst erarbeiteten Inhalte in Übereinstimmung mit den sog. FAIR-Prinzipien und dem damit verbundenen Open Access Gedanken zur Nutzung durch Dritte frei zur Verfügung zu stellen, und steht damit in einer Reihe von Initiativen und Institutionen, die sich derzeit für die Verbreitung und Durchsetzung dieses Ideals einsetzen (vgl. z.B. das Open Science Center der LMU). Hinsichtlich der Inhalte von VerbaAlpina besteht eine Einschränkung nur insofern, als Daten, die VerbaAlpina von Seiten Dritter übernommen hat und die restriktiveren Nutzungsbedingungen wie etwa dem Copyright unterliegen, auch von VerbaAlpina nur unter den entsprechenden Bedingungen weitergegeben werden. So können speziell einzelne Mediendateien im VA-Modul VA_MT, die VA aus externen Datenquellen bekommen oder erworben hat, dem Copyright unterliegen. Betroffene Objekte werden im Modul VA_MT individuell mit entsprechenden Merkmalen versehen. VerbaAlpina ist stets bemüht, die für einzelne Inhalte bestehenden Nutzungsbedingungen jeweils anzugeben, sofern diese nicht im Rahmen einer Open-Access-Lizenz genutzt werden dürfen. Sollten VerbaAlpina in diesem Zusammenhang Irrtümer unterlaufen – und dies gilt besonders für Urheberrechtsverletzungen – wird darum gebeten, VerbaAlpina unverzüglich darauf hinzuweisen. Entsprechende Inhalte werden von VerbaAlpina umgehend entfernt.

Sämtliche aus rechtlicher Perspektive im Sinne von Open Access uneingeschränkt nutzbaren Daten und Inhalte werden von VerbaAlpina unter eine Creative-Commons-Lizenz (CC) gestellt, die lediglich die Nennung des Urhebers sowie die Weitergabe unter den selben Bedingungen verlangt. Dies wird in der Nomenklatur von CC durch die Kürzel "BY" und "SA" ("share alike") zum Ausdruck gebracht. VerbaAlpina verzichtet bewusst auf das Verbot der kommerziellen Nutzung (CC-Kürzel "NC" – "non-commercial"), da dies sogar eine Weiterverwendung zu wissenschaftlichen Zwecken unmöglich machen kann (s. dazu den Vortrag "Offene Lizenzen – ein Werkstattbericht zu den rechtlichen Herausforderungen im Jahr 2015 " [etwa ab Minute 13] von Thomas Hartmann). Insofern ist die NC-Klausel nicht kompatibel mit dem Open-Access-Gedanken (s. https://open-access.net/informationen-zu-open-access/rechtsfragen/lizenzen/, Abschnitt "Das Creative Commons-Modell", konsultiert am 09.10.2018).

Während die CC-Lizenzen der Version 3.0 auch an das deutsche Rechtssystem angepasst worden waren, wird seit der derzeit (2018) jüngsten Version 4.0 darauf verzichtet. Die daraus folgenden Konsequenzen sind für VerbaAlpina schwer einzuschätzen. Das von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen betriebene Portal https://open-access.net/ meint dazu: "Derzeit noch unklar ist, wie es sich auswirkt, wenn die Standardlizenz in einer ausländischen Sprache zur Verfügung gestellt wird, die der Lizenznehmer nicht oder nicht sicher beherrscht" (https://open-access.net/informationen-zu-open-access/rechtsfragen/lizenzen/, konsultiert am 09.10.2018). VerbaAlpina folgt daher der Praxis der Universitätsbibliothek der LMU und stellt ab der VA-Version 18_2 (Dezember 2018) sämtliche Inhalte, die nicht unter die oben genannten Ausnahmen fallen, unter die CC-Lizenz BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/). Alle älteren Versionen stehen in analogem Sinn unter der CC-Lizenz BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/).

Für den von VerbaAlpina entwickelten Softwarecode findet die im Umfeld der Softwareentwicklung übliche MIT-Lizenz Anwendung, die die freie Nachnutzung des Softwarecodes erlaubt.

Das Lizenzierungssystem sowie die Zugriffsrechte der verschiedenen VA-Benutzergruppen werden durch die folgende Graphik dokumentiert:





(auct. Stephan Lücke)

Tags: Informationstechnologie Webseite